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Donnerstag den 5. Dezember 1929
HAÄBll UND
WIRTSCHAFT
Die KsWMUtte« küv eksevo âvedr<a«sMÜKe
Ue verângsfielle soll dadurch entbehrlich gemacht werden.
' y In einer Versammlung der Vorstände des Deutschen und des Preußischen Städtetages wurde Migeteilt, daß die vor kurzem eingeleitete Aktion zur Konsolidierung des Kommunalkredits erfolgreich strtgeschritten sei. Die Mitwirkung der kleineren Städte, der Landkreise und der Sparkassen sei nun« mehr sichergestellt. Das Spar- und Konsolidierungsmogramm der deutschen Kommunen soll durch die Einrichtung kommunaler Kreditausschllsse ergänzt werden. Diese Ausschüsse sollen für die Begut- ochtung von Schuldscheindarlehen provinziell gebildet werden. Sie sollen vor der Entscheidung der
zuständigen Aufsichtsorgane die Notwendigkeit der Kreditaufnahme unter Berücksichtigung der Markt-
loge begutachten. Die Inhaberanleihen für die in der Regel nur die größeren Städte in Betracht kommen, sowie die Schuldscheindarlehen über 5 Mill. M sollen bei Kreditausschlüssen behandelt werden, idie für Ausländsanleihen beim Deutschen Städtetag, mir Inlandsanleihen bei dem zuständigen Landes-
Idtetag eingerichtet werden. Die kommunalen Hitanstalten werden bei dieser Begutachtung be- igt
Der Städtetag steht auf dem Standpunkt, daß ch die geplante Organisation von kommunalen Hitausschüssen die Beratungsstelle für Auslands- Mte entbehrlich gemacht werde. Die Verhänd- gen hierüber mit der Reichsregierung sowie den idem sollen bereits, wie wir hören, in den näch- i Tagen ausgenommen werden. Bemerkenswert ferner eine Beschlußfassung zur Frage der Revi- i der Wirtschaftsbetriebe der Gemeinden. Der itsche Städtetag hält es für unerläßlich, daß alle ibte ihre gesamte Verwaltung dauernd einer Hnungs- und Wirtschaftskontrolle unterziehen.
Städte seien gewillt, durch Schaffung geeigneter nsionseinrichtungen auch auf diesem Gebiete den mdsatz der Selbstverwaltung aufrecht zuerhalten.
Sie Sevbandrsmsett ist der LuGwivtschaßt seSrSettevt
X Dienstag fanden in Berlin die bereits ange- ndigten Verhandlungen zwischen der Deutschen
Ichkonvention und den vier Großabnehmeroerbän- n statt. Die neuen Verhandlungen waren bekannt- H im Anschluß an einen Beschluß der Mitglieder
r Eroßabnehmerverbände zustande gekommen, mach diese sich bereit erklärt hatten, die in den
toberverhandlungen festgelegten Verkaufs-, Liefe-
ngs- und Zahlungsbedingungen für fünf Saisons zunehmen. Bei den Verhandlungen am 3. Dez.
n von der Tuchkonvention einige Gegenforde- x gestellt, darunter in der Frage der .Dessin- j Kouponabschnitte und in der ^rnae der Kre-
lg. Auch darüber ist man nach längeren ) ngen zu einer Einigung gekommen. Die
trotzdem die schwache Veranlagung von Aku- und Bembergaktien etwas auf die Allgemeintendenz ab, und die hohen vorbörslichen Kurse konnten sich nicht ganz behaupten. Das Geschäft war aber im allgemeinen lebhafter, da Aufträge besonders von Auslandsseite in etwas größerem Umfange eingetroffen sein sollen. Aber auch die sehr festen gestrigen internationalen Effektenbörsen machten einen vor- . iü)often Eindruck, so daß der Weg zur Besserung der Börsensituation geebnet war, zumal die gute Verfassung der internationalen Geldmärkte berechtigte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft des Börsengeschäftes zuließen. Die Spekulation zeigte größeres Deckungsbedürfnis, so daß bei lebhafter Umsatztätigkeit in Spezialwerten teilweise recht er- hauche Erholungen zu verzeichnen waren. Eine Ausnahme machten, wie schon erwähnt, Kunstseideaktien. Verstimmend wirkte hier die voraussichtliche Dividendereduzierung bei Bemberg und der wahrscheinlich gänzliche Ausfall einer Dividendeausschüttung bei AKU. Von holländischer Seite soll ziemlich Material an den Markt gekommen sein. Die Baissespekulation griff weiter an. Aku-AkUen eröffneten erneut 6% Prozent schwächer, ebenso verloren Bemberg ca. 6 Prozent Durch besonders feste Haltung fielen am Kalimarkte Salzdetfurth mit plus 7 Prozent Westeregeln mit plus 5 Prozent auf. Von Chemiewerten machte sich für J. G. Farben lebhafters Interesse bemerkbar bei einer Besserung von 3 Prozent. Am Elektromarkt zogen AEG. 2 Proz. Chade 3% Mark, Schlickert 2 Prozent und Siemens 2% Prozent an. In den Vordergrund traten noch Dt. Linoleum mit plus 5% Prozent. Zellstoffwerte bis zu 3% Prozent fester. Montanwerte lagen stiller; die Besferungen gingen hier nur bis zu 1% Prozent. Am Bankenmarkt konnten Reichsbankanteile ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen und gewannen wiederum 6 Prozent. Die übrigen Werte dieses Marktes waren bis zu 1 Prozent gebessert. Am Automarkt gewannen Daimler 1% Prozent Bauunternehmungen bis 2 Prozent höher. — Renten leicht gedrückt.
Im Verlaufe unterlag das Kursniveau mehrfachen Schwankungen. Zumeist lagen die Kurse bei lebhaftem Geschäft gut behauptet, teilweise bis zu 2 Prozent gegen Anfang fester. Siemons gaben dagegen ca. 1 Prozent nach. Bemberg und Aku-Aktien waren weiter angeboten und erneut bis zu 3 Proz. schwächer.
Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent weiter leichter. — Am Devisenmarkt konnte sich das Pfund international wieder bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1760, gegen Pfunde 20.378. London-Kabel 4.8810, Paris 123.90, Mailand 93.22, Madrid 34.90, Holland 12.08%.
. An der Abendbörse blieb die Stimmung fest, und namentlich in Spezialwerten war di« Uensatztätigkeit weiter ziemlich lebhaft. Die festere Newyorker Anfangstendenz trug zur Besserung der Haltung bei. Die Kulisse schritt weiter zu Deckungen. Daneben sollen wieder einige Kauforders vorgelegen haben. I. G. Farben, die 2% Prozent gewannen, waren bevorzugt. Weiterhin
nahmen bei den Werten, die heute die größten Kursgewinne erzielt hatten, Abbröckelungen bis etwa 1 Prozent ein. Am Rentenmarkt bestand für Mexikaner bei anziehenden Kursen Interesse.
J. G. Farben 186—185, AKU 115—113%, Bemberg 162%—161%, AEG. 162%, Licht u. Kraft 172.—, Schlickert 186%, Siemens 295% bis 296, Harpener 138.—, Rhein. Braunkohlen 250%, Reichsbank 286%.
ÄGlacktvrebmavst
Vorbericht.
Frankfurt a. M., 5. Dez. Auftrieb: Rinder 112, Kälber 798, Schafe 536, Schweine 420. Preise: Kälber b) 76—80, c) 71—75 d) 66—70. Schafe a) 42 bis 46, b( 38—41. Schweine b) 74—78 c) 74—78, d) 70—73 c) 60—70. Marktoerlauf: Kälber, Schafe und Schweine ruhig ausverkauft.
ter. Im Verlaufe traten auf Gewinnmit
Frankfurler Kursbericht (4. Dezember).
97—
II
do.
3.40
87.30
8.15
50—
um durchschnittlich 6 Franken je
X Heinrich Lanz A.-G., Mannheim. In einer AR.-Sitzung wurde fest-gestellt, daß der Umsatz des Jahres 1929 sich um etwa 10 Prozent geringer stellt als der des Jahres 1928, während allgemein in der Landmaschin«nindustvi« von einem Rückgang von 40—50 Prozent gegenüber 1928 gesprochen wird. Der Umsatz im Ausland konnte um 20 Proz. gesteigert werden. In letzter Zeit sind namhafte Auslandsaufträge hereingekommen. Der Gewinn des laufenden Jahres wird, soweit sich heute übersehen läßt, über dem des Vorjahres liegen. Eine Dividende wird aber 1929 wieder nicht verteilt.
X Status bei Sick u. Co. Nach dem jetzt vorliegenden Status der Nordischen BanKommandite Sick u. Eo. in Hamburg betragen die Gesamtver- bindlichkeiten 2 303 818 RM zuzüglich 100 000 RM AusWertungsvevpflichtrmgen. Die Gesamtaktiven sind mit 202144 RM bilanziert, wovon noch 100 000 RM für Abwicklung skosten, Gehälter, Steuern und Miete abgefetzt worden sind. U. a. betragen BankMthaben rd. 6000 RM und Debitoren 155 771 RM, nachdem Abschreibungen von 633 071 RM vorgenommen worden sind, andererseits Kreditoren (allgemeine) 587 085 RM Kreditoren aus ÜBeiteroerpfänbung der Depots nach Abzug der SchuMeträge 313 656 RM, ungedeckte Vankenfovderungen 111889 RM. Fie Forderungen der Banken gegen Sicherungen überschreiten diese um 430 625 RM. Darunter befindet sich allein eine Forderung der Sächsischen Staatsbank von rd. 350 000 RM, da deren GesamtquHaben von 1043 730 RM nur durch 791 959 RM gedeckt ist. (Bekanntlich hatte die Sächsische Staatsbank Gerüchte von entstehenden Verlusten dementiert.) Die Vereinsbank Hamburg hat 40112, Verwandte, Kommanditisten und Angestellte haben 560 562 RM zu fordern. Bei ihren Depots steht durchweg die Bemerkung „fehlen". Außerdem betragen noch Wechselobligo und Wir^chaftsverpfüchtungen 300 000 RM.
r
worden. Bei zwei Sorten beläuft sich d'> i^reis- erhöhung auf 9 Franken. Die Preise für Repa- rationskoks wurden um 10 Franken heraufgesetzt.
X Insolvenz in der Dillinger Uhrenindustrie.
Die Villinger Hausuhrenfabrik Dr. E. Hanky u. Co. in Villingen, Inhaber Dr. Erhard Hanky, be-
findet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Das geriert liche Dergleichsverfah
eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Haas-Dilling«n zur Vertrauensperson bestellt worden.
iren ist am 23. November
X Wieder 9 Prozent Dividende bei der Gebr. Stollwerk A.-G., Köln. Der Reingewinn des am 30. Juni dieses Jahres obgelaufenen Geschäftsjahres stellt sich nach 752 517 RM Abschreibungen (t. V. 762 502 RM) einschließlich des Vortrages von 110 677 RM auf 1 527 830 RM (im Vorjahre wurden mit Einschluß der Sonderausschüttung von 752 500 RM aus dem freigegebenen amerikanischen Eigentum 2 314 108 RM) ausgewiesen). Der auf den 30. Dezember d. J. einzuberufenden GV. soll vorgeschlagen werden, wie im Vorjahr« auf die Vorzugsaktien 6 und auf die Stammaktien. 9 Prozent Dividende zur Ausschüttung zu bringen.
X Dividenden im Riebeck-Drauerei-Kon«rn. Bierbrauerei Kleincrostitz F. Oberländer A.-G. wieder 8 Prozent. — Bergbrauerei Riesa wieder 15 Prozent. — Klosterbrauerei Stadtroda A.-G. wieder 10 Prozent.
Frankfurter Getreidebörse vom 4. Dezember (Amtlich!.
Je 100 kg in Kolmar?:
Weizen 1. Qualität 26.75—26.90 6m
Roggen (inländisch.), fester. . . 20— ,
Sommergerste für Brauzwecke . 19.75 ,
Hafer (inländischer! .... 18 25 ,
Mais (gelb)........ 18.75 ,
Weizenmehl (südd. Spezial) . . 39.75—40 00 , (Niederrhein. Spezial) 39.75—40 00 ,
Roggenmehl, fester..... 28.50—30.00 ,
Weizenkleie .
Roggenklei« .
Tendenz: ruhig
Berliner Metallmarkt. eVom
Kupfer
Dezbr. . Januar. Febr. . .
März April. . Mm . .
Juni. . .
U 134— 133.75 133.75 133.75 133.75 133.75 134—
v 137.50 134— 134.75 134.75 134.75 134,75 134.75
Mei
Dczbr.
Januar Febr..
März. April.
Mai . .
Juni. .
10.60
10,75
4.
Dezember)
U 40 50 40.75 41.25 41 75 41.75 41.75 42—
B 41.50 41— 41.50 42.75 42 52 42 75 42.—
sMk. kür 100 kg)
Elektrolyt . . .
Rohzink (FreiverU ilngeschm. Zink . Aluminium. . . do. Barren
G 170—
B
ge
es bei den Oktdberverhaftdlungen
------- „..“iWtOfen Ähneyimrverbanden )lagene Arbeitsgemeinschaft von der Tuchion angenommen wird
war bereits beschlossen worden, nachmittags gemeinsame Besprechung im Reickswirtschafts- jterium abzuhalten, um dort nochmals die Bengen genau festzulegen, insbesondere in bezug s Arbeitsgemeinschaft. Am Nachmittage wurde von den Vertretern der Tuchkonvention er- t, daß sie nicht in der Lage seien, der in Aussicht teilten Arbeitsgemeinschaft zuzustimmen, da keine ssicht bestände, daß die Mitglieder der Tuchkon- mtion mit dieser Arbeitsgemeinschaft einverstanden ren. Daraufhin erklärten die Großabnehmerver- nde daß sie nicht in der Lage seien, die bereits verbarten Zahlungs-, Verkaufs- und Lieserungsbe- ngungen anzunehmen.
Somit sind die schon seit Monaten sich in die nge ziehenden Verhandlungen in der Tuchwirt- ft leider nochmals gescheitert. Ob die Tuchkon- ntion nunmehr neue Bedingungen aufstellen wird er die bisherigen gelten lassen wird, läßt sich noch t feststellen.
Schutzgebiete . . . .
6 «lo Retchsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .
do. m. A. .
8 % Pr. Centr. - Bod.» Psandbr. 28 . . . .
8% Pr. Centr.-Komm.- Obl. 28......
Anatolier I . , , , ,
für
Tonne erhöht
f. 1 kg
. 190—
. 194—
i 350—
65—69
. , 66-68
SvauSSuvtev VSvks
X, Frankfurt a. M., 4. Dez. Tendenz fest. Nach- M die gestrige Abendbörse durch eine erneute in Kunsiseidewerten ungünstig beeinflußt roe, war die Tendenz im Gegensatz hierzu trotz «terer Kurseinbrüche in Glanzstoffpapieren recht I ■ Zu Beginn des offiziellen Marktes färbte aber
Bagdad I. , , • , «
do. II. . . . . .
Zollturken . . » . .
Schantungbahn.... Tibia .... > . . Barmer Bank . . . . Berliner Handelsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmnädt. u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsbank . Diskonto-Gesellschaft . . Dresdner Bank, . .
Metallbank..... Mitteldeutsche Creditbank Reichsbank..... Oesterr. Creditanstalt Westbank...... Sapag . , .....
94— 17.30 17.80
7.30 7.80
7.40
2 50 116.25 117— 172— 154.25 237— 149—
148.
149.
280.50.
30.30
94—
100.10
Rordd. Lloyd . ; . . Buderus . , , . . Gelsenkirchen. .... Harpener ...... Ilse Bergbau .... Klöckner . . , . . . Mannesmann .... Mansfelder Bergbau . Oberbedarf ..... Oktavi Alinen , . . Phönix....... Rhein. Braunkohlen . , Rheinstahl..... Riebeck Montan . . . Laurahütte ..... Ver. Stahlwerke A.-G. . Aschersleben..... Salzdetfurth.. . . . Westeregeln , , , . , Kleyer....;,. Brown, Boveri. . » . Daimler..... Franks. Maschinenfabrik. Mag....... Voigt D Häffner . . . Metallges. Frankfurt a. M. ^UNA^HUS . . . , • • Cement Heidelberg .
Hoch- und Tiefbau . .
98.50
63.50
124.25 131— 316—
91.50
92.25
108 — 68. -
55.50 102— 245— 106—
105.50
52— 103.25 189.50
VH. Holzmann . . . 84—
Wayß D Freitag . . . 82.75 Zellstoff Aschaffenburg . 137 50 Zellstoff Waldhof . . . 182— J. 6. Farben .... 189.50 Scheideanstalt . « . 142.25 Holzverkohlung. , . • 80— Dt. Erdöl.....96—
Th. Goldschmidt ... 63— Montecatini..... 52.75 Rütgerswerke .... 7125 A. E. G.......160.50
Bergmann-Werks , . . 206.— Ehade ...... 323— Licht und Kraft . . 166.25
Elektrische Lieferungen . 153.50 Felten ® Guilleaume . 113—
316.50
Gesfürel......
162—
196—
Lohmeyer. . . . . .,
160.50
UL-
Lechwerke......
Rhein. Elektr.....
103.51
142.50
38.50
Schlickert......
184.50
44—
122—
222 -
Siemens & Halske . . Mainkraftwerke. . , . Dt. Linoleum.....
291.25
105.25
243—
113—
49—
Karstadt......
Svenska......
132—
318—
117.60
Südd. Zucker . . .
160,50
74,50
Ver. Glanzstoff . . .
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Amtliche CinheitSkurss
Berlin-Frankfurt a.M. (Vom 4. Dezember)
Geld
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