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ActieAdeuckerri. Verlagsort Fulda.

38. Zahrg,

für die katholischen Gemeinden Kassels.

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 40 R.-Pfennig B 45 R.-pfenn!g (Zustellgebühr extra). Redaktlonsschlutz Montag. Anzelgen-Preise: Colonelzelle im Aiize! zenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklameteil 0,60 Goldmark. Bet Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra Anzeigen müssen spätestens bis Montag moraeas.Im Befitz der Fuldaer Actlendruckerei in Fulda fein.

wochenLarender.

Sonntag, 6. Mai. 4. Sonntag nach Ostern. Johannes (Apostel) vor dem latein. Tore.

Montag, 7. Mai. Stanislaus, Bischof, Mart., f 1079.

Dienstag, 8. Mai. Erscheinung des Erzengels Michael.

Mittwoch, 9. Mai. Gregor von Nazienz, Kirchenlehrer, f 391.

Donnerstag, 10. Mai, Antonius, Erzbischof, f 1459. Gordionus und Epimachus, Mart., f 362.

Freitag, 11. Mai. Vom Tage. Mamertus, Bischof, t 447.

Samstag, 12. Mal. Nereus u. Gen., Mart., £ 304.

vierter Sonntag nach Ostern.

Epistel-. Jak. 1, 1721.

Beliebtest«! Jede gute Gabe und jedes vollkom» Mene Geschenk ist von oben, vom Vater der Lichter, bei keine Veränderung und kein Schatten von Verän­derlichkeit ist Denn aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit gezeugt, damit wir ge» Misjermaßen die Erstlinge seiner Schöpfung seien. Ihr wißt es, meine geliebtesten Bruder. Es sei darum jeder Leusch schnell bereit zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn der Zorn des Menschen tut mchts, was vor Gott gerecht ist. Dorum legt ab alle Unreinigkeit und allen Auswuchs der Bosheit und »chmt mit Sanftmut das eingepflanzte Wort auf, das «ure Seele retten kann.

Evangelium: Joh. 16,514.

Eine kostbare ttreuzpartikel.

in berühmter, ein herrlicher,

ein den

kostbarer Fund ist es gewesen,

^ St. Helena, des Kaisers Konstantin

Mutter, getan hat. Das kreuz des Herrn hat sie aus dem Schutt u h des Kalvarienberges hervorgezogen

[ lt)m eine wunderbare Kirche zu Jerusalem ge- mt, ctUm J*n hochheiligen Schatz darin aufzustellen Freude und zum Trost der ganzen Christen- nmL o"^ Kreuz, an dem der Heiland seine bren- unser» uns gezeigt, jenes Kreuz, das

®, Zuversicht und einzige Hoffnung ist; jenes sekl x k ^en hl Paulus in helles Entzücken ver- ^er ausruft:

Chri«;m^cn uns freuen und rühmen im kreuz

I , in welchem Heil ist und Leben und Auf- Unh erstehung".

dies»», ^^âlich haben sich alle geschätzt, die von ein Slü^n " Kreuz des Erlösers ein Splitterchen, titel erb^"' e.m Teilchen, eine sogenannte par­iern, Pzx/^u konnten. Nur Königen und Kai- ^teiten un6 Bischöfen, hochgestellten Persön- ^rioiieaÄ, ""gesehenen Kirchen ist ein solches " zuteil geworden. Wer aber solch eine

Partikel bekommen hat, hütet sie als Heilü und bewahrt sie als hochgeschätzte Reliquie.-----

DI, sagst du, wäre doch auch ich in den Besitz einer solchen Partikel gekommen, wäre es auch nur das kleinste Partikelchen vom Kreuz des Erlösers, das geweiht ist durch seine Glieder und sein Blut, durch seine Tugenden und seine Liebe! Und siehe vielleicht hast du sogar ein ansehnliches Partikel­chen und weißt es nicht. Und nicht bloß weißt du es nicht, du schätzest es auch nicht; du öffnest sogar deinen Mund zu lauten Klagen, trägst ein verdrieß­liches Gesicht zur Schau und betrachtest dich als den unglücklichsten aller Menschen i 1 1---

Und ich will dich nicht lange auf die Folter spannen und es dir gleich heraussagen: dieses Kreuzpartikelchen ist das Kreuz, das du trügst, ist deine wirtschaftliche oder moralische Not, ist der Mangel einer richtigen Wohnung, der Mangel an Kleidung, Nahrung, einer befriedigenden sozialen Stellung, eines behaglichen Berufes einkömmlicher Verhältnisse, vielleicht auch Siechtum und Krank­heit, harte Behandlung, ungerechte Beurteilung, verdrießliche Arbeit, schwarze Verleumdung, schrei­ender Undank. Diese ganze Litanei der Schmer- zen nenne ich mit einem einzigen Wort dein Kreuz".

Ist es nicht durch Gottes Zulassung und Schik- kung, vielleicht auch nicht ohne eigene Verschuldung über dich gekommen? Wie können Sie aber, verehrtester HerrBurgpfarrer" solche mißliche, unerquickliche Dingeeine Kreuz-Partikel" nennen? Siehe, dazu gehört weiter nichts als eine blaue Drille. Denn, wenn du die Welt durch eine blaue Brille ansiehst, dann siehst du alles in lieb­lichem Blau wie das Firmament bei strahleirdem Sonnenschein. Selbst die schwarzen Wolken, die der Sturm dahinjagt, und das rote Blut, das aus deinem Finger quillt, erstrahlt dann in köstlichem ^^Dieblaue Brille" ist der Glaube, ist die Ueber- zeugung, daß jedes Kreuz von Gott geschickt oder zugelassen ist, daß jedes Kreuz ein Teil vom Kreuze Christi ist, daß jedes Kreuz die Sündenstrafen weg. frißt wie die Sonne den Schnee, daß jedes Kreuz ein unfehlbarer Schlüssel ist zum Aufschließen der Himmelspforte.

Diese Weisheit lernst du allerdings von den Weltkindern nicht, die ja nicht gräßlich genug über ihrKreuz" räsonieren und fluchen können. D'ese Weisheit lernst du aber von den Heiligen, die in diesen Sachen als Fachmänner und Sachverstän­dige vor uns stehen. Hören wir einige Kernsprüche her Heiligen über ihre Einschätzung von Kreuz und ^Der hl. Apostel Jakobus schreibt:Haltet es für lauter Freude, wennihr in mancherlei Prüfungen Unö£?rra^ schreibt:Wen Gott lieb hat, den züchtigt er."

Der hl. Erzengel Raphael sprach zum frommen Tobias:Weil du Gott angenehm warst, mußte die Prüfung dich bewähren."

Der hl. Johannes Chrysoslomus schreibt:Glau­bet ja nicht. daß Gott uns verlassen hat und uns mißachtet, wenn uns Leiden zugeschickt werden. Im Gegenteil, dies ist das sicherste Zeichen, daß Gott für uns Sorge trügt, weil er durch Leiden unsere Sünden reinigt und uns Uebungsstoff gibt für die Tugend. Wenn wir dabei das unsrige tun, wird uns Gott noch größere Sorge zuwenden. Da wir also dies wissen, so wollen wir ja nicht der Traurigkeit uns überlassen, sondern mit dem hl. Paulus uns freuen, der sagt:Ich bin voll der Freude in all meiner Trübsal."

Der hl. Lphrem sagt:Der Christ soll in den verschiedenen Trübsalen und Drangsalen wie ein Amboß sich verhalten, der, mögen auch noch so viele Schläge auf ihn niedersausen, sich dennoch nicht biegt, sondern derselbe bleibt."

Der höchste Trost in unserm Kreuz bleibt im* mer das kreuz Christi; hierüber schreibt der näm­liche hl. Ephrem folgende herrliche Worte:

Das Kreuz ist die Hoffnung der Christen, das Kreuz die Auferstehung der Toten, das Kreuz der Trost der Betrübten, das Kreuz der Sieg gegen die Dämonen, das Kreuz die Zuversicht der Ver- ,zweifelten, das Kreuz der Schutz der Kinder, das Haupt der Männer, die Krone der Greise, die Herr­lichkeit der Körttge. Das Kreuz ist die Predigt der Propheten, der Begleiter der Apostel, der Ruhm der Märtyrer, die Sittsamkeit der Jungfrauen, die Freude der Priester. Das Kreuz ist der Schutz der Kirchen und die Sicherheit der Welt. Das Sreui die Stärke der Schwachen, bie, Arznei der Kranken, das Vertrauen der Mönche."

Mit solcher Brille, mit solchem Glauben wollen wir künftig unser Kreuz betrachten, als kost are Partikel vom Kreuze des Erlösers, und es wird auf hören, eine Last zu sein, die zur Erde drückt, und umgestaltet werden zu einem Fittich, der zum Himmel trägt. Der Burgpfarrer.

Maria Maienkönigin.

Von Maria Grote-Berlin.

Wir wollen dich begrüßen. O segne seinen An­beginn und uns zu deinen Füßen.

O du wunderbarer Maienmonat. Du mit dei­ner Pracht und deiner Lebensfreude Mit deiner Lebensglut unb frischem Hoffen. Wie bist du er= sehnt worden. Schon als Kinder freuten wir ups auf dich. Denn du strömtest Licht und Sonne, Würme und Blumen aus. Allabendlich pilgerten wir zum trauten Kirchlein. Dort haben wir aus glücklicher, kinderreinen und kinderfrohen Seele gebetet und haben uns erfreut an dem wunderschö- nen Maialtar. .. .

0 welch liebe Erinnerungen weckt dieser nat. O kommt doch, kommt, wir Großen wollen