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Nr. 265

Montag den 11. November 1929

Seite I

HANDEL UND WIRTSCHAFT

Keiverde-,Vuttev-u.AMeewf«hv im Skrovev

X Berlin, 9. Nov. Nach den Ermittlungen des Statistischen Reichsamts betrug dis Einfuhr von Getreide, Butter und Käse in das deutsche Zoll­gebiet (Spezialhandel) im Oktober und in dem Zeitraum Januar bis Oktober 1929:

Oktober Januar bis Oktober Waren- Menge Wert Menge Wert tezeichnung dz 1000 RM dz 1000 RM Mqqen 68 494 1223 1276 811 24 628 Weizen 840 256 18 362 18 401 643 383 390 Rogqenmehl 399 13 497 18 Weizenmehl 19 073 612 220 092 7 363 Gerste zur Lichflltterg. 1729 492 27 556 11992 596 204 481 And. Gerste 214 517 4 376 1 268 523 26 972 Hafer 34 212 551 1086 322 18 845

Milchbutter, Butterschmalz 124 768 43 880 1133 550 383 722 (Hart- u. Weichkäse 63 941 10111 569 701 91175

KerGsbankauSwekS

Normale Rückflüsse.

Nach dem Ausweis derxReichsbank vom 7. No- «mber hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um (alles in Mill. RM) 247,0 (i. B. 228,0) auf 2494,4 (2309,0) verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 130,5 (165,4) auf 2319,5 (2182,9), die Lombardbestände um 56,0 (61,4) auf 50,7 (33,8) und die Bestände an Reichs­schatzwechseln um 60,5 () auf 31,7 () ab ge­nommen. An Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 312,3 (291,6) in die Kassen der Bank zurückgeflossen. Der Umlauf an Reichs­banknoten hat sich um 282,6 (261,7) auf 4550,4 (4410,3), derjenige an Rentenbankscheinen um 29,7 (29,9) auf. 377,3 (512,8) verringert. Dement­sprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 43,9 (45,4) erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 497,4 (585.2) eine Zu­nahme um 43,4 (91,3).

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen De­visen haben sich um 7,6 (12,0) auf 2595,7 (2708,0) erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 0,11 (+ 7,1) auf 2229,0 (2539,9) abgenommen, während die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 7,7 (4,9) auf 366,7 (168,1) angewachsen sind. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 46,1 Prozent (54,2) in der Vorwoche auf 49,0 Prozent (57,6), diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53,6 Prozent (57,7) auf 57,0 Prozent (61,4).

Luv Lase am RentenmaE

X In den letzten Tagen zeigte sich am Renten­markt wieder ein zuversichtlicher Grundton. Dieser kam in der Kursbewegung nur deshalb nicht voll zum Ausdruck, weil die Emissionshäuser offenbar die Gelegenheit benutzten, die früher aufgenom­mene Jnterventionsware zum Teil abzustoßen. Es ist bezeichnend, daß die kräftigsten Kurssteigerun­gen gerade an den Märkten eingetreten sind, an denen Interventionen kaum erfolgt waren, so daß hier realisationsbedürftige Pakete bei den Emisfionshäusern nicht oder jedenfalls nur in ge­ringem Maße angesammelt waren. Vor allem gilt dies für Liquidationspfandbriefe, obwohl die Un­gewißheit über das Schicksal der Amortisations­forderungen nach 132 eine volle Abwägung der für diese Werte bestehenden Chancen verhindert. Die freundliche Gesamttendenz am Markt der Liqui­dationsbriefe übertrug sich großenteils auch auf den Handel in Restanteilen von Hypothekenbanken, deren Wert durch eine Kurssteigerung der Liqui­dationspfandbriefe, in denen hauptsächlich ihre Ein­lösung zu erwarten ist, automatisch miterhöht wird. Dazu kommt, daß zum Teil neue Abfindungen er­wartet werden, u. a. soll eine neue Ausschüttung bei der Frankfurter Hypothekenbank bevorstehen. Von den Aufwertungsanleihen des Reiches blieb die Neubesitzanleihe im ganzen vernachlässigt. Die Altbesitzanleihe konnte ihren Kurs behaupten. Am Markt der ausländischen Anleihen hat das Inter­esse für bosnische Werte wieder zugenommen. Eine Anregung boten die Pariser Verhandlungen über

die Durchführung des Zinsendienstes für die im ranzösischen Besitz befindlichen Anleihen Jugo- laviens und die dadurch herbsigeführten Kurs­teigerungen an der Pariser Börse. Auch rumä­nische Werte konnten sich leicht befestigen.

Schlachivlebmaskt (Vorberichi)

X Frankfurt o. M., 11. Nov. Auftrieb: Rin­der 1772, darunter Ochsen 412, Bullen 86, Kühe 754, Färsen 473, ferner Kälber 476, Schafe 160, Schweine 4860. Preise: Ochsen al) 5760, a2) 53 bis 56, bl) 4852, Bullen a) 5658, b) 5055, Kühe a) 4250, b) 4346, c) 3642, Färsen a) 57-60, b) 53-~56, c) 4852, Kälber b) 8184, c) 7680, d) 6875, Schweine b), c) und d) 84 bis 87, e) 8083. Marktverkauf: Rinder ruhig Ueberstand. Kälber und Schafe: mäßig rege ge­räumt. Schweine: ruhig, großer Ueberstand.

Von den Mamantsnmüvkten

X Amsterdam, 8. Nov. Die Zahl der fremden Käufer blieb gering. Mitteleuropa war überhaupt nicht vertreten. Der Sturz an den Effektenbörsen machte diese Woche einen äußerst unangenehmen Eindruck, zumal keine kräftige Erholung folgte. Die Stimmung war träge, aber die Preise behaupteten. Von besonderer Kauflust für irgend einen Artikel war keine Rede. Am Rohmarkt war die Stimmung lustlos. Im Oktober ist Melee um 10 Proz. gefallen; der Boortpreis stieg dagegen um 0,20 hfl. per Karat.

Diamantexport im Oktober: Es wur­den nach den Vereinigten Staaten exportiert 14259 Karat geschliffener Diamant (im September 19 465 Karat) im Werte von 1381497 $ (2132187 $) und 7024 Karat Rohdiamant (14 967 Karat) im Werte von 32 611 $ (59 461 $). Der Di­amantexport nach den Vereinigten Staaten betrug in den ersten 10 Monaten des Jahres 163 831 Ka­rat (178 660 Karat) geschliffener Diamant im Werte von 17 881690 $ (19 433 072 $) und 72 957 Karat (41169 Karat) Rohdiamant im Werte von 746 438 5 (860 695 $).

X Antwerpen, 8. Nov. Die Tendenz war die ganze Woche äußerst unbehaglich. Die Kauflust war geringer als es feit Jahren der Fall gewesen. Ver­käufer waren aber nicht bereit, zu wesentlich niedri­gerem Preis zu verkaufen. Auch der Rohmarkt tendierte sehr still.

X Amtlicher Großhandelsindex. Der auf den Stichtag des 6. November berechnete Großhandels­index des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche (136,5) um 0,4 Proz. auf 135,9 zu­rückgegangen. Von den Hauptgruppen ist der Index für Agrarstoffe um 0,9 Proz. auf 129,0 (130,2) ge­sunken. Der Index für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,4 Proz. auf 10,1 (130,6) nach­gegeben, für industrielle Fertigwaren weist die Ziffer mit 156,5 keine Veränderung auf.

X Agfa Film A. G., Berlin. Der o. HD. wird für 1928 keine Dividende (10 Proz.) in Vorschlag gebracht. Die Verdienste im abgelaufenen Geschäfts­jahr seien an sich nicht schlecht gewesen. Die Verwal­tung habe sich jedoch entschlossen, den erzielten Reingewinn den Reserven zuzuführen.

X Reichslandbund Ein- und Verkaufs A.-G., Berlin. Bei RM 0,90 (0,89) Mill. Bruttoeinnahmen, unv. 0,63 Unkosten, 0,21 (0,18) Zinsen und 0,03 (,08) Abschreibungen schließt die Gesellschaft per 31. Dez. ohne Gewinn und Verlust ab (i. V. RM 26 409 Ver­lust). Die Bilanz weist nur geringe Veränderungen auf: bei RM 1 Mill. A.-K. betragen Akzepte 3,222 und SchuLen 2,42 Mill. (i. V. Schull) en 5.49), andererseits Waren 0,26 (,28), Beteiligungen 1,36 (1,39), Außenstände 4,80 (4,64). Daneben werden 0,85 Mill. Wechselperpflichtungen und 0,64 Mill. Avale ausgewiesen (i. V. 0,81 Avale).

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Am Morgen des 8. November verschied plötzlich und unerwartet meine liebe, treusorgende Frau, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Anne Roth geb. Zdenek

Hanau, Berlin, 11. November 1929 4612E

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

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Heute morgen entschlief sanft nach kurzer Krank­heit, unser lieber herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater

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im 73. Lebensjahre.

Hanau a. M., Danzig, Magdeburg, 11. November 1929. Mühlstraße 21.

In tiefster Trauer:

Familie Adolf Müller

Familie Julius Müller Max Müller und Braut Elisabeth Grosz.

Die Beerdigung findet Donnerstag den 14. November, nach­mittags 2 Uhr, von der Friedhofskapelle aus statt.