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tt.Nottenburger Zeitung" s-yon am Z7. wvim^ran* srnden. Ein Teil der Neugeweihten wird schva um die Mitte März, also noch in der Fastenzeit, eingestellt werden.

Württemberg. Die Einwohnerzahl des Landes Würt- lemberg ist jetzt 2,58 Millionen. Davon sind 1720 000 Protestanten, 800 000 Katholiken, 10 852 Luden und 50 000 Sonstige. Die Katholiken, die im Lahre 1805 29,8 Prozent der Eesamteinwohnerzahl ausmachten, sind auf 30,8 Prozent gestiegen.

Baden. Pfarrer a. D. Joseph Münch in Mingols- Heiny der Senior der Geistlichkeit in der Erzdiözese Freiburg, feiert am 9. Januar d. I. in staunenswerter körperlicher und geistiger Frische seinen 95. Geburtstag.

München. Der päpstliche Nuntius Vasalio di Torre- grossa hat dem Ersten Bürgermeister Münchens Schar- nagl das Dekret über seine Ernennung zmn Komms n- Vatore des Silvesterordens überreicht. In dem Dekret ist auf die hervorragende Wirksamkeit des Bürger­meisters Scharnagl besonders als des langjährigen Vor­sitzenden des Kartells katholischer bürgerlicher Vereine hingewiesen.

Trier. Jin Jahre 1926 können 40 Priester der Diö­zese Trier ihr silbernes und 9 ihr goldenes Priesterjubi­läum feiern.

Recklinghausen. Der kath. Akadeinikerverband hielt hier zwischen den Jahren eine Sondertagung ab. Bon den Rednern seien genannt: Prof. Switalski-Brauns- berg, Prof. Paul Simon-Tübingen, Privatdozent Dr. Schneider-Köln. Den würdigen Abschluß der Tagung bildete ein Konzert des Kölner Domchores.

Osnabrück. Das Bistum Osnabrück hat nach dem soeben im Berlage der Buchhandlung Pillmeyer (Jon­scher) erschienen Direktorium für 1926 in 12 Dekaraten und 121 Pfarren insgesamt 236 739 Katholiken mit 339 Priestern in der Diözese und 119 in den norddeutschen Missionen. Die Zahl der Katholiken in letzteren beifügt etwa 162 697.

Berlin. Als im vorigen Jahre in manchen Gebie­ten Mittel- und Ostdeutschlands eine gewaltige Raupen­plage herrschte, der unter anderem ganze Waldgebiete zum Opfer fielen, wandte sich ein Förster an den be­rühmten Jesuitenpater Wasmann. Es gelang, durch Ansiedlung von Ameisen, welche die Raupen vernichten, den Wald zu retten. So dieDossische Zeitung". Es tut wohl, heute durch eine liberale Zeitung das Lob des gefeierten Jefuttengelehrten Pater Erich Wasmann sin­gen zu hören.

Hamburg. Zum Prozeß des Kardinals v. Faul­haber gegen den Schriftsteller Huppertz wird von infor­mierter Seite mitgeteilt, daß feit dem 4. November, dem letzten Termin vor der Strafkammer des Hamburger Landgerichts, weder seitens des' Angeklagten noch seitens des Landgerichts irgendwelche Schritte erfolgt sind. Dem Angeklagten Huppertz wurde bekanntlich In der genann­ten Sitzung auferlegt, die Adressen seiner »Kronzeu­gen", die in Ermanglung feiner Beweismöglichkeit für ihn denLandesverrat der Kardinäle" bekunden sollen, umgehend" namhaft zu machen. Damit scheint er es allerdings wohl wegen feines schlechten Gewissens nicht eilig zu haben, obwohl es sich in der Hauptsache um sehr bekannte Namen handelt. Bis jetzt ist infolge- dessen noch keine Zeugenvernehmung erfolgt. Wir Ka­tholiken haben ein außerordentlich starkes Interesse da­ran, daß das Verfahren schnell vorwärts fommt, dainit den billigen Forderungen von Recht und Gerechtigkeit Genüge getan und die Ehre zweier hervorragender Kir- chsnfürsten durch Urteilsspruch verdienten Schutz erhal- ten. (Nachrichtenblatt für die kathol. Gemeinden Ham­burgs.)

Braunsberg i. Ostpr. Crmland, die nordöstlichste Diözese Deutschlands, hat jetzt 357 Wett- und 30 Ordens­priester. Das Priesterseminar in Braunsberg zählt 35 Zöglinge. Die Pallottiner haben dis Leitung der bei­den Gymnasialkonvikte in Braunsberg und Rössel über­nommen. Der Bischof von Ermland verwaltet zugleich die Apostolisch« Administratur Pomesanien (deutsch ge­bliebener Teil des Bistums Kulm östlich des polnischen Korridors).

Freiburg (Schweiz). Der o. Professor für römisches Recht an der hiesigen Universität, Dr. Max Gutzwiller, hat einen Ruf an die Universität Heidelberg als Nach­folger Endemanns erhalten. Gutzwiller, ein geborener Basler, studiert« in Donn als Schüler Zitelmanns und stand dann im diplomatischen Dienst der Schweiz. 1921 mürbe er Extraordinarius in Freiburg (Schweiz) als Nachfolger von Prof. Tuor. Drei Jahre später erhielt er die Ernennung zum Ordinarius. Seine Veröffent- nchungen betreffen römisches, vergleichendes und inter­nationales Privatrecht.

Hecheln (Belgien). Am Dienstag, 29. Dezember, mußte sich der Erzbischof von Mecheln, Kardinal Mer- Magenoperation unterziehen. Die Operation i glücklich verlaufen. Schon wenige Stunden nachher n°n Patient fieberfrei und sein Befinden zufriedey-

DkNßei. In Tätern iuzo unro m mruger eine in­ternationale Tagung katholischer Schuünänner abgehal­ten werden. Die vorbereiterrde Kommission soll dieser Tage in Düsseldorf zusammentreten. Aus der Tagung wird man kirchenfeindliche Schulgesetze und kirchen- feindliche Verein«, ihre Methoden und chre Erfolge be­handeln und Maßregeln dagegen besprechen. Man hofft, auf dieser katholischen internationalen Tagung eine große internationale mW kmlfessionelle Schulbewe- gung zu eittwickeln.

Litauen. Nach zweijähriger Bautätigkett ist nun das vom ehemaligen russifch-schismattschen Bischof be- wohnte alte Kloster in unserer Hauptstadt Kaunas (Somno), das dieser Bischof bei seiner Flucht aus der Stadt hatte in Brand stecken laßen, mit vielem Kosten­aufwand wieder hergerichtet worden. Der Hl. Vater selber hatte eine halbe Million Lire beigesteuert und der katholische Bischof in Kaunas und die Geistlichkeit wetteiferten mit der Wohltätigkeit der Bevölkerung, um für die neue Niederlassung der Gesellschaft Jesu eine würdige Heimstätte zu schaffen Run ist diese unlängst von Msgr. Kareviccius, Bischof von Samogizien, hn Beisein des päpstlichen Delegaten, Msgr. Faidutti, des Kultusministers unb weiterer kirchlicher und bürgerlicher Autoritäten feierlich eingeweiht worden. Der große Bau beherbergt nun ein Gymnasium mit Internat, dem Rektor Pater Kipp vorsteht.

Jerusalem. Am 8. Dezember fand in Sarba, einem an der syrischen Meeresküste drei Stunden nördlich von Beirut gelegenen Kloster der griechisch-katholischen Mönche, die ihren Namen von dem Gründungsorte Aleppo führen, die Wahl eines neuen Patriarchen der unierten Griechen statt. Ms gewählt ging aus der Urne hervor der bisherig« Erzbischof von Zahle im Libanon, Cyrillus Moughabghab. Der Gewählte stammt aus dem Libanon und ist am 10. November 1855 in Ain Zhelta, einem Dorfe nordöstlich von De!r-el-Kamr, ge­boren. Die Studien machte er als Zögling des Colle- gium Athanasianum an der Propaganda in Rom.

Das Deuedikimerinnenkloster zu Fulda kann am 10. Januar auf eine BOOjäbrige Vergangenheit zurückblicken. Unter dem Fürstabt Johann Bern­hard Schenk zu Schweinsberg kamen am 10. Ja­nuar 1626 die 4 Gründerinnen vom Kloster Zella (Cichsfeld) in die Bonifatiusstadt. Die äußere Feier des Jubiläums ist für den Spätsommer die­ses Jahres geplant.

Der kalh. MannergesangvereinlUinftibia in Fulda begeht am 10. Januar den Tag seines 50- jährigen Bestehens. Der um die kath. Sache Ful­das hochverdiente Verein, in schwerer Kulturkampf­zeit, als das Priesterseminar unter dem Zwang staatlicher Gesetze leer stand, als Domchor gegrün­det, ist einer der leistungsfähigsten Chöre unserer hessischen Heimat. Wir wünschen ihm zu seinem Jubelfest herzlichst Glück und zu seinem Jubel­konzert am Sonntag abend ein volles Haus.

Die Fuldaer Zeitung bietet allen ihren Lesern in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder ihren allseitig geschützten Wandkalender als Gratis­beilage. Das Blatt, das einst in schwerster Kultur- kampfszeit entstand, ist jetzt in den 53. Jahrgang eingetreten. Wir empfehlen allen Lesern des Bonifatiusboten, neben und mit dem religiösen Sonntagsblatt auch diese katholische Tageszeitung zu halten.

Marbach. Hier gab es 1925: 21 Taufen, und zwar 12 Knaben und 9 Mädchen, ferner 4 Trauungen und einen Todesfall, ein Kind. Dies ist bei einem Dorf von fast 600 Seelen eine Seltenheit. In Bernhards starb ein Mann und wurden geboren ein Knabe und ein Mädchen. In Dammersbach wurden 2 Knaben und 7 Mädchen geboren. Es kamen keine Trauung und 6 Todesfälle bot; zwei Personen starben plötzlich. Auch in Rückers (Krs. Hünfeld) starb einer von den zwei Toten eines jähen Todes. Geboren wurden dort 4 Knaben unb 2 Mädchen.

Böckels. Der Rechner Joseph Bech, hier, der vor kurzem sein 25 jähriges Jubiläum als Ge­meind erschner feiern konnte, kann mich aus eine 25 jährige Tätigkeit als Rechner der Böckelser Spar- und Darlehnskasse zurückblicken. Ihm ging aus diesem Anlaß vom Raiffeisenverband Kassel ein künstlerisches Diplom zu. Nicht unerwähnt sei, daß Herr Bech bereits 40 Jahre der Pflichtfeuerwehr angehört und über 15 Jahre das Amt als Orts­brandmeister für den Bezirk Böckels-Rex verwaltete.

= Kommerz (Krs. Fulda). Vom 27. Dezember bis 3. Januar fand hier eine Missionserneue­rung statt, die von dm Franziskanermissionaren

rp. Jepyyrin nun rp. ^oyrmnes getju um Ttnuvr. ^t» in der vergangenen Woche die Arbeit am Kali­werk und in den Fabriken vollständig ruhte, so war die Zeit für diese Veranstaltung sehr günstig. Jn- folgedessm war auch die Beteiligung außerordent­lich gut. Dreimal täglich war unser Gotteshaus bis aus den letzten Platz gefüllt und mit gespannter Aufmerksamkeit lauschten alle den ergreifenden Predigten der Missionare. Es kam uns wieder so recht zum Bewußtsein, daß die Religion allein den Menschen wahrhaft glücklich machen kann. Möge diese religiöse Erneuerung, die uns aufs Neue für unsern heiligen Glauben begeistert hat, reiche Früchte bringen!

Hauswurz. Die hiesige Schule veranstaltet« am Neujahrstage einen Elternabend, der einen schönen Verlauf nahm. Der PsalmHerr, unser Gott" versetzte die Zuhörer sofort in die erforder­liche Aufnahmefähigkeit. Den Höhepunkt des Abends bildeten 2 TheaterstückeDer Mutter Bild" und Rotkäppchens Weihnacht". Die Schüler erledigten mit Innigkeit und großem, dramatischen Geschick ihre Aufgabe und hielten die Zuhörer in lautloser Spannung. Einzelgesänge mit Klavierbegleitung fanden besondere Anerkennung. In einem Vortrag Eltern, Schüler Lehrer" wurde an verschiedenen Beispielen gezeigt, wie manche Eltern ost ge­dankenlos und o hn« böse Absicht durch die Er­ziehung ihrer Kinder den hohen Ausgaben der Schule großen Schaden zufügen. In der Schluß- ansprache wies Herr Pfarrer Hahner auf das innige Verhältnis zwischen Schule und Haus hin. Wie bei den früheren öffentlichen Veranstaltungm zeigte dies wiederum die Fülle des Festraumes.

Hojbieber. Unsere Gemeinde, die vor Ueber- schwemmungsgefahr sich nie zu fürchten braucht, hat diesmal auch ihre Wasser not. Unter der Sakristei der Pfarrkirche, im Heiz- und Kohlenkeller, trat am NeujahrStag plötzlich Wasser auf. Man glaubte es zuerst, in Eimern forischafsen zu können. Aber je mehr Wasser hinausgetragen wurde, desto stärker lieferten dieBrunnen der Tiefe" nach. Schließlich wurde das Steigen so stark, daß tagelang zwei Feuerspritzen in Tätigkeit sein mußten, um den Keller auszupumpen. Ohne Erfolg. Gleichzeitig ging man daran, durch einen Kanalschacht das Wasser zum Abfluß zu bringen. Durch 100 aroeiGfreudig« freiwillige Helfer gelang es in 2 Tagen unter den schwierigsten Berhälinissen, einen mehr als 3 Meter tiefen Graben zu ziehen, der bis unter die Sohle des Heizraumss geht und nun das Wasser, das unvermindert aus unerschöpflichen Quellen nach­sprudelt, zum Abfluß bringt.

Dipperz. Am Freitag beging die hiesige Pfarrgemeinde ein seltsames Fest, wie es wohl wenigen Pfarreien in unserer Diözese beschieden ist. Herr Pfarrer Ney ist am 1. Januar 40 Jahre in unserer Gemeinde tätig. Am Morgen hielt er selber in gewohnter Frische und Rüstigkeit Hoch­amt und Festpredigt. Bei Einbruch der Dunkel­heit setzte sich ein Fackelzug nach dem Pfarrhofe in Bewegung, voran die Schuljugend mit Lam­pions, dann die Dipperzer Musikkapelle an der Spitze der Kriegerkameradschaft. Die Schüler er­öffneten den Reigen der Gratulanten mit einem Gedicht und Lied. Der Festredner, Rektor W e r th- Müller, sprach im Namen der Pfarrgemeinde dem Jubilar den Dank aus für fein opferoollea Wirken in den vergangenen vier Jahrzehnten. Des­gleichen gedachte der Redner auch der Mitjubi­larin Frl. Nanny, die den hochw. Herrn Pfarrer in dieser ganzen Zeit so treu gepflegt und dabei noch Zeit gefunden hat, in jeder Familie, wo Not und Elend Einzug hielt, mit Rat und Tat zu hel­fen. Als Geschenk versprach die dankbare Pfarr­gemeinde den Umbau der Orgel, nach deren Herstellung die Dipperzer Pfarrkirche harmonisch und würdig auch im Innern vollendet sein dürfte. Herr L a n d r a t überbrachte die Glückwünsche des Kreises und überreichte den verdienten Jubilaren eine ansehnliche Summe, die als Grundstock für das geplante Schwesternhaus angelegt wurde. Des­gleichen gab auch die Gemeinde zu diesem Zweck eins entsprechende Summe. De Jungfrau­en warteten mit einem schönen Gedicht und Lied ihrem Präses auf, sowie mit einem wertvollen Vs- lum. Nach dein mit einem von einem Dipperzer Handwerker verfaßten Festprolog eingeleiteten Festvorstellung, die vom TheatervereinThalia" gegeben wurde, schloß die erbebende Feier mit einem Dankwort des hochw. Herrn Jubilars.

Großenlafk, Ihrem verstorbenen Pfarrer An­dras Weigand, bereitete dis Pfarrgemeinde mit ihren Filialen am Samstag, den 2. Jan. ein wür­diges Begräbnis. Die Kirche, die im Trauerlicht«-