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lüonfag den 9. Dezember 1929
Seile 11
HANDEL UND WIRTSCHAFT
Kav;iaWsè«SEunssEne des SEM.
X Ilmfang und Ausdehnung der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen G. m. b. H. in Dort- muni sollen die Notwendigkeit ergeben haben, neue , Mittel zu beschaffen, da die Stromabgabe in die- Jahr« um weitere 20 Prozent gegen das Vor- r angenommen hat (1928 : 450,5 Mill, gegen 867,1 Mill. kWh in 1927, also 23 Proz.). ‘ Zur Kapitalbeschaffung ist eine Kapitalerhöhung bis zu 50 Mill. RM und weiterhin eine amerikanische Anleihe von wahrscheinlich 10 Mill. Dollar geplant. Da sich die Stammanteile fast ausschließlich in kommunalem Besitze befinden, sind naturgemäß erhebliche Schwierigkeiten bei der Ausbringung neuer Mittel zu überwinden; jedoch ist es durchaus verfrüht, eine Enikommunalisierung des Unternehmens zu befürchren. da die kommunale Vorherrschaft gewahrt bleiben soll. In diesem Zusamenhange steht auch der Plan zur Erörterung, die Firma in die i Farm einer Aktiengeselllchast zu kleiden, da dann die Kapitalbeschaffung leichter sei. Schon Ende 1927 wurde eine S0-Mill.-Dollar-Anleihe vereinbart, von Id« 1928 20 Prozent begeben sind, und im Sep- i tentber 1928 eine Kapitalserhöhung um 42 aus 60 Mill. RM durchgeführt, der bekanntlich im Mai ds Js. eine weitere Erhöhung aus 75 Mill. RM folgte. Die weitere Steigerung der Stromabgabe in diesem Jahre beweist also die zunehmende Expansion und erhöhte Aktivität des Unternehmens (Dividende 1928: 8 Prozent, 1927: 7 Prozent).
bestrebt, sobald täte möglich zu einer definitiven Feststellung der Gesamtoerbindlichkeiten der Favag zu gelangen. Erst danach wird man in der Lage- sein, den Gläubigern endgültige Vorschläge zu unterbreiten. Man hofft, bis etwa 1. März 1930 klar zu sehen. Fest steht natürlich, daß die Gläubiger mit einer vollen Befriedigung ihrer Forderungen auch im günstigsten Falle nicht mehr rechnen können, ganz abgesehen von den Aktionären, die leer ausgehen werden, wenn nicht nach Prüfung der Regreßmöglichkeiten durch Inanspruchnahme des Aufsichtsrates und alten VorstandMittel beschafft werden können. Die Aussichten dieses letzten Weges, durch Regreßklagen den Aufsicht-rat und Vorstand schadenersatzpflichtig zu machen, sind vollkommen unsicher, und man müßte dann mit wahrscheinlich jahrelangen Prozessen rechnen. Die von der letzten Generalversammlung der Favag gewählte Revisions-Kommission will daher über ihre eigentliche Aufgabe, die Verhältnisse bei der Favag zu untersuchen hinaus, den Versuch machen, auf die Abwickelung dahin Einfluß zu nehmen, daß für eine Verständigung der Verwaltung mit den Aktionären über einen gerechten Ausgleich die notwendigen Möglichkeiten geschossen werden.
schluß des Syndikats, kein Material mehr auf den Markt zu bringen, hat hierzu das seinige beigetragen.
Antwerpen, 6. Dez. Die Lage wird im allgemeinen etwas besser beurteilt. Die erwarteten Zahlungseinstellungen sind nicht erfolgt. Die Nachfrage war außerdem etwas größer als in der vorigen Woche., Es trafen sogar einige englische und italienische Käufer ein. Als sie aber merkten, daß man nicht zu Schleuderpreisen verkaufte, haben sie den Antwerpener Markt teilweise wieder verlassen.' Die Wechsel wurden allgemein prolongiert, so daß Zwangsverkäufe nicht erfolgten.
DkamÄntsrevSLt vsn Gslland Vs« SesetKigten Gtaaèen
Amsterdam, 6. Dez. Der Diamantexport von Holland nach den Vereinigten Staaten betrug im November: geschliffener Diamant 7 537 Karat (im Oktober 14 259 Karat) im Werte von 639 010 $ (1381 497 $); Rohdiamant 47 009 Karat (7 024 Karat) im Werte von 207 791 § (32 611 $).
Preußischen Roggenanleihe. Die öprozentige Roggenwerte hielten damals auf 60 bis 70 Prozent des Roggenpreises, d. h. auf RM 4.20 bis 4.90 je Ztr.
X Aktienbrauerei zum Löwenbräu, München. Im Geschäftsbericht 1928/29 w-rd auf di- erfreuliche Absatzsteigerung hingewiesen. Auch das interdeutsche Versandgeschäjt hatie Erfolge zu verzeichnen. Es wurde ein Rohgewinn von 4,25 (3,91) Mill. RM erzielt. Nach 1,34 (1,15) Mill. RM Abschrei-
bungen sowie nach Abzug der llnti ein Reingewinn von 2,71 (2,58) Mill.
sten verbleibt RM, aus dem
L)su vevMsâV EZiaius des Kavas
Neben dem Verlust heg Aktienkapitals und Reserven 35 mi(L RM Vasfivsaldo
der
GÄKierrsiKNd Zm BstttfGZrr KsM Anfang Dezember
X Berlin, 9. Dez. Die milde Witterung im November hat bei geringen Niederschlägen sowohl die Wetterführung der noch ausstehenden Feldarbeiten als auch die Entwicklung der jungen Saaten überall gefördert. Die Ernte der Hackfrüchte ist nunmehr mit wenigen Ausnahmen beendet. Bei den Zuckerrüben bereitete das Roden und Abfahren in diesem Jahre keine besondere Schwierigkeiten. Die Be
X Allgemein hatte man erwartet, daß neue, revidierte Status der Frankfurter Algemei
der
nen Versicherungs-Aktiengesellschaft gegen die am 20. September ds. Js. veröffentlichten vorläufigen Ziffern eine erhebliche Verschlechterung aufweisen werde. Diese Annahme hat sich leider in vollstem Maße bestätigt. Der neue Status per 17. August ds. Js. weist — neben dem Verlust des Aktienkapitals und der Reserven der Favag — einen Passivsaldo von 35.8 Mill. RM aus, mnfjrenb der vorhergehende Status noch mit einem Aktivüberschuß von 6.5 Mill. RM abschloß. Bei den neuen Ziffern ist jedoch der Kaufpreis der Allianz für die Uebernahme des direkten Versicherungsge- schâftes noch nicht berücksichtigt, da die Höhe des Kaufpreises noch ungewiß ist. Die Meinungen dar-, über gehen weit auseinander. Die Verwaltung der Favag steht auf dem Standpunkt, daß die Bewertung des übernommenen Geschäfts mit einem we- I Willich höheren Betrag als die bis jetzt gezahlten
~ Mill. RM am Platze sei; je nach der Höhe des pfpreises wird sich der Status entsprechend ver-
stellung des Wintergetreides ist durch das offene Wetter allenthalben in dem vorgesehenen Umfang glatt zu Ende gebracht worden. Soweti dis Wintersaaten ausgelaufen sind, zeu
rgen sie größtenteils eine ge Entwicklung und weisen im allgemeinen eine lebhafte grüne Farbe und gute Bestockung auf. Nur bei den èpätfaaten ist das Wachstum mitunter noch
krä!
etwas im Rückstand.
Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 — gut, 3 — mittel, 4 — gering/ ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgend« Begutachtung: Winterweizen 2,5 (Vormonat 2,7), Winterspelz 2,6 (2,8), Winterroggen 2,4 (2,6), Wintergerste 2,5 (2,6).
ern. Die Vorbereitungen der endgültigen Ver-
allen, die die Favag bei r Frankfurter Im e-Kredit G. m. b. H. sowie bei andern Kow
bygerheryutyiäÄÖ 4a absehbarer Zeit auf _ klue D? . tsetzung" hofft.
le Verschlechterung des Status beruht auf den
Astt dsn MamarristtmZsAsn
(Wochenbericht unseres Sonderberichterstatters)
X Amsterdam, 6. Dez. Der Entschluß, im Dezcm- der nur 50 Proz. zu produzieren, hatte auf den Amsterdamer Diamantmarkt mch, den erwarteten günstigen Einfluß. Die Zurückhaltung der Käufer scheint noch größer geworden zu sein. An mehreren Tagen war es außerdem sehr dunkel, so daß das Material schwierig zu prüfen war. Diamant-
kann und kipelliert an die Berichterstatter der internationalen Presse, diese Aus'
GWaGrsrstzmsrEs
(Vorberichl)
X Frankfurt a. M., 9. Dez. Auftrieb: Rinder 1505, darunter Ochsen 375, Bullen 51, Kühe 588, Färsen 431, ferner Kälber 471, Schafe 112 Schweine 4241. Preise: Ochsen al) 55—58, a2) 51 bis 54, b) 46—50, Bullen a) 53—56, b) 48—52, Kühe a) 45—48, b) 41—44, c) 34—40, d) 26—33, Färsen a) 55—58, b) 51—54, c) 46—50, Kälber b) 78—82, c) 74—77, d) 68—73, Schweine a) u. b) 80—83, c) 81—84, d) 80—83, e) 78—81. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberstand, Kälber, Schafe und Schwein« mäßig rege, geräumt.
X Amtliche Großhandelsindexzifser. Die auf den Stichtag des 4. Dezember berechnete Groß- Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche (135,0) um 0,3 v. H. auf 134,6 zurückgegangen. Die Indexziffern für die Hauptgruppen stellten sich für Agrarstoffs auf 126,5 (127,4), für industrielle Rohstoffe und Halbgaren auf 129,7 (129,8) und für industrielle Fertigwaren auf 156,2 (156,4). — Im Monatadur^cbnitt November ist die Gefamtindcxziffer der Großhandelspreise gegenüber dem Vormonat um 1,2 o. H. auf 135,5 (137,2) gesunken. Die 3nber-":ern für die Hauptgruppen br-hm: Agrarstoffe 128,4 (131,7), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 129,9 (130,9), industrielle Fertigwaren 157,5 (156,6).
X rimkauschangebot für Roggenanteiben der Landesbank Westfalen. Die Landesbank Westfalen bietet für die Ende d. I. fällig werdende kprozen- tige Westfälische Roggenanleihe von 1923 zu Vorzugsbedingungen 8prozentige eigene Feingoldscbuld- verschreibungen an. Wer umtauscht erhält eine Son
der GV eine Dividende von 15 Prozent (14) aus 13 Mill. RM Stammaktien und von 5 Prozent (5) auf 45 000 RM. Vorzugsaktien vorgeschlagen werden soll. Es sei unmöglich, die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr zu beurteilen. Der Bierabsatz habe sich bisher etwa auf der Höhe des Vorjahres gehalten.
X Debeers Consolidated Mines Co. Ltd. De- beers Consolidated Mines Co. Ltd. schließt das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr mit einem Reingewinn von 2 548 535 £ (i. V. 2 989 874 £). Di« Dividende bleibt unverändert. Der allgemeinen Reserve werden aber nur 250 000 £ (i. V. 550 000 £) zugefügt, während nur 650 030 £ (772 646 £) auf neue Rechnung gestellt werden. Erwähnt sei aber, daß i. V 450 000 £ der Dividendenreserve entnommen wurden, dieses Jahr erfolgt dieses nicht. Dem Geschäftsbericht entnehmen wir noch, daß die Diamantrechnung 3 255 791 £ (3 211780 £) beträgt. Per 1. Januar werden die 4%pro3entigen südafrikanischen Explorations-Obligationen abgelöst werden, wofür ein Beirag von 1 635 495 £ erforderlich ist. Dies« Tilgung erfolgt aus einer Sonberreferve, welche auf der Bilanz mit 1524 549 £ aufgeführt worden ist. Die Beteiligung an der Asricain Explosives u. Jndustry Ltd. wurde erheblich ausgedehnt. Letztere Gesellschaft stellte 10 Prozent in Aktien zur Verfügung. Bezüglich der Lage am Diamantmarkt meldet der Geschäftsbericht, daß mehrere Symptome vorhanden sind, welche darauf Hinweisen, daß die Vorräte, welche im Handel sind, allmählich absorbiert werden. Die Preise sind aber noch immer bedeutend unter dem Niveau, welches herrschte, bevor die Ausbeutung der alluvialer Felder begann. Dis Produktion der alluvialen Felder ist, z. Zt. aber im Fallen begriffen; der Vorstand hofft, daß dieses den Diamantmarkt stimulieren wird.
X Herabssbung des öfferrrirf-’^en Bankdiskonts. Die Oesterreichischs Nationalbank hat den Wechseldiskont von 8 auf 7% Prozent ermäßigt.
X Zahlungsschwierigkeil. Die Holzgroßhandlung I Rosenmeyer in Kassel ist durch den Zusammenbruch der Bankfirmen H. Schirmer und Fiorino & Sichel in Kassel, bei denen sie einen großen Diskontkredit hatte, in Zahlungsschwierigkeiten geraten und wird am Montag qericht'iches Vergleichsverfahren beantragen. Die Passiven werden mit etwa 430 000 RM ange-
geben, die Aktiven mit RM 350 000. Als Der- dervergütung von % Prozent und einen Abrech-1 gleichsquote werden 65 Prozent genannt, erste Ra- nungskurs von 93% statt 93 (Börsenkurs). Rest-; ten kurzfristig, die letzten innerhalb eines Jahres.
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wert ist N N 8.68 -e Ztr. plus Zinsen für 6 Jahre also zusammen abzüglich Steuer RM 11.81. Der letzte Börsenkurs war am 9. November RM 12.50,
ffassung zu verbreiten, nsosern richtig, als daß
Ü 'würdigerweise
Dieser Standpunkt ist nur ins , die Preise nicht gefallen sind. Merkwür!
esellschaften über das im September geschätzte ist von dringendem Angebot hinaus erleiden dürfte. Die Verwaltung ist Rohmarkt herrschte vollkömn
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