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Wochenkalender.

So^kag, 17 Juli. 6. Sonntag nach Pfingsten. Alexius,

Montag 18. Juli Kamillus von Ballis, Patron der t^SfnV 1614 Symphorosa u. 7 Söhne, Mart.,

S'T1660191 Vw""Z von Paul, Ordensstifter,

Wtaoc| 20 Juli. Hieronymus Aemilianus, Bek., 1 1537. Margareta, Jgfr., Mart., f 275. Donnerstag, 21. Juli. Praxedis, Jgfr., f 2. Jhrh. e?V ^??ria Magdalena, Büßerin. ' Samstag. 23. Juli. Apollinaris, Mart., t 81. Liborius. Bek., t um 397. Vigil von Jakobus.

Sechster Sonntag nach Pfingsten.

(Cv. Mark. 8, 19.)

.J" loner Zeit, als viel Volk beisammen war, und es

rief Jesus seine Jünger zufam- fE' ??d sprach zu ihnen: Mich erbarmet das Volk; fiahen Tage harren sie bei mir aus und zu essen. Und wenn ich sie ungespeiset .nach Hause gegen lasse, so werden sie auf dem Wege verschmachten; denn Einige aus ihnen sind weit her­gekommen. Da antworteten ihm seine Jünger- Wober âd.emand hier in der Wüste Brot bekommen können,

?"b er fragte sie: Wie viel Brote

Valle m f 9^^n; Sieben. Und er befahl dem Volke, sich auf die Erde niederzulassen. Dann nahm brach sie, und gab sie seinen vor 8 °°I^ten: und sie legten dem Volke vor. Sie hatten auch einige Flschlein: und er segnete SenefnHUnb h^ sie vorlegen. Und sie aßen und satt, und von den Stucklein, die übrig geblie­ben waren, hob man noch sieben Körbe voll auf Es

Md er ^ ^ ^^ ^ Diertaufenb;

Ein Bofenftrauß.

^ u meinem Namenstag hat eine auf­merksame'' Hand mir einen hüb­schen Rosenstrauß auf den Tisch gestellt, .und in seinem Anblick schreibe ich nun diese Sonntags- dock> fn . Welch zierliche Form hat HenV^ große, weitgeoffnete Rose; welch be- Sti b n^ Zarte, schüchterne baren Duft, dd^vn den unsicht- mil " E>er Rosenblatter ausströmt, den ich welche Pracht, so ein Ro- n 5m Marrgart^n gepflückt; 'Seele _.eube' toe^e Erquickung für Leib und Wenftrm^ wfiß noch einen anderen t Ä na- weit lieblicher duftet. Der faat E. 'i*e*nt darauf hinzuweisen, wenn er WmX .T^ steht, das steht zu damit wir durch die a'so in ^ Schr-ft Trost haben." Die hl. Schrift Rosengarten- -^ilen ist sozusagen ein großer leiten, und ledes einzelne Buch, jeder ein-

Ausgabe B

6t EWeth-NW Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels.

wm2? 3Tla? ^°.^^Ech Ausgabe â 35 Goldpfennig 3 40 Goldpfrnnlg (freibl.) Redaktion-- ^ ^ 3'. ^^n-Preife: Tolonelzelle im Anzeigenteil 0,15 Zoldmark, Colonelzeils im Reklameteil S,SV Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Zeb. 0.10 Goldmark. Porto extra, .nzeigen massen spHtestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Aetiendruckerei in Fulda sein.

Dm« ui» Settag te FM«, Krttenbruiferel.

Kassel, den U. Juli 1(927.

Ar. 29.

zelne Teil ist ein geistlicher Rosenstrauch, an dem wir uns freuen und erbauen sollen. Ein besonders ansehnlicher, besonders prächtiger Rosenstrauch ist der Psalm 104, der uns mit freudigem Schwung die Geschicke des Volkes Israel, insbesondere die Befreiung aus Aegyptens Sklaverei und die Wun­der in der Wüste besingt. Eine besondere Erklä- rung braucht der Psalm nicht. Er spricht für sich selber. Nur mochte ich dich bitten, ihn trotz seiner

,99?. . 3um Ende zu lesen; du wirst reichlich entschädigt werden.

Psalm 104. Von der wunderbaren Führung des auserwähllen Volkes.

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Lobt Gott und ehret seinen Namen, Erzählt den Heiden seine Werke. Gesang und Harfenspiel erschsalle, Verkündet seine Wunderlaken.

Frohlocket über seinen Namen Und freuet euch, ihr Gottessucher. Verheißen hat er seinem Volke, Ihm das gelobte Land zu schenken.

Er gab ihm Kanaan zum Erbe, Vertrieb daraus die Urbewohner.

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Da kam der. Hunger in die Lands, Das Brot ging aus, die Kräfte schwanden.

Da sandt' er ihnen einen Retter, Den Joseph, der als Knecht verkauft ward.

8. In Fesseln schlug man seine Füße, Ihm schnitt das Eisen in die Seele.

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9, Doch bald ließ Pharao ihn rufen Und aus dem Kerker ihn befreien. Er machte ihn zum Herrn des Haufes Und setzt ihn über ganz Aegypten. Die Fürsten mußten ihm gehorchen, Dis Greife lernten von ihm Weisheit. Und Israel zog nach Aegypken, In Gesten weilten Jakobs Kinder.

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Der Herr vermehrte ihren Samen, Er wuchs zu einem großen Baums.

Da regte sich der Neid Aegyptens, Dem Eottesvolke zum Verderben.

Da sandte Gott als Retter Moses, Und gab ihm Aaron zum Gehilfen.

Er legt' sein Wort auf ihr Zunge, In ihre Hände Wunderzeichen.

Entlaß mein Volk", so schreibt der Herraoit; Doch Pharao wollt' nicht gehorchen. '

Da deckte Finsternis die Straßen Im Dunkeln tappten die Aegypter.

In Blut sich wandelte das Wasser, Es starben hin die Fische alle.

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Heuschrecken plünderten die Felder, Mit Mücken füllten sich die Häuser. Der Regen machte Platz dem Ha-el Vom Himmel zuckte Blitz und Feuer.

Vernichtet wurden Trauben, Feigen. Zermalmt die stolze Pracht der Bäume.

M Iahrg. 37.

Zuletzt schlug Gott die Erstgeborenen, Vom Königssohne bis zum Bettler.

Jetzt endlich ward der Köng mürbe, Entließ das Gottesvolk mit Schrecken.

Das Volk war reich an Gold und Silber, Kein Kranker war in seiner Mitte.

Des Auszugs freute sich Aegypten, Denn Gottes Hand lag schwer auf ihnen.

Bei Tag deckt' Israel die Wolke, Die Nacht erhellt die Feuersäule.

Mit Zur Aus Aus Gott Sein Das Läßt Daß Und Wie Gib, Dem

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Wachteln stillt er ihren Hunger, Speise gab er ihnen Mann«, starrem Felsen fließen Wasser, trocknem Boden springt die Quelle, führt sein Volk heraus mit Jubel, auserwähltes Volk mit Freude.

Land der Heide schenkt er ihnen, wohnen sie in ihren Städten, seinen Willen sie erfüllen sein Gesetz getreulich halten, reich, o Gott, ist deine Güte: daß wir dankbar sie erkennen .

Vater, Sohn und heil'qen Geiste Sei Herrlichkeit und Ruhm und Ehre;

Wie anfangs, so auch jetzt und immer Und bis in ew'ge Zeiten. Amen.

Ist dieser Psalm nicht ein herrlicher Rosenstrauß? Ist nicht besser als lieblichster Rosenduft das Ver­trauen auf Gottes Hilfe, Führung und Vorsehung, die aus Diesem Psalm so wunderbar hervorlmich- tet? Sobald die Israeliten sich der göttlichen Füh- rung anvertrauten, sobald sie in ihren Nöten zu ihrem Gotte schrieen, wurde ihnen geholfen. Be­trachte die Menschen des heutigen EvanqeliuMsl Haben sie nicht sich selber ganz vergessen? 'Dachten lle noch an Speise und Trank, Hunger und Durst? Nein; blindlings sind sie ihrem geliebten Meister 9 nachgefolgt. Sie dachten nicht anders, als daß der gute Nazarener im rechten Augenblick für sie sorgen würde. Und da sind sie nun ganz vorzüg­lich auf ihre Rechnung gekommen. Sie haben ge­gessen und getrunken, ohne daß es sie einen Pfen­nig gekostet hat.

Vertrauen wir unentwegt auf Gott. Je höher die Not fleugt, je mehr die Menschen uns im Stichs lasten, ie mehr die eigenen Kräfte versagen, desto

mußt bu bsinc T^che nuf ben Sinter tut Himmel setzen.All eure Sorge werfet auf den Herrn mahnt der hl Petrus.Er wird euch ver­sorgen Der hl. Vinzens v. Paul, dessen Anden, ken wir am 19. ds. Mts. begehen, hat im Ver­tuen auf die Vorsehung Wunderdinge getan. Sein letztes, Wort, bevor er feine lieWglühends ecele in die Hände des Schöpfers übergab, ist gewesen:Eonfido", ich vertraue. Ich schließe mit den Worten desTe Deum":Auf dich, o Herr, setze ich mein Vertrauen; ich werde ewig nicht schänden werden!" ' y

Der Burgpfarrer.