Nr. 240
Samstvg ien 12. ©stöbet 1929
HANDEL UND WIRTSCHAFT
MsttGaßMOe WschmrWsEM Die Bödenlage. — Kennzeichen der wirtschaftlichen Depression. — Arbeiterenilasfunaen bei 3. G. Far- ben. — Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage.— gaduslrieüberfremdiung oder eigene kapitalbiidung? — Die Nachwirkung der Erhöhung des englischen Bankdiskonles.
X Das Eingreifen der Großbanken hat die Laas an der Börse nicht wesentlich zu bessern vermocht. Die Tendenz war vielmehr in den letzten Tagen weiter schwach und es ist vor ein paar Tagen einem internationalen Baisse-Angriff gelungen, an der Berliner Börse die Kurse erheblich M drücken. Es zeigt sich eben, daß der Geschäftsstillstand an der Börse nicht auf Mängel zurück- qeht die man durch finanztechnische Mängel beseitigen könnte. Er ist vielmehr ein Kennzeichen unserer wirtschaftlichen Notlage und deshalb von Grund auf nur zu kurieren, wenn man gleichzeitig unsere Wirtschaftslage zu heben vermag. Nach dieser Richtung find die Aussichten nach wie vor nicht vielversprechend. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten Wochen weiter gestiegen. Sie liegt bezeichnenderweise heute schon um 170 000 Beschäftigungslose höher, als zur gleichen Seit des Vorjahres, das doch auf dem Arbeitsmarkt bereits eine abnorm ungünstige Entwicklung zeigte. Der gleichen Zeit des Jahres 1927 sind wir sogar um 400 000 Beschäftigungslose voraus.
In der Industrie zeigen sich auch noch keine ( Merkmale durchgreifender Besserung. In der west- lichen Eisenindustrie hält der schlechte Geschäfts- k gang an. Die Chemnitzer Maschinenindustrie leidet ff unter einem Mangel an Aufträgen, wie er bisher noch niemals zu verzeichnen war. Die Vereinigten Stahlwerke haben nach ihrem letzten Geschäftsbericht ihren Umsatz trotz des schweren Arbeitskampfes und trotz der schlechten Konjunkturentwickelung ziemlich auf der vorjährigen Höhe zu ; halten vermocht. Bedenklich ist aber, daß in einer s anderen deutschen Standard-Industrie, bei den I. E. Farben, in der letzten Seit nicht unwesentliche Arbeiterentlasfungen stattgefunden haben. 3. G. Farben gelten neben der Kunstseidefabrikation als eine der zukunftssichersten Industriezweige. Welcher Wert den Arbeiterentlassungen beizumes- fen ist, läßt sich schwer mit Sicherheit übersehen. Nach einer Mitteilung der Werksleitung handelt es sich um Produktionseinschränkungen in zwei Werken, die durch eine Produktionsrermehrung in anderen Werken wieder ausgeglichen werden soll. Die Oeffentlichkeit hat sich bei dieser Erklärung nicht völlig beruhigen können. Man sieht als sicher IM, daß mindestens in den beiden Werken, in ästen der Betrieb eingeschränkt werden soll, die i,n-obuttion über den Bedarf hinausgegangen ist.
einem Industriezweig,. von dem man sich einen Men Aufschwung versprochen hat, bildet diese jtsache immerhin eine Ueberraschung, die zu den- i gibt. Es liegt nicht der geringste Grund vor, Erklärungen von J. G. Farben auch nur im 'Ätngften zu mißtrauen. Aber wenn auch in diesem ^Wdustriezweig, Betriebseinschränkungen und Ar- WrentlaMngen notwendig werden, Kann wird Mm^ut Daran tun, die Hoffnungen auf einen »Unjunkturumschmung nicht Mzuhoch zu spannen.
■■Sm Gegensatz zu den Ueberschätzungen der ^«tschsn Wirtschaftskraft, denen man jetzt sehr Mfig im Auslande begegnen kann, erkennt der Mrdelsattache der englischen Botschaft in Berlin ■ Abschwächung der deutschen Konjunkturlage in letzten Bericht offen an. Nach seiner Ansicht die Abschwächung darauf zurück, daß die WMsche Industrie die Rationalisierung beendigt ^^«unb auf diesem Wege weitere Ersparnisse nicht Wuhr erziele kann, und daß die deutsche Wirtschaft Winter der Unsicherheit der Reparationslage und Ämter den Folgen des harten Winters zu leiden hat. »Erkennt man diese Aufzählung als richtig an — die I Gründe sind damit natürlich keineswegs erschöpft — iso tonnte man sich eine Besserung der Konjunktur »nur von einer Umgestaltung der Reparationslage »versprechen. Denn in den anderen Punkten sind I keine wesentlichen Einwirkungen zu erwarten. Der i englische Handelsattache sagt aber selbst, daß lamerikanisches Kapital nicht mehr in dem früheren I Umfange nach Deutschland fließen werde. Nach l seiner Ansicht ist die Investierung ausländischen Kapitals in der deutschen Industrie der einzige Weg, auf dem die unbedingt notwendige Befruch- I hmg. der deutschen Wirtschaft durch ausländische I Kapitalkraft erfolgen kann. Auch in deutschen Wirt- I ichaftskreisen wird diese Kapitalüberfremdung der I deutschen Industrie als ein unentbehrliches Hilfs- Imittel, zum mindesten aber als ein notwendiges Uebel betrachtet. Richtiger urteilt wohl der Jndu- strieführer und Reichstagsabgeordneten von Raumer, der den jährlichen deutschen Kapttalbe- Uvorf auf 12 Milliarden Mark berechnet, nämlich auf 3 Milliarden Eigenbedarf, 2 Milliarden Reparationsbedarf und 2'Milliarden für den Zinsen- bienft. Raumer ist der Ansicht, daß es eine große Gefahr ist, wenn wir diesen Bedarf, wie bisher durch Auslandskapttal, sei es im Wege der Anleihe oder der Ueberfremdung, in der Hauptsache decken anstatt durch eigene Kapitalbildung. Hier liegt in der Tat der Kernpunkt unseres ganze Wirtschaftsproblems und die Zukunft unserer wirtschaftlichen Gntwickluuq wird davon abhängen, wie wir dieses Problem lösen.
. Die Erhöhung des englischen. Bankdiskonts hat in den letzten Tagen mehr und mehr ihre Wirkung geäußert. Der Abfluß von englischem Golde nach dem Ausland hat nachgelassen und der Kurs des MIchen Pfundes hat ‘ nicht nur gegenüber dem : sondern auch gegenüber den europäischen
Wahrungen etwas angezogen. Man kann noch nicht i^nnen, ob sich diese Tendenz auf längere Dauer buten wird. Zunükchst ist aber jedenfalls nach mngen unb schweren Verlusten der französische Vor- B fiegen den englischen Geldmarkt zum Still- lland«gebracht worden. Man gibt trotzdem in Paris je Hoffnung nicht auf, Londom als dem Haupt- punkt des europäischen Kapitalmarktes den Rang Ldlaufen. In biefcm Kampfe, in dem Frankreich rB unfeine ungeheuer rasch angewachsene Kapital- 3 stutzen kann, genießt London jetzt auf jeden M f^c Atempause. Die Kosten trägt die englische ne' die die Verteuerung des Kredites recht empfinbei.
MannhrimLV Nvsdu8isnbösse
Mannheim, 10. Okt. Meldungen über ungünstige Ernteaussichten in den La-Platastaaten sowie die Abnahme der argentinischen Bestände wirkten auf die überseeischen Terminmürkte befestigend/ Einer privaten Schätzung zufolge wird der diesjährige Weizenertrag in Argentinien nur auf die Hälfte des vorjährigen geschätzt. Diese Nachricht führte an den amerikanischen Märkten zu mehrfachen Meinungskäufen. Auch der gestern veröffentlichte Bericht des Ackerbaubüros in Washington wurde haussegünstig bezeichnet, nach demselben schätzt man den Ernteertrag von Winterweizen auf 568 Mill. Bush, gegen 579 Mill, am 1. Oktober im Vorjahre, von Hartweizen in 4 Staaten auf 52 Mill, gegen 93 Mill., von anderer Sommerweizen auf 171 Mill, gegen 231 Mill, im Vorjahre. Trotz dieser a la Hausse lautenden Meldungen verhielt man sich bei uns im Einkauf von fremden Weizen reserviert, da nach privaten Nachrichten in den Vereinigten Staaten Nordamerikas noch große, unverkaufte Lagerbestände vorhanden sein sollen. Die heutigen Forderungen stellten sich für Manitoba 1 per Oktober-Verladung auf 15.25, für desgl. 2 auf 14.95, für desgl. 3 auf 14.6Q, desgl. 4 auf 14.25 und desgl. 5 auf 13.30 hfl. cif Rotterdam. Hardwinter 1 Golf, seeschwimmend ist zu 12.75, besgl. 2 zu 12.50, Teiß Banat 79/80 Kg., 2 Proz. Besatz, per November-Verschiffung zu 11.60 hfl. cif Rotterdam offeriert. In La-Plataweizen interessieren Mr Zeit nur die zweithändigen Partien, in Rotterdam disponibel, da diese billiger als Abladungsware im Markte sind. Für 79 Kg. Bahia in Rotterdam disponibel verlangte man heute 11.95 hfl. bordfrei Rotterdam. Roggen hatte ruhigen Markt und die Angebote in fremder Ware fanden keine Beachtung, da genügend Inlandsware vorhanden ist. 2a= Plataroggen 74—75 Kg. per Oktober-Verschiffung ist zu 10.15 hfl. cif Rotterdam angeboten. Auch Gerste lag ruhig. Offerten lagen vor in Platagerste 62 Kg. Oktoberabladung zu 8.90, desgl. 65 Kg. zu 9.10 und in Donaugerste 61/62 Kg., Oktober zu 8.80 hfl. cif Rotterdam. Hafer verkehrte gleichfalls in ruhiger Haltung. Plata fac Hafer 46—47 Kg. per Oktober war zu 8.60, Clippedhafer 51/52 Kg., Oktober zu 8.90, hfl. cif Rotterdam offeriert. Mais lag still, obwohl die Offerten erhöht waren. Für Platamais Oktober verlangte man 9.80 und per November-Verschiffung 10 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam.
An unseren süddeutschen Produktenmärkten war die Stimmung für Jnlandsweizen recht fest und die Preise haben eine fortgesetzte Preissteigerung erfahren. Die Nachfrage seitens der Mühlen nach Jnlandsweizen war recht rege, was mit der erhöhten Beimahlungsquote von Jnlandsweizen zusammenhängt. Die zuletzt bezahlten Preise stellten sich für süddeutschen Weizen, gute,. gesunde, trockene, blauspitzfreie Ware, auf 26.25—26.50 < RM franko Mannheim. In norddeutschem Weizen lagen Angebote vor in 78/79. Kg. schwerer Ware per Oktober-Verladung zu 26.75, per November-Verladung zu 2.7.25. RM cif Mannheim, die aber nicht ausgenommen wurden. Roggen lag weiter ruhig, bei unveränderten Preisen, da genügend Ware angeboten blieb. Für Jnlandsroggen forderte man heute 20.— RM per 100 Kg. franko Mannheim. Hafer hatte stetigen Markt. Die Forderungen für neuen Jnlaridshafer stellten sich auf 18—19.25 und für Jnlandshafer auf 19.50—21. RM für die 100 Kg., je nach Qualität frei Waggon Mannheim. Nach Gerste bestand wenig Nachfrage, besonders nach Brauware. Das Singebot in diesem Artikel ist weiter drängend, während die Nachfrage klein blieb. Für badische, württembergische, fränkische und Taubergerste schwankten die Forderungen, je nach Beschaffenheit der Ware zwischen 21.50—22.75, für pfälzische Brauware zwischen 22.50—23 75 und für Futterger st e zwischen 18—19 RM. frachtfrei Mannheim. Mais lag weiter still, doch zogen die Preise im Einklang mit den höheren Auslands- foritenungen an. In Mannheim greifbarer Platamais wurde an der heutigen Börse mit 20.25 bis 20.50 RM frei Waggon Mannheim notiert. Rheinschwimmender Platamais stellte sich auf 9.85 hfl. cif Mannheim.
Futtermittel lagen die ganze Woche hindurch recht ruhig bei bescheidenen Umsätzen. Feine Wei- zenkleie wurde mit 10.75—11, grobe mit 11.50 bis
auf den notwendigsten Bedarf beschränkt. Trotzdem haben die Mühlen ihre Preise hinaufgesetzt, da das Rohprodukt von Tag zu Tag im Preise stieg. Der Großmühlenpreis für füdd. Weizenmehl, Spezial Null, stellte sich heute auf 38.25—38.50, für desgl. zweite Sorte auf 36.75—37, süd. Weizenauszugsmehl auf 42.25—42.50, für füdd. Weizenbrotmehl auf 28.25—28.50 und für füdd. Roggenmehl, je nach Fabrikat und Ausmahlung auf 28.50—32 RM waggonfrei Mühle. Es ist noch besonders darauf hinzuweisen, daß die Preisspanne zwischen Weizenmehl Spezial Null und desgl. 2. Sorte, die bisher zwei RM betrug, auf 1.50 RM abgeändert wurde.
Hopfen. Die bessere Nachfrage nach gutfarbiger Ware hielt während dieser Woche weiter an, was aber auf die Preise ohne Einfluß blieb. Am Nürnberger Hauptmarkte zahlte man zuletzt für Gebirgshopfen prima 50—55, mittel 30—40, geringe 25 bis 30, für Hallertauer Siegelgut prima 75—85, mittel 50—70, geringe 40—50, für prima Elsässer 55—60, für prima Badische 50—60, für prima Pfälzer 50—60 und für Pfälzer mittel 40—50 RM per Zentner.
Tabak. Von den Tabakmärkten ist in dieser Woche nichts neues zu berichten. Die Marktlage ist vollkommen unverändert und auch die Preise haben keinerlei Veränderungen erfahren.
5SVa«K§«VsSV 3*^5
Frankfurt a. 211., 11. Okt. Tendenz: fester, der heutigen Börse schritt die Konsolidierung Börsenverfassung fort, und die Tendenz war allgemein zuversichtlicher und fester. Die Deckungen der Spekulation bewirktem im Zusammenhang mit Kauforders, die von Publikums- und Auslandsseite vorgelegen haben sollen, auf fast allen Märkten Kurserhöhungen von 1—3 Prozent. Die weiter feste Haltung der Newyorker Börse und der Rückgang der dortigen Maklerdarlehen boten der Aufwärtsbewegung der Kurse eine Stütze. Auf verschiedenen Markten war das Geschäft etwas lebhafter als an den Vortagen, so namentlich am Elektromarkt, an dem AEG., Licht und Kraft, Elektr.
An der
Lieferungen, Gasfürel, Schuckert und Siemens bis 3% Prozent anzogen. J. G. Farben gewannen bei reger Umfatztätigkeft 2^ Prozent. Größere Nachfrage bestand ferner nach Kaliaktien; Westeregeln lagen 3 Prozent, Aschersleben 3X Prozent, Salzdetfurth 4% Prozent höher. Montanwerke waren trotz des leichten Rückganges ^der Roheissngcwin- nung unb der Zunahme der Feierschichten im Ruhrkohlenbergbau durchschnittlich 1—2 Prozent gebessert. Glanzstoff konnten sich gegen die niedrigen Abendbörsenkurse 2 Prozent erholen. Am Bankenmarkt waren Reichsbankanteile (plus 2 Prozent) gefragt. Am Markte der Schiffahrtsakften zogen Hapag 1% Prozent und Nordd. Lloyd % Prozent an. Bauunternehmungen blieben vernachlässigt bei kaum veränderten Kursen. Autoaktien lagen wieder uneinheitlich, Kleyer 1 Prozent fester, Daimler etwas gedrückt. Zellstofftverte lagen 1—1% Prozent teuer Deutsche Anleihen zogen enoas. an. Sm Auslandsrentenmarkt waren Türken und Anatolier gefragt und fester. 3m Verlaufe blieb die Stimmung bei stiller werdendem Geschäft freundlich. Regere Nachfrage erhielt sich noch für Elektrowerte. Schuckert gewannen 2 Proz., Siemens plus 3 Proz. I. G. Farben blieben behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas stärker gesucht, so daß eine Erhöhung des Satzes auf 7 Prozent vorgenommen wurde. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1910, gegen Pfunde 20.403. London-Kabel 4 8658, Paris 123.94, Mailand 92.97, Madrid 32.77%, Holland 12.09%.
An der Abendbörfx war die Stimmung zurückhaltend. Das Geschält blieb still, da der Order- eingang offenbar nachgelassen hat. Die Kurse waren gegen den Berliner Schluß überwiegend knapp behauptet. Etwas niedriger lagen am Montanmarkt Mannesmann, Phönix und Rheinstabl. J. G. Farben blieben nnverändert. Für Kunftseidewerte nannte man infolge holländischer Abgaben niedrigere Kurse. Neubesitzanleihe zogen geringfügig an.
I. G. Farben 199%, Glanzstoff 268.—, Bemberg 214.—, Mannesmann 104.—, Phönix 104%, Rheinstahl 110%, Siemens 348%, Schuckert 203%.
In mehreren Werken wurden Neueinstellungen von Arbeitern vorgenommen. Im allgemeinen kann die Lage der niederrheinischen Schuhindustrie als gebessert beurteilt werden.
X Buderus'sche Eisenwerke, Wetzlar. Der in der gestrigen A.-R.-Sitzung vorgelegte Halbjahresabschluß weist erhöhte Gewinnziffern auf. Der Umsatz war in den abgelaüsenen 9 Monaten um 8 bis 9 Prozent höher als i. V. Für das gesamte Geschäftsjahr 1929 sei zum mindesten mit dem Ergebnis des Vorjahres zu rechnen. Z. Zt. fei die Gesellschaft noch gut beschäftigt, doch werden in den Wintermonaten einzelne Betriebsabteilungen saijonmößige Einschränkungen erfahren. Die neu errichtete Badewannenfabrik der Abteilung Westdeutsches Eisenwerk in Kray habe die Lieferung ausgenommen.
X Parfümerie Elida A.-G., Leipzig. . Diese deutsche Untergesellschaft der Georg Schicht A.-G. meist für 1928 nach RM 67 519 (49 820) Abschreibungen einen auf RM 31 670 (2102) erhöhten Reingewinn aus. Neben dem niedrigen Eigenkapital von RM 240 000 haben sich die zu einem wesent- i lichen Teil wohl von dem Konzern .zur Verfügung gestellten Kreditoren auf (alles in Mill. RM) 7,11 (4,50) erhöht. Auf der anderen Seite stiegen Barmittel auf 0,31 (0,24). Debitoren aus 3,48 (2,72) und namentlich Vorräte auf 2,91 (1,75). Anlagen sind mit 0,61 (0,45) bewertet.
X Horch-Werke A.-G., Zwickau. — Zeitweise Betrieb seins chr änku ng. Die Gesellschaft hat li.
WTB .-Handelsdienst mit den Arbeiter-Betrlebs- Vertretungen eine Vereinbarung getroffen, wonach eine Einschränkung des Betriebs auf 4 bis 5 Wochen erfolgen wird. Etwa 1090 Arbeiter werden vom 18. Oktober ab zur Entlassung kommen. Die ; Einschräunkungsma ßnahme wird bis Ende b. M. ■ durchgeführt werden. Am 17. November soll dann die Wiederaufnahme dre Arbett erfolgen. Non den Einschräunkung smaßnahmen werden vornehmlich die Produktionsabteilungen betroffen.
X Jbuna Lebensversicherungs-Bank A.-G., , Berlin. Die GV. genehmigte den Abschluß für . 1928, wonach der Dersicherungsb estand sich auf , 207,6 (i. V. 172,8) Mill. RM erhöhte. Aus dem Gesamtüberschuß von 408 613 (544 582) RM wer- ■ den satzunasgemäß an die Kapttalrücklag« 20 431 (25 920) RM und an die Gewinnrücklage der 23er= : sicherten 388182 (466 912) RM, die sich somit auf 1871.530 RM erhöht, überwiesen. Im Einver- . ständnis mit den Akttonären wurde infolge des Wechsels der A-ktienmaforttäten keine Dividende (i. B. 12 Prozent) ausgefchüttet. Dagegen erhöhte sich die Versichertendividende und beträgt im Gewi nnverb and der Grundtarife für Versicherungen im 6. Dersicherungsjahrs 25 Prozent, im 7. Jahre ; 26 Pozenr und im 8. Jahre 27 Prozent der vollen Jahresprämie.
Schiffahrt.
Jungfernrebe d-'s Schnelldampfers „Europa" des Norddeutschen Lloyd.
Hamburg, seiner Fertigstellung entgegengehende Schnelldampfer „Europa" (etwa 50 000 Br.-Reg.- Tons) erstmalig am 19. März 1930 von Bremerbaven aus den Nordatlantik überqueren. Durch, die Indienststellung dieses Dampfers wird der beab- sichtigte regelmäßige wöchentliche Schnelldampfer- Turnus des Norddeutschen Lloyd mit den Dampfern ..Bremen", „Europa" und „Columbus" in vollem Umfang durchgeführt werden können.
Amtliche Einheitskurse
Berlin - Frankfurt a.M. (Vom 11 Oktober,
Bru'
11.75, Biertreber mit 17—18.25, Malzkeime
16.75—17.50, Soyaschrot mit Trockenschnitzel mit 13—13.25 Mannheim notiert.
Mehl. Im Mehlhandel hielt
20—20.25
mit und
RM waggonfrei
sich der Verkehr
auch in dieser Woche wiederum in engen Grenzen. Die Abschlüsse die zustande kamen, blieben aber nur
X Besserung in der niederrheinischen Schuhindustrie. Die leichte Entlastung des Schuhmarktes setzte sich in den letzten Wochen fort. Die 6d)ub= fabriken in Kevelaar und Kleve haben Vollarbeit. Teilweise muß mit Ueberstunden gearbeitet werden. In Goch liegt die Schuhfabrikation jedoch noch still. Neben umfangreichen Sofort-Aufträgen gehen auch solche für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ein.
FranKsurler Kursbericht (11. Oktobers.
. Geld
New Port . .
4
19
4
19
Holland .....
168
38
168
72
Buenos-Aires . . .
1
75
1
76
Brüssel .....
5^
42
58
54
Christiania . «
ltl
99
112
12
gopenbagen....
111
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Stockbolm ....
112
37
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59
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LO
53
10
55
Italien .....
21
94
21
98
London .....
20
37
20
41
Paris.....
16
44
16
48
Schweiz.....
j0
92
81
08
Spanien .....
62
19
62
31
D .-Oesterreich . . .
58
31
59
04
Prag.....
12
40
12
41
Pengö ....
73
11
73
25
Japan .....
2
00
2
00
Nw oe Janeiro , .
0
49,7
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50
Bulgarien ....
8
03,5
04,1
Belgrad.....
7
38,7
7
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Lissabon .....
18
82
18
86
Danzig.....
81
43
81
59
Schutzgebiete ...
6 «lo Reichsanleihe v. 1927
Ablösungsschuld o. A. do. m. A.
8 °/o Pr. Centr. - Bod.- Psandbr. 28 . .
8% Pr. Centr.-Komm.-
Obl. 28......
Anatolier I..... do. II..... Bagdad I. . . ...
do. II .....
Zolltürken . . . .
Schantungbahn . . .
Adka .......
armer Bank . . . .
Berliner Handelsgesellsch.
Commerz- u. Privatbank
Darum äbt. u. Nationalb.
Deutsche Bank .
Deutsche Vereinsbank Diskonto-Gesellschaft . Dresdner Bank.
4.30
87.50
9 60
53.15
97.50
94.50
16 50
16.50
7.15
7 15
7.80
8.40
1:3.5t' 209—
172.—
261.75
161.50
. 160.25
. 156.—
Acetallbanl ..... —
Mitteldeutsche Creditbank —
Reichsbank ... 286.—
Gestern Creditanstalt 30.75
West baut......94.—
Hapag. , . , . . . 117.25
Nordd. Lloyd . . . .
Buderus . . . .
Gelsenkirchen.....
Zarpener ......
Ilse Bergbau ....
Klöckner . . . . .
Mannesmann . . . .
Mansfelder Bergbau Oberbedarf . . . .
Oktavi Niinen . . Phönix. .....
Rhein. Braunkohlen . , Rheinstahl.....
Riebeck Montan . . . Laurahütte . . . . Ver. Stahlwerke A.-E.
Aschersleben.....
Salzdelsurth..... Westeregeln..... Kleyer ...... Brown, Boveri. . . . Daimler . . . . Franks. Maschinenfabrik. Miag......
Voigt & Häffner . . . Metallges.Frankfurt a. M. Fllngbaus . . . . Cement Heidelberg .
Hoch- und Tiefbau . .
110 50
67— 133.25 139— 216.^0 108.50 103.5b 125—
75. -
67.75
104." 0 268.50 106— 123.70
56—
112— 223— 370— 225—
36.25 133.50
36.25 47—
125— 222 - 120.50
54— 122.60
88—
PH. Holzmann . . Wayß D Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waldhof . . J. G. Farben . . . Sche deanstalt . . Holzverkohlung. . . Dt. Erdöl . . . . Th. Goldschmidt . . Montecatini. . . . Rütgerswerke . . . A. E. G. . . . . . Bergmann-Werke , . Ehade . . , . . Licht und Kraft .
92.-
89.25
144—
218 25 200.50 146. -
78.50
106—
65.—
56. -
7 .75
180.5)
206.50 417. - 180.50
Elektrische Lieferungen . 165.50
Felten D Guilleaume 120.25
Gesfürel.....179—
Lohmeyer . . . . , 170.50
Lechwerke. . .... 105.75 Rhein. Elektr. . . . , 142.50 Schuckert ......201—
Siemens & Halske . . 347— Mainkraftwerke. . . . lc7—
Dt. Linoleum. . . . . 272— Karsta tt ..... 149.50 Svenska ..... 870—
Siidd. Zucker . . . 152.50
Ver- Glanzstoff . . . 282—
Berliner Metallmarkt. <Bom LI. Oktober»
Kupfer
Sle:
Sevt. . . .
—
Sept. . . .
Oktober .
146 25
147—
Oktober .
Novbr.. .
146..0
146.50
Novbr.
Dezbr. . .
147.25
147.25
Dezbr.
Januar .
147.50
147.75
Januar .
Febr. . . .
147.50
148—
Febr., . .
März
148.-
148.25
März.
April. . .
148.25
118.50
April, . .
G
ß
46.25
46-
46—
46.50
46-
43.—
46—
46— 46— 46— 46.50 46.50
46 50 46 25
(Mk. für 100 kg)
G
B
Elektrolyt . ...
170.-
—
Nohzink (Freiverk.) ....
■
——
Ungeschm. Zink .....
—
—
Aluminium ......
190.-
II 1
do. Barren ....
194.—
Nickel . . . . .
350—
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Antimon Ng.....
Silber 900 1 k?
64—68
63 -69
—
Seron heorffl® tut Deriag an» tOnitfertt. Paul *a<; ^r Sw aeUottirnenen ®efamttnf>a!t: Ji i ® a r» s >iI! sch für Sin,eia**
md netlamen: Fr. Kiedenhübnrr alle in éanau. SafarloniSrui ter S?*lftne «e#b u*»runferet sjanau. FerniprrchaniâNuß Bt 3954 5957 5955. - Fcilf»rd 8rcnHurr a. M Xr. »6» JBonncntar ®Unbii®e LcibLn^ vsiMi