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Monkag den 18. November 1929

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Keiveide- und NvodukLenmSrkte Manheim, 15. Nov. Gleich zu Beginn derdies- «aligen Berichtswoche . machte die rückläufige Kursbewegung an den überseeischen Getreide- martten weitere Fortschritte, wozu besonders die Vorgänge an den Effektenmärkten den Anlaß «aben. Die Tatsache, daß die sichtbaren Vorräte L 194,2 auf 191,8 Mill. Bushels in den Ver- ^nigten Staaten Nordamerikas zurückgegangen rjnö blieben ohne Einfluß. In den folgenden Ta­uen hielt die flaue Tendenz zunächst an und die kLfferten, die nach dem Kontinent gelegt wurden, lmren bedeutend ermäßigt. Zu diesen reduzierten suchen setzte an den amerikanischen Börsen eine Miere Exportnachfrage ein, so daß die Preise sich wiederum gut erholen konnten. In Weizen lagen beule Angebote vor per November-Abladung in Manitoba 1 zu 13.10, desgl. 2 12.85, desgl. 3 12.50, desgl. 4 12.27 % und desgl. 5 zu 11.30 hfl. a? Rotterdam. Für Hardwinter 2, seeschwimmend, cerlangte man 10,95, per November 11, für La- jlata-Weizen 79 Kg., Bahia November-Dezember- Ibladung forderte man 11,70 und für Barusso 79 Kg. November-Dezember-Berfchifsung 11 hfl. äs Rotterdam. Die Vorgänge an den überseeischen Roggenmärtten fanden bei uns keine Beachtung. Durfte hatt« sehr ruhigen Markt und die Ge- Aäfte, die darin zustande kamen, hielten sich in ehr engen Grenzen. La-Plata-Gerste 62 Kg. per looember war zu 7.807.90, 65 Kg. schwer, zu 5105.20 und Donau-Gerste 61/62 Kg. per No­vember-Verschiffung zu 7.907.95 hfl. cif Rotter­dam angeboten. Auch Hafer hatte stillen Markt Hi unbedeutendem Cif-Hafengeschäft. La-Plata- Nipped-Hafer 51/52 Kg. per November-Abladung bar zu 7.70 und La-Plata-faq-Hafer 46/47 Kg. iovember-Derschiffung zu 7.40 hfl. cif Rotterdam fferriert. Mais lag ebenfalls ruhig und ßa« Wa-Ware per November erste Hälfte Dezem­ber-Abladung blieb zu 8.30, per Dezember zu 1.35 und per Januar zu 8.40 hfl. cif Rotterdam rhältlich.

An unseren süddeutschen Märkten herrschte im öaggongeschäst Ruhe, da die Käufer im Einkauf uriufbaltenb sind. Die starken Preisrückgänge an en amerikanischen , kanadischen und argentinischen ietreibemärften trugen zur Verstimmung des hie- jen Marktes bei. Andererseits sind aber auch bie Irojujenten mit ihren Angeboten zurückhaltend, wo- urd) die Preise eine Stütze fanden und nicht all-

zusehr unser den Forderungen vor acht Tagen sich bewegten. An bet gestrigen Mannheimer Börse war sogar für Inlandsware eine bessere Nachfrage zu bemerken und man handelte verschiedentlich in Weizen mitteldeutsche War« per promte Liefe­rung zu 25.25, per Dezember-Verladung zu 25.50 RM franko Mannheim. Süddeutscher Weizen wurde in guten Qualitäten bis zu 25.50 RM per 100 Kg. franko hiesiger Mühlen verkauft. In Roggen lag die Kursbewegung analog des Wei- zemarktes. Das Angebot blieb verhältnismäßig klein, da die Landwirte zu den heutigen niedrigen Preise nur dann verkaufen, wenn sie Geld für andere Verpflichtungen benötigen. Für inländi­schen Roggen zahlte man, je nach Qualität 18.75 bis 18.50 RM franko Mannheim. In Hafer hielt sich das Geschäft ebenfalls in bescheidenem Rahmen. Die Preise sind im Vergleich zu den­jenigen vor acht Tagen niedriger, sie stellen sich heute, je nach Beschaffenheit der Ware, auf 17.50 bis 18.50 RM franko Mannheim. In Gerste zu Brauzwecken stockt das Geschäft immer noch. Di« Brauereien, wie auch Mälzereien, zeigen nur In­terest« für seine Sorten. Die Forderungen sind un­gefähr die gleichen, wie vor acht Tagen und be­wegten sich für badische, württembergische, frän- kische und Tauber-Gerste zwischen 20 und 21 RM, für pfälzische zwischen 21.5022.75 RM franko süddeutscher Empfangsstationen. Futtergerste hat überaus stillen Markt und erlitt im Preise einen ansehnlichen Rückgang. Die heuige Notiz an der Mannheimer Produktenbörse stellte sich, je nach Qualität, auf 17.2518.50 RM franko Mannheim.

Mais hatte auch in dieser Woche wieder stillen Markt. Die greife, die sich für prompte Ware zwischen 18.5018.75, einschließlich Säcken bewegten, zeigen gegenüber der Borwoche wenig Veränderung.

Saaten hatten bei Zurückhaltung der Käufer ruijigen Markt. Der Konsum ist zurückgegangen. Für Leinsaat stellt sich die gestrige Notiz auf 47 RM, Raps aus neuer Ernte wird zu 40 RM, ita­lienische Luzerne zu 2628 RM offeriert. *

Futtermittel erlitten im Laufe der Be­richtswoche eine weitere Preil seinbußs. Die Nachfrage nach allen Futtermitteln blieb klein, da die Land­wirte zu den niedrigen Getreidepreisen keine An­schaffungen vornehmen und es vorziehen geringes Getreide ihrem Vieh zur Fütterung zu geben. Feine Weizenkleie ist zu 21,7522 RM waggon- frei Mannheim erhältlich.

M«hl nahm in Uebereinstimmung mit der schwächeren Stimmung am Brotgetreidemarkte einen sehr ruhigen Verlaus. Die Nachfrage blieb klein und die Mühlen sahen sich veranlaßt, ihren Großmühlenpreis weiter herabzusetzen. Für süd­deutsches Weizenmehl, Spezial Null, verlangen st« 37 25, für desgl. zweite Sorte 35.75, für süddeut­sches Weizenauszugsmehl 41.25, für süddeutsches Weizenbrotmehl 27.25 und für süddeutsches Rog­genmehl, je nach Qualität und Ausmahlung 26.50 bis 31.25 RM waggonfrei Mühle.

Hopfen. Di« Lage an den Hopfenmärkten hat sich in den letzten acht Tagen kaum geändert. Die Umsätze, wie auch die Zufuhren blieben klein. Die Preise bewegen sich auf der gleichen Basis wie vor acht Tagen.

Tabak hatte bei weiter gedrückten Preisen ruhigen Markt. Wie aus einigen Produktions­plätzen gemeldet wird, gehen die Pflanzer zur Selbstfermentatton ihrer Sandblätter über, da sie zu den gegenwärtig niedrigen Preisen, die sich je nach Qualität, zwischen 5570 RM bewegten, nicht verkaufen wollen. Auch für Obergut-Tabake ist die Stimmung ruhig und bie Produzenten sind mit dem Verkauf zurückhallend. Rippen hatten un­veränderten Markt.

X Fleckviehbullenversteigerung. Der Verband Kurhesstscher Fleckviehzüchter versteigert am Mitt­woch, den 27. November in Wächtersbach (Vieh­marktplatz), am Donnerstag den 28. November in Kirchhain (Markthalle) je eine Bullenverstetgerung. Es gelangen insgesamt etwa 100 Bullen zur Vor­führung. Die Versteigerungen beginnen jeweilig 11 Uhr vormittags Ab 9 Uhr Körung und Prämi­ierung. Der Verband hat seine Versteigerungen vorübergehend von Treysa nach Kirchhain und von Fulda nach Wächtersbach verlegt, um den Ge­meinden der südlichen Kreis« leichter Gelegenheit zu geben, die Bullen auf den Versteigerungen des Verbandes zu-erwerben, anstatt sie durch den Han­del in anderen Bezirken einkaufen zu lassen. Ge­legentlich der amtlichen Bullenkörung in diesem Jahre konnte in einen der südlichen Kreise fest­gestellt werden, daß dort am di« Gemeinden 30 Bullen ringe führt wurden, die in einem angren­zenden Zuchtgebiet 150200 RM billiger gekauft worden sind als der Kaufpreis, den bie Gemeinden für den Süden bezahlt haben, betrug. Beim An­kauf von Bullen auf den Versteigerungen des Ver­bandes fällt jeder Zwischengewinn fort.

X England schafft mehr Eisen urÄ Stahl. Ob- wohl im Monat Oktober die Anzahl der im Feuer stehenden Hochöfen in England um 2 auf 166 zu­rückgegangen ist. zeigt di« Roheisengewinnung gegen den Botmonat September eine Zunahme von 664 600 Tonnen auf 688 700 Tonnen. Das Ergebnis kommt einem Rekord gleich, da im Jahre 1928 beispielsweise der monatliche Durchschnitt 550 900 Tonnen, im Jahre 1927 607 700 Tonnen und im Jahre 1920 669 500 Tonnen betragen hat. (Monatsdurchschnitt 1913 855 000 Tonnen). Von den verschiedenen Sorten wurden hergestellt: Hä­matitroheisen 208 100 Tonnen (im Sept. 208 500 Tonnen), basisches Eisen 299 800 Tonnen (284 700 Tonnen), Schmelzereiroheifen 133 400 T. (121200 Tonnen) und Schmiedeeisen 21700 Tonn. (23 200 Tonnen) und Schmiedeisen 21 700 Tonnen (23 200 Tonnen). Noch ausgesprochener ist die Zunahme in Rohstahl. Der Monat Oktober lieferte 889 800 Tonnen (Blöcke und Formen) gegen 847 900 Ton­nen im September und die bisherige diesjährige Höchstmonatsausbeute von 859 900 Tonnen im März (Monatsdurchschnitt 1928 710 400 Tonnen, 1927: 758100 Tonnen, 1920: 755 600 Tonnen und 1913: 638 600 Tonnen).

X Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 13. November. Die auf den Stichtag des 13. Nov. berechnete Großhandelsindexziffer des Statisth'chen Reichsamts ist gegenüber der Vorwoche (135,9) um 0,4 v. H. auf 135,3 zurückgegangen. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,7 v. H. auf 128,1 (129,0) gesunken. Die In­dexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,3 v. H. auf 129,7 (130,1) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren weist mit 156,5 keine Veränderung auf.

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X Frankfurt a. 21L, 18. Nov. Auftrieb: Rinder; 1499, darunter Ochsen: 324, Bullen: 70, Kühe: 652, Färsen 405; ferner Kälber: 369, Schafe: 247, Schweine: 4487. Preise: Ochsen a) 5559, b) 50 bis 54, c) 4649; Bullen a) 5457, b) 5053; Kühe a) 4648, b) 4045, c) 3439, b) 2833; Färsen a) 5559, b) 5054, c) 4649; Kälber b) 8083, c) 7579, d) 6674; Schwein« a), b), c), d) 8386, e) 8284. Marktverlauf: Rinder ruhig, geringer Ueberstand; Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft; Schweine ruhiA etwas Ueberftand. '

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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tief­traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine herzensgute Mutter, unsere liebe Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Margarete Demuth ««».Kaas im Alter von 76 Jahren heute vormittag nach langem schweren mit großer Geduld getragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.

Hanau-K., Roßdorf, 17. November 1929

Mittelstraße 26

Die tieftrauernden Hinterbliebenen:

Svau K-avia Diehl wwe. geb. Demutb und ÄiMbec nebst AnsebSvisen.

Die Beerdigung findet Mittwoch, 20. d. Mts., nachmittags 2% Uhr, vom Sterbehause in Roßdorf, Oberdorfstraße, aus statt.

A, Sabel

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Danksagung.

Für die vielen Beweis« he^licher Teilnahme bet dem Htn scheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvater«

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lagen wir auf diesem Wege allen für Die Kranz- und Blumenspenden herzlichen Dank. 4871a

Sm Kamen der trauernden Hinterbliebenen:

Max Müller.

Für

Buß- und Bello

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Feii-Büdkinge Pfd. 44-4

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