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Ausgabe B

38. Zahrg. W

Kassel, den 22. april 1928.

6t. ElWeth-AiItt

Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 40 ».-Pfennig B 45 ».-Pfennig (Zustellgebühr exira).

Redaktionsschluß Montag. Anzeigen-Preise: Colonelzeile im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklameteil 0,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra

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Drue und Verlag der Fuldaer Artieadmleret. Verlagsart Fulda. - ,

unserem Hochw. Herm Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt zur BoNendung öes siebzigsten Lebensjahres.

Am heutigen Sonntage des guten Hirten vollendet der Oberhirte unserer Diözese sein siebzigstes Lebensjahr. Cs ist das für jene, die seiner Hirten­sorge anvertraut sind, ein freudiger Anlaß, seiner in Liebe zu gedenken und auf den Weg zurückzusebauen, den unser Dischof in den 70 Jahren gewandelt ist.

Zu Marbach im Kreise Zulda wurde er am 22. April 1858 geboren. Nach dem frühen Tode seines Vaters kam er zu seinem Onkel, Pfarrer Peter Gnau, nach Hofbieber. Dort erwachte in seinem jugendlichen Herzen die Neigung zum Priesterstand. Cr begann seine vorbereitenden Studien im Dischöflichen Knabenseminar und fehle sie, nach dessen Aufhebung im Jahre 1873, im Gymnasium zu Zulda fort. Nachdem er dieses durchlaufen halte, machte er seine philosophischen und theologischen Studien als Zögling des Collegium Germanicum an der päpstlichen gregorianischen Universi­tät in Rom. Hier empfing er am 28. Oktober 1882 die hl. Priesterweihe.

Nach Deutschland zurückgekehrt, widmete er sich an verschiedenen Orten der seelsorgerlichen Arbeit. 1885 wurde ihm durch Dischof Georg Kopp das Amt eines Klostergeistlichen bei den damals noch in der Verbannung zu Bauffe in Belgien weilenden Duderstädler Ursulinen übertragen. Zwei Jahre später erhielt er die Ernennung

Von Domdechant Bros. Dr. Leimbach.

zum Stadtkaplan in Zulda. Cr be­kleidete das Amt eines Gesellenpräses und zugleich bis 1895 das des Diözesanpräses der Gesellenoereine.

Als im Jahre 1889 der Philo­sophie-Professor am Zuldaer Priester­seminar, Dr. 3. Pohle, einen Ruf an die katholische Unioersitäf in Washington erhalten und ange­nommen hatte, wurde Dr. Schmitt zu seinem Nachfolger bestellt. 17 Jahre hindurch verwaltete er mit hin­gebender Treue das Lehramt in verschiedenen Disziplinen der philo­sophischen und theologischen tOisfen- schaft. Nachdem Regens Dr. Komp 1894 zum Dischof erwählt und Dr. Hillenbrand sein Nachfolger in der Leitung des Priesterseminars geworden war, wurde dem Professor Dr. Schmitt zugleich das Amt eines Subregens übertragen. Aber schon am 27. 3anuar 1895 entriß der Tod dem Priesterseminar seinen Regens Hillenbrand, und in demselben Jahre wurde der bisherige Subregens zu seinem Nachfolger ernannt. 3m Be- wußtsein der ernsten Verantwortung und mit dem Aufgebot aller seiner Kraft widmete er sich der geran- d'ldungdespriesterlichenNachwuchses.

Zugleich erfüllte er gewissenhaft die Pflichten, die ihm seine Bestellung zum Dompräbendaten (1890) und zum Domkapitular (1899) auferlegten. Giftig wirkte er auch )8 Dahre lang

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