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Donnerstag den t2. Dezember 1929
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Line wichtige Verfügung für den Handel
In einer neuen Allgemeinen Verfügung des Preußischen Justizministers werden die Gerichts» ■ »ollzieher darauf hingewesen, daß es im Handels- ; verkehr vielfach üblich fei dem Käufer das für Jie Aufbewahrung oder den Versand gelieferter : More erforderliche wertvolle Leergut lediglich leih- ; he zu überlassen. Dies komm« häufig in den Angeboten und Rechnungen zum Ausdruck, auch sei in diesen Fällen das Leergut meist mit einem Metallschild oder einem Brand-, Präge ober Aetzstem- i pel versehen, der die Firma oder den Namen des f Eigentümers näher bezeichnet oder den Vermerk , „unverkäuflich" enthalte. In allen Fällen, in denen i das Leergut mit einem derartigen auf das Eigen- : tum eines Dritten hinweisenden Zeichen versehen i sei, oder in denen zum Nachweis des Eigentums i eines Dritten Verträge oder Rechnungen vorgelegt i würden, sei vor einer Pfändung besonders sorg- i fällig zu prüfen, ob dem Schuldner das Eigentum - an dem Lergut zustehe. Falls die Prüfung zu der I Feststellung führe, daß der Schuldner nicht Eigen- I tümer sei, so seien zunächst andere Gegenstände zu k pfänden. Wenn solche in ausreichendem Maße i nicht vorhanden seien, so empfehle es sich, das Ë Leergut nur auf ausdrückliches Verlangen des [ Gläubigers zu pfänden und dem vermutlichen
Eigentümer Mitteilung zu machen.
Die neue Verfügung hat für bie Streife des ■ Handels besondere Bedeutung. Sie verfolgt das s Ziel, Pfändungen von Leergut, das nicht dem I Schuldner, sondern einem Dritten gehört, nach s Möglichkeit überhaupt zu vermeiden, tn jedem ■ Falle ober dem Eigentümer Gelegenhett zur Wah- 8 rung seiner Rechte zu geben. Für die Lieferanten ! empfiehlt es sich daher, das den Käufern nur leihweise überlassene Leergut entspreckfend zu kennzeich- : nen, wenigstens aber in den Angeboten und Rechnungen die leihweise Ueberlassung klar zum Ausdruck zu bringen.
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Me Trümmerstälk« vor dem Bahnhof Namur (Belgien).
• Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft G. m. b. h., Darmstadt. Am Sonntag sprach in der „Karthaune" üx überfülltem Saale Herr Griebel als Vorstandsmitglied unb Vertreter der Bausparkasse der Deutschen Bau- und Siedlungs- gemsinschaft Darmstadt. In fast zweistündigem Vortrag machte der Redner die Erschienenen
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mit dem System und den Prinzipien der DBS. bekannt. Er betonte, daß die deutsche
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Eigenheim-Bewegung zur Volksbewegung wird, zur Volsbewegung, die nicht aus Profitgier geboren, sondern der Ausfluß deutschen Sehnens und deutschen Volkstums ist. In dieser Bewegung steht die DBS. mit an der Spitze. Besonders deshalb, weil ihr System die sicherste Anlage von Spargeldern für den Erwerb und die Entschuldung von Eigenheimen garantiert und alle Dar- lehnen zinsfrei gegeben werden. Die Leistungen der Kasse wachsen von Monat zu Monat. Anfänglich
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Mlkelbuchen, 11. Dez. Konzert. Die Winterveranstaltungen haben auch in unserer Gemeinde begonnen. Den Anfang machte am Sonntag die Kapelle der Freiw. Feuerwehr mit Unterstützung der Freiw. Feuerwehrkapelle Wachenbuchen und dem Musikverein Frei-Klang Ostheim. Der neuerbaute Saal (Ww. Maisch) war bis auf den letzten Platz besetzt. Es ist erfreulich feststellen zu können, welches Interesse die Einwohnerschaft diesen Veranstaltungen der Kapelle entgegenbringt. Der reiche Beifall der den Kapellen sowie ihrem tüchtigen Dirigenten Herrn Hagenfeld zuteil wurde, bewies, daß ein jeder mit den Laistungen zufrieden war. Es wurde bei Volksliedern viel auf Satzbildung sowie Betonung der einzelnen Silben Gewicht gelegt, welches bei den Liedern „Mädel ruck, ruck, ruck" sowie „Ach, wie ist es möglich dann" schön zur Geltung kam. Dem Schlußmarsch „Alte Kameraden" wurde „1. Batl. Garde" als Zugabe gegeben. Herr Maisch dankte für den überaus zahlreichen Besuch und dem Dirigenten Herrn Martin Hagenfeld für seine aufopfernde Tätigkeit. Den wohlgelungenen Abend beschloß ein Ball.
die Veranstaltung mit herzlichen Worten. Ihm schloß sich an der Burnmart des 4. Bezirkes, Betz. Mit einem warmherzigen Appell an unsere Jugend, durch. tüchtiges Heben zu beweisen, daß das alte Geräteturnen noch lebt, eröffnete er den Kampf der vier Vereine. Chöre des Arbeitergesangoereins unter Leitung feines altbewährten Dirigenten, Herrn Peter Malfu-Offenbach, leiteten den Abend ein. Der Wettkampf von vier Vereinen mit je 6 Turnern läßt dem Ortsverein wenig Zeit, feine Einzelgruppen zu zeigen, so muß er sich denn mit einigen Zwischenakten der Schüler und Akrobaten begnügen. Begeistert folgen die Gäste jeder Uebung der Turner. Die' Brudervereine turnten als Vereinsriege. Die Leistungen der einzelnen ergaben das Wertungsresultat. Es erhielten beim Wettkampf am Pferd, Barren und Reck: Hain- standt 487 Punkte, Frankfurt-Sossenheim 478, Kahl 467, Hütengesäß 447.
abteilung des Wohnungsamts 84 Verfahren wegen Zwangsräumung anhängig. Von diesen Fällen konnten zwölf vor der Einleitung des Verfahrens wegen besonderer Notverhältnisse niedergeschlagen werden. Nach der Einleitung des Verfahrens wurden 13 Verfahren eingestellt, 29 Fälle erledigten sich durch steiwillige Räumung, während in zwei Fällen di« zwangsweise Aussetzung durchgeführt werden mußte.
Der Raubüberfall in Frankfurt aufgeklärt.
: Wie wir berichteten, wurde ein Landwirt aus dem Kreis« Dieburg am Garküchenplatz von einigen Räubern überfallen und seiner Barschaft in Hohe von über 2000 Mk. beraubt. Die Kriminalpolizei konnte den Fall schnell austlären, indem sie die Frauensperson, die den Landwirt nach der Altstadt lockte, ermittelte und festnahm. Auch ein Kom- pltze ist vechastet worden. Den andern Räubern ist man auf der Spur.
Ein mysteriöser Selbstmord
: Bor einigen Tagen fand man am Bahnübergang der URörfefber Landstraße auf den Gleisen der Bahn Frankfurt—Darmstadt die Leiche eines jungen Mannes, dem der Kopf abgefahren war. Unzweifelhaft liegt Selbstmord vor und die amtliche Leichenstelle vermutete, daß es sich um einen Studenten harchelte, da der Tote Mensurnarben hatte. Im Zusammenhang mit diesem Selbstmord gewinnt ein anderer Fall erhöhtes Interesse. Seit einigen Tagen schweben Erhebungen gegen einen Studenten, dem Einbruch und Diebstahl vorgeworfen werden. U. a. rmrd ihm (einem Korpsstudenten) auch ein Einbruch in das Verbindungshaus zur Last gelegt. Die Polizei nimmt an, daß dieser Einbrecher mit dem Selbstmörder identisch ist, kann aber, solange die Leiche noch nicht einwandfrei anerkannt ist, etwas Bestimmtes nicht sagen.
Wk,,^ befehdet findet das System jetzt besonders auch von Seiten der Staatsregierungen Anerkennung. Das j-^iit Kürze zu erwartenden Bausparkassengesetz ge- lns 'tMnWgt die DBS. in jeder Beziehung. Zum Schlüsse ! 5- ^vi^einer Rede führte Herr Griebel aus, wie die Ge- neindcbehörden mit Hilfe der DBS. die örtlichen
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temben geschieht. Starker Beifall belohnte den lebn er. Die folgende Aussprache brachte volle Anerkennung.
__* Das Siemens-Großlaulspreck^rauko stattete f 0®'Ae ftern nachmittag gegen 1 Uhr anläßlich einer > Mlgroßen Werbefahrt, dis den Rheinaufwärts durch ^.■t'ds Lahntal nach Kassel und von dort über Mel- — Fritzlar — Homberg — Hersseld — W Fulda zurück nach Frankfurt führte, auch unserer Stadt einen einftünbigen Besuch ab. Das Auto ■ hatte gegenüber dem Gebäude der Polizeidirektion F Aufstellung genommen, von wo es seine mächtige,
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weithin deutlich vernehmbare Stimme erschallen ließ. In der Hauptsache wurde Schallplattenmusik geboten, die dank einer besonders konstruierten Schalldose eine außerordentlich klare Wiedergabe erfuhr. Die Neuerscheinung im Straßenbilde wurde gebührend bestaunt und bewundert.
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Unter dem Einfluß der noch bis in unser Gebiet reichenden Tiefdruckstörung kommt es auch weiterhin bei zeitweise kurzer Aufheiterung zu verbreiteten Niederschlägen bei lebhafter südwestlicher, aber milder Luftzufuhr. — Vorhersage bis Donnerstag abend: Wechselnde Bewölkung mit Schauerneigung, später einsetzende Verschlecht«- rung, mild, südwestliche Winde. — Witterungsaussichten für Freitag: Meist bewölkt, Regenneigung, zeitweise kurze Besserung, milde und lebhafte südwestliche Winde.
Aus Sterudeim und «Umaebuus.
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FamUienabend. Die Veranlassung des Familien- abends war gegeben, durch das 40jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Es wurde dabei seitens des jetzigen Kommandanten Karl Heinrich Kohl, sowie des Bürgermeisters Dèhmer ein Rückblick über die Gründung und Entwicklung der Wehr gegeben. Der Kommandant Peter Josef Funk wurde als Ehrenkommandant ernanht und «ihm an Anerkennung seiner Verdienste um die Wehr eine sehr geschmackvolle Ehrenurkunde überreicht. Des weiteren wurden die sich noch am Leben befindlichen Gründer, nämlich Johannes Becker, Adam Josef Becker I., Michael Schnabel I., Kaspar Wendlin Jung, Georg Heinrich Jung, Christian WenzeOl., Franz Wolz, Jakob Klein L, Wilhelm Jakob Klein, Johann Michael Blumör II., Peter Merget I. von der Wohnung des Kormnan- banten mit Musik und Fackelzug in das Lokal begleitet, und mit dem Ehrenzeichen nebst Urkunde für 40 jährige treue Dienste bedacht. Anschließend an den offiziellen Teil der Feier fand noch ein gemütliches Zusammensein unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehrkapelle Eintracht unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Peter Malsy- Offenbach und des Humoristen Willy Winter statt.
= Hainsladl (Kr. Offenbach), 11. Dez. Wie alljährlich, so hatte auch am Samstag abend die Freie Turnerschaft Hainstadt zum Kunst- und Werbeabend aufgerufen. Vier Vereine maßen ihre Kräfte in edlem Wettstreit: Freie Turnerschaft e. V. Frankfurt a. M.-Sossenheim, Freie Turnerschaft Hüttengesätz, Turngemeinde Kahl und Hainstndt. Der Präsident des "Ortsoereins Karl Kohl eröffnete
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)( Neuenhaßlau, 11. Dez. Am vergangenen Sonntag trat der hiesige „Verein für Literatur" wieder einmal vor die Oeffentlichkeit. Dor gutbe- setztem Hause zeigte er „Die zärtlichen Verwandten" von Roderich Bknedix. Die von den Spielern sehr gut wiedergegebenen Rollen und die eigens zu diesem Lustspiel gemalte Bühne fanden die Anerkennung der Zuschauer. — Am Montag abend veranstaltete der vor Jahresfrist gegründete Hausfrauenverein seinen ersten Familienabend.
sikvereins eingeleitet wurde. Die Vorsitzende, Frau Hanselmann, begrüßte sodann die Erschienenen, insbesondere Fräulein Bopp, die sich dann in längeren Ausführungen über die Ziele der Hausfrauenvereine verbreitete. Anschließend rollte der „Zuckerfilm" ab, der die Herstellung des deutschen Zuckers zeigte. Gedichtvorträge, gesangliche und musikalische "Darbietungen sorgten im übrigen für angenehme Unterhaltung.
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Noch immer über 30 000 Wohnungssuchende in Frankfurt
: Trotz aller Bemühungen der Stadt, durch umfangreiche Siedlungsbauten die Wohnungsnot zu bekämpfen, find, wie aus einem Bericht des Wohnungsamtes hervorgeht, immer noch 30 738 Wohnungssuchende beim Wohnungsamt gemeldet. Damit hat die Zahl der Wohnungssuchenden sogar noch eine Steigerung erfahren, denn am 1. Juli b. I. betrug sie nur 29 879. Die größte Nachfrage ist nach Zweizimmer-Wohnungen, und zwar werden diese von 22 511 Wohnungssuchenden beansprucht, während erst in weitem Abstand Dreizimmerwohnungen von - 7070 Reflektanten, Vierzimmerwohnungen von 1018, Fünfzimmerwohnungen von 133 und Sechszimmerwohnungen von 6 Reflektanten beansprucht werden. In den Monaten Juli/September b. J. waren bei der Rechts-
AuS Hab und Seen.
Schwerer Sturmschaden im Bogelsberg
— Alsfeld, 11. Dez. Die starken Stürme der letzten Tage haben in den Wäldern des nordöstlichen Vogelsberges schweren Schaden angerichtet. Zahlreiche Bäume wurden durch die Gewalt des Sturmes mit den Wurzeln aus dem Boden gerissen und zu Boden geschleudert. An vielen anderen Stellen würden den Bäumen die Kronen abgebrochen. In mehreren Dörfern riß der Sturm große Flächen der Dachziegeln ab, so daß zum Teil erhebliche Löcher in den Dächern entstanden. Weiter wurden Antennenanlagen und Gartenzäune zerstört. Der Schaden ist als sehr erheblich zu bezeichnen.
Tödlicher Unglütfsfall im Walde
— Schollen, 11. Dez. Beim Holzfällen im Walde der Gemeinde Rainrod wurde der Polizeidiener Bechthold durch einen plötzlich niederstürzenden Baum so unglücklich getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte stand im Alter von 54 Jahren und wurde allgemein in hohem Maße geschätzt.
Durch Preßluft getötet — Sühne für einen folgenschweren „Scherz".
— Limburg, 11. Dez. Am heutigen vorletzten Tage der Schwurgerichtsperiode am hiesigen Landgericht hatte sich der 24jährige Former Heinrich Hummer aus Elz wegen Körperverletzung mit Todeserfolg zu verantworten. Hummer hatte Anfang Juni d. I. auf der Karlshütte bei Limburg im Verlauf einer Neckerei den 14 Jahre alten Lehrling Karl Weisser aus Elz dadurch zu Tode gebracht, daß er ihn festhielt und ihm einen Preßlustschlauch an den Hosenboden setzte. Die Wirkung der mit 8 Atmosphären eindringenden Lust war furchtbar. Sie zerriß die Därme, sodaß kurz darauf der Tod, der auch durch eine Operation nicht abgewendet werden konnte, eintrat Das Interesse für die heutige Hauptverhandlung, zu der 30 Zeugen geladen waren, war außerordentlich groß, wie überhaupt diese rohe Tat seinerzeit allenthalben Beachtung fand und große Empörung hervorrief. Der Angeklagte ließ sich heute dahin ein, daß er den kleinen Weisser, der vor seiner Arbeit schlapp gemacht habe, durch das Zuführen der Luft habe erfrischen wollen. Die Zeugenaussagen ergaben aber, daß der Angeklagte sich durch eine Ohrfeige und Neckereien des Jungen zu seiner Tat hat hinreißen rassen. Die zahlreich vernommenen Arbeiter der Karlshütte bekundeten, daß das Abstauben der Kleider am Kör- per mit dem Preßluftschlauch, mit dem man sich auch abkühlte, allgemein üblich sei. Der Angeklagte wurde allgemein als sehr beschränkt geschildert. Zu diesem Ergebnis kamen auch die ärztlichen Sachverständigen. Die zahlreichen Mediziner, die als Sachverständige geladen waren, bezeichneten diesen Fall als in der medizinischen Wissenschaft einzig
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Man muf« mit diesem kleinen Attribut der Elegans umzugehen verstehen and man muH in persönlicher Eigenart seine Wahl fressen, die immer wieder za de» CigareSen'ausgeglidiener Qesdimackswirkung fährt.
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