M. soj
Zatzrg. 37.
XSw^Uffim^^
Kassel, den 24. Juli (927
27.
tigkeit und ein Antrieb werden zu den Werken der Gottes- und Nächstenliebe.
für die katholischen Gemeinden Kassels.
erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe K> 35 Goldpfennig B 40 Soldpfetnüg (freibl.) Redaktions- Schluß Montag. Anzeigen-Preife: Colonelzelle Im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklameteil Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Vss.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra.
Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Aetiendruckerei in Fulda sein.
— Druck m» Besag 6er Fullx» Kdtrabraifertl -
lvochenkalender.
"'Syt ^â' Sonntag nach Pfingsten, Christina,
Montag, 25. Juli. Jakobus, Apostel, Christophorus,
Dienstag, 26. Juli. Fest der hl. Anna, Mutter der aller- feligsten Jungfrau.
Mittwoch, 27. Juli. Pantaleon, Arzt, Mart., f 303 A 3u" Razarus und Celfus, Mart. f'ö8.
Sr+ta37fi29'r “JH^ Felix II., Papst Mart.,
I Simpliztus, Faustinus und Beatrix, Mart.,
etiSe^ Marren-Samstag. Abdon und
Siebter Sonntag nach Pfingsten.
(Ev. Matth. 7, 15—21.)
PUrf?nJrnChJeN^^ seinen Jüngern: Hütet euch vor den falschen Propheten, welche in Schafs- s.e>dern zu euch kommen, inwendig aber reißende Waffe sind An ihren Fruchten werdet ihr sie erkennen. Sain- melt man denn Trauben von den Dornen oder Fei- nuis ^mL ^° bringt jeglicher gute Baum L' °, suchte der schlechte Baum aber bringt schlechte D> uchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bnng-". und ein schlechter Baum kann nicht gute bHnat6 Baum, der nicht gute Früchte ÄMrt abgehauen und ins Feuer gewofen wer- Lt Darum sollet ihr sie an ihren Früchten erkennen, glicht ein Jeder, der zu mir sagt: Herr Herr! wird in '^X^'S^^ ionSern wir Sen Biden
Wie die Saat, so die Ernte. er einen Weinstock pflanzt, darf süße Trauben erwarten. Wer aber Dornen sät, muß auf saure Schlehen gefaßt sein. Jedes gute Werk bringt Lohn, jedes s ,.. böse Werk bringt Strafe. Das tst das unabänderliche Gesetz der göttlichen Gerech. und Vergeltung, das im Psalm 108 einen beredten, kräftigen Ausdruck findet. Wenn du d/eser Psalm auch „Fluchpsalm" genannt 1 c du darüber dich nicht beunruhigen Darm ist nämlich viel die Rede U& Mißgeschick und schrecklichen Strafen, der Verfasser des Psalms über seine Feinde herabruft aber doch prophezeit mit der lichm^cr^'^^ hiese Strafen durch den unerbitt- in £ der göttlichen Gerechtigkeit entweder habe '"der andern Welt eintreffen. Ich die gemuht, in der folgenden Uebersetzung die LektiA ^ Ongmals'etwas zu mildern. Möge an ein^n^ Psalrw' M bestärken im Glauben uung sein ^"de - Migkeit, dir zur War- H iem auch gegenüber der kleinsten Ungerech-
Psalm 108: Gott vergilt jedem nach feinen Werken.
1.
2.
3.
5.
6.
7.
8.
4.
Gott, schütze meinen guten Namen, Des Sünders Mund hat sich geöffnet.
Von seiner Zunge spritzt Verleumdung, Er haßt mich ohne Grund und Ursach.
Statt Liebe ernte ich Verfolgung; Ich aber beke für die Feinde.
Für Gutes muß ich Böses leiden, Die Liebe hat mir Haß getragen.
Zu seiner Rechten steht der Teufel Als Rächer seiner Freveltaten.
Verworfen wird er beim Gerichte; Selbst sein Gebet wird ihn verdammen.
Sein Leben wird er bald verwirken; Ein andrer wird sein Amt bekleiden.
Zu Waisen werden seine Kinder, Und seine Ehefrau wird Witwe.
9. Zu Bettlern werden seine Kinder, Vertrieben aus der Väter Heimat.
10.
11.
12.
13.
14.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
Durchsuchen wird man sein Vermögen, Es rauben Fremde sein Besitztum.
Er findet nirgends einen Helfer, Und seine Waisen sind verlassen.
Umkommen werden seine Kinder, Sein Name wird im Nu vergehen.
Auch seiner Eltern schwere Schulden Der Sünder büßt am eignen Leibe.
Erlöschen wird sein Angedenken, Weil das Erbarmen er versagte.
Verfolgt hat er den Vielgeplagten, Dem Tod geweiht den Mann der Schmerzen.
Er liebt den Fluch. und der wird kommen; Er haßt den Segen, er wird weichen.
Der Das Wis Wie Das Die
Fluch wird ihm zum Kleide werden, ihn umgibt am ganzen Leibe.
Wasser wird den Fluch er trinken, Oel wird er sein Mark durchdringen.
ist die Frucht der Aebelkalen, Ernte schmählicher Verleumdung.
Doch, du, 0 Herr, sei mir barmherzig Dern Name ist ja süß und lieblich.
Befrei mich, Herr, aus meinen Nöten: Zum Tod betrübt ist meine Seele.
Ich wanke kraftlos wie ein Schatten, Von meinen Feinden fortgestoßen.
Geschwächt sind meine Knie vom Fasten, Und mein Gesicht ist abgemagert.
Mit ' '
Sie Hilf Und Und Daß
whn und Spott sie mich begeifern, sckutteln über mich die Köpfe.
. .ir, mein Gott, mein einzger Heiland, rette mich vor den Bedrückern.
wissen sollen alle Menschen, deine Hände alles lenken.
28.
29.
30.
Sie mögen fluchen — du wirst segnen; Zur Schande ihnen, mir zur Ehre. Beschämung wird sie rings bedecken, Und Schmach sie kleiden unaufhörlich. Mein Mund soll heißen Dank erstatten, Dich loben, Herr, im Kreis der Völker.
Du bist zur Rechten mir gestanden, Hast mich des Feindes Hând entrissen.
Der Psalm ist einer mehrfachen Auslegung fähig Ob wir ihn nun David in den Mund legen oder dem Messias oder der Kirche oder in deinen eigenen Mund, in allen Fällen hat er einen reu chen, kostbaren Sinn und Inhalt.
David war bemüht, allen Menschen Gutes zu tun. Auch einen gewissen Doeg, der als Verwalter der königlichen Herden einen großen Einfluß besaß, hatte er seiner Freundschaft gewürdigt und mit Wohltaten überhäuft. Dieser aber schlug sich zu den Feinden und brachte über David schwere Stunden. Großmütig hat David ihm verziehen, für seinen Erzfeind gebetet, aber gleichzeitig ihm eine schreckliche Zukunft angedroht, die nicht bloß über den gottlosen, grausamen Doeg, sondern auch über seine Frau, seine Kinder, seine Kindeskinder, seine Familie und sein ganzes Haus kommen werde. Denn oft straft Gott die Sünden der Väter bis ins dritte und vierte Geschlecht.
Auch Erislus, der Herr, hatte einen Erzfeind) Judas. Mit großer Geduld hat ihn der Heiland getragen. Doch all fein Bemühen, all sein Liebeswerben ist am Eisenherzen des Geizhalses abge- orallt. So hat ihm der Heiland ein düsteres Schick sal prophezeit: „Besser wäre es ihm, wenn er nicht geboren wäre." Judas endete als Selbstmörder und erntet in ewiger Höllenpein seine grausige Erdensaat.
Leidet nicht auch die Kirche vielfach Verleum- dung, Verfolgung, Unterdrückung? Ist nicht der Erdboden allerwärts getränkt vom Blut der Märtyrer? Wiederholt sich nicht in unserer Zeit im unglücklichen Mexiko das Schauspiel der ersten Christenverfolgungen? Doch das Schwert der Strafe wird unerbittlich herabsausen über die Verfolger und besonders über die Anstifter der Verfolgung; ihr Name wird am Pranger der Geschichte stehen, und büßen werden sie in zeitlicher und ewiger Qual. Denn „wer euch verfolgt, der verfolgt mich", spricht der Herr zu seinen Aposteln.
Solltest du selbst ein Unrecht leiden, so darfst du Davids Lied im Geist des Glaubens, im Geiste der Hoffnung, aber auch im Geiste wahrer Demut in deinen eigenen Mund nehmen. Wer immer die ein Unrecht zufügt, wer immer dich verkleinert; verleumdet, verfolgt, verspottet, drangsaliert uni unterdrückt, der wird es büßen auch ohne dein Zu tun, so sicher als auf den Tag die Nacht folgt Deine Aufgabe aber ist es, die Feinde zu entschul
digen, zu ertragen, für sie zu beten und ihnei Gutes zu wünschen. So wird deine Seele wachsei bis zum Heroismus
so die Ernte.
der Liebe. Wie die Saal Der Burgpfarrer.