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Nr. 287

Samssag den 7. Dezember 1929

HÄNDEL UND

WIRTSCHAFT

Ausban der vveutzenkakse

Abkommen zwischen Preußen und dem Reich

X Zwischen der Reichsregierung und dem preu­ßischen Staatsministerium sind seit längerer Zeit über eine Beteiligung des Reiches an der preu­ßischen Zentralgenossenschaslskasse Verhandlungen qesührl worden, die zu einem Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und dem preußischen Staat wegen einer Beteiligung des Reiches an der preu­ßischen Zentralgenossenschaslskasse in höhe von 50 Millionen RM geführt haben. 3n dem Ab- kommen hat Preußen unter Wahrung seiner be­rechtigten Interessen dem Reiche einen entsprechen­den Einfluß aus die Verwaltung der Anstalt einge­räumt. Das Direktorium soll in Zukunft aus sechs Personen bestehen. Der Präsident wird von Preu­ßen im Benehmen mit dem Reich, zwei weitere Mitglieder werden von Preußen mit dem Reich und drei weitere Mitglieder auf Vorschlag des Reiches bestellt werden. Preußen behält' seine Aussichts- und Leitungsbefugnisse, wird sie aber im Einvernehmen mit dem Reich ausüben. Zur Verwendung der 50 Millionen Reichsmark als Beteiligung des Reiches an der preußischen Zentralgenossenschaftkasse bedarf die Reichsregierung einer reichsgesehlichen Ermächti­gung. Sie beabsichtig« daher, dem Reichsrat und dem Reichstag alsbald einen "entsprechenden Gesetz­entwurf vorzulegen, der möglichst noch vor Weih­nachten verabschiedet werden soll.

Ms Nedsutuns des MadShsmkstz Insgesamt 38 Kommunalbanken mit rund 2% Milliarde RM Bilanzsumme

X Die Presseerökterungen der letzten Zeit ver- dnlasien die Sparkassenkorrespondenz zur Bekannt­gabe einigen statistischen Materials über Anzahl und Geschäftsbereich der Stadt- und Kommunal­banken: Es gibt nach dem Jahrbuch des Deutschen Sparkassesl- und Girooerbandes für die Jahre 1928/29 insgesamt 38 Kommunalbanken, das sind Bankanstalten von Kommunen, die auf Grund eigener Satzung kurzfristige Geldgeschäfte betrei­ben. Don diesen 38 Kommunalbanken sind 20 reine Kreisbanken, 16 reine Stadtbanken, 2 Kreis- llnd Stadtbanken; 32 werden als öffentliche, recht­lich nicht selbständige Anstalten, 4 als Aktienge­sellschaften, 1 als Kommanditgesellschaft und 1 als gemischtwirtschaftliches Unternehmen betrieben. Wenn gelegentlich wesentlich , höhere Zahlen ge­nannt wurden, so wurden dabei infolge einer nicht genau zutreffenden Firmierung fälschlisch Spar­kassen einbezogen.

Für den Geschäftsbetrieb der Kommunolban- ken ist eine Mustergeschäftsanweisung erlassen, die sich eng an die Mustersatzung für Sparkassen an­lehnt. Die Bilanzsumme der Kommunalbanken be= trug Ende August 233,8 Mill. RM, das sind noch dicht 4 Prozent der gesamten Sparkasseneinlagen »s gleichen Zeitpunkts. Aus diesem Zahlenver- Mich folgert die Sparkassen-Korrespondenz, daß aft der Kommunalbankgrupp« inner- __________n Sporkasstnorganiiatum g i und ban man die Bedeutung der Stadtbanken k die Sparkassenörganisätion leicht M Wer- lëiiM--<m*t^4eiT weder die bei ein- inen Stadtbanken vorgekommenen Aiißstände auf le Stadtbanken verallgemeinern, noch Verhält- !sie der Stadtbanken auf das gesamte Sparkafsen- »esen übertragen.

auch für diesen Artrtel in den letzten Tagen abge­schwächt. Angebote lagen vor in Sa Plata-Roggen 74/75 Kilogramm schwer, per Dezember Verschif­fung M 9.55 M. cis Rotterdam. Gerste hatte weiter stillen Markt. Man verlangte für per De­zember-Abladung für La Pla lagerst« 62/63 Kilo­gramm 8.30, für desgl. 65 Kilogramm 8.60, für Donaugerste 62/63 Kilogramm- 8.20 und für Marokkogerste 8 hfl. per 100 Kilogramm cif Rotter­dam. Auch in H aser hielten sich die Umsätze in bescheidenem Rahmen. La Plata Elippedhaser 51/52 Kilogramm per Dezember Verschiffung blieb zuletzt zu 7.75, und La Plata-Faq-Haser 46/47 Kilogramm zu 7.40 hfl. cif Rotterdam häuslich. Mais verkehrte vorwiegend in ruhiger Haltung. Für seeschwimmewden Platamais verlangte man heute 8.55, per Dezember Verschiffung 8.50, per Januar Abladung 8.75 und per Februar 8.95 hfl. cif Rotterdam. An unseren süddeutschen Märk­ten fanden die Vorgänge am Weltmarkt« erhöhtes Interesse, zumal die Nachrichten aus Argentinien, da in diesem Lande die Einbringung der Ernte jetzt in vollem Gange ist. Die Umsatztätigkeit blieb aber bet uns klein infolge der großen Ungewiß­heit über die künftigen Zölle. Auch das anhaltend schleppende Mehlgeschäst ließ eine Belebung nicht aufkommen. Aus der ganzen Linie verhielt man sich abwartend. In Inlandswelzen war das Angebot recht reichlich Mittel- und süddeutscher Weizen wurde zu 27.25 RM franko Mannheim und norddeutscher 78/79 Kilogramm, per zweite Hälfte Dezember Abladung zu 27.30 RM cif Mann- heim offeriert, doch ist uns von Abschlüßen- hierin nichts bekannt geworden. Für in Mannheim greif­baren Inland sw eizen forderte man heute 2727-25 und für Auslandsweizen, je nach Qualität und Herkunft 28.2532. RM wagg-onfvei Mannheim. Auch in Roggen lagen genügend Angebote vor, sodaß die Preise eher etwas Mr Schwäche neig­ten. Die Kauflust blieb ebenfalls für diesen Ar­tikel klein An der heutigen Mannheimer Getreide­börse stellten sich die Forderungen auf 2020.25 RM franko Mannheim. Hafer fuhr auch in die­ser Woche keine Belebung; für Jnlandshafer hiel­ten sich die Forderungen der gleichen Höhe wie in der vorhergegangenen Woche und bewegten sich zwischen 17.5018. RM per 100 Kilogramm srachtparität Mannheim. Gerste lag weiter still, bei bescheidenen Umsätzen in prima Ware M Brau- Mecken, während mittlere und geringere Qualitäten vernachlässigt blieben. Die heutige Notiz für ba­dische, württembergische und rheinhessische Drau- gerst« stellte sich auf 2021 und für pfälzische Brauware auf 20.5021.75 RM waggon-frei Mannheim. Für Futtergerste war die Stimmung etwas ruhiger und die geforderten Preise schwank­ten zwischen 16.5018. Waggon frei Mannheim. Mais profitiert« anfangs der Woche durch die etwas höheren Preise für Brotgetreide, lag aber Ende der Woche wieder recht ruhig. In Mann­heim greifbarer Platamais blieb heute M 19. bis 19.25 RM, einschließlich Säcken, maggonfrei Mannheim erhältlich. Für rheinschwimmenden Platamais wurden 8.90 hfl. cif Mannheim oer­langt. Futtermittel lagen im allgemeinen

SvaEtrmsv DZMe

Frankfurt a. M., 6. Dsz. Tendenz: schwach. Zu Beginn der heutigen Börse neigte die Tendenz zur Schwäche, obwohl ein Grund von besonderem Belang nicht vorgelegen haben dürfte. Das Me­morandum des Reichsbankpräsidenten Dr. Schachts wurde viel besprochen. Erst später mar man über die Auslassungen verstimmt. Das Geschäft be­wegte sich in den denkbar engsten Grenzen, da Kaufaufträge nicht vorgelegen haben. Die Speku­lation verhielt sich zurückhaltend und schritt M ver­einzelten Abgaben, so daß sich gegenüber der gestrigen Abenbörse in Speziâktien teilweise ganz beträchtliche Verluste einstellten. Einen ungünstigen Eindruck machte noch die schwankende gestrige Nerv- yorker Börse. Stark gedrückt eröffneten am Elektro­markt Siemens mit minus 6% Prozent. Licht u. Kraft verloren 5 Prozent und AEG. 2 Prozent. Die günstigen Geschästsaussichten bei Licht u. Kraft machten keinen Eindruck. Stärker unter der uner­wartet veränderten Situation hatten noch I. G. Farben mit minus 4% Prozent zu leiden. Zell­staffpapiere gaben bis M 4% Prozent nach. Am Montanmarkt gingen die Rückgänge bis zu 2% Prozent. Am Bauunternehmungsmarkt konnten bei einigem Interesse Wayß u. Freytag etwas an- ziehen. Von Kunstseidewerten lagen AKU. 3 Proz. und Bemberg 2%. Prozent niedriger. Renten ab- bröckelnd-

Im Derlärtf« hie« die Lusflastgkeit an. Die Kurs« waren nur wenig verändert.

Am Geldmarkt war Tag«sgeld mit 7% Prozent unverändert.

. . Am Devisenmarkt nannte man Mar? gegen Dollar 4.1762, gegen Pfunde 20.388. London- Kabel 4.8820, Paris 123.92, Madrid 34.60, Mai­land 93.25 und Holland 12.09%.

An der Abendbörse machte sich wieder eine Beruhigung bemerkbar; die Stimmung war freundlicher. Die sehr feste Haltung am Kunst­seidenmarkte, die durch feste Amsterdamer Schluß­kurs« verursacht wurde, trug Mr Besserung der All­gemeintendenz bei. Das Geschäft war in diesen Werten lebhafter. AKU. gewannen 10% Prozent. Die übrigen Werte lagen stiller, da Aufträge kaum vorgelegen haben sollen. Stimulierend wirkten noch die höheren Newyorker Eröffnungskurse. Im übrigen ergaben sich gegenüber dem Berliner Schluß Erholungen bis zu 1% Prozent. Renten still. Auch im Verlaufe blieb die Stimmung freund­lich.

AKll-Aktien 118119, Bemberg 145148, J. G. Farben 176177, A. K. G. 157%, Siemens 284., Rheinstahl 104104%, Dt. Linoleum 237 bis 238, Commerzbank 153., Reichsbank 275..

X Diskontherabsetzung einer amerikanischen Bundesreservebank. Die Bundesreservebank in San Francisco hat chren Diskontsatz von 5 auf 414 Prozent ermäßigt.

Forderungen Mifchen 10.2510.50, für grob« zwischen 111125, für Soyaschrot Müschen 18.50 bis 18.75, für Biertreber Mischen 15.7516.75, für Malzkeime Mischen 15.2516. und für Trocken­

ffSetvelde- und NvsduAsnmSvkie [ X Mannheim, 5. Dez. Auch in dieser Derichts- moche fanden di« Nachrichten aus Argentinien am .Weltmarkt« für Getreide weider große Beachtung und je nachdem dieselben von dort lauteten, zogen die Preise an den Börsen in Nordamerika und Kanada an, um dann ebenso wieder nachzugeben. 5m allgemeinen waren die Berichte aus den La Natasdaaten nicht gleichlautend. Die Meldungen über Rostschäden wurden teilweise als übertrieben bezeichnet, urtb so kommt es, daß der Markt bei Abfertigung unseres Berichtes wieder ein schwä­cheres Gepräge zeigt. Die Offerten Cif Rotterdam haben denn auch in den letzten zwei Tagen eine Ermäßigung erfahren und stellen sich heute für Manitoba 1 per Dezember Verschiffung auf 15.30, für desgl. 2 auf 15.10, für desgl. 3 auf 14.75, für desgl. 4 auf 14.50, für desgl. 5 auf 13.60, für 79 Kilogramm Bahia auf 12.95 und für 79 Kilogramm Bamsso auf 12.50 hfl. vif Rotterdam. Zu bemer­ken ist noch, daß mit der Weizen-Einernte in einigen Provinzen der La Platastaaten bereits be­sonnen worden ist und die Qualität befriedigend dofslbft ausgefallen sei. Roggen verkehrte in Uebereinstimmung mit Weizen. Die Stimmung ist

schnitzel zwischen 10. bis 10.25 RM. waggonfvei Mannheim. Mehl hatte auch in dieser Woche wieder ruhigen Markt. Di« Nachfrage hielt sich in mäßigen Grenzen, bei bescheidenen Umsätze ~ Großmühlenpreis ist im Vergleich Mr Vorwoch« hinauifgösetzt, doch finde sich M den erhöhten For»

in. Der

derungen keine Käufer, da die zweite Hand unter den direkten Mühtenforde rungen als Abgeberin im Markte war. Die amtliche Notiz für füidd. Weizen­mehl, Spezial Null, stellte sich heute auf 39.75 fzweichändig 3950), für Md. Weizen-Auszugs- mehl auf 43.75, für füdd. Weizenbrotmehl auf 29.75 und für Md. Rogge nm ehl, je nach Fabrikat und Ausmahlung, auf 29.2532.25 RM frei Waggon Mühle. Hopfen. An den Hopfen- märkten blieb die Stimmung die ganze Woche hin­durch ruhig. Am Nürnberger Hauptmarkte waren die Zufuhren, als auch di« Umsätze Mein, bei fast vollkommen unveränderten Preisen. Tabak. Die schwebenden Steuevfragen haben feinen fast völligen Stillstand im Einkauf zur Folge gehabt. Einige Umsätze erfolgten noch im Neckartal zu 30 bis 32 RM. Bon Händlers eite wurden auch in Stafforth einige 100 Zentner zu 35 RM per Zent­ner aufgekauft. Die Sandblätter einiger anderen Orten wurden zu sinkenden Preisen abgenommen. In alten Tabaken und Rippen war unter den gegenwärtigen Verhältnissen nennenswerte Nach­frage nicht vorhanden.

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l Brandschäden in erster Linie beobachtet worden ist, eine Wiederherstellung der Bedarfsprämie durch­geführt werden kann.

X Die Firma Dr. Hans Müller in Leipzig (Pelzveredelungsmaschinen) hat ihre Zahlungen ein­gestellt und strebt einen gerichtlichen Vergleich auf der Basis von etwa 35 Prozent an. Die erforder­lichen Majoritäten der Gläubiger sind so gut wie gesichert. Die Passiven betragen etwa 560 000 RM, denen ungefähr 170 000 bis 180 000 RM Aktiven gegenüberstehen. Ursachen der Insolvenz sind Ver­luste bei Außenständen, in erster Linie jedoch die Zahlungseinstellung der Leipziger Rauchwaren» firma Paul Knöfel, wodurch die Kündigung eines größeren Darlehens dieser Firma erfolgt ist. Die Firma Müller ist nach wie vor gut beschäftigt und auf längere Zeit mit Aufträgen versehen.

X Zahlungseinstellung der Banksirma Hein­rich Emden u. Eo., Berlin. Die seit 1875 bestehende Banksirma Hch. Emden & C., Berlin-Frankfurt am Main, hat sich an ihre Gläubiger gewandt und stellt einen Vergleichsantrag. Die Firma hat, wie sie mitteilt, alle Sanierungsmöglichkeiten erschöpft. Unregelmäßigkeiten sind nicht vorgekommen und Börsenengagements laufen nicht.

Dezember»

6.

Berliner Metallmarkt. Som

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Silber 900

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Amtliche Einheitskurs«

Berlin- Frankfurt a.M. (Dom 6. Dezember)

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Holland . . Luenos-AireS Brüssel .

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scheu der Zentralbank für deutsche und der Deutschen Bonk und Diskontogesellschaft geführten Anlehnungsoerhandlungen des Beamten­instituts an die Großbank zu einem Ergebnis ge­führt. Unter Führung der Deutschen Bank und Diskontogesellschaft wird mit einem Kapital von zunächst 500 000 RM ein neues B e. amtenbank-Jnstitut ins Leben gerufen, das auf gemeinnütziger Grundlage aufgebaut ist. Die Großbank übernimmt die Einlagen des In­stituts und erhält dafür maßgeblichen Einfluß.

X Südd. Zucker M.-ffi, Mannheim. Der AR. beschloß, der GB. für 1928/29 aus einem Reinge- winn von 4,74 (4,14) Mill. RM eine Dividende von 12 Prozent (10) auf 29,6 Mill. RM Stammaktien und 7 Prozent auf 400 000 Vorzugsaktien vorzu- schagen und 1,16 (1,15) Mill. RM auf neue Rech­nung vorzutragen.

X S.-V. der Arbeitsgemeinschaft privater Jetrer- versicherungsgesellschaften in Deutschland. Die G.-B. beschäftigte sich u. a. mit der Weiterentwicklung der Neuwertversicherung. Insbesondere war Gegen­stand der Beratung die außerordentliche und stetig zunehmende Steigerung der Brandschäden der letzten Jahre, der eine sinkende Tendenz der Prä­mien gegenübersteht. Bis Ende Oktober waren bei den Gesellschaften der Arbeitsgemeinschaft im Jahre 1927 etwa 79, im Jahre 1928 etwa 101 und im Jahre 1929 etwa 123 Mill. RM Brandschäden an­gefallen. Es wurde beschlossen, in eine Prüfung der Frage einzutreten, in welcher Weise bei denjenigen Risikengattungen, bei welchen diese Steigerung der amiMMWBMBMnMMil^MMBnMi

ohn hclnngfor Italien . rtondon , Bans. Schweiz . Spanien . L .-Oesterreich Prag . . . Pengö . , Japan . . 'Jito oe Janeiro Bulgarien Belgrad . Liffabon . Danzig .

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