gteifmrg 1. V Nach einem Hirtenschreiben des Crz- bischofs von Frechu g an den Klerus und die Katholiken in ^ohenzollern hat Papst Pius XL den 1)1. Fidelis von Sigmaringen zum Landespatron von Hohenzollern er- hoben. Ain zweiten Sonntag nach Ostern — 1. Mai — wirft das Fest des Landespatrons zum ersten Male feierlich begangen. — Landespatron von Baden, welches den grohten Teil der Erzdiözese Freiburg bildet, ist der selige Bernhard, Markgraf von Baden (gestorben 15. Juli 1458). Der neue Landesheilige von Hohenzollern, der hl. Fidelis von Sigmaringen, starb am 24. April 1622 des Mar- tyrertodes.
Danzig-Oliva. Der bisherige Pfarrer der zur Kathedrale erhobenen Pfarrkirche hierfelbst, Prälat Franz Berendt, übernimmt jetzt die Pfarrei Danzig-Altfchotlland (6t. Ignatius). Die kath. Kirchengemeinde Oliva veranstaltete zu Ehren des Scheidenden einen Fackelzug. Die bisherige Pfarrwohnung im alten Klostergebäude bezieht nach angemessener Renovierung der Bischof, während Pfarnmt und Wohnung des Pfarradministrators in die frühere Vikariewohnung verlegt werden. Die Bikare erhalten in neu eingerichteten Klosterräumen, die bisher nicht zu Wohnzwecken dienten, Wohnung.
Frankreich. Die Pfarre von Sines in der Diözese Auch. Gascogne, kann sich stolz zweier Pfarrer rühmen, die in der Länge ihrer Amtszeit den Rekord geschlagen haben. Innerhalb eines ganzen Jahrhunderts haben nur zwei Pfarrer das Amt bekleidet, der eine von 1831 bis 1884, der zweite von 1884 bis zum heutigen Tage. Sines ist die Heimatpfarre des Märtyrers Antonius von Bourget, des Opfers des Septembermordes 1792, der soeben in Rom selig gesprochen wurde.
Toulon. Der ehemalige französische Admiral Mal- cor ist vor drei Jahren als sechzigjähriger bei den Weißen Vätern eingetreten und wurde nun zum Priester geweiht. Er las seine erste Messe in Toulon in der Gegenwart einer großen Anzahl seiner ehemaligen Seeleute.
Boston. In Gegenwart von 6 italienischen Geistlichen von Boston und mehrerer bedeutender italienischer Bürger aus Boston überreichte der Marquis Ferrante, italienischer Konsul in Boston, Seiner Eminenz, dem Kardinal O'Connel, den italienischen Kronenorden, den der König von Italien im Mai vorigen Jahres anläßlich des Jubiläums Sr. Eminenz verliehen hatte. Das Großkreuz des italienischen Kronenordens ist die größte Auszeichnung, die irgend jemand außer einem regierenden Fürsten erhalte» kann
England. Nach dem Jahresbericht des katholischen Laienpredigerbundes.in England beträgt die Zahl seiner Mitglieder an 500 Redner, die auf öffentlichen Plagen und in Parkanlagen tätig sind. 21 neue Rednerpulte sind im letzten Jahre errichtet worden. Das berühmteste ist das vom Hydepark, von dem aus allabendlich >on 7 bis 10 Uhr, Sonntags von 11 Uhr vormittags ununter, brodln bis 11 Uhr abends die katholische Kirchenlehre durch Laienprediger verbreitet wird. Aus der einen Stadt wird berichtet, daß in einer einzigen Abendversammlung nicht weniger als 600 Katechismen verteilt wurden.
Scholkland. Nach 366jähriger Abwesenheit sind die Minoriten-Franziskaner nach Edingburgh zuruckgekehrt und haben ihren Wohnsitz wieder ausgebaut, nur einen Gteinwurf weit von der Stelle, von der sie im Jahre 1560 vertrieben wurden.
cd03 Drösele Fulda, cd33
= Aenderungen im Diozesanklerus. Mit Wirkung vom 5. Februar erhielten durch den Hochw. Herrn Bischof Anweisungen: Kaplan Büche l, bisher an St. Elisabeth in Kassel, als Kaplan in Amöneburg, Kaplan Ruppel in Großentaft als Kaplan in Eisenach und Kavlan Breßler in Eisenach als Kaplan an St. Elisabeth in Kassel.
2m Jahre 1927 sind die Priesterjubiläen in un* lerer Lioze.e nur sehr spärlich. Zwei Priester, geweiht von Bischof Aüalbertus Endert, können am 15. März das 2 5jährige Priefterjubiläum begehen, nämlich Pfarrer Wilhelm van Moll zu Lauerbach (Oberhesjen) und Pfarrer Joseph N ü d. »'ng zu Florenberg. Den goldenen Jubel- kränz kann in diesem Jahre kein einziger Angehöriger des Fuldaer Klerus tragen. Dagegen ya- ven schon 7 Priester unserer Diözese ihr 50jähriges Jubiläum gefeiert: Herr Protonotar Dr. G u t b e r-
Räte Dechant Schn aus- GÄeÄr ^ey-Dipverz, Pf^rer Haas- L°^>bE. Pfarrer a. D. Schick-Saffig, Pfarrer Dr. sm , hro&enbQd) u"d Ehrendomherr Dechant Priester Der Senior der Gutberlet blickt"'«?«- ^sulda, Protonotar Dr. 10 Januar P^estersahre zurück: am anuar wurde dieser ehrwürdige Priestergreis
90 Jahre off lieber 70 Jahre oft sind: Dechant Schnaus- Pa.â (86 Jahre), Pfarrer N e y - Dipperz (80), Pfarrer a. D. Schi ck-Safjig (79), Pfarrer Haas- Eichenzell (78), Ehrendomkapilu- lar Dr. Weber- Marburg (78), Pfarrer i* 0 m b ■ Großenbach (72) u. Dechant A her t-Romsihal (72).
— Ein Elückmunschschrciben des Preußischen Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.
Wie schon früher Herr Oberpräsident Dr Schwander, so hat jetzt auch Herr Kultus- m i n i ft e r D r. Becker in sehr anerkennenden Worten dem Hochw. Herrn Pi 0 t 0 n 0 tar Dr. Gutberlet zur Vollendung des 90. Lebensjahres feinen Glückwunsch ausgesprochen. Er schreibt: „Soeben ersahre ich, daß es Ew. $ol> würden vergönnt gewesen ist, vor kurzem die Vollendung Ihres 90. Lebensjahres zu feiern. Ich gedenke aus diesem Anlaß gern der Verdienste, die Sie sich in jahrzehntelanger, segensreicher Wirksamkeit in verantwortungsvollen Aemtern um Staat und Kirche erworben haben. Insbesondere hebe ich Ihre Erfolge in der Pflege der philosophischen Wissenschaft durch bedeutsame Schriften und als Lehrer der Theologie studierenden Jugend hervor. Möge Ihnen Gottes Güte noch eine lange Zeit wohlverdienter Muße schenken'"
Rabonusfeier im Priesterseminar. Anläßlich des Rabanustages fand Freitag morgen um halb 11 Uhr im Bonifatiusfaale des Priesterseminars die an diesem Feste übliche akademische Feier start. Im Mittelpunkt der Feier stand der Vortrag des Herrn cand. theol Eduard Schick: „Die olttesta- mentliche Messiaskönigs Erwartung im Rahmen der Religionsgeschichte". Der Alumnenchor sang mit gewohnter Feinheit und Sicherheit Veiths „Ie- :"s Ft noft?’- «Thor mit Klavierbegleitung) und Attenhofers „Abendfeier". Erlesenen Genuß bo- ten die bethen Musikstücke: Beethovens Allegretto aus dem Trio oy 70 (2 Violinen und Klavier) sowie desselben Meisters Sonate Pathètique 1. Satz (Klavier). Zum Schluß richtete der Hochwürdigste Herr Bischof freundliche Worte der Begrüßung an die erschienenen Teilnehmer aus dem Welt- und Ordensklerus der Stadt und herzliche Dankesworte an die Sänger und Musiker und besonders an den Festredner, der durch seine fleißige und gelehrte Arbeit uns wertvolle Einblicke in die Geschickte der israelitischen Messiashoffnungen geboten hatte.
Rabanusfeier im Fuldaer Gymnasium. In h»r ^-öchtioon Gymnasialaula fand am Vorabend des Rhabanusfestes eine besondere erhebende Feier statt, zu der viele Gäste erschienen waren, auch der Hochw. Herr Bischof. Die Begrüßungsansprache hielt Studiendirektor Dr. Müller, der erklärte, die Anstalt sei stolz darauf, die Enkelin der berühmten Ki osterschule Rabanus zu sein. Dann nahm Oberstudienrat Prälat Prof. Dr. Lübeck das Wort zu seiner Festrede über das Leben und Wirken des hl. Rahanus Maurus und die Bedeutung des gefeierten Mannes für seine Zeit: „Wer den Besten seiner 3®^ oenug getan, der bat gelebt für alle Zeiten." Schülerorchester und Schülerchor des Gym» nasiums verherrlichten die ansprechende Feier durch ihre Darbietungen. Einige Primaner trugen schließlich verschiedene Szenen aus Faust vor, die tiefen Eindruck hinterließen.
Fulda. In die Männergesellschaft M. N. wurden am letzten Donnerstag durch die übliche Kugelung 14 neue Mitglieder ausgenommen.
Fulda. Am 3. Februar verstarb hier Stadtverordneter K a r l R e i t h, der am 1. Januar auf ein Bierteljahrhundert der Zugehörigkeit zum Stadt- parlament zurückblicken konnte. Mit ihm ist ein o-missenhafter Arbeiter, treuer Katholik und alter Zentrumsmann aus unserer Mitte geschieden. Ye- den Morgen in oller Frühe ging er den fast einstündigen Weg von seiner Wohnung am Südende der Stadt (Wallweg) hinauf auf den Frauenberg, um dort dem Gottesdienst beizuwohnen, und war selbstverständlich rechtzeitig zum Arbeitsbeginn in der Schuhstoffabrik, um seinen Kessel zu bedienen. Unvergessen soll es ihm bleiben, wie er 1918 — schon fast in den 60er Jahren — sich mit vielen an» deren wackeren, furchtlosen Männern der roten Flut entgegenwarf und in zahlreichen Zentrumsversammlungen als Parteiredner für Wahrheit, Freiheit und Recht seinen Mann stellte. Neben seiner öffentlichen Tätigkeit für die Partei und im Stadtparlament, wo er sich stets als gerechten Ver- treter wie der Arbeiter- so auch der allgemeinen Bürgerinteressen zeigte, übte er das wichtige Amt des Schiedsmannes und Bezirksvorstehers im 5. Stadtbezirk aus So hatte er kaum eine freie
Stunde, denn was er tot. das tot er ganz, und er tat es, bis eine höhere Macht Ruhe gebot. Möge er ruhen in Frieden.
= 3m Herz 2esu-heim ist eine neue Lehrwerkstätte für die vielen Pfleglinge eingerichtet worden, und zwar eine B ü ch b i n d e r - L e y > - werkstätte. Diese wird von einem erfahrenen Fachmann, der bei großen Firmen tätig war, geleitet. Im Herz-Jesu- Heim bestehen Schneider-, Schuhmacher-, Bürstenmacher- u. Korbflechter-Lehrwerkstätten Sm Pfleglingen ist somit Gelegenheit gebogen, sich in einem geeigneten Berufe ausbilden zu lassen, um später ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können.
— Rlandatsniederlegung. Herr Bürgermeister Jonas in Rex hat fein Mandat als Mitglied des Kreistages des Kreises Fulda niedergeiegt, und zwar im Hinblick auf jein Alter und seine geschwächte Gesundheit. Mit Herrn Jonas scheidet ein Mann aus dem Kreistag, der Jahrzehnte lang als Vertrauensmann der Bauernschaft des Fuldaer Landes wertvolle Mitarbeit in den fommounalen Körperschaften geleistet hat. Herr Bürgermeister Jonas hat als Abgeordneter der Zentrums-Partei bekanntlich auch lange Zeit dem Kommunallandtag angehört. Bei allen, die Herrn Bürgermeister Jonas und feine vornehme, auf Versöhnung ab» gestimmte Persönlichkeit kannten, wird sein Ausscheiden aus dem öffentlichen Leben bedauert werden. — Lange Jahre war Herr Jonas auch Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskommer zu Kassel, bis ihn vor drei Jahren die Landbundmitglieder herauswählten unter Protest des Kurhess. Bauernvereins, sodaß die katholischen Kreise Fulda, Hünfeld und Gersfeld im Vorstande der Landwirtschaftskammer nicht mehr vertreten sind.
Großauheim. Die Monatsversammlung des kath. Arbeitervereins war gut besucht. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurden fünf neue Mitglieder ausgenommen. Der Verein zählt jetzt 90 Mitglieder. Den üblichen Vortrag hielt diesmal Herr Karl Wegstein. Er sprach über Monismus und fand reichen Beifall. Jr der Diskussion ergänzte der Präses, Herr Pfarrer Dun kel, die Ausführungen des Referenten und gab di« erbetenen Belehrungen und Aufklärungen. Der gemütliche Teil des Vereinsabends brachte angenehm« Unterhaltung
Wickers (Rhön). Nachdem in den Weihnachtstage» der hiesige Gesangverein bas ergreifend ernste Stück. „Ida von Toggenburg" gespielt hatte, trat an den bei- den letzten Sonntagen der Jungfrauenverein mit dem Stück: „Mikaèla, die Zigeunerin" auf die Bühne. Auch dieses Stück mit seinen abwechselungsreichen Szenen, seinen bunten Kostümen und munteren Reigen verfehlte seinen Eindruck auf die Zuschauer nicht. Auch das kleine heitere Spiel, das noch folgte, zeigte ebenso wie das ernste von feiten der Spielerinnen Liebe zur Sache und Geschick auch schon zu schwierigeren Stücken.
Oberndorf. Am ersten Sonntag im Februar veranstaltete der hiesige Sportverein einen Theaterabend. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Mitgliedes Walz gelangte das Stück „Solang dein Mütterlein noch lebt" zur Ausführung, das unter der Leitung des Herrn Kaplan Thielemann eingeübt war. Ohne Zwei- fei war die Aufführung dieser 6 Auszüge umfassenden Tragödie für unsere Verhältniße eine Leistung, zumal dies Stück ein gutes psychologisches Verständnis von fetten der Spieler und Spielerinnen verlangt. Infolge der Lust und Liebe. mit der alle Beteiligten ans Werl gingen, wurden alle Schwierigkeiten überwunden. Daß man etwas Gediegenes erwartete, zeigte der überfüllte Saal, und ohne Zweifel sah sich niemand in seinen Erwartungen getäuscht. Lautlose Stille herrschte bei der Aufführung im Saale, ein Zeichen des Miterlebens und Mitfühlens der Teilnahme vor allem mit der jo hart geprüften Mutter. Gar manche Träne rollte verstohlen über die Wangen. Hoffentlich werden die Lehren, die uns das Stück gegeben, von nachhaltiger Wirkung fein. — Der Prolog wurde vom hiesigen Männer- gesangoerein vierstimmig vorgetragen, der auch di« Pausen durch passende Volkslieder ausfüllte. Das gute Gelingen der Darbietung möge für unsere Jugend ein Ansporn sein für weitere erfreuliche Leistungen auf der Bühne.
JieuffabL Der hiesige Gesellenverein veranstaltete am 30. Januar einen gelungenen Mmtlienabend Nach einer Begrüßung durch den Präses, Herrn Kaplan Weß, wurde ein humoristisches Theaterstück auige» 'ührt, weiches alsbald für Summuna furgti Die Ge- •.ngsahktlung brachte einig O-tbec wirkungsvoll zu Gehör, während die Kolpingslieder ein gemeinschast- liches Band um die Anweienden schlang.
Naumburg. Am 31. Januar hatte der kath. Jünglingsverein die Mitbürger zu einer Theateraufsührung eingeladen. Unser Herr Frühmesjer, der Präses des Vereins, begrüßte die Versammelten, führte aus, mit der vollbesetzte Saal ihm ein Zeichen des Interesses de» Naumburger an dem Jünglingsverein sei, wie man ihn durch rege Anteilnahme nod) mehr unterstützen möge, damit die Jugend aufwachje in den Traditionen der .Vorzeit. Deshalb habe er für den heutigen Abend