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Religiöses Wochenblatt
für die katholischen Gemeinden Kassels.
Lrscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 35 Doldpfenntg B 40 Goldpfennig (fretbl.) Redaktlons- chluß Montag. Anzeigen-Preise: Tolaneheile im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Tolanelzeile im Reklameteil 0,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft and Off. Zed. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerri in Fulda sein.
»" " Druck ant Betej Mr FuS» Cätrahruilem .. । ।
wochenkalenüer.
Sonntag, 15. Mal. 4. Sonntag nach Ostern. Johannes Baptist de la Salle, Stifter der Schulbrüder f 1719.
Montag, 16. Mai. Johann Nepomuk, Priester, Mart, zu rufLulI h°e Seligen des Himmel, die beim lieben Prag, f 1393. Ubaldus, Bischof, Bek., f 1160. 5-> Ai«* sinh itm thro ^itrhtH^
Dienstag, 17. Mai. Paschalls Baylon, Bek., t-^g^ Mittwoch, 18. Mai. Venantius, Martyrex^i.- ^»,ius SWmer-^j,. jo Mai Petrus Sölefm n xTon« Pudentiana, Jgtr , T^g ^"'Mnus. Papst, t 1296.
Freitag, 20. Mai. Bernha^-^' ’ Samstag, 21. Mai. Mar^-^" " Siena, Bek.
-.en-Samstag.
vierter ^%nfüg nach Ostern.
In jener Zeit jprr Su^ 16- "^^
gehe nun zu dem Hjach Jesus zu seinen Jüngern: Ich Niemand von euch frA welcher mich gesantt hat, und weil ich euch dieses ägt mich: Wo gehst du hin? sondern Herz erfüllt. Aber gesagt habe, hat Traurigkeit euer euch gut, daß ich lp ich sage euch die Wahrheit: Es ist jo wird der TrösterMgehe: denn wenn ich nicht hingehe, hm, so werde ich ’ nicht zu euch kommen: gehe ich aber kommt, wird er di,ihn zu euch senden. Und wenn dieser von der Gerechtige Welt überzeugen von der Sünde und Sünde nämlich, titelt, und von dem Gerichte: von der von der Gerechtigkeit sie nicht an mich geglaubt haben; ihr mich nicht mxrit aber, weil ich zum Vater gehe, und richte, weil der F hr sehen werdet; und von dem Gehabe euch nodr jürft dieser Welt schon gerichtet ist. Ich nicht tragen. vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt kommt, der »'"Wenn aber jener Geist der Wahrheit wird nicht vonrd euch alle Wahrheit lehren; denn er wird er redk^ sich selbst reden, sondern, was er hört. Derselbe wird 'm""^ was zukünftig ist, euch verkünden Meinigen nebmt^ verherrlichen; denn er wird von dem
- • :n, und es euch verkünden.
Z wettermachen
enn der Sommer in die Lande zieht, wenn heiße Dünste der ^ Erde entsteigen, wenn sich die Wolken schwarz und unheimlich ^ zusammenballen, wenn sie wie der Sturm d' ^* ein wildes Heer dahinrasen, wenn und kntckt ' â Staub auiwlrbelt, Bäume biegt krachen,^ wenn Blitze niederzucken und Donner fnMtèlv?'UNN steht der Menich ohnmächtig den Ele- Crkènntntzègenüber Md UeEUftch gezwungen zu der machens not daß er von der Kunst des „Welket- Nur die $ weit entfern ist.
Milos und nArche steht diesen Naturgewalten nicht "^zHerr de^icht tatlos gegenüber. Sie weiß. wer ^- fojgf Natur ist Sie weiß. wem Blitz und rnächckgtzp »m. Sie weiß, daß es selbst dem all- bte er" stet,1 Gott gegenüber eine Waffe gibt, durch ensvolle f besiegen läßt: die Demut, das vertrau- Das . Sebet.
domwAk ist der Grund, weshalb die Kirche in den Ar^?Trmonaten den „Wettersegen" erteilt. Die ^und her Ritu« der Erteilung ist verschieden
und mannigfaltig. Wenn zu einer beliebigen Stunde des Tages oder der Nacht èdrohendes Gewitter heranzieht, so betet der Priester in der Kirche oder zu Hause die Manei zu allen lieben Heiligen und
Gott so gut angeschreben sind, um ihre Fürbitte an. Zweimal wird die Bitte wiederholt: „Vor Blitz und Ungewitter, bewahre uns, o Herr". Nach der Litanei folgt der Psalm 147, ein hübsches Frühlingslied, worin der liebe Gott als Herr der Schöpfung gepriesen wird, der dem Winter ein Ende macht, der durch sein gütiges, mächtiges Wort alles lenkt und leitet, der feine Lieblings mit Se-
gen und Gaben überhäuft.
Psalm 147.
Lob dem Herrn der Natur.
1. Jerusalem, dem Herrn lobsinge, Frohlocke, Sion, deinem Gotte.
2. Verriegelt hat er deine Tore, Gesegnet hat er deine Kinder.
3. Er spendet Frieden deinen Grenzen Und labt dich mit dem Mark des Weizens.
4. Er schickt sein Wort zur Erde nieder, Schnell ist vollstreckt sein mächtiger Wille.
5. Er sendet Schnee wie weiße Wolle, Streut Nebel gleich der grauen Asche.
6. Er macht zu starrem Eis das Wasser; Wer kann ertragen seine Kälte?
7. Der Herr gebeut: das Eis zerschmilzet; Warm weht der Wind: die Wasser fließen.
8. Er macht sich kund den Auserwählten, Gibt seiner Kirche Gnad' und Wahrheit.
9. Nicht jedes Volk steht so in Gnaden; Nicht jedem zeigt er seine Wege.
10. Sei dankbar, Sion, deinem Gotte, Sein Lob sei deine ew'ge Losung. —
Einige kräftige Versikel und Responsorien schließen sich dem Psâlme an, die mit folgenden fünf Gebeten gekrönt werden:
1. „v Gott, der du durch Sünde beleidigt, durch Buße aber wieder versöhnt wirst, schau gnädig auf die Bitten deines flehenden Volkes und wende ab die Geißel deines Zornes, die wir durch unsre Sünheir verdienen.
2 Mögen. o Herr, von deinem Hause die bösen Geister vertrieben und verderbliche Stürme und Wetter hintangehalten werden.
3. Allmächtiger, ewiger Gott, schone, die dich fürchten. und sei gnädig denen, die dich bitten. Sänftige den Anprall der Wolken und wende das drohende Wetter zu einem Gegenstand deines Lobes.
4. Herr Jesus, der du über Meer und Winde geherrscht, und es ward eine große Stille, erhöre das Geber deiner Gemeinde und gewähre, daß auf
dieses Kreuzeszeichen hin t die Wut des Wetters gebrochen werde.
5. Allmächtiger und barmherziger Sott, der du durch Geißeln uns schlägst und durch Verzeihung heilst, gewähre uns huldvoll, daß wir der erwünschten Tröstung uns erfreuen und das Geschenk bei« ner Güte immerdar genießen." —
Nach diesen Gebeten macht der Priester in der Richtung gegen das Wetter das Kreuzzeichen und Gricht: „Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes steige herab auf diese Wolken und vertreibe aus ihnen alle Macht des Feindes " —
In anderen Gegenden wird der Wettersegen täglich gegeben, ob ein Gewitter am Himmel steh! oder nicht, und zwar in der Zeit von Kreuzerfin- dung bis Kreuzerhöhung, also vom 3. Mai biâ zum 14. Seprember, in der Zeit und in den Monaten, wo gewöhnlich die meisten Gewitter nieder- gehen Die Gebete dieses Wettersegens, der in der Regel am Schluß der hl. Messe erteilt wird, sind folgende:
V .: Vor Blitz, Hagel und Gewitter
R.: Bewahre uns, o Herr.
V .; Erzeige uns, o Herr, deine Barmherzigkeit
R.: Und dein Heil gewähre uns.
V .: Herr, erhöre mein Gebet
R.: Und laß mein Rufen zu dir kommen.
V .: Der Herr sei mit euch
R.: Und mit deinem Geiste.
Lasset uns beten!
Wir bitten, allmächtiger Gott, daß du auf die Fürsprache der hl. Gottesmutter Maria, der heiligen Engel, Patriarchen, Propheten, Apostel, Märtyrer, Bekenner, Jungfrauen, Witwen und aller deiner Heiligen beständigen Schutz uns verleihest, günstiges Wetter gewährest und uns Unwürdige vor Blitz und Wetter behütest und mit der Macht deiner Rechten die Gewalten der Lüfte zerschmetterst. —
O Gott, der du die Natur der Dinge, gerade durch die Bewegungen der Luft zur Ehre deiner Majestät einrichtest, verleih uns auf unsre Bitten die Heiterkeit des Himmels, daß wir desjenigen Güte erfahren, dessen Zorn wir fürchten."
Zuletzt nimmt der Priester ein Kreuz, in welches gewöhnlich eine Partikel des wahren Kreuzes eingeschlossen ist, beschreibt damit das Kreuzes« zèlchèst Ritu spricht oder singt die Worte: „Bene- dicto Dei omnipotentis usw." — Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes, steige herab auf euch, dielen Ort, auf die Früchte der Erde und bleibe darauf immerdar. Amen." —
Wieder in anderen Gegenden flicht der Priester ein entsprechendes Gebet in die hl. Messe ein, ohne daß ein besonderer Wettersegen gebetet würde. Fühlen wir uns nun mit der Kirche. Haben wir Vertrauen, daß die Macht des Gebete«