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Religiöses Wochenblakk

für die katholischen Gemeinden Kassels.

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe A35 Doldpjennig 3 40 Dotdpfennig (freibl.) Redakttons- ichluß Montag. Anzetgen-Preise: Tolonelzetl» im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Colonelzeile im Setlameteil 0,60 Goldmarkt Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Dff.«3eb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein.

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M Kassel, den 16. Mal ,926

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Sechster Sonntag nach Ostern.

(Ev. Joh. 15, 26-16, 4.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Tröster kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, derselbe wird von mir Zeugnis geben. Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr vom An- fange bei mir seid. Dieses habe ich zu euch geredet, dam's ihr euch' nickt ärgert. Sie werden euch aus den Synagogen ausstoßen: ja, es kommt die Stunde, daß jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu tun glauben wird. Und das werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Aber ich habe euch dies gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, ihr euch daran ermnwi, bafc ich es euch gesagt habe.

WochenKalender.

Sonntag, 16. Mai. Sonntag in der Oktav von Christi Himmelfahrt. Johannes Nepomuk. Ubaldus, Bisch.

Erster Aloy sius-Sonntag.

Montag, 17. Mai. Paschalis Baylon, f 1592.

Dienstag, 18. Mai. Venantius, Mart.

Mittwoch, 19. Mai. Petrus Cölestinus, Papst, f 1296 Pudentiana, Jgfr., f 159.

Donnerstag, 20. Mai. Oktav des Festes Christi Himmel­fahrt. Bernhardin von Siena, Bek.

Freitag, 21. Mai. Vom Tage.

Samstag, 22. Mai. Vigil des Pfingstfestes. Vigil fast tag.

i satz, der aber die Seele in ihren Tiefen ergreift. Mozart soll gesagt haben, daß er seinen ganzen Ruhm als Komponist daran gebe, für den Fall, daß er der Komponist auch nur einer einzigen Prä­fation wäre. Die präfation ist ein wunderschönes Blumenbeet, das feine Form und Gestalt in der Hauptsache das ganze Jahr über behält, aber doch zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Festen mit neuen Blumen sich schmückt. Während das Satramentarium Leoninum" 267, dasGrego- nanum" über 100 Präfationen zählt, finden wir im heutigenRömischen Meßbuch" nur deren 13, nämlich 1. die Präfation von Weihnachten, 2. von Drei­könig, 3. der Fastenzeit, 4. der Passionszeit, 5. von Ostern, 6. von Christi Himmelfahrt, 7. von Pfingsten, 8. von Dreifaltigkeit, 9. von der Mutter Gottes, 10. vom hl. Joseph, 11. von den Aposteln, 12. von den armen Seelen, 13. von den gewöhn-

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Gute Keserin, gabst Du schon Deine Spende für die

FrauensriedtMirche

Schlimmste Diasporanot vieler Tausende Deiner Glaubensbrüder und Schwestern und die Seelen der Gefallenen des Weltkrieges er­warten Deinen Baustein.

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lichen Werktagen, die immer dann genommen wird, wenn keine spezielle vorgesehen ist.

Als Probe will ich wenigstens eine Präfation mit­teilen, und zwar die von Christi Himmelfahrt, die vom Tag der Himmelfahrt bis Pfingsten genom­men wird, also auch am heutigen Sonntag:

Wahrhaft würdig und gerecht ist es, geziemend und heilsam, daß wir dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, durch Christum unseren Herrn. Er ist nach seiner Auferstehung allen feinen Jüngern erschienen und vor ihren Augen zum Himmel gefahren, um uns seiner Gottheit teilhaftig zu machen; und darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln mit den Thronen und Herrschaften und mit der ganzen Schar des Himmelsheeres ein Lied deiner Herrlichkeit, in­dem wir ohne Ende rufen: Heilig, heilig, heilig, ist der Herr, Gott Sabaoth."

Danksagung ist also das große Thema der Prä­fation. Wenn schon die Menschen sagt der hl. Johannes Chrysostomus Wert darauf legen, daß man für erhaltene Wohltaten sich bedankt, ziemt sich dann nicht um so mehr Danksagung Gott g

Sursum corda!

achen wir eine Fahrt oder Wande­rung und erblicken einen Berg, so erheben wir unwillkürlich die Augen und lassen sie emporschwei­fen zum Gipfel.

Auch die hl. Messe möchte ich

eine Wanderung nennen, eine Wanderung durch die Geheimnisse des Lebens und Leidens Jesu, eine Wanderung in das Reich der Gnade und Liebe.

In der Erklärung der hl. Messe sind wir nun bis dahin vorgedrungen, wo schon der Gipfel der hl. Geheimnisse groß und herrlich hervorragt. Das ist die hl. Wandlung. Muß da nicht Auge und Herz sich erheben in froher Begeisterung und mit­reißendem Schwung?

Siehe, christliche Seele, das geschieht in der Prä- fation, die an der Spitze das Motto trägt:

Sursum corda!

$immelmärts die Herzen!" Dem Namen nach ist die Präfation einVorwort" oderBorspruch" zum erhabenen Augenblick der Wandlung; dem Inhalt nach eine Danksagung voll Innigkeit und Salbung; oer Form nach ein poetischer Erguß voll Schönheit nnd Anmut. Bei einem Amte wird die Präfation nom Priester gesungen in einfachem, schlichtem Chor-

genüber, der uns mit Gnaden und Gaben überhäuft, und der nur aus dem Grund unsere Dankbarkeit begehrt, um uns neue Wohltaten spenden zu kön­nen?

Allzeit sollen wir Gott danken: des Morgens für dir Wohltat der Nachtruhe und eines neuen Tages; des Abends für alle Guttaten, die wir des Tages über aus der Hand Gottes empfangen haben; vor und nach dem Essen für Speise und Trank; nach der Beicht für das Glück der Sünden­vergebung; nach der hl. Kommunion für den Leib des Herrn, der alle Geschenke des Himmels und der Erde übertrifft; Dank sagen nicht bloß in Freuden und Ueberfluß, sondern auch in Leiden und Prü­fungen. Als der hl. Paskal, dessen Andenken die Kirche morgen begeht, auf einer Reise von seinem Kloster zu Balenzia nach Paris von den Hugenotten überfallen wurde, dankte er Gott und frohlockte, daß er wegen seines Glaubens und wegen feines Ordensgewandes Schmach und Unbilden erleiden durfte. Sprich also auch du während des Tages bei jeder Gelegenheit das Wort: Deo gratias Goti sei Dank.

Undüberall" sollen wir danken; nicht bloß in der Kirche, sondern auch zu Hause, in unseren Woh­nungen, in unserem Schlafzimmer, in unserem Ar­beitszimmer, in unserem Büro, in unserer Werkstatt, in unserer Fabrik, bei unseren Gängen und bei un­serem Aufenthalt in Feld und Wald, in Berg und Tal. Ja mitten im Gewühl einer Großstadt kannst du dein Herz zu Gott erheben wie jener Fahrer, der gesagt hat: wenn ich vorn in der Elektrischen stehe, die Kurbel in der Hand, im Angesicht der sich stauenden Passanten und Fuhrwerke, dann kann ich am besten beten. .

Und der besondere Grund der Danksagung in der heutigen Präfation? Die Verherrlichung des Heilandes in feiner Auferstehung, in seinen Erschei­nungen, in seiner Himmelsahrt. Dort oben sitzt er nun zur Rechten des Vaters und wartet auf den Tag, wo er unsfeiner Gottheit teilhaftig" machen will. Nein; es will der Heiland seine Herrlichkeit, seine Glorie, seine Freuden nicht für sich behalten, sondern alles mit uns teilen. Freue dich auf die­sen Tag und bereite ihn vor durch ein wahrhaft christliches Leben.Sursum corda" himmel­wärts die Herzen! Dorthin, wo wir einst ewig mit Christus herrschen und uns freuen sollen. Drum fürchte nicht die Anstrengungen der Tugend, nicht die Bitterkeit der Armut, nicht die Schmerzen de: Krankheit, sondern an die Worte des Liedes:

O frommer Christ vergiß, es nie:

Zum Himmel sollst du trachten;

Und was dir Leids gescheh' allhie Des sollst du ewig achten.

Der Burgpsarrsr,