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6t. WMH-AW

Religiöses Wochenblatt

für die kakholischen Gemeinden Kassels.

erscheint jeden Sonntag und tostet monatlich Ausgabe A 35 Doldpfenntg B 40 Goldpfenntg (freibl.) Redattions- jchluß Montag. Anzeigen-Preise: Tolonelzeile tm Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Tolonelzeile im Reklameteil S' SS Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei In Fulda fein.

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Ur. 26

ttaffel. den 26. Juni }927

Mtg. 31

N)ochenka!enöer.

Sonntag, 26. Juni. 3. Sonntag nach Pfingsten. Johan- c^^ Paulus, Mart., t 362. Ged. der Oktav des hl. Joh. d. T.

Montag, 27. Juni. Von der Oktav des hl Joh. des Täu­fers.

Dienstag, 28. Juni. Irenäus, Bischof, Mart. Ged. der und^OPaM b ' $°$' k ^ Ed der Vigil von Peter

Mittwoch, 29. Juni. Fest der hl. Apostelfürslen Petrus und Paulus. Kollekte für den Pekerspfennlg Donnerstag, 30. Juni. St. Pauli-Gedächtnis. Ged. des hl. Petrus und des hl. Joh. d. T.

^^Pi.8- ^"li. Fest des kostbarsten Blutes. Ged. oer Oktav v. Joh. d. T. Herz-Iefu-^reltag.

^ÄiS ^""'â Heimsuchung. Otto, Bischof

Dritter Sonntag nach Pfingsten.

(Eo. Luk. 15, 110.)

A-" "°^^u Jesus Zöllner und Sünder, HP? Ä" 3 hören. Da murrten die Pharisäer und Schnstgelehrten, und sprachen: Dieser nimmt sich der Kinder an, und ,ßt mit ihnen. Er sagte zu ihnen dert^Säf^bat von euch, der hun- oerl Schafe hat, und eines davon verliert labt nickt ^. "eunundneilnzig in der Wüste, und geht dem ver- lorenen nach, bis er es findet? Und hat er es aefun- ^Jt ^ ^ Ä seine Schultern, und

'hnen . Freuet euch mit mir; denn ich habe BS»FäE

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findet? Und wenn fie MeMM^ ^^. Pe dieselbe ihre Freundinnen und Nachbarinnen ^"^' ^ ^ spricht: Freuet euck mit m^ ^avin^nr zusammen, und bk ft ? Ln Ue " nbfQbe?ie Drachme wird Freude bei den Engel? euch, einzigen Sünder, welcher Buße tt-t fem "der einen

Huo vadis. er FilmQuo vaois" nach dem

KA jM?M: gleichnamigen Roman ist bekannt - er durchlief die ganze Welt'; brachte viel junges Blut in Wal- n& öur Bewunderung für unsere rn,, Bruder, die ersten Christen, die mit H^dentum in den Tod gegangen sind, aber auch, daß der Titel des Filmes scher« aus dem Munde jenes Fi-

29^ dessen Fest wir diese Woche, am ©ee &?^ es Fischers auf dem ozean S 0 Mchers auf dem Welten- Uchen Seelen/-^ °Uf bem Meer der unsterb- die mert^ der Herr zu den Aposteln K°it bin r£ ®en ^0^61 »Kinder, nur noch kurze ich bei euch: ihr werdet mich suchen; aber

wohin ich gehe, dahin könnt ihr nicht folgen." Darüber war Petrus betreten, verwundert und be­unruhigt. So stellt er die Frage: ~ vadis?" " - -

So stellt er die Frage:Domine, quo fang; er trug seine Beute auf den Markt und tut ü^b tnoptn gehst du. Wohin geht sie an einem Stande zum Verkaufe an; er zog e. dok ,a "'^ ^^- denn mit seinem Meister durch die Gaue von Ealilä^ Und Samaria und Judäa. Was wird aber geschehen,

bte Reise, daß ich dir nicht folgen kann; denn m,r ists nirgends wohl als allein bei dir." 1" darauf der Heiland:Wohin ich gehe, dahin kannst du mir letzt nir^ r-r ... ----- ...... .. -

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15 ^5?! ^ ^1^ wir aber spa- wlrd er ausstrecken, und ein anderer wird ihn mM 2t ^ten und führen, wohin er nicht will. Diese

ter folgen." v_.v.

Und nun schlagen wir das letzte Kapitel des Johannes-Evangeliums auf, das würdige Schluß- stuck, das Bekenntnis unseres Petrus an den auf­erstandenen Heiland, das Bekenntnis feiner drei­fachen Liebe, die Verheißung des Herrn über des Petrus Hirtenamt und Treue bis in den Tod.

Wahrlich, wahrlich ich sage dir, als du noch

,ung warst, gürtetest du dich und wandelkesh wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden fein wirst, wirst du deine Hande ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst"; das sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde". (Joh. 21).

Das sind also die Worte unseres Heilandes an Petrus, Worte des Vertrauens, Worte der Be­stätigung, Worte der Verheißung. Unmittelbar vorher geht das dreifache Bekenntnis der Liebe auf die Frage des Herrn: Simon, liebst du mich? und die Aufforderung des Herrn: weide meine Lämmer, weide meine Schafe. In welchem Zu­sammenhang steht nun dieses Bekenntnis der Liebe mit der Weissagung des Martyriums? Der Herland will sagen: ich glaube an deine Liebe; und du wirst ihr sogar eine blutige Krone auf- setzen; du. wirst mit grenzenloser Hingabe und Treue meine Schafe weiden; du wirst ein treu­besorgter Hirte werden und für deine Schafe dein Leben einsetzen; du wirst in deinem Bekenntnis niemals straucheln, sondern deine Liebe zu mir mit deinem Blut besiegeln. "

. Heiland leitet seine Weissagung ein mit den Worten: wahrlich wahrlich."' Um anzuL-

die der Herr verheißt, keine Kleinigkeit betreffen, sondern eine Lebensfrage Außerdem will der Heiland auf die absolute Zu- ^/. e.spgkeit seiner Prophezeihung Hinweisen, die mit aller Bestimmtheit eintreffen wird.Als du jung warst. Folglich war Petrus damals, nicht

* dem Tod des Heilandes, nicht mehr

_., geraöe im kräftig- ;ten Mannesalter, vielleicht zwischen 30 und 40 Wen; schon gereift in der Schule des Lebens, in ^^^'? -n der Schule der Arbeit, " £er Schule der Not m der Schule der Leiden '".der Schule des Weisen aus Nazareth. Was tat also Petrus, als ernoch jung" war?Er gürtete sich und ging, wohin er wollte. Das Gürten ist "" f^^oulande üblich vor jedem Ausgang und vorieder Arbeit, damit die langen Gewänder die

Aderten. Er ging, wohin er

^è' er handelte nach eigenem, freien Ermeßen, er machte Gebrauch von seinem freien Willen. Er ging durch big Straßen seiner Vater-

stadt Bethfaida, er ging in die Provinzstadt Kc- pharnaum, er fuhr auf die hohe See zum Fischn

wenn er alt geworden sein wird? Die Hände

Worte wären unverständlich, würde ihnen nicht die Erklärung auf dem Fuße folgen. Denn so fügt der Evangelist bei: das sagte Jesus, um an­zudeuten, durch welchen Tod Petrus Gott verherr- lichen würde." Du wirst deine Hande ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten." Man wird also dem hl. Petrus die Hände in Fesseln und in Ketten legen. Man wird ihn der Freiheit berau­ben, man wird ihn einkerkern und töten. Man wird dich führen, wohin du nicht willst. Hat also Petrus den Martyrertod gezwungen gelitten? Er brauchte ja nur sein Predigtamt an den Nagel zu hängen, er brauchte nur die römischen Götter an­zubeten, er brauchte nur seinen Meister zu verleug­nen. Das hat er nicht getan. Er hat am Glauben und an der Liebe zu seinem Meister festgehalten und ist für diese Ueberzeugung in den Tod gegan­gen. Warum heißt es dann: man wird dich füh­ren, wohin du nicht willst? Weil der gewaltsame Tod der menschlichen Natur furchtbar vorkommt; weil der Mensch unwillkürlich einen Schauder da­gegen empfindet. So hat ja selbst der Heiland am Oelberg im Angesichte des Todes gebebt und ge­zittert und hat gebetet:Vater, laß diesen Kelch vorübergehen." Du wirst die Hände ausstrecken. Damit deutet der Heiland den Kreuzestod an, den Petrus tatsächlich am 29. Juni des Jahres 97 unter Nero zu Rom erlitten hat. Durch die­sen Tod wird Petrus Gott verherrlichen. Petrus hat Gott durch den Kreuzestod dadurch verherr­licht, daß er denselben Tod gestorben ist wie fein Meister. Die Herrlichkeit dieses Martyriums be­steht auch darin, daß es zu Rom geschehen ist, gleichsam im Angesichte der ganzen Welt. Petrus hat Gott verherrlicht. Aber Gott hat auch seinen Diener Petrus verherrlicht. Er hat ihm die Krone

der Seligkeit auf das Haupt gesetzt. Aber auch auf Erden hat ihn Gott verherrlicht. Oder ist sein Name nicht in aller Munde? Wird sein To­destag nicht alljährlich auf der ganzen Welt ge­feiert? Ist Petrus nicht täglich geehrt in der Per- son seines Nachfolgers, des Hl. Vaters, des Pap­stes?

Quo vadis: wohin gehst dn? Das frage ich auch dich. Geh in den Fußtapfen des hl. Petrus; geh an der Seite des Heilandes. Glaube feiner Lehrs, befolge seins Gebote, zeige ihm deine Liebe. Quo vadis? Geh auch du nach Rom, wenigstens im Geiste. Erweise dort dem Stellvertreter Christi deine Huldigung. Lege ihm das Gelöbnis deines Gehorsams zu Füßen; lege ein Almosen in seins Hände. Wo der Papst ist, da ist Petrus, da ist der Heiland, da ist die Wahrheit, da ist die Liebe, da ist die Sicherhsit, da ist der Schlüssel zum Himmel.,