Mochenkaienüer.
Sonntag, 9. Jan. 1. Sonntag nach Epiphanie. Fest oer hl. Familie.
Monta,, 10. Jan. 5. Tag der Oktav von Epiphanie
Dicnsrig, 11. Jan. 6 Tag der Oktav von Epiphanie.
Hynnus, Papst. Mart., f 142.
Mittwoch, 12 Jan. 7. Tag der Oktav von Epiphanie.
Ernst, Abi, f 1148.
Donnerstag, 13 Jan. Oktav von Epiphanie.
Freitag, 14. Jan. Hilarius, Kirchenlehrer, Bischof, f 336. Felix von Nola, Mart.
Samstag, 15. Jan. Paulus, erster Einsiedler, f 342. Maurus, Abt, f 534.
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Erster Sonntag nach Epiphanie.
lEv. Luk. 2, 41-52.)
AIs Jesus zwölf Jahre alt war, reisten seine Eltern, wie gewöhnlich, zum Feste nach Jerusalem. Und da sie am Ende der Festtage wieder zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus tn Jerusalem, ohne daß es seine E.tern wußten. Da sie aber meinten, er sei bei der Reisegesellschaft, so machten sie eine Tagereise, und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten Und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zuiück und suchten ihn. Und es geschah, nach drei Taien fanden sie ihn im Tempel, sitzend unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte, und sie fragte. Und es erstanien alle, die ihn hörten, über seinen Verstand und seine Antworten. Uno als sie ihn sahen, wunderten sie sich, und seine Mutier sprach zu ihm: Kmd, Warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und sch haben dich mit Schmerzen gesucht! Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, dag ich in dem sein muh, was meines Vaters ist? Sie aber verstanden die Rede nicht, die er zu ihnen sagte. Und er zog u.it ihnen hinab und kam nach Nazireth und war ihnen untertan. Unö seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
lichen, aber wirklichen und eigentlichen Ehe verbunden waren.
Heute wollen wir den Abschluß der Ehe betrachten, wie er- nach den Bestimmungen und Bräuchen unserer hl. kath. Kirche vonstatten geht
In hochzeitlichem Schmuck nehmen Bräutigam und Braut, begleitet von den Zeugen, Verwandten und Freunden, ihren Einzug in das Gotteshaus und treten in d°n Chor vor den Altar. Es erscheint der Pfarrer oder dessen Stellvertreter, in Chocrock oder Albe und weißer Stola. Nach einem einleitenden Gebet macht er die Gemeinde aufmerksam auf das Vorhaben der Brautleute und bittet um Bekanntgabe etwaiger Ehehindernisse, damit noch in letzter Stunde eine ungültige oder unglückliche Ehe vermieden werden kann. Dann wendet sich der Priester an die Brautleute und legt ihnen in kurzer Ansprache oder Vorlesung die wichtigsten Punkte über das Wesen und die Pflichten der Ehe ans Herz Er schließt mit der Aufforderung an die Anwesenden für das verantwortungsvolle Unternehmen die Hilfe des Herrn anzurufen, morutif Priester, Brautleute und Volk ein andächtiges Vater unser beten.
Nun wendet sich der Priester der Reihe nach an den Bräutigam und an die Braut und fragt sie bezüglich ihres Einverständnistes zum Ehestand mit den Worten: „N., ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, diese hier gegenwärtige N. zu Ihrer rechtmäßigen Ehefrau wirklich anzunehmen?" Die Antwort heißt: „Ja." Nun stellt der Priester dieselbe Frage an die Braut: „N., ist es Ihr freier und ungezwungener Wille, diesen hier gegenwärtigen N. zu Ihrem rechtmäßigen Ehemann wirklich anzunehmen?" Die Antwort heißt: „Ja."
Aus dieser Frage und Antwort erkennen wir das Wesen des Eheabschlusses. Nicht die Kleider, nicht die Anwesenheit der Zeugen, nicht der Zu- snruch oder der Segen des Priesters machen die Ehe zur Wirklichkeit und Tatsache, sondern einzig und allein die Erklärung der Brautleute, daß sie einander „als Mann und Frau" betrachten, daß sie zu einer Ehe, zu einem unauflöslichen Lebensbunde sich vereinigen wollen. Würde etwa die
Hand in Hand.
erschlungene Hände sind ein
Sinn-
bild der Gemeinschaft. Die älteste, höchste, vollfcmmenfte Gemeinschaft ist die Gemeinschaft ist die Gemeinschaft zwischen Mann und . tV> Frau in der Ehe. Sie ist Leibes- gememschaft, Seelengemeinschaft, Gütergemeinschaft, Lebensgemeinschaft. Keine Zeit des Jahres bietet so willkommene Gelegenheit, über das erhabene Ge- yeimnis der Ehe nachzudenken, als die hl. Weih- 'Ver râ jetzt noch stehen, wo mir in traute, hochheilige Paar" erblicken, Maria und Joseph, die in einer Mar iungfrâu-
ewig dauorn. Frage die Germanisten, und si» merben dir jagen ,daß Ehe und ewig ein und dasselbe ist Ehe heißt ewig. Sv haben unsere Vorfahren in das Wort Ehe einen großen Sinn und ein richtiges Verständn's hineinpeleq^ Gold ist auch das Sinnbild der Liebe. Wie nämlich Gold das wertvollste unter den Metallen ist, so ist auch die wohlverstandene Llebe, die es nicht |o sehr auf das eigene Glück ms v'e.mehr auf das Glück des andern abgesehen gar die erste und höchste unter den Tugenden, die vollkommenste und rünfte Regung d Blüte des Will rs.
8 der Weihe werden die Ringe angefteckt. Der Bräutigam steckt den Ring in den Finger der Braut, die Braut den Ring an den Finger des Bräutigams. Damit wollen die Brautleute sagen: wir bleiben einander treu bis in den Tod.
Nachdem die Ringe angestreift sind, fährt der Priester weiter: „Nun reichet einander die rechte Hand". Das geschieht. Da stehen nun Bräutigam und Braut Hand in hand, im Angesicht der Gemeinde vor dem Altar; ein erschütternder Anblick: Zwei junge Menschenkinder, die entschlossen sind, einander ânzugehören in guten und bösen Tagen, mit einander zu teilen, gemeinsam die Straße des Lebens zu ziehen und nach glücklicher Erreichuiig des Zieles einzugehen in den himmlischen Hochzeits. saal. Um die Umschlingung der Hände noch wirk- samer zu machen, legt der Priester die Stola über dieselben, das Zeichen seiner Priestergewalt, wie wenn er sie zusamwenbinden wollte, und spricht über die Brautleute die inhaltsschweren Worte: „Die zwischen Euch nach den Vorschriften der bl. Mutter, der Kirche, geschlossene Ehe, bestätige und segne ich im Namen des Vaters und des Sohnes und des hl Geistes. Amen " Und er macht über die Brautleute das Kreuzzeichen. Zuletzt knien ole Br utleute weder und der Priester verrichtet über sie einige Gebete, deren letzteres schließt mit den Worten: „Wir bitten dich, o Herr, schau gnädig auf diese deine Diener; begleite mit deiner Gnade die Einrichtung durch die du die Fortpflanzung des Menschengeschlechtes angeordnet hast. Laß bWe Brautleute, die jetzt nach deinem Willen verbunden wurden, durch deine Hilfe selig werden."
Seht, welch große, heilige Auffassung unsere Kirch? hat vom Ehestand, mit welcher Sorgfalt sie sein Fundament legt, mit welchen Zeremonien sie seine Tür öffnet. Ihr christlichen Eheleute, die ihr diesen Bund seit Jahr und Tag geschlossen, erneuert im Angesicht der Krippe eure Gelöbnisse. Erforschet das Gewisien, und wenn das Band der Liebe sich sollte gelockert haben, so knüpfet es wieder fester. Die Che soll sein wie ein guter Wein. Je älter er wird, desto besser. Und ihr Jünglings und Jungfrauen, die ihr noch die süße Luft der Freiheit atmet wie die Vöglein des Himmels, führet einen sittenreinen, tugendhaften Lebenswandel, damit ihr einst mit weißen Segeln einlaufet in bett Hafen einer glücklichen Ehe. __ Der Burgpfr,
Braut durch Zwang, durch Einschüchterung und Furcht zum Jawort genötigt, so ist die Ehe ohne weiteres ungültig. Nur die freie Zustimmung beider Teste webt das unzertrennliche Band der Ehe.
Zum Zeichen ewiger Verbindung werden sodann Binse' geweiht und angesteckt. Das Gebet bei der Rinqw->!hk> hat kochenden Wortlaut: „Weihe, o Herr, diese Ringe, die ich in deinem Namen weihe. Mögen diejenigen,, die ihn tragen, sich gegenseitig unverletzte Treue bewahren, in deinem Frieden und deiner Gnade verharren und immerdar im gegen- feitiner Liebe leben". —
Die Ringe bedeuten also die Treue. Die Ringe sind ja von Gold, das seinen Wert und Glanz nie verliert. So soll also die Verbindung der Ehe