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Nr. 280

Freitag den 29. November 1929

Seit

HANDEL UND WIRTSCHAFT

Keovsattrsaèron der Sstbank

Berlin, 28. Nov. Die Reichsbank teilt mit: Muf Wunsch ostdeutscher Wirkschaftskresse sind zwi- jchen der Verwaltung der Ostbank für h ân- >et und Gewerbe und der Dresdner Bank Verhandlungen gepflogen worden mit dem Ergebnis, daß die Ost bank für Handel und Gewerbe im Wege der Fusion un- ter Ausschluß der Liquidation von der Dresd­ner Bank übernommen wird. Zu diesem Zweck soll den Aktionären der Ostbank in einer als- bald einzuberusenden Generalversammlung das An­gebot gemacht werden, ihre Aktien im Verhältnis von 4:1 gegen Dresdner-Bank-Aktien umzutauschen. Die Aktionärgruppe, welche über die Dreiviertel- Dlajorifät der Ostbank verfügt, hat dieser Abma- djung zugestimmk, so daß die Durchführung der Transaktion gesichert ist. Der bisherige Aussichtsrat stellt sein Amt zur Verfügung. Wit Rücksicht auf die Bedeutsamkeit der Trankaktion für die oft- deuksche Wirtschaft hat sich d i e P r e u ß i s ch e Staatsbank an ihrer Durchführung beteiligt.

lieber die Hilfe der Preußen-Regierung für die Ost-Bank teilt die „Boss. Zig." mit:

Die Beteiligung der preußischen Regierung, die in der Uebernahme einer Bürgschaft von einer Million Mark bestcht, geschah unter dem Zwang des Lerandworbungsbswußilfeins: sie glaubte es nicht auf sich nehmen zu können, die ohnehin über­aus labile ostpreußifchs Wirsschaft durch den Zu­sammenbruch der Bank schädigen zu lassen. Die einzige Konsequeng, die die preußische Regierung aus dem Ereignis gezogen hat, ist die, daß Hugen­berg selbst und sein Kreis aus der Bank auss Hei­den. Sie Haben ihre Aufsichtsratsämter nisderge- iegt und ihre Konten abgeschlossen.

In Ergänzung zu der offiziellen Darstellung der Ausnahme der Ostbank durch die Dresdner Bank hört der „Berliner Börsencurier", daß sich die Dresdner Bank eine Sicherung in folgender Weise ausbedungen' hat. Die GroßaMonsürgrupp«, be- stchend aus Hugenberg (ca. 1.3 Millionen Mark Ofibankaktien) und den östlichen Genossenschaften (ca. 2 Millionen Mark Aktien) wird die ihnen zu- stehenden ca. 750 000 Mark nom. Dresdner Bank- Aktien als Sicherheit bei der Großbank belassen. Diese hat das Recht, sich aus den hinterlegten Aktien W befrieibigen. Sofern diese Aktien zum Ausgleich von Ansprüchen der Dresdner Bank aus Verlusten, die durH ben Sanierungsgewinn nicht gedeckt sind, nicht ausreichen, kann eine Bürgschaft Hugenbergs und des Staates von je einer Million Mark in Anspruch genommen werden. Eine unterschiedliche Behandlung dieser beiden Bürgschaften besteht nicht; die Beanfprudjung erfolgt zu gleichen Teilen.

können, daß es fortgesetzt die Einlagen der Bank- gläubiger (Ende 1924 etwa 300 000 RM) zu Spe­kulationsgeschäften benutzte.

Nachdem der schwarze Freitag am 13. Mai 1927 Verluste von etwa 732 000 RM gebracht hatte, hätten die Geschäftsinhaber dann sogar die Depots der Kundschaft angegriffen. Von 350 De­potsappen waren nur zwei bis drei Depots in Ordnung, alle anderen waren gewissermaßen voll­kommen ausgeraubt. Die Geschäftsinhaber arbeite­ten mit gefälschten Bilanzen, indem sie den Ge­schäftsinhaber Zinn mit 732 000 RM als Gläubi­ger aufführten und auf diese Weise ihre Bilanz, die beiderseitig mit 1 Mill. RM abschloß, in Ord­nung brachten. Merkwürdigerweise sei zwei Jahre hindurch eine eingehendere Revision nicht durch- geführt worden, so daß dieser Schwindel auch der Reichsbank gegenübergelang. Die der Reichsbank, der Landeskreditkasse und der Landesversiche­rungsanstalt für die Provinz Hessen-Nassau in Kassel, die insgesamt etwas über 450 000 RM zu fordern haben, vom Bankhaus Andrè & Herzog übergebenen Effekten und Wertpapiere im Betrage von etwa 600 000 RM sind noch nicht veräußert worden, da man richtig vermutete, daß sie aus den Depots gestohlen worden sind.

Inwieweit diese Verpfändungen zu Recht be­stehen, und die Darlehnsgeber das Recht der Be­friedigung haben, muß erst noch geklärt werden. Der eine der Geschäftsinhaber, Bankier Zinn, hat sich, wie f. Zt. berichtet, erschossen, während der andere, Bankier Herzog, wegen Konkurs- und De­potverbrechens in Untersuchungshaft genommen worden ist.

P Geske SGwtrèdslefstt eines Meehnee Ba«Ssommâtzirs«KVs

Die SnssWsrrzwLAs

X Frankfurter Insolvenzen. Die Leinen- und Baumwollwarenfirma Hutzler & C o. verhandelt bei ca. 200 000 RM Passiven wegen eines außer­gerichtlichen Vergleiches auf der Grundlage von 30 Prozent. — Die Textilgroßhandelsfirma Hirtz L W o rms er hat das gerichtliche Vergleichsverfah­ren beantragt. Sie hat sich an ihre Gläubiger ge­wandt, um einen Vergleich herbeizuführen. Man rechnet mit einer Quote 'von über 30 Prozent. Die Verluste werden auf die allgemein schlechte Ge­schäftslage und auf empfindliche Ausfälle bei der Kundschaft zurückgesührt.'

X Paul Schlesinger-Trier & So. Frankfurt a. W. In einer Besprechung der Hauptgläubiger wurde nach Prüfung der Eiirzelheiten angeregt, Die Aktiengesellschaft für Wirtschaft und Verwaltung möge für die Schuldnerin innerhalb dreier Wochen den Gläubigern einen VergleiHsvorschlag auf 40 Prozent unter Garantie von potenter Seite machen.

X Konkurs der Gummiwerke Nordland A.-G., Hamburg. Ueber die Gesellschaft, die früher unter dem Namen Belinde-Werke A.-G. zum Lindemann- Konzern gehörte, ^ist Konkurs eröffnet worden. Jim

Kurse gegenüber der gestrigen Abendbörse mit einigen Ausnahmen gut behauptet. J. G. Farben eröffneten 2 Prozent gedrückt. Scheideanstalt la­gen gehalten. Deutsche Erdöl konnten 1% Prozent gewinnen. Goldschmidt gut behauptet. Am Elektro­markt überwogen Abschwächungen. Besonders Chadeaktien lagen im Angebot und büßten 8 RM, ein. AEG., Bergmann und Siemens verloren von 1 bis 3 Prozent. Schuckert waren unverändert. Montanwerte gut behauptet. Für Gelsenkirchen bestand einiges Interesse bei einem Gewinn von 2 Prozent. Banken uneinheitlich. Danatbank und Deutsche Bank lagen etwas fester. Dresdner Bank und Commerzbank waren bis 1 Prozent gedrückt. Bauunternehmungen konnten leicht anziehen, ebenso Metallgesellschaft. Südd. Zucker etwas höher.

Renten still und leicht nachgebend. — Im Ver­laufe war die Stimmung freundlich. Einiges Dek- kungsbedürfnis bewirkte eine Besserung des Kurs­niveaus um bis zu 1% Prozent. Vorübergehend war es etwas schwächer auf neuere Jnsolvenzmel- bungen, doch machte dies später kaum mehr Ein­druck. Lebhafteres Interesse bestand für Montan­werte; auch Elektro- und Chemieaktien traten et­was mehr hervor, und die Kurse konnten sich bis zum Schluß der Börse weiter etwas bessern. — Am Geldmarkt war Togesgeld mit 7% Prozent gesuchter. — Am Devisenmarkt war die Mark in­ternational weiter befestigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1761, gegen Pfunde 20.384, Lon­don-Kabel 4.8785, Paris 123.83, Mailand 93.20, Madrid mit 35.18 wieder schwächer, Holland 12.08%.

An der Abendbörse war die Haltung wei­ter freundlich, bei allerdings nicht nennenswertem Geschäft. Die Kursveränderungen gegen den Ber­liner Schluß blieben gering. J. G. Farben waren knapp gehalten, während Elektrowerts und Zell­stoff Waldhof leicht anziehen konnten. Auch im Verlause blieb die Umfatztätigkeit gering. Neubc- sitzanleihe etwas fester. I. G. Farben 172, Wald­hof 178%, AEG. 158%, Schuckert 178%, Siemens 281, Mannesmann 91%, Phönix 99%, Rheinstahl 102%, Danatbank 234%, Dresdner Bank 147.

MMlaifftonar flüchtig — Zwei Vorstandsmitglieser der Berliner Bank verhaftet.

■ Berlin, 28. RE^Sëii^Anfang ucovÄnKr^st^ber ■m 28. Dezember 1890 in Altona geborene Bank- ■ommiffionär Karl Wert Löwenstein fiüchtig, der In Berlin in verschiedenen Hotels wohnte. Er un- |hd)ielt in der Friedrich-Wllhelm-Straße am »Lützow platz eine Bürogemeinschaft mit der Ber- I liner Bapk e. G. m. b. H. Löwenstein wird vor- j geworfen, Betrügereien mit ReichsschuLdbuchsor- bemngen verübt zu haben.

Seit einigerâit liefen bei der ReichSscknrkdbuch- »erwoltung Beschwerden aus dem Publikum ein, daß ihm auf seine ReichsbuchschMdfovderungen Restzahlungen vorentholten worden seien. Löwen­stein hatte eingetragene Schuldbuchforderungen Segen eine geringe Anzahlung in bar aufgekauft durch notariellen Vertrag auf seinen Namen überschreiben lassen. Die Restz-ahlung, zu der er durch die. Uebertragung auf seine Person verpflich- “t war, hat er unter allen möglichen Vorwänden von Monat zu Monat hingezögert und nicht be= klühen. Diese Manöver nahmen einen solchen Um= lang, an, daß sie zu einer starken Beunruhigung unter den Inhabern der Forderungen führten. Einige Leute haben ihre Forderungen an Löwen­stein bereits auf privatem Wege eingeklagt. Es durch die Gerichtsvollzieher zahlreiche Pfän­dungen bei dem Kommissionär vorgenommen mor« "hi. Seine Schwindeleien wurden durch Hinter- ™nncr gestützt und gedeckt. Es besteht der Ver­dacht, daß sich unter ihnen auch Borstandsmitglie- w her ssertiner Bank befunden haben. Die unv lang reichen Korrespondenzen und die ^Geschäfts- bücher des Löwenstein wurden, soweit sie vorhan- sind, beschlagnahmt. Bei dem Kriminal- rommiffar, dem Bearbeiter der ■ Angelegenheit, wen sich bisher etwa zehn Personen gemeldet, deren Forderungen zwischen 2000 und 40 000 RM I Wanten. Mit ihnen ist die Zahl der Geschädigten Neifefios aber noch nicht erschöpft. Weiter wird sich die Zahl dadurch erhöhen, da jetzt festigeftellt ist, daß Löwenstern Filialen ouH in anderen Städten ^terbaltcn hat, so in München, , Breslau und Düsseldorf. Dort hatte er Agenten sitzen, die seine èteressen wahrnahmen. Er selbst fuhr zwischen den tohibten hin und her, um die Geschäfte abzuwickeln.

Antrag der Staatsanwaltischast wurden am Donnerstag mittag zwei Vorstandsmitglieder der 8fr6iner Bank, «die verdächtig sind, dem Treiben Awenstcins Vorschub geleistet zu haben, verhaftet.

werden beschritdigt, iburd) Auskünfte wider "Oferes Wissens die Gläubiger Löwensteins Hin- üchaltm und dadurch erst den Umfang der Be- 'wgereicn ermöglicht zu haben.

worden.

X Zwangsliquidation im Plauener Bank- gewerbe. Das Bankgeschäft Thiele u. Eo. in Plauen, das sich stets eines großen Ansehens erfreuen durfte, hat sich zur Liquidation entschlossen, nach­dem ihm durch die allgemeine Dertrauenskrisis im Bankgewerbe viele Gelder entzogen worden sind. Die Liquidation erfolgt mit Hilfe der Filiale Plauen der Dresdner Bank. Die Gläubiger sollen voll be- frieibigt werden. Der genaue Liquidationsplan wird noch mitgeteilt.

jmannbeimee NvodrrL.EZLke

X Mannheim, 28. Nov. Das Angebot in In­landsware war heute etwas stärker, während die Auslandsweizen im Preise höher' geholten waren. Die Börse verkehrte in stetiger Tendenz. Im nicht- offiziellen Verkehr nannte man gegen 1214 Uhr in RM pro 100 Kilo waggonfrei Mannheim: Weizen inl. 2711, ausl. 27%—32, Roggen inl. 20%, Hafer inl. 17%—18, Braugerste, badische, rheinhessische und württembergische 20—21, pfälj. 20%—21%, Futtergerste 17—18, Mais mit Sack 19, südd. Weizenmehl Spezial 0 38%, do. zweite Sorte 37%, südd. Weizenauszugsmehl 42%, jüdd. Weizenbrotmehl 28%, südd. Roggenmehl 29—33, 10—10%, Biertreber mit Sâck 16%—17

X Sproz. Goldpsandbriese der Preußischen Zen- kralstadtschast, Berlin. Diese Körperschaft des öffenv lichen Rechtes bringt eine neue Reihe 8proz. Gold­pfandbriese zur Ausgabe. Als voraussichtlicher Börfeneinführungskurs sind lt. Anzeige 95% Pro­zent litt Aussicht genommen; während bei den frühe­ren Emissionen die Anstalt sich vorbehielt, Tilgung durch freihändigen Rückkauf oder durch Auslosung zu pari eintreten zu lassen, wird jetzt erstmals die neue Reihe 24 nur durch Auslosung zum Nenn­wert getigt, und zwar mit jährlich mindestens 2 Prozent. Aus diese Wesse werden die Besitzer den Gegenwert ihrer Pfandbriefe innerhalb 20 Jahren nämlich spätestens 1950, zu pari, zurückerhalten. Die Pfandbriefe sind reichmündetsicher.

X Die Hartmann-Versammlung. In der GB. der Sächsischen Maschinenfabrik vormals Richard Hart­mann AG. in Chemnitz erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates Dr. Russel-Berlin, daß sich die Sa­nierung infolge der allgemeinen Wirtschaftslage, insbesondere der unbefriedigenden Lage der Textil­industrie im letzten Jahre noch nicht in dem ge­wünschten Umfange ausgewirkt habe. Es wurde be­schlossen, von den: Ueberschuß in Höhe von 834 020 den Betrag von 397 435 zu Abschreibungen auf die Anlagekonten zu verwenden, 278 000 RM dem Re­servefonds zuzuführen und den verbleibenden Rest von 158 585 RM vorzutragen. Dr. Eduard Mosler von der Deutschen und Discontogesellschaft wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Direktor Speck be­merkte noch, daß die Opposition gegen die Sanie­rung einen Austragsausfall von 4—5 Mill. ver­ursacht habe. Die ullaemeine Wirtschaftslage, die sich seit Juli stets von Monat zu Monat verschlechtert habe, insbesondere die ungünstige Lage der Textil­industrie geben zu großen Besorgnissen Anlaß. Das Unternehmen sei gezwungen gewesen, eine größere Anzahl von Arbeitern zu entlassen.

X Wächtersbacher Nutzviehmarkt vom 27. No­vember. Der stark beschickte und von der Händler­schaft und Landwirten wieder außerordentlich zahl­reich besuchte Markt brachte einen Auftrieb von 892 Kühen, Kalbinnen und Jungrindern und 72 Kälbern. Kühe 1. Sorte waren begehrt, ebenso Jungrinüer der einheimischen Fleckviehrasse. Für mittlere Kühe und schwarzbuntes Weidejungvieh war die Nachfrage etwas schwächer. Bei regem Handel und etwas nachgebenden Preisen, die von süddeutschen Händlern immer noch als zu hoch an- gesprochen wurden, war der Markt bald geräumt. Es wurden gezählt: für frischmelkende und hoch­tragende Kühe 1. Sorte 450—575 RM, für mittlere Kühe 350—450 RM, für Jungrinder %—1 jährig 150—250 RM. Beste Sorten über Notiz. Nächster Markt: 18. Dezember.

X vereinigte Faßfabriken AG., Kassel. Die Gesellschaft bleibt für 1928/29 wieder dividenden­

<8vekura«o«en mit OevoMenseldev«

®läubiger Versammlung im Konkurs Bankhaus AndrL L Herzog in Kassel.

. X Bei der am Donnerstag abgehaltenen und ^Kerst zahlreich besuchten Gläubigerversammlung “>urbe bekannt, daß bei einem Effektivverlust von 1435 996,28 RM mit einer Konkursquote von et- 17% Prozent zu rechnen sei. Der Konkursver- Mer teilte mit, das Bankhaus AndrL L Herzog y bereits feit zwei Jahren konkursreif gewesen. *« hade jâ» Bankbetri«» nur dadurch halten

»ean^nttiee Bös««

X Frankfurt a. M., 28. Nov. Tendenz freund­lich. Im heutigen Vormittagsverkehr war die Stimmung weiter freundlich. Angeregt wurde die Börse in der Hauptsache durch die gestrige Stützungaktion von feiten der Banken, die Veran­lassung bot zu Deckungen zu schreiten. Das Ge­schäft war zumeist etwas lebhafter, zumal einige Orders Vorgelegen haben sollen, und dis Kulisse hiervon ausgehend weiter Neigung zeigte zu Neu- engagements zu schreiten. Zu Beginn des offi­ziellen Marktes jedoch trat wieder ein Abflauen der Stimmung ein, da einige nachteilige Momente stärker in Erscheinung traten. Dies waren vor allem die uneinheitliche gestrige Newyorker Börse und das starke Ansteigen der Arbeitslosigkeit im Reiche, die Ziffer von einer Million ist schon über­schritten. Die Grundstimmung blieb aber unver­mindert freundlich, da man sich auch hinsichtlich der Insolvenzen in letzter Zeit etwas beruhigt hat. Die höheren Kurse des Vormittagsverkehrs wur­den aber nicht mehr erreicht, jedoch blieben die

Schlachivkebmavkt

Frankfurt a. 217., 28. Nov. Austrieb: 119 Rin­der, 1313 Kälber, 619 Schafe, 700 Schweine. Markt­verkauf: Kälber und Schafe schleppend, geräumt; Schweine schleppend, Ueberstand. Preise für 1 Zentner Lebendgewicht: Kälber: 6) 74—78, c) 68 bis 73, d) 60—67; Schafe: a) 1. 40—45, b) 32 bis 39, c) 27—31; Schweine: b) 72—75, c) 73—76, d) 72—75, e) 70—74. — Fleischgroßmarkt: a) Frisches Fleisch: Ockpen- und Rindfleisch 1 90 bis 95, do. 2 80—90, Dullenfisssch 88—90, Kuhflessch 2 65—75, do. 3 50—65; Kalbfleisch 2 100—110, Ham­melfleisch 85—95, Schweinefleisch 1 100—106; b) Gefrierfleisch: Rindfleisch Vorderviertel zollfr. 56, do. Hinterviertvl zollfr. 65 RM. Langsam.

X Das Hofbrauhaus Hanau vorm. G. Ph. Ni­colay AG. Die zum Braubank-Konzern gehörende Brauerei schlägt für 1928/29 (30. 9.) auf RM 720 000 Aktienkapital 15 (i. B 12.) Prozent Divi­dende vor. Das Aktienkapital soll um 280 000 RM auf 1 Million RM erhöht werden, wobei die von einem Konsortium unter Führung des Bankhauses Gebr. Arnhold in Dresden übernommenen neuen Aktien den Aktionären voll zu 105 Prozent ange­boten werden sollen. (Letzter Kurs in Frankfurt am Main 152 Prozent G.)

X Blohm & Voß kom.-G. a. A., Hamburg. Dieses Werftunternehmen vertailt lt. Hamburger Drahtmeldung wieder 214 Prozent Dividende auf RM 7 Mill. D A. und wieder 5 Prozent auf 7 Mill. St.-A.

Frankfurter Kursbericht (28. November).

Schutzgebiete..... 6 *1« Rctchsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .

bo.

m. A.

8 % Pr. Centr. - Bod.» Pfandbr. 28 , . . .

8% Pr. Lentr.-Komm.»

Obl. 28......

Anatolier I . . » . .

3.25

87.40

8.15

50.-

97.-

Nordd. Lloyd . ;

Buderus . . . . - Gelsenkirchen. . , Harpener . . . . - Ilse Bergbau . .

Klöckner ...» Mannesmann . .

do.

II

Bagdad I. .....

do. II...... Zolltürken..... Schantungbahn. . . . Adka /. . . . . . Barmer Bank . . . . Berliner Handelsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmnädt. u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsbank . Diskonto-Gesellschaft. . Dresdner Bank . . ,

Metallbau!..... Mitteldeutsche Creditbank Reichsbank ..... Orsterr. Creditanstalt , Westbank...... Sapag .......

94.— 17.75 17.75

8.40 7.90 7.90 2 60

114.75

115.— 171.- 155.- 232.- 147.75

147.50

143.50

259.-

80.30

94.-

97.75

96.-

59.50

121.50

127.50

207.—

85.-

91.50

105 —

64. -

49.—

98.50

PH. Kolzmann . . . Wayß © Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg

Mansfelder Bergbau Oberbedarf . , . Oktavi Minen Phönix..... Rhein. Braunkohlen . , Rheinstahl.....101.—

Riebeck Montan . , , 94.— Laurahütte.....52.50

Per. Stahlwerke A.-G. . 100.— Aschersleben . .. . . 177.— Salzdetfurth. . . . , 297.- Westcregeln . , .i • , 184.— Kleyer .... » '.;. —

Brown, Boveri. . . ♦ 111.— Daimler ..... 85,— Franks. Maschinenfabrik. 40.— Miag . ......120.-

Boigt © Häffner . . . 222 - Metallgej. Frankfurt a. M. 110.75 Junghaus..... 52.5t

Cement Heidelberg 117.50 Hoch- und Tiefbau . . 72.50

Scheideanstalt . . «^, Holzverkohlung. . . ' Dt. Erdöl . . . . . Th. Goldschmidt . . . Montecatini . . . . , Rütgerswerke . . . . A. E. G..... .

Bergmann-Werke , . . Ehade ....... Licht und Kraft . . . Elektrische Lieferungen . Felten D Guilleaunie Gessürel . ..... Lohmeyer. . . . . . Lechwerke. . ■ $

Rhein. Elektr. , f. s, -, Schuckert . . . ’ . V . Siemens & Halske . . Mainkrastwerke. . , . Dt. Linoleum..... Karftack . , , . . . Svenska ...... Südd. Zucker . . . Per. Elanzstog ...

80.-

75.-

135 50 175.— 170.50 . 136.50

78.-

90.— 62.-

53.50

70 -

157.50 198.-

327.- 159.- 157.-

110.25 155.-

156. -

101.25

139.50 172.- 278.-

105.25 286.-.

235.50 312.3.1 158.-

175.-

los. Der Abschluß zeigt einen Rohüberschuß von 321 682 (484 861) RM, zu dem noch Wertpapier- Einnahmen von Ifj 000 _ (12 000) RM und « . Vortrag GUS dNN" ÄMfahc Bun 2o Ü41 (44 833) RM hinzukommen. Demgegenüber beanspruchten die Unkosten 325 210 (16 427) RM und die Ab­schreibungen 65 744 (66 226) RM, so daß sich ein Verlust von 52 271 RM ergab, um den sich der Gewinnvortrag des Vorjahres von 59 041 auf 770 RM ermäßigt. Die wenig befriedigende Geschäfts­lage habe im ~

-Ote wenig befriedigende Gesä, Berichtsjahre keine Besserung er­fahren. Die Verkaufspreise waren infolge des star­ken Ueberangebotes äußerst gedrückt und konnten nicht in Einklang mit den weiter gestiegenen Prei­sen für eichene Faßhölzer und den erhöhten Löh­nen gebracht werden. Die Veräußerungen des Til­siter Betriebes sei durchgeführt worden.

X Schuhfabrik Herz A.-G., Offenbach a. 21t. Die Gesellschaft, die durch Kapitalzusammenlegung von 1,54 auf 0,40 MU. RM und Wiedererhöhung auf 1 Mill. RM saniert worden war, bleibt für 1928/29 wieder ohne Dividende. Nach Abzug von 518 856 (738 819) RM Unkosten und 104 456 (176 875) RM Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 11537 RM. Nach dem Bericht war die Beschäfti­gung gut, so daß der Betrieb fast ohne Unter­brechung arbeiten konnte. Der Umzug von Frank­furt nach Offenbach wurde Anfang Dezember 1928 durchgeführt und am 3. Januar 1929 die Arbeit in den neuen Fabrikräumen ausgenommen. Die bisher eingegangenen Aufträge ermöglichen der Gesellschaft bis auf weiteres trotz erhöhter Produktion voll zu arbeiten. Die Preise seien na® wie vor gedrückt. Der Kundenkreis konnte wesentlich vergrößert und das Exportgeschäft erweitert werden. Die Bilanz verzeichnet 1,02 (1,14) Mill. RM Verbindlichkeiten, unv. 170 000 RM. Hypotheken, andererseits 1,35 (1,30) Mill. RM Außenstände, 328 208 (593 506) RM Vorräte. Bei den Anlagewerten sind Gebäude und Grundstücke erhöht mit 305 501 (180 000) RM und Maschinen und Einrichtungen mit 169 697 (93 750) RM ausgewiesen. Der Abschluß wurde in bet gestrigen GV. genehmigt.

X Preiserhöhung für Zinkbleche. Die Rheimsch- Westfälische Zinkblsschhändler-Dereinigmrg Düssel- borf hat lt. Kölner Meldung, mit Wirkung ab 26. November' ihre Lagerpreise für Zinkbleche um RM 1 je 100 Kg. einheitlich für Händler und Verbraucher erhöht.

Berliner Metallmarkb

Kupfer

> f^o:« 28 November Dit:

Novbr. Dezbr.

Januar F-br. . AiLrz April. Mat .

(i 132.- 134.— 134.25 134.25 134.25 134. 0 134.5j

B 135.— 136.- 135.- 134.50 185.— 135.— 135.—

Novbr. Dezbr. Januar Febr.. März.

April Mai .

G 40

I B 42.-

39.75 10.

40.50

40 50

41.-

41.—

41.50

40.50

41.- 4150

41 50

Elektrolyt . . . fiohzink (Freiverk.) llngeschm. Zink . Äluinlnium. . .

do. Barren

Nickel. ....

Niitimon Rg. . .

Silber 900 f. 1 kg

(Mk. für 100 kg) G

170.—

190.—

194.—

350.—

66-70

t 66-68

B