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Kl 284

Mittwoch bett 4. Dezember 1929

Seite 13

HANDEL UND WIRTSCHAFT

KelchSbanSattstvsrs

X Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 30. ^»Mutier hat sich die gesamte Kapitalanlage der Mk in Wechseln und Schecks, Lombards und Kiekten in der Ultimowoche um (alles in Mill. RM) i 596,8 (i. 23. 586,3) auf 2667,1 (2474,3) erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Reichsschatz- wechseln um 31,8 () auf 41,8 (57,3), die Bestände an sonstigen Wechseln und Schecks um 450,2 (452,4) am 2367,9 (2211,5) und die Lombardbestände um 1148 (76,6) aus 164,7 (113,1) zugenommen. An AeichSbamkitoten und Rentenbankscheinen sind 780,5 [ (703,9) in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich -der Umlauf an Reichsbanknoten um 754,0 680,8) auf 4916,5 (4724,0), derjenige an Rentenbank- s scheinen um 26,5 (23,1) auf 394,1 (524,3) erhöht. Dementsprechend sind die Bestände der Reichsbank an Rentenbaukschsinen auf 16,2 (12,9) zurückgegan- gen. Die fremden Gelder zeigen mit 445,4 (473,4) eine Abnahme um 113,8 (115,3).

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen De­visen zusammen haben sich um 11,7 (32,6) aus 2637,6 (2796,6) erhöht, und zwar haben die Goldbestände um 4,1 (50,0) aus 2240,4 (2623,5) und die Bestände an deckungssähigen Devisen um 7,6 (17,4) auf 397,2 (173,1) zugenommen. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 45,6 Prozent (55,5) gegen 53,7 Prozent (63,6) in der Vorwoche, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen 53,6 Prozent (59,2) gegen 63,1 Prozent (68,4).

Aku-Aktien 120% bis 119%, Bemberg 170., I. G. Farben 177177^,AEG. 159. Siemens 290%; Rheinstahl 104%, Reichsbank 274.

OvatErmsSV VWâ

Frankfurt a. M., 3. Dez. Tendenz: fremrdlich. Die zuversichtliche Stimmung, die an der gestrigen Abèirdbörse geherrscht hatte, konnte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs noch verstärken. Das Ge­schäft war aber trotzdem ziemlich klein, nur einige Spezial werte traten etwas mehr hervor. Einige Auslandsorders führten zu dieser Bevorzugung. Die Spekulation zeigte nur wenig Unternehmungslust, da Anregungen wieder fast vollkommen fehlten. Die Newyorker Börse von gestern schloß schwächer, doch machte dies wenig Eindruck. Die Tendenz blieb freundlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten durchwsg'leichte Erholungen ein. Am Elektro- markt bestand lebhaftere Nachfrage für Siemens mit plus 4 Proz. AEG., Schuckert und Gesfürel zogen bis zu % Prozent an. In Nachwirkung der Mit­teilungen über Standard Dil I. G. Co. waren I. G. Farben ebenfalls noch etwas bevorzugter und ge­wannen 1% Prozent. Scheideanstalt lagen eine Keinigkeit fester. Schiffahrtswerte bis gu 1% Pro­zent niedriger. Am Montanmarkt ergaben sich Er­höhungen bis zu 4% Prozent. Auch heute waren Rcichsbankanteile weiter gesucht und gewannen er­neut 5% Prozent, hiervon ausgehend wurde die Jmiung günstig beeinflußt, und das Geschäft Bernte zeck weise einen etwas lebhafteren Charakter Michmen. Die übrigen Bankwerte lagen zumeist

X Der Schweinebeskand in Hessen-Nassau. In der Zeit vom 1. Juni 1929 bis 2. September 1929 sind im heimischen Schweinebestanid einschneidende Veränderungen eingetreten. Die Zahl der Ferkel hat sich von 114 000 auf 161 000, also um rund 40 Prozent erhöht gegenüber nur 29 Proz. im Reichs­gebiet. Dagegen hat sich die Zahl der Jungschweine unter zwei Jahren von 303 000 auf 282 000, d. h. um 7 Proz. vermindert. Diese Verminderung scheint umso bemerkenswerter, als sich im gesamten Reichs­gebiet eine leichte Erhöhung um 2 Proz. feststellen läßt. Ganz gewaltig hat der Bestand der Halb- bis einjährigen Schweine zugenommen, nämlich von 123 000 auf 198 000, also um über 60 Proz. (gegen 40 Proz. im Reich). An über ein Jahr alten Schweinen wurden 55 000 gegen 44 000 am 1. Juni gezählt, so daß auch hier eine nicht unbedeutende Vergrößerung des Bestandes eingetreten ist. Es ist ganz klar, daß sich diese Verschiebungen demnächst auch im Preise auswirken müssen.

X Frankfurter Pferdemarkt vom 2. Dezember. Bei dem letzten PferÜemarkt in diesem Jahre war ein größerer Auftrieb festzustellen, es standen rund 150 Tiere mehr zum Verkauf als anläßlich des Oktober-Marktes. Zu Beginn war die Kauflust nur gering und erst im Laufe des Vormittags entwickelte sich der Handel zufriedenstellend. Im allgemeinen waren die Preise nad>gebenb und ins­besondere bei Schlachtpferden, welche teils zu 25 bis 30 RM je 50 Kg. gehandelt wurden. Grohe Transporte kaufte das 'Rheinland. Etwa Zwei­drittel der g'èsamen Zufuhr dürfte den Besitzer gewechselt haben. Der nächste Pferdemarkt ist auf den 6. Januar 1930 angeseht.

X Collet u. Engelhard Werkzeugmaschinensabrik A.-G., Offenbach a. M. Die GV. genehmigte den dioidendenlosen Abschluß 1928/29.

X Zunahme der Konkurse in Kassel. Der Zu­sammenbruch der drei Privatbanken Andrè u. Her­zog, Marino ii. Sichel und H. Schirmer in Kassel wirkt sich bereits in der Zunahme der Konkurse aus, indem durch den Verlust ihrer Bankverbindungen auch große Unternehmen in ernste Schwierigkeiten

gekommen sind. Nachdem die Maschinenfabrik Schleß u. Rohmann in Kassel-Bettenhausen am Samstag den Konkurs infolge sehr großer Verluste bei dem Bankhaus Fiorina u. Sichel anmelden mußte, haben nun auch die große Dampfziegeifabrik Fritz Hammann u. Co. und die Allgemsine Deutsche- Bank- und Spargenofsenschaft e. G. m. b. H. in Kassel ihre Zahlungen eingestellt und den Konkurs angemeldet.

X Arbeitsgemeinschaft Auskro Daimler-Steyr. Nach einer Mitteilung der Oesterreichischen Credit- Anstalt ist es in den letzten Tagen zwischen den Austro Daimler-Puch-Werken, die zum Interessen, kreis des Wiener Bankvereins und der Oesterreich­ischen Credit-Anstalt gehören, und den Steyrwerken A.-G., die nunmehr von der Credit-Anstalt finan­ziert werden, zu einer Vereinbarung gekommen, wo­nach eine Arbeitsgemeinschaft auf dem Gebiete der Autoerzeugung und der Typenregelung geschaffen wird. Der gesamte Verkaufsapparat beider Werke wird in einer zu gründenden Gesellschaft konzentriert. Eine Aenderung in der Selbständigkeit beider Auto­fabriken und in der Finanzierung tritt nicht ein. Ebenso bleibt das Gesamtverhältis zu den in- und ausländischen Verkaufsstellen und Vertretungen in der Hauptsache unberührt.

X Internationale Bohskahlgemeinschaft. Der so­genannte Kleine Ausschuß der Internationalen Rohstahlgemeinschaft hat in seiner gestrigen Sitzung in Lüttich beschlossen, die für November verfügte lOprozentige Einschränkung der Erzeugung auch für Dezember bestehen zu lassen. Dieser Beschluß war bei der wenig günstigen Lage des Welteisen­marktes zu erwarten, er liegt auch in dem durch die bekannte Verständigung über den Staatseisenpreis bekundeten Bestreben, die notwendige Regelung des Marktes auch von der Preisseite her in Angriff zu nehmen. Dabei ist allerdings zu bemerken, daß diese Art von Prcisverständigung nur ein Notbe­helf sein kann, weil die Durchführung dieser Preis­bindung allein von dem guten Willen der Beteilig­ten abhängt. Sicherlich ist in Lüttich auch über die­sen ersten Versuch der Internationalen Rohstahl­gemeinschaft, auch zu Preisvereinbarungen zu kom­men, verhandelt worden; mit welchem Erfolg, ist bisher nicht bekannt geworden.

X 21721 Jt Maschinenfabrik Augsburg-Nürn­berg A.-G., Augsburg. Die zum Gutehoffnungs- konzern gehörige MAN., die, wie bereits gemeldet,

Frankfurter Kursbericht (3. Dezember).

Schutzgebiete . . . . 6 *| o Reichsanleihe v. 1927 Ablöfungsschuld o. A. .

do.

m. A.

8 % Pr. Centr. = Bod Psandbr. 28 . . .

8% Pr. Centr.-Komm

3.40

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50.-

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Nordd. Lloyd Buderus . . Gelsenkirchen. Harpener . . Ilie Bergbau Klöckner . . Mannesmann

99.-

62.- 123.75 129. 213.-

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Ph. Holzmann . .

Wayß D Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waidhof . . J. E. Farben Scheideanstalt Holzveriohlung

«M'a'ftèr^NefrÄgt. Es--traten durchweg gegenüber- kW Anfang erneute Besserungen bis zu 1% Proz. K Im Vordergründe standen Siemens, I. G. Lirben und Reichsbankantoile.

Geldmarkt war Tagesgeld mit 7% Prozent leichter.

Metin Devisenmarkt war die Mark fest: das Pfund Wernational schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1755, gegen Pfunde 20.383. London-Kabel 48795, Paris 123.86, Mailand 93.20, Madrid 35.05, Holland 12.08%.

Nach den Kursrückgängen am Schluß der Mittags- börjs war die Haltung im A b e n ü v e r k« h r zurückhaltend und lustlos, zumal auch uneinheitliche Aewyorker Kurse keine Anregung bieten konnten, âe Kurse waren meist etwa behauptet. Aku-Aktien konnten sich nur geringfügig erholen. J. G. Farben »aren knapp gehalten. Die Kursveränderungen blie­ben allgemein minimal. Anleihen ohne Geschäft.

102,

do. II. . . . .

Zolltürken . . ... Schantungbahn. . . . Adka .... . . . V armer Bank . . . . Berliner Handelsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmstadt, u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsbank . Diskonto-Gesellschaft . . Dresdner Bank. . .

Metallbank . . . . , MitteldeutscheCreditbank Reichsbank.....

Oesterr. Creditanstalt Westbank . . , . .

Hapag . . . .

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Danksagung.

Für die vielen Beweise Herzl. Teilnahme wäh­rend der langen Krankheit und dem Heimgänge unserer lieben unvergeßlichen

elfe

sagen mir allen, besonders Herrn Pfarrer Göckel für die tröstenden Worte am Grabe, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden unseren tiefge­fühlten Donk.

Die trauernden Hinterbliebenen

Frau eitle Klose und Kinder

DaEasuns

Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teil­nahme beim Hinscheiden unseres lieben Verstorbenen

Kerrn Karl Kerbert

sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Hanau, den 4. Dezember 1929.

3m Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Berta Herberk wwc.

7.60

7.50

7.70

2 60 116.25 117.- 172.- 154.25 234.- 149.-

147.50

149.-

278.50

30.30

94.

. 101.-

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Rheinstahl . . . .

Riebeck Montan . .

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Brown, Boveri. . . . Daimler..... Franks. Maschinenfabrik. Miag....... Voigt D Häffner . . . Metallges. Frankfurt a. M. Junghaus...... Cement Heidelberg .

Hoch- und Tiefbau . .

103.25

105.50

104/

189.

314.

195.

111.- 40-

44.75

121.50 222 -

113.25

49.-

118.25

74.50

Rütgerswerke A. E. E. . . . Bergmann-Werke Ehade . . . , Licht und Kraft

für 1928/29 wieder 6 Prozent Dividende in Vor­schlag bringt, berichtet, daß das Unternehmen durch die Vielseitigkeit seiner Geschästszweige die Möglichkeit fand, einen Ausgleich in der Beschäf­tigung zu finden, so daß der Umsatz bei fast gleichbleibender Belegschastsziffer (13 030 gegen 15 300 i. V.) den des Vorjahres überstieg, ohne daß allerdings ein günstigeres Endergebnis erzielt wurde. Das Auslandsgeschäft wurde zur Förderung von Arbeitsgelegenheiten weiter gepflegt und aus­gebaut, obwohl hier nennenswerte Gewinne nicht erwartet werden dürften, da die fremde Konkur­renz unter ungleich günstigeren Bedingungen lebe. Nach der Bilanz haben sich die Anlagewerte um 308 752 RM auf 23,05 Mill. RM erhöht. Di- Vorräte betrugen 43,62 (41,91) Mill. RM. Die An­zahlungen erhöhten sich entsprechend um 511717 RM auf 19,37 Mill. RM. Außenstände betragen 31,87 (30,31) Mill. RM. Den Bankschulden von 8,15 (7,11) Mill. RM stehen Bankguthaben von 2,16 (1,56) Mill. RM gegenüber. Waren- und sonstige Schulden haben sich von 24,43 auf 29,95 Mill. RM erhöhtt

Berliner Mctallmarkt. tVom

Kupfer

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Dezbr. . .

133.50

135.50

Dezbr.

Januar .

133.

134.-

Januar

Febr. . . .

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134.75

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März

133.

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März.

April. . .

133.-

133.75

April.

Ma, . .

133.

133.75

Mai .

Juni. . . .

33.25

133.75

Juni .

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3.

Dezember!

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40 40.75 40.75 4125 41.50 41. 41,50

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160.-

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Berlin-Frankfurt a.M, (Vom 3. Dezember)

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Prag . ......

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62

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