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Nr. 304

Montag den 30. Dezember 1929

Seite 11

HANDEL UND

WIRTSCHAFT

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Ungünstige Rückwirkung der allgemeinen Wirtschaft.

X Im allgemeinen war die Entwicklung weiter rückläufig, oder das Geschäft lag ganz still. Das Baugewerbe hatte, wie immer in dieser Jahreszeit, keinen nennenswerten Bedarf mehr. Der Absatz an Baukalk litt aber in diesem Jahr auch noch durch die immer größer werdende Geldknappheit. In Hannover liefen jedoch infolge der milden Witterung immer noch Abrufe von Baukalk ein. Auch die Kalksandsteinindustrie rief dort in einzelnen Bezir­ken noch größere Kalkmengen ab, doch war bereits : in der ersten Dezemberhälfte ein Nachlassen zu ver- ; zeichnen. In Mitteldeutschland dagegen schlossen mehrere Kalksandsteinfabriken bereits im November. Der Dezember brachte allgemein ein scharfes Ab- i fallen der Abrufe von feiten des Baugewerbes und / der Kalksandsteinwerke. In Süddeutschland war der Rückgang gemessen an früheren Jahren, bei allen r Berbrauchergruppen (mit Ausnahme der Kalk- j sandsteinfabriken) unverhältnismäßig groß

Auch der Absatz an Düngekalk war der Jahrcs- ! zeit entsprechend still, und zwar noch geringer, als l man angesichts der milden Witterung hätte an- ' nehmen können. In Hannover dagegen war der i Abruf von Düngekalk im November etwas größer i als im Oktober, und im Dezember beinahe um die i Hälfte größer als im November. Auch im Süd- : osten war der Absatz größer als in der gleichen Zeit des Borjahres. Ebenso hat in Süddeutschland s die Landwirtschaft flott abgerufen.

Der Abruf von Industriekalk war im allge- i meinen still. Bei den Eisen- und Stahlwerken ging i er infolge Auftragsmangels bei der Schwerindustrie f weiter zurück. Der Bedarf der chemischen Industrie [ war einigermaßen normal, in Süddeutschland in- | folge des günstigen Wasserstandes sogar recht gut. Stellenweise höher als in der gleichen Zeit des Borjahres. In Ostdeutschland brachte die bis An- ifang Dezember dauernde Kampagne in der Zucker- I inbüftrie eine kleine Belebung des Stückkalkroh- ifteinversandes, die aber nur kurze Zeit dauerte.

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X 3m Laufe des Monats hat weiter ein schar­fer Engagementsabbau stattgefunden, so daß der Bedarf an Reportgeld recht erheblich zurückgegangen ist. Man rechnet mit einer glatten Abwicklung des Zahltages, obwohl teilweise noch recht erhebliche Kursdifferenzen im Vergleich zur letzten Liqui­dation zu verzeichnen sind. Im einzelnen stellen sich die Liquidationskurse wie folgt:

Allg. Dt. Credit 115 (115), Bank f. Brauiâ 134 (136), Barmer Bankv. 115 (117), Bayr. Hyp. 140 (138), Bayr. Vereinsb. 140 (139), Berl. Han- delsges. 168 (175), Comm.- u. Priuatb. 148 (151), Darmst. u. Nat. 224 (232), Deutsche Bank 142 (148), Dresdner Bank 142 (145), AG. f. Verkehrsw. 101 (115), Allg. Lokalbahn 140 (144), Dt. Reichsbahn 86 (86), Hamb.-Amerika 89 (99), Hamb. Hochbahn 66 (70), Hamb.-Süd 165 (160), Hansa-Dampf. 138 (145), Nordd. Lloyd 89 (98), Allg. Kunstzijde 117 (128), AEG. 150 (156), Bayr. Mot. 79 (80), Bem­berg 132 (190), Bergmann 200 (198), Berl. Masch. Schwartzkopff 59 (54), Buderus 58 (61), Char- lottenb. Wasser 91 (90), Comp Hisp. 305 (322), Cont.-Gummi 142 (140), Daimler-Benz 34 (37), Dt. Cont-Gas 142 (155), Dt. Erdöl 89 (89), Dt. Linoleum 222 (232), Dynamit Nobel 79 (80), Elektr. Lief. 156 (158), Elektr. Licht 139 (162), Ess. Steink. 131 (121), Farbenind. 168 (171), Feldmühle 149 (1555), Felten u. Guilleaume 111 (111), Gelsen­kirchen 125 (119), Gesfürel 139 (157), Goldschmidt 60 (61), Hamb. Elektr. 126 (125), Harpener 133 (128), Hoesch 104 (105), Holzmann 81 (81), Hotel- bètr. 136 (144), Ilse 215 (208), Kali Äscherst. 180 (179), Karstadt 128 (125), Klöckner 88 (89), Köln- Neuessen 103 (103), Loewe 139 (158), Mannes­mann 90 (91), Mansfeld 104 (106), Mafchb.-Untern. 37 (40), Metallgef. 112 (112), Miag 119 (118), Mitteld. Stahl 123 (121), Montecatini 52 (53), Nat. Auto 17 (18), Nordd. Wolle 88 (1000), Oberfchl. Eifenbdf. 65 (68), Oberfchl. Koks 90 (93), Orenftein 67 (70), Ostwerke 204 (214), Phönix 99 (97), Poly­phon 243 (260), Rhein. Braunk. 230 (241), Rhein. Elektr. 137 (143), Elektr. Stahl 102 (100), Rhein.- Westf. Elektr. 176 (194), Riebeck Montau 99 (100), Rütgerns 65 (69), Salzdetfurth 310 (303), Schles. Elektr. B. 140 (147), Schles. Zement 156 (160),

Schubert u. Salzer 196 (212), Schuckert 169 (173), Schultheiß 265 (274), Siemens 269 (280), Svenska B. 308 (318), Thür. Gas 117 (151), Transradio 117 (122), Ver. Stahlw. 103 (100), Westeregeln 188 (184), Zellst. Waldhof 175 (180), Otavi 49 (51).

Dividendenabschläge seit der letzten Liquidation: Comp. Hisp. 5,625 M. (20. 12.), Elektr. Licht 9 Proz. (7. 12.), RWE. 9 Proz. (17. 12.).

Bezugsrechtsabschläge seit der letzten Liquidation: Gessürel 1,875 Proz. (24. 12.), Loewe 1,875 Proz. (24. 12.).

GKr-Kivkehmavrt

(Vorbericht.)

Frankfurt a. M., 30. Dez. Auftrieb:

Rinder

140 4, darunter: Ochsen 336, Bullen 58, Kühe 556, Färsen 397; ferner: Kälber 968, Schafe 121, Schweine 3831. Preise: Ochsen o) 5-558, 5094, b) 4549. Bullen a) 5458, b) -5053. Kühe a) 4547, b) 4244, c) 3641, b) 2835. Färsen a) 5558, b) 5054, c) 4549. Kaliber 6) 85 bis 88, c) 8084, b) 7279. Schafe a) 4448, 6) 3843, c) 3237. Schweine b) 8083, c) 8083, b) 8083, e) 7881. Marktverlauf: Rinder ruhig. Uöberstand. Kälber und Schafe mittelmäßig, aus- verkauft. Schweine ruhig, nahezu geräumt.

X Philipp Holzmann A.-G.. Frankfurt a. W. Das Geschäftsjahr 1920 ist durchaus zufrieden­stellend verlaufen. Das Tiefbaugeschäft war int großen und ganzen gut, wenn auch weniger Auf­träge als i. B. eingelaufen waren. Zustatten kam der noch nennenswerte Auftragsbestand aus früherer Zeit, so daß in diesem Zweige die Be­schäftigung befriedigte. Im Hochbau, in dem die Gewinnmargen geringer sind, soll das Sitzdlungs- geschäft allmählich etwas zurückgedrängt werden. Für 1929 ist mit wieder mindestens 7 Prozent Di­vidende zu rechnen. Dabei ist unter dem üblichen Vorbehalt eine mäßige Dividendenerhöhung nicht ausgeschlossen.

X Friedrich Krupp AG. Essen. Die Friedrich Krupp AG., die für das englische und schottische Geschäft bisher durch die Firma Leistikow, Allison L Lyon in London vertreten wurde, nimmt ab 31. Dezember b. I. eine Neuregelung des Betriebes vor. Die Vertretung der Geschäfte in England und 'Schottland sowie für das englische Ausfuhrgeschäft erfolgt zukünftig durch I. F. Melling Ltd. in London.

X Die Hausrat Sachsen G. m. b. h. Zahlung«, unfähig. Die Verwaltung des Unternehmens teilt folgendes mit: Die Hausrat Sachsen GmbH., deren Aufgabe in der Förderung des gemeinnützigen Ab­zahlungswesens besteht, ist durch die wirtschastliche Krise und die Dauererwerbslosigkeit ihrer Abzah- iungskunden in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Das aus dem Frauendank hervorgegangene gemein­nützige Unternehmen hat, um eine gleichmäßige Befriedigung feiner Gläubiger herbeizuführen, sich genötigt gesehen, seine Zahlungen einzustellen und das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beantragen. Die Hausrat Sachsen teilt das Schicksal der anderen deutschen Hausratsgesellschaften, bei denen sich die gleichen Schwierigkeiten ergeben haben. Seitens der Staatlichen und städtischen Stellen find im Gegen­satz zu anderen Gesellschaften in Deutschland die zur Ueberbrückung der augenblicklichen Schwierigkeiten notwendigen Kredite nicht bewilligt worden. Sie Hausratgesellschaft hat in den letzten 12 Jahren ihres Bestehens an etwa 25 000 Kunden Einrich­tungen auf Abzahlung geliefert, von denen 85 Pro­zent Arbeiter und Angestellte, 15 Prozent Mittel­und Unterbeamte waren.

X Aron-Werke Llektrizitäls A.-G. in Berlin.

Die von dem bekannten Physiker Professor Dr. Hermann Aron im Jahre 1884 begründete Fabri» kation von Elektrizitätszählern und Schaltuhren, die von seiner Familie unter Ausdehnung auf Radio-Artikel bisher in einer Anzahl von einzelnen Gesellschaften in Berlin und Schweidnitz betrieben wurden, ist unter dem Namen Aron-Werke, Elek- trizitäts-A.-G. in Berlin in eine A.-G. mit voll eingezahltem Kapital von 8 Mill. RM zusommen- gefaht worden.

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