licken Beziehungen ging u. a. auch die offizielle Beteiligung des japanischen Ministeriums für öffentliches Unterrichtswesen an der vatikanischen Mis- sionsausstellung hervor. Wertvoll sind diese Beziehungen auch für die ungestörte Entwicklung des kath. Missions wesens in Japan, indem mancherlei Vorurteile nach und nach angesichts der Haltung des Kaiserhauses und der Hl. Stuhles abfterbcn.
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Rom. Der in Oesterreich und Deutschland wohlbekannte frühere Fürsterzbischof von Prag und jetzt als lateinischer Patriarch von Alexandrien in Rom residierende Graf Huyn ist zum Vikar des Domkapitels der Erzbasilika des Laterans ernannt worden. In dieser Eigenschaft vertritt er den Erzpriester der Basilika, den Gene
ralvikar des Papstes, Kardinal Pompilj, in Wesenheit.
Frankfurt. Die hiesige Selektenschule, katholische höhere Knabenschule der alten
bessert Ab
dis einzige Kaiserstadt,
kann in diesem Jahre auf 1050 Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Sie ist aus der alten Stiftsschule des Borromäusstiftes (Boni) hervorgegangen und hat heute den Charakter eines Realgymnasiums.
Mainz. Die Erneuerungsarbeiten am Mainzer Dom schreiten sichtlich fort. In der Steinmetzhütte am Leichhof wird fieberhaft gearbeitet mit dem Behauen der neu einzufügenden roten Sandsteine für den Westturm. Derselbe ist bereits bis herab zur zweiten Krönung von den Gerüsten wieder befreit und es zeigt die erneuerte Spitze des Turnus die neuen Profilierungen, die sich wie verjüngt dem Blick des Beschauers darbieten. Der neu vergoldete Turmhahn wirft bereits feinen blinkenden Schein über das goldene Mainz, wohl eine günstige Vorbedeutung für eine glückliche Vollendung des Werkes. Trotzdem um den beiden Flankentürmen des Westturms und an den Osttürmen, die noch unter Gerüst stehen, bedeutende Arbeiten noch zu bewältigen sind, hofft man zu September dieses Jahres mit den Erncusrungsarbei- ten fertig zu werden. Dann ist bekanntlich eine große Festlichkeit mit Neueinweihung des Domes durch den Bischof und eins bengalische Beleuchtung des Domes geplant. Die Wiederingebrauchnahme des Domes und dessen Uebergabè an den Diözesanbischof und die Gläubigen wird ein historisch denkwürdiger Tag für die ganze Diözese werden.
Bonn. Der kath. Kirchenhistoriker an der hiesigen Universität, Prof. Dr. Albert Ehrhard verabschiedete sich am 24. Febr. in seiner Schlußvorlesung von seinen Schü- lern und Verehrern, um in den Ruhestand zu treten. Er hat nacheinander als Professor an den Universitäten Würzburg, Wien, Freiburg i. Br., Straßburg und Bonn gewirkt.
hüls bei Krefeld. Der frühere preußische Armee- bischof und kath. Feldpropst Dr. Heinrich Ioeppen ist am Februar nach 8tägiger Krankheit in seiner Heimatgemeinde Hüls gestorben.
Burtscheid. Die hiesige Abteikirche St. Johann, ein ehrwürdiges Baudenkmal und eines der geschichtlich denkwürdigsten und baukünstlerisch hervorragendsten Gotteshäuser aus alter Zeit, ist durch schwere bauliche Schäden gefährdet. In den 175 Jahren ihres Bestehens haben Kalkstein und Holzteile sehr gelitten. Der Bau stammt von dem berühmten Aachener Architekten Johann Josef Couven, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen eigenen Aachener Baustil geschaffen und damit in dem weiten Gebiet zwischen Maas und Rhein richtunggebend war.
Münster. Am 22. Februar fand in Münster eine Konferenz der Bischöfe der Kölner Kirchenprovinz statt, an der außer dem Vorsitzenden, Kardinal Schulte von Köln, die Bischöfe Dr. Poggenberg von Münster, Dr. Klein von Paderborn, Dr. Bornewnsser von Trier und die sich zum Kölner Provinzialkonzil haltenden Bischöfe Dr. Ernst von Hildesheim und Dr. Berning von Osnabrück teilnahmen. Die letzte Konferenz dieser Art, bei der Beratungen über laufende Angelegenheiten gepflogen werden, wurde am 10. Dezember 1924 in Köln abgehalten.
Eutin. Der Bischof von Osnabrück, zu dessen Diö- W Eutin gehört, weihte einen Neubau des für katho- lijche Erziehungszwecke bestimmten Mädchenpensionats der Urfulinenfchwestern ein. Am weltlichen Teil der Feier nahmen auch Vertreter der Staatsbehörden und des Ma- UMtrats teil.
ku^m^A' D°r hiesige Dom, der noch im Besitz steht, soll anläßlich der Jahrtausend- ^ "nooiert werden. Die Kosten wird der zu tragen haben, da er infolge der Sä- Sifti ^^^ Häuser und Einkünfte genom- men), die Baupflicht hat. Da sich diese jedoch nur auf
das Ueberkommene u. unbrdingtNotwendige erstreckt, er- wartet der Fiskus von der Gemeinde die Bezahlung der Turmkapellen, und vielleicht eines Teiles der Bemalung. Außerdem werden der hiesigen katholischen Gemeinde noch verbleiben die Anlage einer elektrischen Beleuchtung und eines Läutewerkes und die Vervollständigung der altersschwachen Orgel.
Amerika. In Chicago fand eine Tagung der amerikanischen, inländischen Missionsgesellschaft statt, um die Tätigkeit für das Jahr 1927 festzulegen. Anwesend waren 17 Erzbischöfe und Bischöfe als Gäste Sr. Eminenz Kardinal Mundelein, Erzbischof von Chicago. Als dringendste und wichtigste Fragen standen das Problem der mexikanischen Flüchtlinge und der Negerkatholiken zur Diskussion.
Washington. Der Erzabt von Beuron, Dr. Raphael Walzer, der zurzeit die Vereinigten Staaten bereist, wurde von dem deutschen Botschaster dem Präsidenten vorgestellt. Auf der deutschen Botschaft fand anschließend daran ein Frühstück statt, zu dem zahlreiche führende Persönlichkeiten des katholischen Lebens zu Ehren des Erzabtes geladen waren.
Washington. Von Washington wird berichtet, daß dort in den letzten Wochen 46 Baupläne für neue katholische Gebäude in den Vereinigten Staaten zur Vorlage kamen; darunter 22 Kirchen, 4 Gemeindeschulen, 14 Schulen, 1 biologisches Laboratorium, 2 Krankenhäuser, 1 Gebäude für die Kolumbusritter, 2 Klöster.
Los Angeles. In Los Angeles ist eine Niederlassung der ungarischen Schwestern der Sozialfürsorge gegründet worden. Dieser Orden, der 1909 in Budapest gegründet wurde, besitzt infolge seiner außerordentlichen Verdienste, besonders im Weltkrieg, Weltruf. Die Oberin, Mutter Margarete, wurde ins Parlament gewählt, eine zweite Wahl aber lehnte sie ab wegen ihrer vielen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten gegenüber ihrer Schwesternschaft.
Australien. In Australien trifft man Vorbereitungen für den im Jahre 1928 geplanten Eucharistischen Kongreß. Die Katholiken — unter 6 Millionen Ein- wohnern sind IM Millionen katholisch — hoffen, diesen Kongreß zu einer ebenso glanzvollen Manifestation zu machen, wie es der von Chicago gewesen ist. Die im Bau befindliche Marienkathedrale wird bis dahin vollendet sein und soll während des Kongresses feierlich eingeweiht werden.
Peru. Der Unterrichtsminister von Peru fühlt sich veranlaßt, nachdrücklichst auf einen im April v. I. gegebenen Erlaß erneut hinzuweisen, demzufolge an allen Schulen, Erziehungs- und Unterrichtsanstalten die Arbeit täglich mit einem kurzen Gebet zu beginnen habe, an dem sämtliche Schüler und Lehrer teilzunehmen hätten. Die Erneuerung des Erlasses fei von den Direktoren allen Lehrern bekannt zu geben.
Schmölln. (Thüringen). Spinnereidirektor Johann- Baptist Schott, ein Apostel der Thüringer Diaspora f. Dumpf klangen am 16. Februar 1927 die Glocken der St. Marienkirche zu Schmölln-Thüringen in den nebli- gen Morgen hinein: Still zieht am Lindenberg entlang ein tiefernster Trauerzug, geführt von Erzpriester Plewka-Gera unter Assistenz der Pfarrer Kruse-Altenburg und Opitz-Schmölln dem Alten Friedhof zu. Schmölln begleitet einer seiner edelsten Mitbürger zur letzten Ruhe: Herrn Spinnereidirektor Joh. Bapt. Schott, Geboren 1850 im rebenunwankten Gebweiler, der Perle des Elsaß, erhielt er 1892 Anstellung in der Schmöllner Spinnerei, wo ihn das Vertrauen seiner Vorgesetzten gar bald auf den Direktor-Posten berief. Gleich bei feinem Dienstantritt empfand es der Verstorbene als dringende Notwendigkeit, den religiösen Forderungen seiner tiefgläubigen Seele Rechnung zu tragen, denn noch ruhte hier alles katholische Leben seit den Jahren der Kirchenspaltung, und war doch vorher Schmölln sogar ein Wallfahrtsort gewesen. Schott sammelte sofort die zerstreuten Katholiken der Stadt und nach beschwerlichen Mühen gelang es ihm, bei der Geistlichen Behörde in Dresden die Erlaubnis zur Abhaltung von monatlich einmaligem Gottesdienst durchsetzen zu können. Herzlichstes Entgegenkommen und Verständnis fand Schott beim kathol. Pfarramt Altenburg und dem Bonifatiusverein in Paderborn, so daß 1912=13 auf dem Lindenberg ein prachtvolles Gotteshaus erstehen konnte, in dem aber leider nur einmal monatlich Gottesdienst abgehalten wurde. Daher war Schott noch nicht am Ende feiner kirchlichen Wünsche: Gestützt aus eine opferfreudige treue Gefolgschaft in der kathol. Gemeinde erstrebte er zunächst Verdopplung der monatlichen Gottesdienste, an den gottesdienstfreien Sonn- und Festtagen leitete er selbst mit tiefster Andacht und Frömmigkeit die Laienbetstunden, und schließ- lich die Errichtung. eines selbständigen kathol. Pfarr- anites am Ort: Der liebe Heiland sollte dauernd seine Wohnung in dem herrlichen Marienheiligtum aufschlagen! Durch die Huld und Güte des Hockwürdigsten Bischofs Christian von Meißen konnte Schott am 1. 12. 1925 auch diesen seinen Herzenswunsch erfüllt sehen, 'kur all feine nie ermüdende, fc segensreiche, apostoli
sch Tätigkeit und sein bewunderungswürdiges religiöse» Vorbild erhielt Schott die wohlverdiente päpstliche Auszeichnung: Pro ecclefia et pontifice. Seit Mutter- schoß ein glühender Verehrer des Heiligsten Herzens durfte Schott an seinem Lebensabend den ganzen Segen der Herz Jesu Verehrung erfahren: Wohlvorbereitet, mit demütig-gläubigem Sinn, konnte er seine engel- reine' Seele dem Schöpfer zurückgeben, der ihn so überaus begnadigt durch 77 Lebensjahre geführt. Wollte doch der Verstorbene noch im kommenden Herbst den 50. Jahrestag eines überaus sonnigen Herzensbundes erleben. — Die trauernde Gemeinde verließ das blumen- geschmückte Grab in der tröstlichen Zuversicht: Diaspora- leben ist schwer und opferreich, aber des hochseligen Schott Beispiel und Vorbild gibt wieder neuen Mut, denn der allgütige Gott hat dafür auch seinen Dia- sporaaposteln im geistlichen wie im Laienstand einen besonderen Lohn hinterlegt: Schon hienieden, und erst recht in der Ewigkeit. Er ruhe in Frieden!
Laritasverband.
Eine Vcrpflichtungscrklärung, die denen zugeht, die zunächst ein Ruhrkind erhalten können, ist in einem Exemplar unterschrieben uns zurückzusenden, während das anders in der Hand der Familie bleibt.
Die Fragebogen für die Beantragung der Wohlfahrtsrente für Wohlfahrtsanstalten und Einrichtungen Der kirchlichen Wohlfahrt sind eingetroffen. Die Anstalten, die selbst Träger der Einrichtung sind oder bei denen kirchliche oder politische Gemeinde der juristische Träger ist, erhalten die Fragebogen in der nächsten Zeit" zugesandt. Kirchengemeinden, die Wohlfahrtseinrichtungen z. B. für arme Kinder haben und im Besitze von Anleiheablösungsschuld und Auslosungsrechten dafür sind, und alle, denen die Fragebogen nicht zugegangen sind, mögen diese beim Caritassekretariat in Fulda anfordern.
äs cd Vermischtes, cd cd
Worüber soll Kaplan Fahsel sprechen? Kaplan Fah- seh gehört heute zu den am meisten begehrten Rednern Deutschlands. Zuletzt sprach er in fast allen großen Städten Thüringens vor großer Zuhörerschaft aller Bekenntnisse. In Dortmund, wo Kaplan Fahsel demnächst sprechen wird, hatte man dem Publikum die Wahl des Themas freigestellt und zu dem Zweck eine Abstimmung über sieben Vorschläge vorgenommen. Von den mehreren hundert Abstimmenden erklärte sich die überwiegende Mehrheit für das Thema: „Genie und Charakter".
Für die Moral der Bühne. Der Bürgermeister von Newyork, James Walker, hat vor kurzem die Leiter der Newyorker Theater zu einer Besprechung eingeladen und sie aufgefordert, gegen die überhandnehmende Unsittlichkeit gewisser Bühnendarstellungen in eigener Initiative vorzugehen, da er sich sonst genötigt fühlen würde, von amtsroegen gegen die sittlichen Dekadenzcrscheinun- gen auf der Bühne einzuschreiten. Das verlange, sagte er, der gute Ruf der Stadt Newyork nicht minder als die künstlerischen Gesichtspunkte des Theaters.
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Sie weiß Bescheid. Frau Krause: „Oh, jetzt habe ich mich in den Finger geschnitten. Ich brauche etwas, um es herumzuwickeln!" Auswärterin: „Ich werde gleich Herrn Krause rufen."
Ausgleich. Arzt (zu einem miederhergestellten Pa- tienten, der über die Honorarsorderung erschrickt): „Bedenken Sie nur, wieviel Besuche ich Ihnen genmcht habe." — Patient: „Ja, aber habe ich nicht auch die ganze Nachbarschaft angesteckt?"
Der schlagfertige Bürgermeister. Als Napoleon in der Zeit der Kontinentalsperre die Einfuhr von Kaffee streng verboten hatte, roch er eines Tages, als er durch den Park von Vincennes ritt, deutlich den Dust gebrann. ten Kaffees. Wütend folgte er dem Geruch, drang in das betreffende Haus ein und fand den Bürgermeister, der hier wohnte, bannt beschäftigt, Kaffee zu rösten. „Was", schrie er, „Kaffee? Der ist doch verboten". „Gewiß, Sire", erwiderte der Bürgermeister kaltblütig, „deshalb verbrenne ich ihn ja." Diese Geistesgegenwart entwaffnete den Kaiser, er muhte lachen und lieh den Uebeltäter straflos ausgehen.
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Herr Lehrer Z. in Fulda. 1) Die Subdiakonatsweihe gehört zwar zu den höheren Weihen, ist aber nur Vorbereitung auf das Sakrament der Priesterweihe, noch nicht selbst Sakrament. Dagegen gehören zum Sakrament der Priesterweihe die Diakonats-. Priester- und Bischofsweihe. 2) Der 23. Februar ist der Tag, an dem die durch das Domkapitel am 29. Dez. erfolgte Wahl des Hochw. Herrn Bischofs vom Papste bestätigt wurde. An diesem Tag der Bestätigung (Praekonisation) wird in der hl. Messe das Gebet für den Bischof eingelegt, das sich im Missale findet für den Jahrestag der Er» wählung eines Bischofs".