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Wochenkalender.

5»I U-ag, 33. Jan. 3. Sonntag nach Epiphanie. Ray- mirnd Von Pennafort, Bek., f 1275. Emerentiana, Jgfr., Mark:

Monia 24. Jan. Timotheus, Bischof von EphesuS, Mart., f 97.

Dienstag, 23. Jan. Bekehrung deS hl. Paulus.

Mittwoch, 26. Jan. Poiykarpus, Bischof von Smyrna, Mart, f 155.

Donnerstag, 27. Jan. Iohannes ChrhsostomuS,. Kirchen­lehrer, Bischof, t 497.

Freita i, 28. Jan. Agnes, Jgfr., Mart. Zweite Fest­feier.

Samstag, 29. Jan. Franz von SaleS, Kirchenlehrer, . Bischof, Y MA . , _

Vom 13 bis 25. Jan. Welt-Aebètsoktav um die Einheit im Glauben.

Dritter Sonntag nach Epiphanie.

(Eo. Matth. 8, 1-13.)

In jener Zeit, als Jesus vom Berge herabstieg, folgte ihm eine große M n ie Volkes nach, und siehe, ein Rusiätziaer kam, betete ihn an und sprach: Herr, wenn du imM. so kannst du mich rennren. Uno Jesu? stieckte feine Hand aus. rührte ihn an und sprach: Ich will, sei gereinigt! Und sogleich war» er gereinigt von dem Aussatze. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, daß du es niemanden sagest: sondern geh hin, zei e dich dem Priester, uns ovsers die Gabe, welche Moses befohlen hat, ihnen zum Z-nansise! Da er aber in Capharnaum etngeaanaen war, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause gichtbrüchig und leidet große Qual. Und Jesus sprach zu ihm Ich will kommen und ihn ge­sund machen. Und der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, baß du entgehest unter mein Dach, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrtgteit unterworfen und habe Kriegsleute unter mir; und wen ich zu einem sa>e: geh! so geht er; und zu dem andern: ko mt her! so kommt er, und zu meinem Knechte: tu das! so tut er's. Da nun Jesus das-te, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm folgten: Wahrlich, sag' ich euch, solch' großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden! Aber ich sa:e euch, daß viele von Aufganr und Niedergang kommen und mit Abrabam, Isaac und Jacob im Himmelreiche zu Tische sitzen werden: die Kinder des Reiches aber werden in die äufomte Finiterms hmans- gewoifen werden: da wird Heulen und Zähneknirschen sein. Und JesuS sprach zu dem Hauptmann: Geh hin, und wie du geglaubt hau, so soll dir geschehen Und in derselben Stunde wird jein Knecht gesund.

?!^^erbrechltcher Frauenspiegel.

;ut die Frage, ob du einen Spiegel besitzest, christliche Haus­bau, würdest du sicher mit­leidig lächeln, da dieser Be-

-ns ene Selbstverständlichkeit ist

Mutter bisweilen in die Notwendigkeit

versetzt, um gutes Geld einen neuen zu beschaffen.

Heute, weiß ich dir, christliche Hausfrau und christliche Braut, einen anderen, einen unzerbrech­lichen Spiegel. aufgestellt im Festsaal der kath Li­turgie, einen Spiegel für die Schönheit und Heilig­keit der Seele, einen Spiegel- das gottgefällige Leben im Ehestände, einen Spiegel für die Töchter, die im Begriffe sind, zum Tor der Ehe einzutreten, einen Spiegel für Frauen und Mütter, die schon eine Familie gegründet haben. Nur für solche ist diese Lesung: alle anderen mögen sich dieselbe schen­ken; denn ich schreibe nicht zum Kurzweil oder Zeitvertreib, sondern nur für strebsame, lernbegie­rig«.. Menschen.

Schon in der vorigen Lesung habe ich dieBraut­messe" behandelt, welche über das neuvermählte Paar gehalten wird. Wir haben unser Auge an zweiPerlen" geweidet, die dieser Brautmesse ein­gefügt sind, ich meine den Introitus und die Epistel. Die anderen Teile der Messe will ich übergehen und nur noch auf eine Auszeichnung aufmerksam machen, und das ist der Draulsegen. Und weil er eine Auszeichnung ist. wird er nicht allen unter­schiedslos zuteil. Bei gemischten Ehen nämlich und in dergeschlossenen" Zeit wird dieser Segen nicht gespendet. Anderen Brautpaaren aber wird er erteilt und enthält nicht bloß einen Segen, son­dern gleichzeitig auch einen Spiegel der edelsten Frauentugenden /

Gleich nach demPater noster" verrichtet näm­lich der Priester über die Braut folgendes ergrei­fende Gebet:O Gott, der du durch deine allmäch­tige Kraft das All aus dem nichts erschaffen hast, der du den Mann nach Gottes Ebenbild gebildet und ihm dergestalt das Weib zur Gehilfin gegeben hast, daß du den Leib der Frau aus dem Fleische des Mannes genommen, um zu lehren, daß Mann und Frau nicht getrennt werden dürfen, . . . schaue gnädig auf diese deine Dienerin, die im Begriffe die Ehe einzugehen, deinen mächtigen Schuh be- aehrl. Ihre Ehre sei ein Joch der Liebe und des Friedens Treu und keusch heirate sie in Christus und sie sei stets eine Schülerin der heiligen Frauen. Liebenswürdig fei sie ihrem Mann wie Rachel, verständig wie Rebekka, langlebend und treu wie Sara. Nichts raube ihr von ihren Werken der Urheber der Sünde. Verbunden bleibe sie dem Glauben und den Geboten. Einem Gatten ver­einigt fliehe sie unerlaubten Umgang. Sie schirme ihre Schwäche durch dw Kraft der Züchtigkeit. Sie sei ehrwürdig durch Sittsamkeit, würdevoll durch Schamhaftigk"it. in den himmlischen Lehren wohl- betvanbert. Sie sei fruchtbar an Nachkommenschaft erprobt und unschuldig und gelange zur Ruhe der Seligen und zur himmlischen Ruhe, und schauen mögen beide die Kinder ihrer Kinder bis ins dritte und vierte Geschlecht und mögen gelangen zum er­wünschten Greisenalter "

3n welcher Würde erscheint in diesem salbungs­vollen Gebet die christliche Braut: welch eine Hei­

ligkeit, welch eine Vollkommenheit wird ihr zu- gemutet und angewünscht. Wie ein herrli hes Ge­schmeide sollen an ihr glänzen der Glaube, die Beobachtung der Gebote, die Liebe, die Gottes­furcht, die Frömmigkeit, die Eintracht, die Fried- ertigkeit, die Charakterfestigkeit, die Sittsamkeit und Treue. Drei Frauen des alten Bundes werden als Vorbilder genannt, Rachel, die schöne anmutige Gattin Jakobs, die Blutter des Joseph und Ben­jamin, Rebekka, die verständige Frau Isaks, und Sara, des Patriarchen Abraham vielgeprüftes, treu­verbundenes, langlebendes Weib. Als Lohn wird der braven Braut das Mutterglück und dis Him­melskrone in Aussicht gestellt.

Man könnte aber fragen, weshalb dieser Se­gen nicht über den Mann, sondern nur über die Frauen gesprochen wird. Nach meiner Ansicht des­halb, weil das Wohl und Wehe einer Familie am allermeisten von der Frau und Mutter abhängig sowie das Wetter von der Sonne. Ist die Frau gottesfürchtig, ist sie schamhaft, fromm und religiös, ist sie verständig, sittenrein, tugendhaft, friedlie­bend, dann dürfen wir auf den Mann die Worte der Schrift anwenden:Glücklich der Mann, dev ein braves Weib gefunden"; dann dürfen wir auf die Kinder das Wort des Psalmisten anwendent deine Kinder sind wie junge Oelbäume rings m» den Tisch". Wo aber die Frau abfällt von ihren Ideal, wo sie die Liebenswürdigkeit vertauscht mi Li-blosiokeit, die Friedfertigkeit mit Unverträgliche keit, da geht das Wort der Bibel in Erfüllungi Besser ist es. bei einem Drachen zu wohnen als bei einem bösen Weibe".

In Rom besuchte ich vor Jahresfrist die auf dem Forum gelegene Kirche der hl. Franzleka und verehrte ihre Reliquien, die dort ausgestellt sind. Franziska war eine solche Frau, ganz gebildet nach dem Spieael unseres Brautsegens, ganz nach dem Wohlgefallen Gottes, und darum auch das Glück ihres Mannes, das Paradies ihrer Kinder und Fa­milie. Mit ihrem Manne, dem edlen Poniiano ver« inählt, lebte sie in solch ungetrübter Eintracht, in einem solch herzlichen Einverständnis, daß während der vierzig Jahre ihres Ehestandes kein Mißver­ständnis, geschweige erst Zank oder Hader cb< waltete. Vom ersten Tage ihrer Verhei>-atung an mied Franziska alle gefährlichen Gesellschaften, rau- schende Ergötzlichkeiten, Bälle und Schauspiele. Als einige Damen ihrer Bekanntschaft an dieser Zurück­gezogenheit Anstoß nahmen und zu ihr logten, fh sek ja noch jung und von vornehmem Strode, warum sie denn ihr Leben nicht besser genieße?« erwiderte Franziska:Ja, ich bin jung und von nehm, aber doch eine Christin und mithin ver­pflichtet, nach den Lehren des Evangeliums zu lebest". Da sie eine erleuchtete Frömmigkeit be* saß, vernachlässigte He ^i aller Gottleliakeit keine der Pflichten, die sie als Gattin zu erfüllen hatte, und bemühte sich, ihre häuslichen Geschäfte aufs pünktlichste zu besorgen und die Frömmigkeit lie» benswürdig zu machet. Deshalb jäaerf«, ff» auch