Nr. 300
Stadt Hamm
-olttik und Goldenes Gonntas
Wohl noch nie hat ein Wahltag so große Menschenmassen auf die Beine gebracht wie der heutige Abstimmungstag zum Volksentscheid. Gewählt wurde in einem riesigen Umfange, allerdings nur zu einem kleinen Teil zwischen Ja oder Nein in den Abstimmungslokalen, sondern in der Hauptsache
Mit Paketen voller Kleinigkeiten heimwärts
unter den Tausend schönen Gaben, die für den Weihnachtstisch in den Schaufenstern und in den Berkaufslokalen ausgebreitet waren. In den Ab- stinnnungslokalen öde Leere und Langeweile, in den Verkaufsläden aber Andrang und Geschäftigkeit. Sie großen Weihnachtseinkäufe waren allerdings in der Hauptsache schon in der Werbewoche getätigt, aber die tausend Kleinigkeiten, die man beinah vergessen hätte, sie wurden gestern noch rasch zu- saminengekauft, auch mancher Christbaum wurde nach Hause geschleppt. Das Wetter zum Einkauf war günstig, doch erreichte der Verkehr nicht die Stärke des vorigen Sonntags. Weihnachten liegt nun vor uns, und nachdem es heute nacht ausgiebig geschneit hat und alles in winterliches Weiß gehüllt ist, ist die rechte Stimmung für das Ehrist- jest da.
«chwsvsv Slutouttkall
In der vergangenen Nacht gegen 11.30 Uhr ereignete sich auf der Frankfurter Landstraße zwi- [d)en Frankfurt und Dörnigheim ein schweres Automobilunglück. Ein Personenkraftwagen, der einem Frankfurter Kaufmann gehört, kam aus noch unge- klârter Ursache aus der Fahrbahn, riß eine Telegraphenstange um und fuhr gegen eine Buche. Der Wagen überschlug sich und stürzte in den Chausseegraben. Im Wagen saßen 2 Herren und eine Dame aus Frankfurt. Der Fahrer wurde aus dem Wagen geschleudet, während die beiden .anderen Insassen eingeklemmt wurden und erst mit Hilfe der Polizei und der Hanauer Sanitätskolonne vom Roten Kreuz befreit werden konnten. Beide sind erheblich verletzt und wurden von der Sanitâtskolonn« ins Frankfurter Städt. Krankenhaus gebracht. Der
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Wil -Mw ^M*"
Roman von Hans Schulze
11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Mit liebenswürdiger Ueberlegenheit behandelte er den um zwanzig Jahre älteren Gatten, der seine trau jetzt mit täppischer Zärtlichkeit stuf seinen 2choß gezogen hatte und nur durch ironische -vchr und geschicktes Ausweichen immer davon abgehalten werden konnte, allerlei kleine Intimitäten Ws seinem Eheleben zum besten zu geben.
Als er dann mit dem Eigensinn der leise ein« setzenden Trunkenheit darauf bestand, daß man zur Feier des Tages unbedingt noch einer Flasche Seit den Hals brechen müsse und schwankenden Schrittes die Szene verlieh, um persönlich in den Keller hinabzusteigen, brach die mühsam gewahrte Fassung der jungen Frau plötzlich zusammen.
In einem kurzen, leidenschaftlichen Bekenntnis riß sie die letzte Hülle von ihrer Seele, wie sie aus der Knechtschaft dieser Gcldehe in ein reineres, freieres Menschentum hinausverlange, gab sie bas ■brama ihres Lebens bis zum bitteren Ende ruch ^ltlas preis. .
. .Sie war bei diesen Worten von ihrem Sessel wfgefprungen und lehnte sich schweratmend gegen ®c» Kamin. .
Auch der Dichter hatte sich erhoben und war ^nz nahe zu ihr herangetreten. .
^ie in einem unentrinnbaren Zwange neigten nch die beiden heißen Gesichter langsam entgegen.
Für die Dauer eines Augenblicks schienen sich ”lc sehnsüchtig geöffneten Lippen zu berühren.
Da knarrte eine Tür.
Die Liebenden schreckten auseinander.
. ?m Hintergrund der Bühne stand der Gatte reitmafftg; drohend, unter jedem Arm eine gold- «ckapsrlte Flasche.
^atte er etwas bemerkt? , ..
Die Spannung auf der Szene war mit gleicher ^«valt aus die Zuschauer übergefprungen, die mit verhaltenem Atem den Eintritt des Ehemannes be- »dachtet hatten. t _
„D«r kam jetzt langsam, mit der Sicherheit platz-
fltonfag den 23. Dezember 1920
dritte leichter Verletzt« konnte in seine Privotwoh- nung nach Frankfurt gebracht werden. Ein Jagdhund, der im Wagen war, wurde getötet. Die Unfallstelle bietet ein schauriges Bild. Der Wagen ist völlig zertümmert und der starke Baum abgerissen. Auch die Hanauer Feuerwehr war zur Hilfeleistung ausgerückt.
Wie wir hören, gibt der Fahrer an, daß er beim Ueberholen ins Schleudern geraten ist.
ÄlnzeksevMcht des ZAkeievs
§ 545 BGB. legt dem Mieter gegenüber dem Vermieter eine besonder« Anzeigepflicht über bestimmte Zustände und Vorgänge hinsichtlich der Mietsuche auf. Diese hängt einerseits mit der Obhutspflicht zusammen, welche dem Mieter obliegt, andererseits damit, daß dem Vermieter während der Dauer des Mietverhältnisses kein Recht zusteht, die Mieträume zu betreten und zu besichtigen. Deshalb ist der Mieter verpflichtet, dem Vermieter unverzüglich davon Anzeige zu erstatten, wenn sich im Laufe der Mietzeit ein Mangel der gemieteten Sache zeigt oder eine Vorkehrung zum Schutz der Mietsache gegen eine nicht vorhergesehene Gefahr erforderlich wird.
Diese Anzeige kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Sie muh aber unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern geschehen.
Sie wird notwendig:
1. wenn sich der Mangel zeigt. Beispielsweise wenn sich feuchte Flecken in der Wohnung zeigen oder wenn Wanzen auftreten;
2. wenn eine Schutzvorkehrung erforderlich ist, z. B. wenn sich Sprünge in den Mauern zeigen, die auf eine Einsturzgefahr Hinweisen, wenn eine Wasserleitung einfriert, die ein Platzen beim Auftauen zur Folge haben kann usw.
Die Rechtsfolgen einer dem Mieter obliegenden Anzeige können sehr schwerwiegend sein:
i.
Der Mieter hat dem Vermieter den Schaden zu ersetzen, der durch die Unterlassung der Anzeige dem Vermieter entsteht. Die Voraussetzung ist allerdings, daß der Mieter den Mangel gekannt hat und daß der Vermieter bei rechtzeitiger Anzeige den Schaden hätte beheben tönnen.
LVitttevspovt
Das Bedürfnis nach Leibesübungen besteht im Winter nicht weniger als im Sommer. Zum Ausgleich einseitiger Körperbewegung bei der Arbeit oder sitzender Lebensweise, zum Durchlüften der Lunge nach langem Aufenthalt in geschlossenen, geheizten und staubigen Räumen, als Flucht aus der im Winter leider oft überfüllten und schlecht gelüfteten Wohnung, ist ausgiebige Bewegung in freier Luft im Winter noch nötiger als im Sommer. Wintersport ist ja bekannt genug. Wer das Glück hat, in den Bergen zu wohnen und genügend Geld für eine Skiausrüstung und noch etwas mehr, um die Zureise zum Skigelände zu bestreiten, dem braucht nicht mehr geraten zu werden, der verfolgt schon längst mit Ungeduld die Schneeberichte aus den Höhenlagen. Ein anspruchsloserer Wintersport ist das Rodeln. Auch hierbei kann man gesundheitlich voll auf feine_ Rechnung kommen. Aber tiefer Schnee ist dazu nötig, den man nicht in allen Ligen findet. Leichter ist schon überall eine Eisfläche zu haben zum Schltttfchuhlaufen. Ist kein natürlicher Wasserspiegel vorhanden, so tut es ebenso gut eine überschwemmte Wiese. Der Eislauf ist der Wintersport, der jedermann zugänglich ist, und deshalb sollte er als volkstümlicher Sport viel mehr betrieben werden, als es gemeinhin geschieht. Ein Paar Schlittschuhe sind nicht teuer, eine Eisbahn kann die kleinste Gemeinde Herstellen und unterhalten. Die Schulkinder sollten ebenso wie im Turnen, so auch im Eislauf von einem Lehrer unterwiesen werden, denn erst mit der Geschicklichkeit kommt die Freude daran. Wir müssen unbedingt die Forderung stellen: Gebt uns auch im Winter Gelegenheit uns im Freien zu tummeln, es ist nötiger als im Sommer. Denn wenn wir im Sommer sonst auch gar keine Gelegenheit zu irgend-
2. Der Mieter verliert im Bereich des hervorgetretenen Mangels sein Recht auf Minderung des Mietzinses, sowie sein Recht auf Schadenersatz.
3. Wenn der Mieter infolge des nicht angezeigten Mangels einen Unfall erleidet, so kann in der Unterlassung der Anzeige ein wirksames Verschulden erblickt werden, das dem Mieter ganz oder zum Teil um seinen Schadenersatzanspruch bringen kann.
Der Mieter braucht mir dann keine. Anzeige zu machen, wenn er physisch oder psychisch (z. B. wegen Krankheit) dazu nicht in der Lage war, oder wenn der Hausbesitzer auf andere Weise Kenntnis erlangt hat.
Morgen Dienstag, den 24. Dezember (Heiliger Abend) schließen wir unsere Geschäftsstelle bereits 5 Uhr nachmittags. Wir bitten deshalb, den Hanauer Anzeiger an diesem Tag recht frühzeitig abzuholen.
Verlag Hanauer Anzeiger.
den Freund und die unselige junge orau, deren Hand beim Abschied so kalt und leblos wie ein Stein in der seinen gelegen, in deren jiebernoen Auqen die hilflose Verzweiflung eines gehetzten und unentrinnbar umstellten Tieres gestanden ^ Der"zweite Akt, der etwa acht Tage nach dem ersten spielte, zeigte die gleiche Szenerie der Diele am Spätnachmittag eines dunklen Sommertages.
Der Ehemann hatte den Dichter zu einer Aussprache in sein Haus gebeten und, um diese möglichst unauffällig zu gestalten, hierfür die dorrn einer Einladung zum Tee gewählt.
In dem gedämpften Licht einer hohen Stehlampe saßen sich die beiden Herren in den Klubsesseln am Kamin gegenüber, in verhaltener Ruhe und gemessener Höflichkeit, indes aus ihrer halblaut geführten Unterhaltung die tiefe Gegnerschaft wie eine unsichtbare Flamme allmählich immer höher brannte. , . „ „
Schon lange sprach fast ausschließlich der Gatte, abgerissen, stoßweise, in Scham und Angst um die geliebte Frau, die er zu verlieren fürchtete, vielleicht schon verloren hatte.
In einbringlid)en Worten suchte er dem lungeren Mann vor Augen zu führen, wie seine Gattin seit Tagen völlig verwandelt, verzaubert sei, wie er sich gar nicht mehr in ihr zurechtsinden könne und schon daran gedacht habe, einen Nervenarzt zu Rate zu ziehen.
„Es ist ungewöhnlich, sagt er endlich, „und vielleicht auch unmännlich, daß ich mich mit diesen Dingen an Sie wende. Aber ich glaube doch als Mensch zum Menschen zu sprechen zu können. Meine Frau ist krank, seelisch krank, krank nach Ihnen. Darüber mache ich mir absolut keine Illusionen. Sie hat es mir ja auch selbst eingestanden. Denn sie ist viel zu stolz für eine Lüge.
„Lieber Herr Doktor", schloß er erschöpft. „Es gibt ja so viele Frauen, warum wollen Sie nur gerate die Frau nehmen, von der mein ganzes Le- bensalück abhängt?" „
„Ich glaube, Sie verkennen die Sachlage, gav der Dichter nach einer kurzen Pause ruhig zur Antwort. „Nicht ich nehme Ihnen Ähre Frau, es ist das Schicksal, das uns zueinander treibt. Unsere Jugend und unsere Liebe. Und das ist stärker als alles cmb^e in der Welt. Sie wissen, daß Ihre Otom ^ mit d-m GedMe» einer Scheidung
Alles Blut schien aus feinem Gesicht gewichen xu fein.
Mit einer seltsam heiseren und doch bis in die letzte Parkettreihe klar verständlichen Stimm« sagte er mühsam zwischen den Zähnen:
„Ich glaube, Herr Doktor, es ist besser, Sie verlassen mein Haus."
Walter v. Prayer hatte auf der Fahrt zum Theater noch einmal versucht, vorsichtig tastend in Kurts Vertrauen einzudringen, vor seiner einsilbig-abwehrenden Verschlossenheit sein Vorhaben endlich aber wieder aufgegeben.
Er fühlte unwillkürlich, daß der Freund Yalt- und hilflos einer schweren Katastrophe sutrieb, und er zweifelte ebensowenig, daß diese von ihm schon längst befürchtete Stataftroplje einzig und allein in dem Verhältnis Surts zu Evelyn Karr ihre Ursache haben konnte.
Als sich der Vorhang unter dem einmütigen Beifall des Publikums über dem ersten Akt gesenkt hatte, beschloß er daher, nach dem Fehlschlag bet Kurt das Feld auf der Gegenseite zu sondieren und den Karrs, die er schon vor Beginn der Vorstellung vom Parkett aus begrüßt hatte, während der Pause in ihrer Loge einen kurzen Besuch ab« l,U| erwürbe mit gewohnter Freundlichkeit begrüßt, vor allem Evelyn bemühte sich, möglichst unbesan- aen und heiter zu erscheinen, dem erfahrenen Psychologen war es jedoch im ersten Augenblick klar, daß zwischen den Eheleuten tiefgehender Konflikt bestand, der ihm gewissermaßen die rätselhafte Verstörtheit Kurts widerzuspiegeln schien. .
Als er dann selbst zu einem Vorstoß überging und Karr durch ein paar direkte Fragen nach seiner Meinung über den Autor und sein Werk aus seiner Zurückhaltung herauszulocken suchte, verstand es dieser, ihkn ebenso gewandt immer wieder auszu- iDcichen und unter Vermeidung alles Persönli^n allein über das Stück und seine hervorragende Besetzung zu sprechen, die den Zuschauer ganz vergessen lasse, daß er sich in einem Theater befinde.
In tiefer Sorge suchte Waller beim dritten Klingelzeichen endlich seinen Platz in der vordersten Parkettreihe wieder auf. .
Die geheim« Angst um Kurt hatte sich durch feinen Besuch bei den Korrs nur noch weiter ver-
Sette 3
Der Mieter kann neben der Anzeige entweder den Mängeln selbst abhelfen oder die der Mietsache drohende Gefahr selbst beseitigen. Eine Verpflichtung dazu hat er nicht.
Immerhin aber ist auch bei der Beseitigung non Mängeln durch den Mieter die vorherige Anzeige an den Vermieter insofern von Bedeutung, als der Mieter nur notwendige Verwendungen ohne vorherige Anzeige und in Verzugsetzung des Vermieters ersetzt bekommt, nicht aber sogenannte nicht notwendige; deren Ersatz hängt von der vorherigen Anzeige an den Vermieter ab.
Meine Mletevbdhuns rum !♦ Llvvll
Die immer wieder auftauchenden Pressemeldungen über Mieterhöhungen zum 1. April sind, wie dem WTB. von unterrichteteter preußischer Seite mitgeteilt wird, unrichtig. Es haben in der letzten Zeit keinerlei Verhandlungen mit dem Ziele der Mieterhöhungen stattgefunden.
welcher Sporwusübung hätten, so bleibt uns iir»- mer noch das Wandern. Im Winter ist aber das Wandern durch Wetter und Schneeverhältnisse oft sehr erschwert. Und dennoch, wenn es irgend an» gängig ist, soll man auch das nicht vernachlässigen. Es gibt auch im Winter genug trockene und freundliche Tage und auch eine Wanderung durch den winterlichen Hßalb und über weite Schneeflächen in ber Ebene kann trotz der Kälte zu einem Erlebnis werden. Und ein wahres Labsal ist dann die Heimkehr in die warme Stube. Bei aller Abhärtung soll aber selbst der sportgestählte Körper die Gefahren der Erkaltung nicht außer Acht lassen. Man soll, solange der Körper in Bewegung ist, sich jo leicht kleiden, wie es die Temperatur erlaubt, soll ober warme Kleidung bei sich tragen und sie anlegen, sobald Ruhe eintritt, um eine allmähliche Abkühlung der erhitzten Haut herbeizuführen. Bei jedem Wintersport aber soll man warme Strümpfe tragen und möglichst wasserdichte Schuhe, Erfrierun- gen vom leichtesten bis zu schweren Graden könn- ten sonst die Folgen sein.
* Daten für 24. und 25. Dezember. Sonnenaufgang 8.04 (8.05), Sonnenuntergang 15.55 (15.56). Mondaufgang 0.56 (2.14), Monduntergang 12.34 (12.46). 24. Dezember: 1524: Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gmna auf der Fahrt nach Koi- schin gest; 1824: Der Komponist und Dichter Peter Cornelius in Mainz geb.; 1868: Der Schachmeister Emanuel Lasker in Berlinchen geb.. 25. Dezember: 800: Krönung Karls des Großen zum römischen Kaiser; 1356: Kaiser Karl IV. erläßt in Metz das Reichsgrundgesetz der Goldenen Bulle; 1728: Der Komponist Johann Adam Hiller in Wenisch-Osjilg bei Görlitz geb.; 1742: Charlotte o. Stein in Weimar geb.; 1840: Der Komponist Peter Tschaikowsky in Wotkinski geb.
* An übertragbaren Krankheiten wurden in der Jett vom 15.—21. Dezember amtlich gemeldet: Diphtherie je 2 Fälle aus Hanau und Großauheim 1_ Fall Kinderlähmung aus Oberissigheim, 1 Fall Scharlach aus Langendiebach und 1 Todesfall an Tuberkulose aus Hanau.
* Ein Zimmerbrand (Balkenbrand) entstand gestern abend in der Schloßstraße. Die Feuerwehr rückte aus und konnte den Brand schnell löschen.
* Eisgefahr auf dem Main. Das Wasserbau- amt teilt mit: Bei Schweinfurt herrscht leichtes Treibeis. Die weitere Entwicklung des Wetters ist noch ungewiß und die Verschärfung des Frostes liegt im Bereich der Möglichkeit. Im letzteren Falle muß mit dem Abbau der Wehre Montag oder Dienstag gerechnet werden.
* Rundfunk. Cs wird davor gewarnt, den zu Weihnachten geschenkten Radioapparat ohne Genehmigung der Reichspost in Betrieb zu nehmen. Erfahrungsgemäß iverden, wenn Apparate einmal vorhanden sind, solche während der Festtage auch aus«’ probiert. Das Ausprobieren ohne Genehmigung ist jedoch strafbar. Die Festfreude kann dann sehr leicht in das Gegenteil umschlagen. Wir raten daher jedem, der einen solchen Apparat schenkt, auch gleich- zeittg die Genehmigung der Reichspost beizufügen.
reuen.
mancherlei Jungtieren _ _______ südamerikanischen Agutis, auch Go jenen eigentümlichen, auf hohen Beinen stehenden, farbenprächtigen Nagetieren im kleinen Säugetier- lmus seit vielen Jahren zum ersten Male Nachzucht zu verzeichnen. In der Klippschlieferhorde, ine den Felsen des Klippspringergeheges am Antilopenhauze bewohnt, tummeln sich zwei niedliche Junge dieser eigenartigen kleinen Huftiere. Das männliche Läwenbaby im Raubtierhause, in Gesellschaft seines Spielgefährten, eines jungen Airedale-Terriers, ist der Liebling der Besucher. Das junge Löwenpaar vom Frühjahr und die kleine Löwin vom Spätsommer haben sich gut iveiterentmickelt und sind vorläufig noch im Rundbau einquartiert. Ein beson» ders hübsches Bild bietet die Herde der indischen Hirschziegenantilopen mit den z. Zt. 4 sich prächtig entwickelnden Jungtieren. _______________________
trägt. Warum wollen Sie sie da halten, seit Sie sich darüber klar sind, daß Ihnen nicht mehr ihr
Herz gehört?"
„Nie, niemals willig ich in eine Scheidung!
Unwillkürlich war der Ehemann aufgesprungen und stand drohend vor seinem jungen Gast.
„Ich gebe nicht her, was ich besitze, am allerwenigsten meine Frau!"---
In diesem Augenblick öffnete sich zur Suiten eine Tür.
Die junge Frau trat ein.
Mit einem einzigen Blick erfaßte sie den Zusammenhang, fühlte instinktiv, wie in diesen beiden Männern bei aller bisherigen äußeren Korrektheit die entfesselten Urtriebe im Kampf um das Weib einer furchtbaren Entladung zudrängten.
Der Gatte hatte sich wieder in seinen Kessel niedergelassen. .
Seine Hände irrten m.nervösen Zuckungen über die Lehne, er bewegte den Kopf mechanisch hin und her, wie ein Tier, das aus seinem Käfig einen Aus- wegsucht.
Mit weitgeöffneten Augen starrte er wie gerstes- abwesend auf seine junge Frau, die in ihrer ruhigen, stillen, fast traumhaften Art noch einmal all das wiederholte, was in den letzten Tagen in endlosen, quälenden Gesprächen über eine Trennung ihrer E!>e zwischen ihnen verhandelt worden war.
„Und unser Kind?"
Die Stimme des Gatten klang auf einmal wieder ganz fest und klar, in einem letzten Versuch, das schon unrettbar Verlorene doch vielleicht noch ein« mal zurückzugewinnen.
Die junge Frau zögert« sekundenlang mit der Antwort.
„Ich bin auch nur ein Mensch!" sagte sie dann mit einem leisen sehnsüchtigen Lächeln, das wie ein verlorener Glückshauch über ihr seines Gesichtchen huschte. „Auch über unser Kind wich am Ende eine Einigung zu erzielen sein!"----
Da stand der Gatte auf einmal blitzschnell auf den Füßen.
Der Lauf eines Revolvers blinkt« in seiner drohend erhobenen Rechten.
Eine Dame im Parkett kreischte laut ans.
Dann krachte ein Schuß.
Eine Scheibe splitterte.
(Fortsetzung folgt)