wschsnkaèender
Sonntag, 24.
Montag, 25.
Dienstag, 26. und Mart.
April.
Weißer
April. Markus, April. Kletus und
Mittwoch, 27. April. Petrus Kirchenlehrer, zweiter Apostel
6t. EWeth-Aatt
Religiöses Wochenblatt
für die katholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe ^ ZS Goldpfennig 8 40 Goldpfennig (fceibl.) Redakttons- chlutz Montag. Anzeigen-Preife: Toloneheilr im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklametett 9,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein.
-1- Druck UM ÄMgI der Fulds» Tettendruckere!. «„»,.... —.
Sonntag.
Evangelist.
Marzellinus, Päpste
Canisius, Bek., . . Deutschlands.
Donnerstag 28. April. Paul vom Kreuze, Vek., und Vitalis, Mart.
Freitag, 29. April. Petrus, Mart., f 1252.
Samstag, 30. April. Katharina von Siena, Jgfr., f 1380.
weißer Sonntag.
(Ev. Joh. 20, 19—31.)
In jener Zeit, als es an demselben Tage, am ersten nach dem Sabbathe, Abend war, und diè Türen (des Ortes), wo die Jünger sich versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, tam Jesus, Ä Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Hub als er dieses gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hande und die «eite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Er sprach dann abermals zu ihnen: p-rtebe sei mit euch! Da er dies gesagt hatte, hauchte er
Ä ^ 5" Zuen: Empfanget den heiligen Goch Welchen ihr die Sunden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen: und welchen ihr sie behalten wer- det, denen sind sie behalten. Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Da sprachen die andern zu ihm: Wir Nen den Herrn gesehen. Er aber sagte zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Handen das Mal der Nägel lebe und meinen Finger in den Ort der Nägel, und meine Wbjn seine Seite lege so glaube ich nicht. Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder darin, und Tho-
'^^ Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, stand in ihrer Mitte und sprach: Friede sei mit euch!
?^ ,er 3" Thomas: Lege deinen Finger herein, und sieh meine Hande, und reiche her deine Hand, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig. Tha- ^wartete und sprach zu ihm: Mein Herr und das ^?s sprach zu ihm: Weil du mid) gesehen Ä äTr5, du geglaubt: selig, die nicht sehen, nd doch glauben. Jesus hat zwar noch viele andere d°-chen vor den Augen seiner Jünger getan, welche
diesem Buche geschrieben sind: diese aber sind Sohn » bnmlt glaubet, Jesus sei Christus, der Leben Ä®' ^ dElt ihr durch den ©huben das habet m seinem Namen.
Milch und Honig.
enn dich der Herr in das Land geführt hat, das
von Milch und Honig fließt, sollt ihr ein Fest begehen mit sieben Tagen ungesäuerter fnrs • . „ ^rotc unb bös (Besetz bes ^crrn
tmrnerbor in deinem Munde sein.
treuen Di^?m H^ durch den Mund seines tun SrL”cr®. 3»m Volke Israel, um es su erfüllen in Erwartung eines so
Ur. <7.
«feWwuüi
Kassel, den 24 April Mr
herrlichen, fruchtstrotzenden Landes, und es auf die Pflicht der Dankbarkeit vorzubereiten.
Hat das „Land von Milch und Honig" auch uns Christen und Katholiken etwas zu sagen? Solltest du daran zweifeln, dann betrachte nur die Schar der Kinder, die heute im Schmuck der Kleider und Herzen, unter dem Klang der Glocken und dem Spiel der Musik zum Kirchlein ziehen, um dort aus der Hand des Priesters das Brot des Lebens zu empfangen.
Ziehen nicht unsere Erstkommunikanken in das Land, das von Milch und Honig fließt?" Dieses Land der Fruchtbarkeit, diese Insel der Glücklichen
ist unsere hl. katholische Kirche. Darin fließt ein unermeßlicher Strom von Milch und Honig, der die Stadt Gottes und ihre Bewohner immerdar ernährt und erquickt. Milch und Honig sind aber Sinnbilder der geistlichen Gnaden, die uns gespen-
Dem Herrn entgegen!
Es wünschen Euch
Glück
zum schönsten Tag des Lebens die armen Diasporakinder!
0, vergeßt uns nicht!
bet werden in der Katholischen Kirche, Sinnbilder des Leibes und Blutes Christi, jener köstlichen Him- melssperse, in welcher Kraft und Wonne in lieblichem Bunde sich vereinen.
Rüstet ja die hl. Eucharistie die Seele aus mit übernatürlicher Kraft und Stärke. Darum wird sie mit Recht der Milch verglichen, die für Kinder und Erwachsene der beste Krafttrunk darstellt. Darum versteht die Kirche die Mahnung des hl. PetrrlS lm Introitus der heutigen Messe von ber
Eucharistie: „Wie neugeborene Kinder traget ZÄJ“? der unverfälschten, lauteren Dcilch . Nach dem hl. Augustinus rüstet die hl. Kommunion die Seele mit übernatürlichen Kräf- tsn aus. Er nennt sie darum das „Brot der Starken, das Brot der Riesen", durch das hochgemute Seelen sich aufschwingen zum Gipfel der ^ Seligkeit. Denke nur an den hl Aloysius, der gerade durch dir öftere hl. Kommunion die Kraft gewann, ein Leben zu führen, das uns berechtigt, ihn den „engelreinen" Jüng- ling zu nennen. Von Reichtum, Ehre und Lust yat er wie von Svinnaswsben sich freigemacht und
ist die harten Wege der Armut und Demut, des Gehorsams und der Keuschheit gegangen. So gibt die hl. Eucharistie der Seele eine geistige Kraft, die schon im Brot des Elias angedeutet ist. Der Engel zeigte ihm ein in Asche gebackenes Brot und sprach zu ihm: „Steh auf und iß, denn Du hast noch einen weiten Weg". Und Elias ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und Nächte bis zum Berge Horeb. So können wir auch durch die Kraft des Himmelsbrotes durch die Wüste des Lebens gehen, ohne zu ermatten, ohne eine Beute der wilden Tiere und der Leidenschaften zu werden, bis zum Berge Gottes, bis in den Himmel. Das ist es ja, was der Heiland versprochen hat mit den Worten: „Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm; der hat das ewige Leben."
Hat nicht die hl. Kommunion die Riesenkraft zum Martyrium gegeben? Der hl. Laurentius hielt die Oual auf dem feurigen Rost für nichts, „weil er — wie der hl. Augustinus sagt — gut gegessen und getrunken hatte", das heißt, weil' er durch die hl. Eucharistie sich gegen Schmerzen gleichsam unempfindlich gemacht hatte. Der hl. Cyprian aber ist der Ansicht, daß die Christen, wenn sie oftmals am Leibe und Blute des Herrn teilnehmen in Messe und Kommunion, daß sie dann auch imstande sein müßten, ihren Leib zum Martyrium hinzugeben und ihr Blut für Christus zu vergießen.
Es fehlt nicht einmal an Beispielen, die uns die auffallende Tatsache bestätigen, daß die hl. Eucharistie sogar dem Körper neue Kräfte verleiht, die irdische Speise ersetzt und so das Leben fristet, Im Leben des seligen Bruders Klaus ist diese Tatsache verbürgt. Nicht weniger als zwanzig Jahre hat er von der hl. Kommunion allein gelebt und während dieser Zeit weder Speise noch Trank zu sich genommen. Zwanzig Jahre hat Klaus die Nüchternheit gehalten so wie jeder von uns sie hält am Tage der hl. Kommunion von Mitternacht bis nach der hl. Handlung. Aufpasse, und Spione haben scharf geschnüffelt und dis Augen sich müde geschaut — aber nie hat jemand entdeckt, daß Bruder Klaus in der Ranft insge- heim etwas genossen, oder daß ein Eingeweihte, ihm heimlich etwas zugesteckt hätte.
Indes die hl. Kommunion spendet nicht bloß Milch, sondern auch Honig, nicht bloß Speise uni Kraft, sondern auch Annehmlichkeit und Freude. War nicht der hl. Aloysius so engelselig im Augenblick der hl. Kommunion? Ist er nicht vor Rührung und Freude in Tränen ausgebrochen? Tags zuvor konnte man bei ihm alle Zeichen der Freude und des inneren Glückes wahrnehmen. Und als seine Mitbrüder sich der Traurigkeit überließen im Angesicht des unvermeidlichen Ablebens ihres lieben Aloysius, hat dieser selbst der Freude freien Lauf gelassen. Nachdem er die hl. Wegzehrung empfangen, dachte er nur noch an die ewige Vereinigung mit Christus im Himmel. Als ein Bruder ihn fragte: „Aloisius, wie geht es", da