wochenkalender.
Sonntag, 31. Oktober. 23 Sonntag nach Pfingsten. Fest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs.
Montag, 1. Novbr. Allerheiligen.
Dienstag, 2. Novbr. Allerseelen.
Mittwocb, 3. Novbr. 3. Tag der Oktav von Allerheiligen. Messe vom Sonntag.
Donnerstag, 4. Novbr. Karl BorromäuS, Bisch., Bek
•f 1584. Ged. der Oktav. Vitalis u. Agrikola, Mart.
Freitag, 5. Novbr. Fest der Kirchweihe. Herz.Jesu> Freitag.
Samstaa, 6. Novbr. Fest der Reliquien. Ged. der Oktav von Allerheiligen und Krrchweihe.
Letzter Sonntag im Oktober
Fest des Königtums Christi,
Ev. Johannes 18, 33—37.
In jener Zeit fragte Pilatus Jesum: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: „Sagst du das aus dir selbst oDer haben es dir andere von mir gesaut?" Pilatus erwiderte: „Bin ich etwa ein Jude? Dem Volk und die Hodenpriester haben dich mir ausgestefert. Was hast du getan?" Da antwortete Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so würden meine Diener kämpfen, daß ich den Juden nicht überliefert werde Nun aber ist mein Reich nicht von hier," Darauf sagte ihm Pilatus: „So bist du also ein König?» Jesus antwortete: „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin zu geboren und dazu in sie Welt gekommen, daß sirr die Wahrheit Zsumis gebe. Jeder, der aus Wahrheit ist, hört meine Stimme."
da- ich der
Kuf ewigem Thron.
15 Volk Israel begehrte stürmisch lichem Selbstbewußtsein; gleiche Allmacht und Wei einen König. Auf Gottes Antrieb l " ' "' ~ ’ *..... "
wurde Saul, der Sohn des Cis, für die Königswürde auserkoren.
sich,
A Als nun Samuel dem Volk den neuen König vorstellte, da zeigte es . daß er durch seine Größe und Gestalt von der Schulter an alle Männer Israels überragte. Da durchzuckte die Herzen Israels ein Strom Der sireude, und wie aus einem Munde riefen alle:
„Es lebe der König!"
Auch heute schreien wir nach einem König; trotz Demokratie, trotz Voiksregierung. Unsere Liebe, unsere Dienste wollen wir einem einzigen Herrscher weihen, der unsere Achtung, unser Vertrauen verdient, dem wir unser Heil und unser Glück für ^'t und Ewigkeit anvertrauen. Da kommt der cverste Richter des Erdkreises, der Hl. Vater, der -papst und stellt uns einen solchen König vor. JA kein neuer König; nein; seine Herrschaft Jahrtausende. An Würde Z °" backst und Majestät überragt er $se JA i6 'N der Geschichte einen den haben und die noch blühen wer- M m künftigen Zeiten. Neige das Haupt und
vernimm den Namen des Königs, dieses ewigen Königs, mit Ehrfurcht und Begeisterung: es ist
Jesus Christus, unser Herr,
der Sohn Gottes und Mariä, hochgelobt in Ewigkeit.
Weil wir nun diesen König nicht sehen, weil sein Thron über den Wolken steht, weil er entrückt ist zu den Scharen der Engel, weil er erst am jüngsten Tage in Herrlichkeit erscheinen wird, darum müssen wir an diesen König immer wieder erinnert werden. Deshalb hat sein Stellvertreter auf Erden, der Herold des göttlichen Willens, feine Stimme erhoben und laut erschallen lgssen über die ganze Welt und hat Christus aufs neue proklamiert und ausgerufen zum König über das ganze Weltall, über Untertanen und Herrscher, über Laien und Priester, über Einzelpersonen und Familien, über Staat und Kirche. Das geschah Ende vorigen Jahres durch die Enzyklika „Ouas primas", worin er gleichzeitig ein Fest eingeführt hat zu Ehren des Königtums Christe, „Ehrisiuskönigssest", wie wir es in unserer deutschen Sprache nennen wollen, das gerade am heutigen Sonntag zum ersten Mal gefeiert wird und in alle Zukunft gefeiert werden soll, jeweils am letzten Sonntag des Monats Oktober.
Bedenke, wer dieser König ist. Nicht wie die irdischen Könige tritt er seine Herrschaft an und legt sie wieder nieder; nicht wie andere Könige, welche geboren werden und sterben, sich auf den Thron setzen und wieder ins Grab steigen. Christ- königs Thron steht von Anbeginn und bleibt stehen bis in Ewigkeit. König ist er als Gott. Denn
„ich und der Vater sind eins", spricht er mit mämt
Heft, gleiche Ewigkeit und Unermeßlichkeit, gleiche Güte und Barmherzigkeit finden sich bei Vater und Sohn. Mit dem Vater ist der Sohn Schöpfer, Herrscher und König Himmels und der Erde. König ist Christus als Mensch. Mit seinem Blut hat er
uns erkauft und erworben; unwiderruflich und für immer sind wir sein Eigentum und seine Diener
geworden Zwar ist Christus erst in der Fülle der Zeit Mensch und Erlöser geworden. Aber der Ratschluß der Erlösung datiert zurück in die Jahre der Ewigkeit. Und so ist Christus auch als Mensch ewiger König; sein Königsthron steht ewig. So hat ihn der Psalmist gesehen, bevor er kam und hat
ihm die herrlichen Worte gewidmet:
„Aufwallt mein Herz zum Preisgesanr? Mein Lied, ich weihe es dem König. Geschäftig eilet meine Zunge Gleich eines Schreibers flücht'aemFinger, An Schönheit überstrahlst du alle, Von deinen Lippen fließet Anmut. z Umgiirte dich mit deinem Schwerte, Du mächtigster der Menschenkinder. Dein Thron, o Gott, steht fest auf ewig, Gerecht ist deiner Herrschaft Szepter." —
Der Prophet Danie! schreibt von ihm: „Seine Macht ist eine ewige Macht, die nicht von ihm genommen wird; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird." Und wie spricht Gabriel zu Maria bei der Verkündigung? „Gott wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und herrschen wird er im Hause Jakobs ewiglich".
Christus ist König, bevor er noch im Fleische erschien König der Heiden; König der Juden. Ob auch die Heiden ihn nicht kannten — sie sehnten sich nach ihm. Er war „der Ersehnte der Heiden". Das Volk Israel war ganz und gar eingestellt auf den künftigen Messiaskönig. Seine Einrichtungen, seine Opfer, feine Zeremonien, seins Propheten waren Vorbilder des Erlösers. Alls, die selig geworden sind vor Christus, sind selig geworden durch Christus; ohne Christus ist noch niemand selig geworden. Noch mehr ist Christus König seit seinen Erdentagen. Seine Geburt in Beèh- lebem ist die Entscheidung-stunde der Weltgeschichte. Der Stall von Bethlehem ist das Zentrum der Weltgeschehnisse. So oft wir die Jahreszahl 1926 schreiben oder sprechen, ebenso oft huldigen wir Christus, dem König der Zeiten. Christus wird König bleiben bis in Ewigkeit. Wenn auch Ungläubige und Gottlose gegen ihn wüten, spotten oder ihn stolz ignorieren, und wenn auch 800 Millionen Helden seinen Namen nicht kennen, so ist Christus dennoch ihr König. Er bestimmt unser aller Schicksal und spricht zuletzt das Wort, da- gilt für eine Ewigkeit.
Mein Christ, wie flehst nun du zum Königtum Christi? Gehörst du auch zu jenen törichten Bürgern, die dem König eine Gesandtschaft nachschick- ten mit der Erklärung: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche". Doch der König bemächtigte sich der Herrschaft. und was tat er mit den widerspenstigen Bürgern? Er ließ sie festnehmen und vor seinen Augen niedermachen. (Luk. 19, 14) Nein, zu dieser unvernünftigen Klasse von Menschen wollen wir nicht gehören. Christus ist König auf alle Fälle Entweder erkennst du ihn an; dann ist er dein König zu deinem Heil, zu deinem zeitlichen und ewigen Glück; oder du erkennst ihn nicht an und kündigst ihm den Gehorsam; auch in diesem Fall ist er dein König — aber zu deinem Verderben, zu deinem zeitlichen und ewigen Unglück.
Mein lieber, katholischer Christ. Schließe dich Christus an. Sein Regierungsprogramm sind die 10 Gebote. Er ist ja nicht gekommen, dieselben aufzuheben, sondern zu erfüllen. Halte die Gebote Gottes, auch wenn kein Schutzmann aufpaßt. Halte das dritte Gebot und besuche den Sonntagsgottesdienst. auch wenn kein Paragraph eines Staatsgesetzes dafür besteht. Halte das fünfte Gebot und frevle nicht gegen das Leben und nicht gegen die Lebenskeime, auch wenn das Auge des Staates nicht dazukcinmt. Halte das sechste Gebot; bewahre als Vater und Mutter, als Gatte oder Frau dis eheliche Treue und die Schranken der christlichen