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Nasfel, den 50. Mai (926

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Religiöses Wochenblatt

für die katholischen Gemeinden Kassels.

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe ^ ZS Goldpfennig 3 40 Soldpfennig (fceibl.) Redaktions­schluß Montag. Anzeigen-Preise: Colonelzelle im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Reklameteil S,ö0 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen jpâtestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei In Fulda sein.

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Wochenkalender.

Sonntag, 30. Mai. Festder allerheiligsten Drei, faltigkeit. Quartalskollekte für das Prresterseminar. 3. Aloysius-Sonntag.

Montag, 31. Mai. Angela Merici, Jgfr., Stifterin der Utfulinen, f 1540. Petronilla, Jgfr.

Dienstag, 1, Juni. Vom Tage. BeginndesSerz» Jesu. Monats.

Mittwoch, 2. Juni. Marzellin usw., Mart., f 304.

Donnerstag, 3. Juni. Fest des hochhl. Fronleich, nams Christi.

Freitag, 4. Juni. Herz. Jesu. Freitag. Franzis- kus Caracciolo, Bek, f 1608.

.Samstag, ö. Juni. Bonifatius, Mart., Apostel der Deutschen, erster Patron der Diözese Fulda, f 755.

Das §est der hlgft. Dreifaltigkeit.

(Evang. Matth. 28, 1820.)

. I" IIuer Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Mir alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin, und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiirgen Geistes; und lehret sie alles halten, was ich euch befohlen habe: und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an's Ende der Welt.

Die geheimnisvolle Quelle.

es Stromes Anprall erfreut die Stadt Gottes, schreibt der Psalmist. Siehst du diesenStrom" dahin- brausen am bevorstehenden Fron- leichnamsfesi? Den Strom der - .i^, Gebete und Gesänge, den Strom der Geistlichen und Gläubigen, die dem Heiland das Geleite geben, den Strom der Anbetung und des Lobes, den Strom der Freude und des Jubels über den gütigen Gott, der unter uns weilt im Schleier der Gestalten?

Welches ist aber die unversiegliche, geheimnisvolle Quelle dieses Stromes? Das ist das hl. Opfer, das ist insbesondere des Opfers Höhepunkt, die hl. Wandlung.

Betrachten wir heute die Vorbereitung zur Wandlung und die Wandlung selbst in ihren Ge­beten, Zeremonien und Wirkungen.

Nachdem dasSanctus" verhallt ist, nahen w-r uns mit zagender Ehrfurcht dem Kanon, jenem feststehenden Gebettext, der auf altehrwürdige Zei-

ia bis zu den Aposteln und bis zum Munde Christi zurückreicht. Das erste Gebet enthält eine Wiederholung des Opfergedankens:Dich also, mildester Vater, bitten wir durch Jesus Christus,

Sohn, unsern Herrn, in tiefster Demut und L~en daß du wohlgefällig ansehen und feg= ? W|]tieft diese Gaben, diese Geschenke, diese he'i- unbefiecften Opfer, die wir darbringen: zu-

Kirche, die du auf Demi ganzen Erdkreis in Frieden bewahren, beschütten.!

vereinigen und regieren wollest zugleich mit deinem Diener, unserm Papste Pius und unserm Bischof N. und allen Rechtgläubigen und Pflegern des katholischen und apostolischen Glaubens."

Das zweite Gebot ist dasGeständnis" oder Memento" der Lebendigen:Gedenke, o Herr, deiner Diener und Dienerinnen N. N. und aller Anwesenden, deren Glaube und Andacht dir bekannt ist, für welche wir dir das Opfer darbringen oder welche dir diese Gaben des Lobes für sich und oll die ihrigen zur Rettung chrer Seelen, für die Hoff­nung ihres Heiles und ihrer Wohlfahrt, und dir, dem ewigen, lebendigen und wahren Gott, chre Ge­löbnisse entrichten".

Das nächste Gebet ist eine mystische Verbindung mit einer Anzahl der auserlesensten Heiligen"Ge- meinschaftlich ehren wir das Gedächtnis vor allem der glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, unsers Herrn Jesus ChrPus, aber auch deiner heiligen Apostel und Märtyrer: des Petrus und Paulus, Andreas, Jakobus, Johannes, Thomas, Jakobus, Philippus, Bartholomäus, Ma­thäus, Simon und Thaddäus, Linus, Kletus, Tystus, Kornelius, Cyprianus, Laurentius, Chrysogonus, Johannes und Paulus, Kosmas und aller deiner Heiligen. Durch ihre Verdienste und Fürbitte ver­leihe uns, daß wir in allem durch de'men hilfreiche^ Schutz bewahrt werden".

Die beiden folgenden Gebete sind eine Steigerung des Opfergedankens und ein letzter Aufstieg zur Höhe des Mysteriums:

So nimm denn, o Herr, dies Opfer von uns, deiner Dienerschaft, sowie von deiner ganzen Fa­milie gnädig auf, leite unsere Tage in deinem Frie­den und laß uns vor der ewigen Verdammnis be­wahrt und deinen Auserwählten zugesellt werden. Durch Christum, unsern Herrn. Amen. Diese Opfergabe segne du, o Herr, in jeder Hinsicht, mache sie ganz und gar vollwürdig, giltig, sachgemäß und annehmbar, damit sie uns werde der Leib und das Blut deines geliebtesten Sohnes, unsers Herrn Jesus Christus".

Nun folgt die eigentliche Wandlung, die zunächst eine Erzählung über die Einsetzung der hl. Eucha- ristte, von solcher Einfachheit und Größe, daß uns ein Schauder ergreift:

Der am Vorabend seines Leidens Brot in feine Reisigen und ehrwürdigen Hände nahm, die Augen zum Himmel erhob zu dir, o Gott, feinem allmäch- ngen Vater, dir dankte, es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: nehmet hin und esset alle davon:

Denn dies ist mein Leib.

Aehnlicherweise nahm er nach dem Abendmahl auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände: dir ingleichen danksagend seg­nete er ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: nehmet hin und trinket alle daraus:

Denn dies ist derKelch meinesBlu- oeimutten. Ik e G desneusnundttas am in an St ii n h a «

das Geheimnis des Glaubens, das für euch und für viele wird vergossen werden zur Vergebung der Sünden. Dies tut zu meinem Andenken!"

Die Z e r e m o n ie n, die der Priester in dieser Erzählung beschreibt, macht er auch und setzt da- mit sich dieselbe zu eigen.

Bei den Worten: er nahm Brot in seine hl. und ehrwürdigen Hände, nimmt der Priester die Hostie in seine geweihten Finger, die er vorher nochmals auf dem Korporale abstreift. Bei den Worten: er erhob sein« Äugen zum Himmel, blickt der Priester himmelwärts. Das Wortsegnete" begleitet er mit einem KrenUeichen. Aehnlich geschieht es bei der Konsekration des Weines. Es ist als ob der Priester mit dem Heiland sich identifizierte, als ob er mit dem Heiland ein und dieselbe Person wäre, als würde feine Persönlichkeit für einen Augenblick auf­gehoben und in die Person des Heilandes verwon- delt. Am stärksten kommt dieser Gedanke zum Aus­druck in den eigentlichen Wandlungsworten. Du hast wohl selbst die auffallende Bemerkung gemacht, daß der Priester nicht etwa sagt: dies ist Christi Leib; sondern was sagt er?---Dies ist mein Leib"; und nichtdas ist Christi Blut, sondern das ist der Kelch meines Blutes". Mithin ha­ben wir eine doppelte Wandlung: zuerst wird der Priester gleichsam in den Heiland verwandelt, und daraus verwandelt der Priester das Brot in des Heilands Leib und den Wein in dessen Blut.

Verdoppeln wir bei der hl. Wandlung unsern Glauben, unsere Aufmerksamkeit, unsere Ehrfurcht, unsere Liebe, damit aus dieser geheimnisvollen Quelle der hl. Eucharistie Ströme der Gnade in un­ser Herz fließen.

Der Burgpfarrer.

Huartalkollekte.

, Ein gläubiges Volk weiß, daß die Heranbildung einer für die stets sich mehrenden Aufgaben der Seelsorge hinreichenden Seelsorgsgeistlichkeit eine Angelegenheit der Diözese, ein Anliegen des gan­zen Volkes ist, nicht bloß der Eltern der Studenten. Kann es darum etwas Verkehrteres und Unüber­legteres geben, als bei Verkündigung einer Kollekte für arme Theologen zu denken oder zu sagen: Wer kein Geld hat, soll nicht studieren" oder wenn ich kein Geld dazu hätte, würde ich eben meinen Sohn nicht studieren lassen" wenn man damit vielleicht gerade die würdigsten Knabenaus­schließt und hindert, das Ziel des Priesterberufes zu erreichen! Es war immer ein Ruhmestitel der katholischen Kirche, daß sie ihre Priester aus allen Ständen erhält, daß sie auch Söhne aus ärmsten undkleinsten", aber soliden Familien den Weg zum Priestertum bahnt und offen hält, daß sie den Priesterberuf nicht von der Größe des Vermögens abhängig werden lassen will. Es wäre unsäglich traurig und das Volk hätte selbst den nrnü+an fSrfinhan hnltnn mann h/»a (XfaiShtm »un