Wochenkalender.
Konntag, 20. Juni. 4. Sonntag nach Pfingsten. Sil- verms, Papst, Mart,f 539.8. Aloisiussonntag. Montag, 21. Juni. Alorsius von Gonzaga, Pa- tron der Jugend, f 1591.
Dstnstag, 22. Juni. Paulinus, Bisch., Bek., f 431. Mittwoch, 83. Juni. Vigil des hl. Johannes de» Läufers. EdiltrudiS.
Donnerstag, 24. Juni. Fest der Geburt des hl. Jo- Hannes d. T.
Freitag, 25. Juni. Wilhelm, Abt, + 1142.
26- J""^ Johannes und Paulus, Mart.,
vierter Sonntag nach Pfingsten.
(Ev. Luk. 5, 1—11.)
ic^\^U' als das Volk Jesu drängte, um baB Wort Gottes zu hören und er am See Genesareth stand, sah er zwei Schiffe am See stehen, die Fischer waren auszesttegen und wuschen ihre Netze. Da trat der Schiffe, welches dem Simon gehörte, bat ihn, von dem Lande etwas abzufahren. Und er setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiffe. Als
A 8U «bet» aufgehört hatte, sprach er zu Simon: hluauS/nn die Tiefe und werfet eure Netze zum 5?%® au3-. Da antwortete Simon und sprach zu ihm: ;^Ser' ,roic baden die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen: aber auf dein Wort will ich das Nek ®u3®ee.fen. Als sie dies getan hatten, fingen sie eine sirotze Menge Fische, so daß ihr Netz zerriß. Und sie F’?£tfe." ‘^6” ^"cchm, bte im andern Schiffe waren, daß sie kommen und ihnen helfen möchten' und sie ÄeT M7 «beide SchisFeiL, Äse beinah "erianten. AIS das Simon Petrus sah, fiel er ^elu Su Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir- denn ich brn ein sündhafter MenschI Denn Staunen hatte k^^^^^^fu und alle, die bei ihm waren über den 8'Wang, den sie gemacht hatten: desgleichen auch den JakobuS , und Johannes, die Sohns des KebeüäuS welche Simons Gesellen waren. Und Jesus sprach zu §?^on: Fürchte Lich nicht, von nun an wirst du Menschen fangen! Und sie führten ihre Schiffe an's Land, verließen alles, und folgten ihm nach
Die dringliche Einladung.
reimal stand ich schon am Grabe
Mes heiligen Jünglings, dessen Andenken wir morgen begehen, des hl. Aloisius. Wie ein Magnet zieht er die Herzen mit unwide--- r .stehlicher Gewalt an. Ich konnte
lisch? Gemüt^d^^b! 'Lse^3 weltentrückte, himm- firmwAr mut "^^ #• Aloisius. Sen Herz war im nen Schatz den S s ^I Engel erblickte er sei- land imd ELk ^m^r Heerscharen, unsern Hei- Erden hat er ^ Ehristus. Doch auch auf Simmel war be& L^el gehabt; sein oer ^r^land m Sakrament, fein Him-
msl war das hl. Meßopfer, sein Himmel war die hl. Kommunion, die er jeden Sonntag und öfter ° m der Woche empfing. An Aloisius hat sich be- , währt das Wort, das der hl. Augustin dem Heiland in den Mund legt: „Ich bin das Brot der Großen". . Jo, Aloisius war groß geworden durch die Him- ■ melsspeife, durch das Altarfakrament, durch die hl.
Kommunion.
Und steh, zu diesem großen Mahle, zu dieser Speise der Großen ergeht auch an dich Tag für . Tag dringliche Einladung von feiten deiner Mutter, der hl. katholischen Kirche. Das geschieht bei der hl. Messe in den Gebeten und Zeremonien, die heute an die Reihe kommen.
Das „Nobis quoque peccatoribus", mit dem ich die letzte Lesung beschlossen, schließt mit der besann» ten Beziehung auf den Heiland: „Durch Christum, unsern Herrn". Daran reiht sich zunächst ein Se- gen über die hl. Gestalten, wobei der Priester drei Kreuze über Hostte und Kelch beschreibt: „Durch den Du, o Herr, immerdar alles erschaffst, f heiligst, t belebst, f segnest und gewährst".
Früher wurde dieser Segen gleichzeitig über die Opfergaben gesprochen, welche die Gläubigen mit- gebracht hatten. Daher komrnt der Brauch, daß heute noch die Bischöfe an dieser Stelle jeweils am Gründonnerstag die hl. Oele weihen.
Jetzt beginnt die Ueberleitung von der Wandlung zur Kommunion. Jetzt ergeht in einer sinnvollen Zermonie die dringliche Einladung zum Trsche des Herrn. Der Priester nimmt die hl. Hostie in die Rechte, beschreibt mit den ehrwürdigen Gestatten dreimal ein Kreuz von einem Rand des Kelches zum andern und zweimal ein Kreuz zwi- chen dem Kelch und seiner eigenen Brust mit den Worten: f durch ihn f und mit ihm f und in ihm F himmlischer Vater t in der Einheit des "^^ Ehre und Herrlichkeit". Bei den letzten Worten hebt er mit der Linken den Kelch, mit der Rechten die hl. Hostie etwas in die Höhe: das ist die sogenannte „kleine Erhebung" im Gegen- "« "Ir°ß^ Erhebung" bei der Wandlung. Durch diese Erhebung sollen die Gläubigen aufmerksam gemacht werden auf den Leib und das Wut des Herrn unb zum Empfang derselben ein- gelaben werden. Deutlicher war diese Einladung m früheren Zeiten, wo diese Erhebung weit größer war, über den Kopf des Priesters hinaus, wobei der Diakon die Worte ins Volk rief:
„Sancta Sanctis": „Das Heilige den Heiligen!" Was wollte er damit sagen? Daß die Gläubigen ich rüsten sollen, benjenigen zu empfangen, der nach r ^' $aulus ^heilig ist und un- beflet.t und abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel", denjenigen der gesagt hat, m ^os Hèklige nicht den Hunden hinwerfen und die Perle nicht den Schweinen". Die Gläu-- bigen sollten ermahnt werden, den Ratschlag des Apostels zu befolgen, „euch selbst zu prüfen unbl
6t. NWth-Mt Religiöses Wochenblatt
für die kakholischen Gemeinden Kassels.
Lrschelnt jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A 35 Äoldpfenalg B 40 Goldpfennig (freibl.) RedaMons- !chluß Montag. Anzelgen-Preise: Colonelzeile im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklametell 0,ö0 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerel in Fulda sein.
—1 Druck und Benag tat F-ld« ScHentauifetei. —.
so erst zu essen von diesem Brote und zu trinken aus -diesem Kelche".
Zu dieser Einladung gesellt sich eine zweite: das „Vaterunser". Im Sinne der Kirche ist dieses Gebet des Herrn eine Einladung und Vorbereitung zur kst. Kommunion. Erkenne, mein Christ, welche Wertschätzung die Kirche dem „Vater unser" ent- gegenbringt, indem sie ihm bei jeder hl. Messe eine so bevorzugte Stelle e'inräumt. Dazu kommt, daß dieses Gebet bei einem Amt gesungen und jedesmal mit einer ergreifenden Einleitung versehen wird. Die Einleitung hat folgenden Wortlaut: „Lasset uns beten. Durch heilsame Vorschriften ermahnt und durch göttttche Unterweisung angeleitet, wagen wir zu sprechen". Somtt betrachtet die Kirche es als „Wagnis", jenes Gebet in den Mund zu nehmen, welches aus dem Herzen des Hsllandes strömte, welches von feinen gebenedeiten Lippen floß, mit welchem wir den unendlich großen, starken Gott „Vater" nennen.
Es folgt nun das Vaterunser selbst mit bet Anrede und sieben Bitten:
„Vater unser, der du bist in dem Himmel!
1. Geheiligt werde dein Name.
2. Zukomme uns dein Reich.
3. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden.
4. Unser tägliches Brot gibt uns heute.
5. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigem.
6. Und führe uns nicht in Versuchung.
7. Sondem erlöse uns von dem Uebel. Amen.*
Zm Erklärung und Erweiterung der letzten Bitte wird noch folgendes Gebet angefügt: „Erlöse uns, o Herr, auf unsere Bitten von allen Uebeln, )en vergangenen, den gegenwärtigen und den zu- ünftigen, und auf die Fürbitte der seligen, allzeit jungfräulichen Gottesgebärerin Maria, wie auch deiner hl. Aposteln Petrus und Paulus, auch des Andreas und aller Heiligen, gib gnädig Frieden in unseren Tagen, daß wir durch deine gnädige Hilfe allzeit von Sünden frei und vor jeder Störung sicher eien." —
Erwäge, mein Christ, daß die Kirche die vierte Bitte fast ausschließlich vom „Himmelsbrot", von der „Seelenspeise", von der hl. Kommunion versteht und jedesmal durch das „Vaterunser" die Gläubigen emladet zum Tische des Herm. Wer also zur hl. Messe geht, ist auch eingeladen zur hl. Kommunion. l)pfer unb Speise gehören zusammen. Voraus- etzung ist Stand der Gnade und reine Meinung. Gehst du täglich zur Kommunion, so behalte diese Sitte standhaft bei; gehst du selten, so lasse bitten, ifter zu gehen. „Wie glücklich bin ich", schrieb mir üngst ein früheres Pfarrkind, „daß Sie mich ge< lehrt haben, die hl, Kommunion täglich zu empfam sem Der Burgpfarrer, /