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irr. 220

Donnerstag den 19. September IST.

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HANDEL UND WIRTSCHAFT

AM kein Sevslerchsv-vfchlas des GüdweftdsuLschen NanS

Die Gläubiger wählen einen Ausschutz zur weiteren Abwicklung der Geschäfte.

X In der Gläubige vvechammlung der SüdwSst- Lsuffchsn Bank A.-G. ließ die Deutsche Waren- Trsuhand-A.-G., Geschästsstell« FvanEurt a. M., einen Bericht über die Verluste der Bank erstatten. Danach sind die Ursachen für die Verluste von ins­gesamt 9 Mill. RM (1 Mill. RM Aktienkapital und 8 Mill. RM weitere Verluste) wie folgt zu er­klären:

Setzt man von dem Gefamtveriust die vorsichts­halber eingesetzten Rückstellungen von 2,5 Mill. RM ab, so verbleibt ein Verlust von 6,5 Mill. RM. Von diesem Verlust endfallen ca. 1 Mill. RM auf die im Besitz der SüLweftdeutschen Bank befind­lichen Mdien der Frankfurter Allgemeine, die in dem Status unbewertet geblieben sind. Der rest­liche Verlust ist in dieser Höhe von 5,5 Mill. RM nur dann verständlich, wenn man die Umstäinde be­rücksichtigt, die zur Gründung der Südweftdeutschen Bank mi Jahre 1928 geführt haben. Sie eyfvtgte mit 1 Mill. RM Aktienkapital. Als Begründung von den Gründern war der Abschluß eines

Vertrages mit der Landesgewerbebank für Südwestdeutschland in Karlsruhe vorgesehen worden, nach dem bestimmte bisher un­ter dem Namen der Landesgewerbebank geführte Geschäfte von der Südwestdeutschen übernommen werden sollten. Dec geplante Vertrag ist in der ur= sprünglichen Form nicht zum Abschluß gelangt. Nach Gründung der Bank sind jodoch eine Reihe von Geschäften der Landesgewerbebank übernom­men worden, und heute steht fest, daß auf diesen Geschäften ein erheblicher Verlust ruht, den der Treuhänder aus mindestens 3,5 Mill. RM schätzt. Es ist noch nicht festzustellen, in welchem Umfange diese Verluste bereits bei Uebernahme der Geschäfte durch die Südwestdeuljsche bekannt oder feststellbar gewesen sind. Der Treuhänder ist zur Zeit mit der Nachprüfung dieser Transaktion beschäftigt. Legt man die erwähnte Ziffer als Verlust bei den von der Landesgewerbebank übernommenen Geschäften zugrunde, so bleiben noch 2 Mill. RM Verlust auf­zuklären. Dieser Verlust ist teilweise dadurch ent­standen, daß die ®ant Kredite an Kunden einge- räumt hat, die weder in dem Ausmaße noch in der Art an die betreffenden Kund en hätten gewährt merfben dürfen. Ein Teil der Kredite ist als festge- jroren zu betrachten und wird sich bei Vermeidung größerer Verluste nur langsam obwickeln lassen. Das in dem vorläufigen Status gesondert verzeich­nete Obligo aus sonstigen Engagements in Höhe von 1,4 Mill. RM ist in der Zwischenzeit fovtge- fallen.

Ob und in welchem Umfange eine

Verantwortlichkeit des Aufsichlsratcs

für die verlustreichen Geschäfte besteht, wird der Liäubigeransschuh als eine seiner dringendsten Aus- gaâzu prüfen haben. Erst wenn diese Prüfungen uriniern Ergebnis gusührt haben, wird die von Gläubigern vorgeschlagene Dergleichsziffer ab- »eschlossen werden können. Der Treuhänder betont, kB die außergerichtliche Abwicklung auch dann »möglich erscheint, wenn sich etwa herausstellen sollte, laß RegreßansPvüche gegen den Aufsichtsrat be- fehön. Dann müßte der neue Vorstand solche An­sprüche im Interesse der Bank verfolgen.

Im übrigen wird die außergerichtliche Wwick- lung der Südweftdeutschen Bank auch davon ab­hangen, ob die gesamte GlÄUbigerschaft der Frank- jurter Allgemeinen sich mit der Abwicklung nach tonkursrechtlichen Grundsätzen einverstanden erklärt. Ist dies der Fall, so sind sämtliche Gläubiger der Südwsstdeutschen Bank, für deren Forderungen sich die Frankfurter Allgemeine verbürgt hat, berech­tigt, bei beiden Abwicklungen ihre Forderungen hundertprozentig anzumâen. Im Hinblick auf die verschiedenen Schwierigkeiten schlägt der Treuhän­der vor, einen fünfköpfigen Gläubigerausschuß zu wählen, dem Vertreter der verschiedenen Glaubiger- interessen angehören. Dieser Ausschuß wird als­dann mit der Treuhandgssellschash befchleMigt die Bearbeitung der noch aufklärungsbedürftigen Fra­gen durchsichren und danach den Gläubigern über das Ergebnis seiner Schritte zu berichten haben.

In der Versammlung waren rund 45 Gläubiger vertreten. Der Vertreter der Deutschen Waren- Treuhand-A.-G. erklärte, baff noch einige Zeit er­forderlich sei, bis ein abschließendes Urteil über den Status der Bank möglich sein werde. In der Dis­kussion der Gläubiger wurden verschiedene Fragen gellt, u. a. bezüglich der auf der Passivseite des tus vor der Linie mit 5,86 Mill. RM und unter den Aktiven nach einer Abschreibung von 1,82 Mill. AM mit 4,05 Mill. RM ausgefllhrten Posten. Er­klärt wurde, daß dies

«och ungeklärte Konten seien, bei denen es noch nicht beststeht, ob es sich lediglich arm durchlaufende Posten handelt oder um wirkliche Debitoren und Kreditoren, die eventuell im Status erscheinen müssen. Bei der Absetzung von 1,82 Mill. RM kommt das Konto der Helios Allge­meine Rückversicherungs-A.-G. in Betracht (Kon- zerfirma der Frankf. Allgemeinen), deren Status sehr schlecht sei. Aus diesen Konten könnten sich also noch Veränderungen des Status ergeben, nach wel­cher Richtung, fei nicht abzuschen. Die Absetzung der 1,82 Mill. RM auf das Konto Helios sei unter allen Umständen notwendig. Weitere Fragen be­züglich der Möglichkeit von Jnteressenkonflikten zwi­schen den gedeckten und ungedeckten Gläubigern be­antwortete die Trelchandgesellschaft dahin, daß sie zwar ihren Auftrag von der neuen Leitung der Frankfurter Allgemeinen erhalten habe, daß sie sich aber insbesondere nach der Bildung des Gläubiger- ausschusses und nach dem Ergebnis der Derfamm- lung als Bevollmächtigte der GesamtgläudMbschast betrachte und von keiner anderen Seite Weisungen entgegennühm«. Eine Kollision der Interessen zwi­schen den durch Bürgschaft der Frankfurter Allge­meinen gedeckten und den übrigen Gläubigern werde man durch Zusammenführung auseinander- gehender Interessen zu überwinden versuchen oder aber an die Gläubiger appellieren.

Ein endgültiger Vergleichsvorschlag, so mürbe schließlich mitgeteilt, könne den Gläu­bigern erst nor gelegt werden, wenn die Dinge sich bei der Frankfurter Allgemeinen entwickelt haben,

und wenn festgestellt ist, inwieweit eine Verant­wortlichkeit der Verwaltungen bestehe und in wel­chem Umfange Regrehmöglichkeiten vorhanden sind. Schließlich beauftragte die Versammlung einstim­mig die Deutsche Warentreuhand-A.-G. zur Füh­rung der Geschäfte und wählte einen fünfgliedrigen Gläubigerausschuß. Die Treuhandgesellschaft hat nunmehr in Verbindung mit dem Gläuibigeraus- schuß die weitere Abwicklung zu betreiben und neue Vorschläge für die Gläubiger vorzubereiten. Die Lrsammlung erteilte für den Fall, daß ein Kon­kursantrag gestellt wird, die Ermächtigung, das ge­richtliche Vergleichsverfahren zu beantragen.

leben, frühzeitiger von leichtfertigen und unred­lichen Schuldnern befreit. Auch wird durch biefe frühzeitige Konkurseröffnung für die Gläubiger eine größere Masse zur Verteilung bereitstehen, als wenn, wie es heute meist üblich ist, an eine Konkurs- oder Vergleichseröffnung erst gedacht wird, wenn die Masse dem Nullpunkt nahe ist.

Sanßa-LlotzdtVevke Ä.-O. Bvemett

Die Beteiligung der Goliath-Werke.

X In der außerordentlichen Hauptversamm­lung, die durch den Stellvertretenden Vorsitzenden Bankier I. F. Schröder (Bremen) geleitet wurde, waren 10 Aktionäre mit 4 210 620 RM Aktien­kapital vertreten, davon rund 2 700 000 RM durch die Goliath-Werke Borgward u. Co. G. m. b. H. in Bremen, 356 000 RM durch die Danat-Bank, 79 700 RM durch Direktor Bultmann von der Deutschen Bank. Ein Aktienbesitz der Schröderbank war nicht angemeldet. Es ist also im wesentlichen das Aktienpaket des Schröderbank-Konzerns, das in die Hände der Goliathwerke übergegangen ist. Der Vorsitzende teilte der Versammlung mit: Es ist Ihnen bekannt, daß die Goliath-Werke sich ak­tienmäßig an den Hansa Lloyd-Werken beteiligt haben, was zur Folge hatte, daß die Leiter der Goliath-Werke K. F. W., Borgward und Wilhelm Tecklenborg, in den Vorstand der Hansa Lloyd- Werke eingetreten sind. Nach freundschaftlichem Uebereinkommen haben die bisherigen Leiter der Hansa-Lloyd-Werke, Geheimrat Dr. Allmers und Senator Meyer, ihr Vorstandsamt zur Verfügung gestellt und scheiden mit dem .heutigen Tag aus dem Vorstand der Hansa Lloyd-Werke aus.

Um die Beziehungen zu ihnen weiter aufrecht zu erhalten, wählte die Versammlung auf Vor­schlag der Verwaltung Geheimrat Allmers und Senator Meyer einstimmig in den Aufsichtsrat der Hansa-Lloyd-Werke mit der durch HGB. bedingten Maßgabe, daß diese Wahl nach erfolgter Ent­lastung in der H.-V. Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt. Anfragen aus der Versammlung wur­den nicht gestellt.

Z« den S-esSt-se« am VenrMmavSt

Die Rolle der Reichskraflfprit G. m. 6. H.

X Zu der Meldung, daß sich die Reichskraft­sprit G. m. b. H. neuerdings um eine Vermittlung im Preiskampf auf dem Betriebsstoffmarkt bemüht, erfährt der DHD., daß sich diese Nerständigungs-

verhaKüMgeumur.^ M, Kerim beziehen. Die RK^ hat in Berlin ihr Hauptabsatzgebiet und verfügt dort gegenwärtig über 120 eigne Zapfstellen. Weitere Zapfstellen sind im Bau. Die RKS. sah sich zur Einführung niedrigerer Preise am 29. Juli — jedoch nur an 12 Zapfstellen — gezwungen, weil in der Nähe Zapfstellen von andern Firmen unter den Preisen der RKS.-Zapfstellen verkauften. Es handelte sich somit lediglich um lokale Vorgänge, die sich auf das übrige Gebiet Berlins nicht aus­gedehnt haben. Inzwischen haben Verhandlungen der RKS. mit den in Frage kommenden Stellen eine Wiedereinführung der alten Preise an den er­wähnten Zapfstellen seit dem 6. d. M. ermöglicht. Die besondere Stellung der RKS. als Unternehmen der öffentlichen Hand mache dieselbe geeignet, als Vermittler bei neuen Streitigkeiten am" Benzin­markt zu fungieren. In Berlin ist in letzter Zeit eine neue Lage nicht eingetreten.

Frankfurt a. M^ 18. Sept. Tendenz: unsicher. Infolge der anhallen Glanzstoffbaisse war zu Be­ginn der heutigen Börse die Tendenz wieder un­sicher und schwacher. Die etwas besseren Aussichten an der gestrigen Börse wurden zunichte gemacht, und die Unternehmungslust schrumpfte erheblich ein, zu­mal die anfänglich an den Markt gegebenen Auf­träge fast restlos zurückgezogen wurden. Die Spe­kulation Ichritt erneut in stärkerem Ausmaße zu Abgaben. Aber in erster Linie hatten Glanzstoff­aktien hierunter zu leiden, und es trat ein neuer Rückgang von 7 Prozent ein. Die Grenze von 300 Prozent wurde somit um 10 Prozent unterschritten. Die übrigen Märkte wurden hiervon ausgehend selbstverständlich ungünstig beeinflußt, zumal auch die Newyorker Börse recht unsicher war, was in der Hauptsache auf die dortige Geldmarktversteifung zurückzuführen war. Die Kursgestaltung im all­gemeinen wurde aber trotzdem nicht besonders nach­teilig beeinflußt. Man kann vielmehr sagen, daß im Grundton eine gewisse Widerstandsfähigkeit erhalten blieb. Aber trotzdem war keine Belebung des Ge­schäftes zu bemerken. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung nicht einheitlich; es überwogen aber Abschwächungen bis zu 1H Pro­zent. Am Elektro markt lagen AEG. knapp gehalten, Chade gut behauptet, Licht und Kraft und Siemens gaben je 1% Prozent nach. Kaliwerte verloren bis 2H Prozent. Am Chemiemarkt eröffneten J. G. Farben gut behauptet, Goldschmidt büßten 1% Pro­zent ein. Montanpapiere gaben bis VA Prozent nach. Rheinstahl waren unverändert. Einiges In­teresse bestand für Daimler und Südd. Zucker bei leicht gebesserten Kursen. Zellstoffwerte, Bauunter­nehmungen und z. T. die Banken konnten ihren Kursstand der gestrigen Abendbörse erhalten. — Renten stich von Ausländern Zolltürken etwas höher.

Nach den ersten Kursen trat ein weiterer Rück­gang um nochmals 1 Prozent ein, Glanzstoff ver­loren sogar erneut 4 Prozent; dies war auch der Grund zur weiteren Abschwächung. Doch schritt hiernach die Kulisse zu Rückdeckungen. Die Tendenz wurde allgemein etwas freundlicher, und es traten, wenn man die zwischendurch eingetretene Ver­schlechterung in Betracht zieht, Besserungen bis zu 1 % Prozent ein. Die Nachfrage nach "Glanzstoff­werten war etwas reger, bei einem Gewinn von 6 Prozent. In Spezialwerten war das Geschäft etwas lebhafter.

Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent angeboten.

Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2005, gegen Pfunde 20.365, London-Kabel 4.8468, Paris 123.85%, Mailand 92.67, Madrid 32.86, Holland 12.09.

An der Abendbörse konnte sich die Stim­mung etwas erholen, da die Spekulation den heute mittag bauptsächlich gedrückten Werten einige Deckungskäufe vornahm. Ferner wollte man ver­schiedentlich Käufe für holländische Rechnungen beobachten. Das Geschäft war jedoch im allgemeinen gering. Glanzstoff waren gegen den Berliner Schluß 5 Prozent erholt. I. G. Farben lagen ca. 1 Prozent höher. Etwas anziehen konnten ferner Holzmann und Siemens. Im übrigen waren die Kurie meist gut gehalten. Renten umsatzlos.

AEG. 192%, Simens 383, Glanzstoff 290, I. G. Farben 214, Scheideanstalt 150%, Gelsenkirchen 141%, Danat-Bank 267%.

X' Riederrheinische Braunkohlenwerke AG., Rheydt. Nach dem Geschäftsbericht für 1928 hat das Unternehmen, in dem sich die Stadt Rheydt und die Deuffche Kontinentale Gas-Gesellschaft (Dessauer Gas) teilen, den gesamten Betrieb des Kraftwerks in Frimmersdorf an der Erft zum er­sten Mal mit eignen Kohlen in neunmonatiger un­unterbrochener Folge durchgeführt. In dieser Zeit arbeiteten sowohl das Kraftwerk wie die Braun­kohlengrube ohne jede Störung. Im Tagebau sei der weitere Ausbau planmäßig durchgeführt wor­den. Die mit der Gründung der Gesellschaft er­strebten Ziele seien erreicht. Die gesamte Strom­erzeugung habe 36 529 728 Kilowattstau nden be­tragen. Die Einnahmen aus der Stromabgabe be­tragen 1343 967 RM. Das laufende Jahr verzeich­net eine Steigerung des Stromabsatzes. Nach den üblichen Abschreibungen und nach einer Zuweisung von 11151 RM an die gesetzliche Rücklage ergibt sich ein Reingewinn von 51 231 RM. Davon wer­den 50 000 RM einem Erneuerungsbestand über­wiesen und 1169 RM vorgetragen. Im laufenden Jahr wurde bas- noch nicht eingeforderte Aktien­kapital in Höhe von 1% Mill. RM eingezahlt. Um diesen Betrag verringern sich die aus dem Kraft­werk herrührenden Verpflichtungen. Das voll ein­gezahlte Aktienkapital beträgt jetzt 9 Mill. RM (7 Mill. RM Stammaktien und 2 Mill. RM Vor­zugsaktien).

Frankfurter Getreidebörse

vom 18. September (Amtlich).

Je 100 kg in Goldmark:

Weizen 1. Qualität 25.10 6m

Roggen (inländisch.), fester. . . 20.— ,

Sommergerste für Brauzwecke . 21.50 ,

Hafer (inländischer) ..... 19.— ,

Mais (gelb)........ 20.50 „

Weizenmehl (südd. Spezial) . . 38.50 ,

(Niederrhein. Spezial) 38.50 ,

Roggenmehl, fester ..... 28.25—30.00 ,

Weizenkleie ........ 11.50 ,

Roggenkleis . ...... 11.50 ,

Tendenz: ruhig

Berliner Metallmarkt. (Vom 18. September)

Kupfer

Sept... Oktober Novbr., Dezbr. . Januar Febr. . .

März.

April..

2 le:

0

146 50

B 149—

Sept... .

G 47—

B 47.75

147.-

148—

Oktober .

46.75

47—

148.25

148.25

Novbr...

46.75

47.-

148.75

148.75

Dezbr. . .

46.75

47—

149—

149—

Januar. .

46.75

47.—

149.25

149.50

Febr.. ..

47—

47—

149.75

150,25

März. . .

47—

47—

April, ..

——

(Mk. für lOo kg)

B

Elektrolyt . . .

Nohzmt (Freiverk.) llngefchm. Zink .

Aluminium . . .

do. Barren

Nickel. ....

Antimon Rg. . .

Silber 900 f. 1 kg

G 171..

190.—

194.—

350—

64—68

I 70-71

Amtliche Einheit Skurfe

Berlin— Ä-rankknrt a.M. lVom 18. September«

Geld

Ji

Brie;

Kechtzettis âonSuvs bsaniLasen

Einer Zuschrift des beeidigten Bücher­revisors Hugo Weißer in Bad Frankenhausen an die „T. A. Z." entnehmen wir die folgen­den beachtlichen Ausführungen:

X Bei den meisten Insolvenzen ist das Un­angenehmste für Schuldner wie Gläubiger, daß sowohl mit dem Anbieten eines Vergleichs als auch mit der offenen Bekcnnung der Zahlungs­unfähigkeit — teils aus falscher Scham, teils aus Unkenntnis kaufmännischer Pflichten — viel zu lange gewartet wird. Lieber läßt der Schuldner Wechselproteste, Klagen und Pfändungen über sich ergehen, zahlt dadurch außer seiner tatsächlichen Warenschuld noch Zinsen und Kosten, so daß oft mehr gezahlt wird, als der im günstigsten Falle zu erzielende Verkaufserlös (Einkaufspreis zu­züglich Gewinnzuschlag) beträgt. Dadurch wird natürlich das Vermögen des Schuldners immer kleiner, die gepfändeten Gegenstände kommen zu­letzt noch zur Zwangsversteigerung und der Schuld­ner muß den Offenbarungseid leisten. Die auf­merksamen Gläubiger sind teils voll, teils bis zur Hälfte befriedigt worden, und die nachsichtigen Gläubiger sind ganz leer ausgegangen. Weit er­träglicher für Gläubiger wie Schuldner sowie überhaupt für das gesamte Wirtchaftslcben würde es fein, wenn die Gläubiger bei Zahlungsverzug ihrer Schuldner mehr von dem ihnen nach § 105 der Konkureordnung zustehenden Rechte des An­trags auf Eröffnung des Konkursverfahrens Ge­brauch machen würden, denn dadurch würde das Wirtschaftsleben frühzeitiger von Unternehmungen befreit, die das Risiko ihrer Lebensfühchkeit auf ihre Gläubiger abgewälzt haben. Dem Schuldner der Inhaber eines vergleichswllrdigen Unterneh­mens ist, würde dadurch Gelegenheit gegeben, den von einem Gläubiger gestellten Antrag auf Kon­kurseröffnung durch feinen Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nach § 1 Abs. 2, 3 der Veraleichsordnung zu überwinden.

Durch diesen Antrag auf Eröffnung des Kon- kursverfnhrans seitens des Gläubigers kommt viel­leicht der eine oder andere Gläubiger etwas schlech­ter weg, als wenn er infolge Durchführung einer Pfändung voll befriedigt würde, jedoch wird an- bererfeits durch diese Maßnahme die Mehrzahl der Gläubiger, überhaupt bas gesamte Wirtschafts­

GMaMvrehmavki

Vorberichk.

X Frankfurt a. M^ 19. Sept. Auftrieb: Rinder 72, Kälber 1163, Schafe 339, Schweine 445. Preise: Kälber b) 79—81, c) 74—78, d) 66—73. Schafe a) 50—56, a2 42—48, b) 35—40. Schweine b), c) und d) 87—90, e) 86—88 RM. Marktverlauf: Käl­ber und Schafe: rege geräumt. Schweine: ruhig, ausverkauft.

X Der Ruhviehmarkt in Wächtersbach findet am Mittwoch 25. Sept, statt. Mit starkem Auftrieb ist zu rechnen.

New Dork . . , .

Holland ..,».. Buenos-Aires .... Brüssel . . « , , , ® Kristiania . ■. ‘ .

Kopenhagen. . ë , . Stockholm . . » . . Helsingfor ..... Italien . . . » »

London ,.».., Paris. . . . , ,

Schweiz » . ... .

Spanien . . . ,,

L.-Oesierreich , , . , Prag . . . . . . .

Pengâ . . ... . Japan . ..... Rio oe Janeiro , . . Bulgarien ..... Belgrad ..... , Lissabon . . , . * , Danzig ......

4

168

1

58

111

111

112

10

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49,7 03,5 38,0

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76 43

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59 56

99

38

45 00

99

16 43

35 99

50 04,1 39,4

77

47

Frankfurter Kursbericht (18. September).

Schutzgebiete..... 4.20

6 "so Rcichsanleihe v. 1927 87.50

Ablöfungsschuld o. A. . 10.25

do. m. A. . 53.60

8 % Pr. Centr. - Bob.»

Pfandbr. 23 . . - . 97.50 8% Pr. Centr.-Komm.-

Obl. 28...... 94.-

Anatolier I.....19 -

bo. H.....18.75

Bagdad 1...... 7.75

do. II. . . . . . 7 65

Zolltürken ... 7.75

Schantungbahn .... 3.70

Adla .... ... 123.25 Barmer Bank .... 124.—

BerlinerHandelsgesellsch. 209.— Commerz- u. Privatbank 173.75 Darmstadt, u. Nationalb. 265.50 Deutsche Bank .... 188.— Deutsche Vereinsbank . —

Diskonto-Gesellschaft . . 149.50 Dresdner Bank. . . 153.—

Metallbank..... —

MitteldeutscheCreditbank —

Reichsbank..... 293.75

Oesterr. Creditanstalt . 30.75

Westbank...... . 94.-

Sapag. . , , • . . 114^5

Nordd. Lloyd .... 107 — Buderus ...... 69.— Gelsenkirchen.....14l —

Harpener......144.—

Ilse Bergbau .... 212.— Klöckner......113.—

Mannesmann .... 110.25 Mansfelder Bergbau . 136.— Oberbedarf ..... 80.—

Oktavi Minen . . . 70.- Phönix..... . 106.25

Rhein. Braunkohlen , , 268.— Rheiiistahl.....122.o0

Riebeck Montan . . . 181.— Laurahütte .....67.50

Ber. Stahlwerke A.-E. . 114.— Aschersleben ..... 235.— Salzdelfurth.....891.-

Westeregeln . . . » . 240. <o Kleyer. ...... 89.52 Brown, Boveri. . . . 136.50 Daimler .....44.—

Frankf. Maschinenfabrik. 61.^5 Miag ....... 125,— Voigt & Häffner . . . 222.-

Metallges. Franksurt a. Ai. 125.— Sungbaus......67.—

Cement Heidelberg . . 126.— Hoch- und Tiefbau . . 91.—

Ph. Holzmann .... 97.75 Wayß D Freitag . . . 98.— Zellstoff Aschaffenburg . 151.25 Zellstoff Waldhos. . . 233.— S. E. Farben .... 213.— Scheideanstalt . . . 150.— Holzverkohlung. . . * 81.75

Dt. Erdöl ..... 11 .50 Th. Goldschmidt . . . 70.10 Montecatini.....57.25

Rütgerswerke .... 78.25 A. E. E...... . 192.25

Bergmann-Werke . . . 220— Ehade ....... 440.— Licht und Kraft . . . 203.— Elektrische Lieferungen . 168.50 Felten S Guilleaume . 136.50 Geasürel . ..... 2< 6.50 Lahmeyer. . .... 165.— Lechwerke...... 105.75 Rhein. Elektr. .... 144.— Schuckert..... 222—

Siemens & Halske . . 382.— Mainkiaftwerke. . , . 1: 6.30 Dt. Linoleum.....305.—

Karstadt . ..... 172.50 Svenska ...... 381.50 Südd. Zucker . . . 157.50 Ver. Elanzstoff . . ’ 289,».