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Nr. 231

Mittwoch den 2. Oktober 1929

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HANDEL UND

Dev Lwsiblutz dev R. LV. G.

Erhöhung der Dividende auf 10 (9) Prozent. Anwachsen des Stromabfahes.

y Nach dem nunmehr vorliegenden Geschäfts­bericht des Rheinisch-Westjälischen Elektrizitätswerks nüaertc sich der Betriebsgewinn plus Einnahmen aus Zinsen von 48,40 auf 60,07 Mill. RM. Ver- waltunqsunkosten und verschiedene andere Ausgaben baden sich von 16,50 auf 18,74 Mill. RM erhöht. 1 $ sie Abschveibunoien werden mit 21,62 (16,59) Mill. M ausgewiesen. Der verbleibende Reingewinn ist Mi mit 20,33 Mill. RM gegenüber dem Vorjahre mit ^"^ 15 33 Mill. RM um rund 5 Mill. RM gewachsen, tos ^- das von 155 Mill. RM auf 181 Mill. RM erhöhte Aktienkapital gelangt eine Dividende von "'10 (S) Prozent zur Verteilung

I Im Geschäftsjahr 1928 nahm die nachbarliche I Stromabgabe von 1,44 Milliarden kWh auf 2,06 -Milliarden kWh zu, und zwar stieg die Kraftabgabe Ivan 1,33 auf 1,93 Milliarden kWh und die Licht- .abgabè von 113,55 auf 133,95 Mill. kWh. Nicht eingerechnet find in diese Zahlen die Stromliese- tiott s rungen der ebenfalls mit dem Netz zusammenhängen- rhn« -'ben und dem RWE. nahestehenden Unternehmungen, die wie folgt angegeben werden: Main-Kraftwerke W-G 87,77 (73,54) Mill. kWh, Braunkohlen­industrie A.-G. Zukunft 182,58 (172,57) Mill. kWh, Paderborner Elektrizitätswerk und Straßenbahn A.-G. in Paderborn 20,32 (13,38) Mill. kWh. Die tetromabgabe der RWE.-UnternehmunMN und der im Mehrheitsbesitz der RWE. befindlichen Werke sind von 2,1 auf mehr als 2,7 Mill, in Netz geschick­ter Kilowattstunden gestiegen. Der Zusammenschluß in den Absatzgebieten im Westen Deutschlands hat - ..... ' ' - ":. Der Ausbau des

Höhung von 88,11 auf 126,60 Mill. RM. Vor­schüsse an angegliederte Unternehmungen sind mit 66,03 (35,96) Mill. RM, Disaqio Dollaranleihe III mit 4 Mill. RM, Kasse mit 317 911 (233 539) RM, die Kontokorrentschuldner stark erhöht mit 93,53 (56,25) und Vorräte mit 8,18 (6,08) Mill, ausge­wiesen. Die Bilanzsumme beträgt 761,76 (539,71) Mill. RM im Berichtsjahre.

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X Der Besuch des Getreidehandelstages war gut, besonders aus dem Rheinlande, aus Mittel­und Süddeutschland. Auch Berlin und die Wasser­kante waren gut vertreten, während die Anteil­nahme des Ostens minimal war. Die allgemeine Wirtschaftslage bewirkte eine gewisse Zurückhaltung der Käufer, trotzdem wider Erwarten höhere Kurse vom Auslande vorlagen. In Jnlandsweizen war verhältnismäßig geringes Angebot; Mühlen und Händler traten stärker als Käufer hervor, so daß die Preise um eine Viertel bis eine halbe Mark höher lagen. In Roggen war Angebot und Nach­frage klein; der Preis konnte sich um 10 Pfg. er­höhen. Das Mehlgeschäft lag ruhig, ebenso der Fut­termittelmarkt. Der Handel fand zu vollkommen inoffiziellen Preisen statt. Weizen 24.3624.65, Roggen 19.1519.25, Sommergerste 20.7521, Hafer 18.75-19, Mais 19.2519.50, Weizenmehl süddeutsches und Niederrhein. 37.2538, Roggen­mehl 27.2529, Weizenkleie 10.7510.90, Roggen­kleie 1111.10 Mark.

WIRTSCHAFT

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5

Höch stspannungs-Lei stungsNetzes wurde programmäßig, fortgesetzt. Bei Ablauf des Geschäftsjahres waren rund 4100 Klm. Drchstromleitungen von 220 000 und 100 000 Volt ^vorhanden. Auch die Fortführung der großen Süd- iteitung nach den Alpen schreitet günstig vorwärts. Durch die über weitere Versorgungsgebiete von den Alpen bis an die holländische Grenze für die dichten Verbrauchsgebiete des Westens aufgebaute Groß- krastwirtschaft unter Verkuppelung von Steinkohlen- Braunkohlen- und Wasserkraftenergie werde das RWE. in die Lage gesetzt, die elektrische Energie der Industrie zu angemessenen Preisen für alle neuen Verwendungszwecke in erhöhtem Maße zur Verfügung zu stellen. Nur so ist es möglich gewesen, langfristige Verträge mit der I. G. Farbenindustrie unter Erweiterung der Energielieferung für chemi­sche Zwecke abzuschließen und in ähnlicher Weise den Vereinigten Stahlwerken in Düsseldorf für die sämtlichen Unternehmungen des Konzerns, indem für 20 Jahre die Stromlieferung anstelle von Ver-

größerung der Eigenanlagen dieser Werke über- ommen worden sei. Auch bei Abfassung des Be- chtes halte die Steigerung des Stromabsatzes an, daß bei normaler Entwicklung in nächster Zeit Jahresabsatz von 3 Milliarden kWh überschrit- [n werden dürfte.

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ischen durchgeführt. Das dabei entstandene Agio dem Reservekonto zugute. Der Reservefonds it 37,38 (30,39) Mill., Anleihen mit 1,51 (1,52) iU., Dollaranleihs I mit 39,57 (39,83), Dollar- leihe II 61,70. (62,36) Mill., die Dollar- -eihe III erstmalig mit 83,15 Mill. RM ausge- Wesen. Zinsen sind mit 3,40 Mill, erstmalig bilan- Wrt. Versicherungen werden mit 12,85 (12,91 Mill. "Mcrungen angegliederter Unternehmungen und tigfristigs Forderungen aus Uebernahme von An­werten mit 80,29 (22,13) Mill., Kontokorrent- ubiger mit 78,20 (60) Mill. RM ausgewiesen, emgegenüber werden die eigenen Betriebe erhöht mit 463,12 (353,07) Mill. RM ausgewiesen. Gleich- salls zeigen Effekten und Beteiligungen eine Er-

SstafvrSaMcke Mseybah«- sesellfchast

X Nach dem Geschäftsbericht für 1928 ist im Entschüdigungsverfähren be-r Gesellschaft eine Ge- samtènffchäbigung von 10 928 000 RM zugesprochen worben, auf welche die im Jahre 1924 gezahlte Vor­entschädigung von 759 497 RM sowie die in den Jahren 19261928 gewährten Wiederaufbaudar- lehen von zusammen 1245 000 RM anzurechnen waren. Für den auf 8 923 550 RM aufgevundeten Restbetrag hat 'diè Gesellschaft' Reichsschulbbuchfor- derungen erhalten, und zwar nom. 8 079 200 RM Die Darlehen von 1 245 000 RM hatte das Unter­nehmen seinerzeit einer befreundeten Gesellschaft überlassen mit der Berechtigung, an Stelle der baren Rückzahlung die Uebertragung der mit der Darlehenssumme erworbenen Werte zu verlangen. Durch Ausübung dieses Rechts hat die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr die folgenden Peteiligun gen an Unternehmungen in Ostafrika erworben: An zwei Kaffeepslanzungen nom. 21545£ Shares und nom. 21825.£ Shares, an einer Sisalpflanzung nom. 10 000£ Shares, an einer Kokospalmen Pflanzung nom. 10 800£ Shares.

Die Gesellschaft vereinnahmte 1928 lediglich an Zinsen 652 RM, während Handlungsunkosten 7832 RM erforderten, so daß sich ein Verlust von 7180

allgeme-inen recht stillem Geschäft bekundete die Spe­kulation überwiegend Abgabeneigung, und die Ten­denz neigte weiter zur Schwäche. Zwar war die Kursgestaltung nicht einheitlich, doch ergaben sich auf den meisten Märkten überwiegend neue kleine Kursrückgänge. Von außenher lagen Orders zu­nächst kaum vor. In Börfenkreifen zeigte man sich meist unbefriedigt und verstimmt über den Verlauf der gestrigen Generalversammlung der Favag. An­dererseits konnten günstige Momente, wie der gute R. W. E.-Abschluß, selbst für Elektrowerte nicht an­regend wirken. Die Kursrückgänge betrugen über- wisgend 11% Prozent. Stärker gedrückt waren Glanzstoff, die 4 Prozent verloren. Auch in J. G. Farben war das Angebot zu 1% Prozent nied­rigerem Kurs nicht unerheblich. Am Bankenmarkt fetzten sich in Reichsbank (minus 1% Prozent) die Verkäufe in geringerem Ausmaße fort. Von den Fusionsbanken Deutsche Bank etwas schwächer, da­gegen Discontoges. unverändert. Elektrowerte lagen nicht einheitlich, Chadeaktien 4 RM höher. Mon­tanwerke blieben vollkommen vernachlässigt, Mans- selber 1 Prozent niedriger. Bald nach den ersten Kursen setzte sich, vom Farbenmarkte ausgehend, an dem Deckungen vorgenommen wurden, eine leichte Erholung der Stimmung durch. I. G. Far­ben konnten ca. 1 Prozent anziehen. Deutsche An­leihen gaben weiter leicht nach. Am Markte der Auslandsrenten bestand für Ungarn und Türken bei anziehenden Kursen etwas lebhafteres Interesse. Im weiteren Verlaufe konnte sich die etwas freund­licher Stimmung nicht erhalten, und die Kurse bröckelten auf neue kleine Abgaben wieder ab. Auf die Stimmung drückten Befürchtungen hinsichtlich der innerpvlitischen Situation im Zusammenhang mit der Reform der Arbeitslosenversicherung. An­geboten und bis etwa 1 Prozent schwächer waren J. G. Farben und Siemens. Stärker abgeschwächt lagen Svenska. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 8% Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1935, gegen Pfunds 20.385. London-Kabel 4.86, Paris 123.87, Mailand 92.83, Madrid 32.76, Holland 12.10%.

Im Einklang mit den schwachen Auslandsbörsen neigte die Tendenz an der Absndbörse weiter zur Schwäche. Die Umfatztätigkeit war so gering, daß zunächst nur ganz wenige Papiere zur amtl'uhen Notiz gelangten. Etwas niedriger lagen Schuckert und Commerzbank. J. G. Farben büßten 1% Pro­zent ein, Rheinstahl blieben dagegen behauptet, während Chadeaktien leicht anziehen konnten. Im Verlaufe hörte fast jedes Geschäft auf. Auch An­leihen lagen sehr still.

waren zu diesem Preise auf dem Festland nennens, werte Mengen kaum zu haben. Die Engländer hin­gegen nannten vorübergehend noch wesentlich nie­drigere Preise, die bis auf 27% s je Einheit und Tonne heruntergingen. Der Markt war jedenfalls höchst unübersichtlich. In den letzten Tagen ist nun eine allgemeine Erhöhung der Preise zu verzeich­nen, da die Chinesen so gut wie nichts anbieten. Die Engländer nennen jetzt wieder für Verschiffun­gen für Ende d. J. 35 s, für prompte Ware sogar 3738 s. Die Verbraucherschaft ist durch diese Ent­wicklung natürlich höchst beunruhigt. Es ist kaum noch möglich, Wolframstahl zu kalkulieren. Der Markt wird also auf die Dauer einen derart hohen Preisstand kaum ertragen.

Berliner Metallmarkt. (Vom L Oktober)

Kupfer

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Oktober .

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Januar .

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März. . .

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Elektrolyt . . . Aohzink (Freiverk.) Ungeschm. Zink .

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Barren

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Antimon Na. . .

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Silber 900

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von 7640 RM. Die Bilanz für 31. zember weist im Vergleich zum Vorjahr folgende Konten auf: Beteiligungen 1 289 214 (), Schuldbuchforderungen nom. 8 079 200 RM zu 73,25 Prozent 5 918 014 (), nom. 844 350 RM zu 20 Prozent = 168 870 (), Schulden (900 000), Gläubiger 27 575 (900 430), Entschädigungskonto 7 331 884 ().

X valerländijcheNordstern. Die Rückversiche- rungsgesellfchaft des Vaterländischen Rhenania- Konzerns, die Unitas, Rückverficherungs-A.-G. in Elberfeld, wird von der Verschmelzung dieser Ge­sellschaft mit dem Nordstern nur insofern berührt werden, als gewisse innere Umstellungen vorgenom­men werden. Sonst wird die Gesellschaft auf der -durch die Angliederung der Vaterländischen Rhe-

4 m

zung der Düsseldorfer Allgemeinen Versicherungs- 4l.-â mit dem Konzern der Vaterländischen Rhe- nania hat nunmehr das Reichsaufsichtsamt für Pri- vatvevsicherung die Zustimmung erteilt. Die Unitas- Ggfellschaft wird ihr Aktienkapital von 1 auf vor­aussichtlich 5 Mill. RM erhöhen und den Sitz von Elberfeld nach Düsseldorf verlegen.

FvaEuvtev Vövks

X Frankfurt a. 21t., 1. Okt. Tendenz: unsicher. Die Unsicherheit und Lustlosigkeit, die schon das Kennzeichen der gestrigen Abendbörse war, hielt bet Beginn des heutigen Börsenverkehrs an. Bei im

X vor einer neuen Steigerung der Wolfram- preise. (Beunruhigung der Verbraucher.) Nachdem die Wolsrampreise End Juli d. I. mit etwa 45 s je Einheit und Tonne ihren bisherigen Höchststand er­reicht hatten, trat eine ziemlich schnelle Abwärtsbe­wegung ein, welche den Preisspiegel bis Anfang September auf ungefähr 32 s senkt«. Allerdings

Einheitskurse

Amtliche

BerlinFrankfurt a.M. (Vom 1. Oktober)

Geld

Brief

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19

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168

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58

37

58

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Ckristiania . . . .

111

85

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111

89

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112

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Italien . . . ...

21

94

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London . . . t .

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Spanien ...... .

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20

D.-Oesterreèch . < . . .

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Liffabon ... . , .

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18

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Danzig.......

81

45

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