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Frekkag den 13. September 1929

Nr. 215

Verteilung kommen konnten. Als Preisrichter für das Fahren waren in mustergültiger Weise die Herren Rittmeister a. D. Leipold-Münzenberg, Altbürgermeister Knecht-Mittelgründau und Bür­germeister Siegel-Selters tätig. Die Entscheidun­gen bei dem Fahren der schweren Gespanne bo­ten keine Schwierigkeiten. In der Abteilung 1 für Einspänner erhielten: 1. Preis Karl Wolf-Don- hausen, 2. Preis L. Schmück-Büdingen. In der Ab­teilung 2 für Zweispänner erzielten: 1. Preis Gutspächter Eisele-Thiergarten, 2. Preis Guts­pächter Loos-Finndörfer Hof. In der 3. Abteilung iMshripänner) wurde von dem Gutspächter Karl Bähr-Rohrbach ein Neunerzug in mustergültiger Weise vorgeführt. Es wurde ihm für diese sowie für seine sonstigen Leistungen bei der Veranstal­tung der Ehrenpeis des Landesverbandes zuer- kannt. Besonderes Interesse erregte das Kunst­fahren, vor allem das Gespann des Fürsten Earl zu Wenburg und Büdingen, gefahren von dem Leibkutscher Nix. Es erhielten Furst Earl zu Nien­burg und Büdingen und Gutspächter F. Schmidt­mann einen Ehren- und 1. Preis, H. Rath-Ridda einen 2. Preis. In der Abteilung Einspänner der leichten Gespanne erhielten: 1. Preis Othmar Gerth-Diebach a. Haag, 1. Preis Otto Kraft-Don- Haufen, 1. Preis Fräulein Gretel Koch-Aulendie- mch, 2. Kammerbote Wagner, 3. August Kröll- Orleshausen. Sehr zahlreich waren die Zwei- 'pänner vertreten, so daß die Preisrichter längere Zeit benötigten, um die vielen Gespanne zu be­urteilen. Es erhielten erste Preise: Otto Kraft- 'mnhausen, Gutspächter Hillerich-Lorbach, Fürst Carl zu Psenburg und Büdingen, Gutspächter Schmidtmann-Marienborn, F. Filzinger-Nidda, 3. Weinel-Diebach a. Haag. Zweite Preise: Otto Koch-Aulendiebach. Karl Flemming-Saline Bü­dingen. Dritte Preise: W. Kipping-Nidda und Fürst Earl zu Menburg und Büdingen. In der Abteilung für Mehrspanner erhielt Karl Bähr- Rohrbach für seinen Diererzug einen 1. und Ehren­preis mit Plakette.

Dem glänzenden Verlauf des Festes, das bei dem besten Wetter abgehalten werden konnte, folgte am Abend die Preisoerteilung im Fürstenhof. Der 1. Vorsitzende, Guts Pächter Koch-Aulendiebach be­grüßte die Gäste des Vereins. Er dankte allen de­nen, die zu dem Gelingen des Reit- und Fahr­turniers beigetragen haben. Direktor Grimm nahm hierauf die Preisverteilung vor. In fröhlicher Stimmmung ging es nun zum gemütlichen Teil des Abends über.

Aus Srauksuvt a. â

Sie Tagung des Äirohsâgegnev

: Die Tagung der Alkohol gegner fand am Donnerstag nachmittag ihre Fortsetzung mit, einer Konferenz der Trinkerfürsorge und einer Sitzung der Abteilung Verkehrswesen des Deutschen Ver­eines gegen den Alkoholismus (D. V. g. d. A.). Ferner hielt der Derwaltungsausschuß eine Sit­zung ab.

Dis gestrige erste Sitzung der Derk ehr sab tei- lung des D. V. g. d. A., in dem zwei große Gruppen vereinigt sind, nämlich der von der ReichsbahngesÄlschast tatkräftig unterstützte Reichs- dahnmäßigksitsverein sowie Ms Arbsstsgemem- chast der Reichspost (und der Schutzpolizei) für Dorbeugenbe und fürsorgliche Aufklärungsarbeit auf dem Gebiete des Alkoholismus, war von einer großen Anzahl von Vehördenoertrqtsrn besucht. Vorsitzender Ammann- Tübingen erstattete zu­nächst Bericht über die im letzten Jahr geleistete Arbeit und die Förderung der Tätigkeit der Ver­einigung durch die Reichsbahn. Hierauf sprach Polizeimedtzinalrat Dr. Kurt Hoffmann- Berlin über Anzeichen und Feststellung von Alkichollsmus bei Verkehrsunfällen. Unter den heutigen Gefahren für die Verkehrssicherheit, so ngte er u. a., stehe die Alkoholgefahr im Vorder­grund. Den Fahrern das Verhältnis der Zuiam- menftânge zwischen Alkoholgenuß und Derkehrs- unif allen zur Einsicht zu bringen, sei hier Haupt- aufgabe. Daß au' diesem Gebiet noch manches stück Arbeit M leisten fei trotz der Erlasse und Verfügung des preußischen Innenministeriums und der Zentralstellen von Bahn, Post, Polizei usw., bewiesen immer wieder die Derkehrsunsälle, deren Ursache auf den Alkoholismus zurückzuführen sei. Eine baldige Hilf« durch die .zuständigen Stellen ei hier dringend notwendig.

Ueber die Tätigkeit der ReichÄuchnmäßigkeits- t> ereine verbreitete sich Reichsbahndirektor Li­de t r a u - Frankfurt a. d. Oder. Das Eisenbahn­personal. so verlangte er, müsse durch diese Ver­ein« dazu erzogen werden, Alkoholgenuß zu mei­den. Der Alkoholsausichank müsse durch Aus- ichant von Milch und alkoholfreien Getränken er« eßt werden. Reichsbahn Oberinspektor Brehme- Altona ergänzte diese Ausführungen durch die Forderung, den Sampf gegen den Alkoholismus ähnlich wie den Kampf gegen die .Tuberkulose zu organisieren. Leibesübung, Zuweisung von Gar­tenland und Aufklärungsarbeit müßten hier Mittel und Wege fein.

Die Konferenz der Trinterfüriorge behandelte während dieser Aussprache in mehreren Refera­ten die Bedeutung des Vewahrungsgesetzes für die Trinkerfürsorge, über welches Thema zunächst Landesrat Dr. Andrea- Hannover berichtete. Er verlangte für di« fürsorgend« Stelle die Mög­lichkeit, einen Alkoholkranken in eine Trinkerfür- iory dauernd oder zeitweilig unterzubringen. Dieses Ziel könne nur durch eine gesetzliche Rege­lung erreicht werden. Schwester Meyer von der Trinkerfürsorge in Stuttgart und Trinkerfür- larger B e tz - Plorzheim zeigten bewähte Wege in der Behandlung von Trinkern. Individuelle Be­handlung^ und sehr oft seelisches Verstehen

eines Alkoholikers feien Voraussetzung und wirk­same Hilfsmittel für eine erfolgreiche Fürsorge- arbeit. Neben dieser Fürsorgearbeit durch Heil- und Pflegestätten seien jedoch auch oft der Seel­sorge und der religiösen Fürsorge gute Erfolge zuzuichreiben.

Nach der Verwaltungsausschuß-Sitzung, in der zwei Entschließungen (über die bereits berichtet wurde) zur Annahme gelangten, fand heute abend im Volksbildungsheim ein sehr gut besuchter Be- grüßungsabenü des D. V. g. d. A. statt.

In der Verwaltungsausschuß-Sitzung des Deut­schen Vereins gegen den Alkoholismus wurde fol­gende Entschließung angenommen: Zur Ab­wehr der steigenden Alkoholgefahren sind neuer­dings große Zentralbehörden des Reichs und der Länder (in vorbildlicher Weise die Hauptverwal­tung der Reichsbahn, das Reichspostministerium, das preußische Ministerium des Innern u. a.) in bedeutsamen Verfügungen für planmäßige Auf­klärungsarbeit und vorbeugende Einrichtungen ein­getreten. Leitung und Geschäftsführung des Deut­schen Vereins gegen den Alkoholismus haben diese Absichten der Behörden sofort weithin aufgegriffen und haben mit zur Verwirklichung beigetragen Er­freut u. dankbar für diese wertvollen Wege frucht­baren Zusammenwirkens fordert heute der Ver­waltungsausschuß des Deutschen Vereins dessen Verbände und Ortsgruppen überall zu tatkräftiger Mitarbeit auf.

Zu dem Thema Sport und Alkohol wurde fol­gende Entschließung gefaßt: Um der Wahrheit und Klarheit willen begrüßen wir die Erörterung über das Alkoholproblem, die in Kreisen des Sports und Turnens eingesetzt hat. Wir sind gewiß, daß die geistigen Führer der deutschen Leibesübungen ihre wissenschaftlich begründeten und praktisch be­währten Ueberzeugungerz ohne jeden Gewissens­druck von außen in ihren Verbänden und Ver­einen zur Anerkennung bringen werden. Unsere Freunde bitten wir, sich für die volksgesundheitlich notwendige Erhöhung der öffentlichen Beihilfen für Leibesübungen überall tatkräftig einzusetzen. Damit würde auch die strittige und schwierige Frage des Alkoholausschanks auf Sportplätzen ra­scher, leichter und befriedigender zur Lösung ge­bracht.

Ab Januar 1930 nur noch Selbstanschlußbelrieb in Frankfurt.

: In dem Postneubau an der Gutleut­straße ist mit der Einrichtung des Selbstschlußamts Senckenberg begon­nen worden. Das Selbstanschlußamt Hansa befin­det sich auf dem Zell-Grundstück im Aufbau. Die Inbetriebnahme der Selbstanschlußämter Hansa und Senckenberg soll gleichzeitig und zusammen mit der Einbeziehung von Höchst und Schwan­heim in das Frankfurter Ortsnetz voraussichtlich im Januar 1930 erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt werden dann sämtliche Fernsprechanschlüsse in Groß-Frankfurt ein'chl. Offenbach auf Selbstan- chlußbetrieb umgestellt sein, und sämtliche Teil­nehmer werden sich gegenseitig selbst wählen können.

Die Todesstrahlen in der Revisionsinstanz.

Der von der Straff*

wegen

iS

Verlust verurteilte Monteur Albert Bruehahn be­ruhigt sich auch bei diesem Urteil nicht und er hat einen Anwalt beauftragt, Revision einzulegen. Der Prozeß wird also auch noch das Reichsgericht beschäftigen. Uebrigens wechselt Bruehahn mit jeder Instanz den Verteidiger.

Aus KaS trab Seen.

Unregelmäßigkeiten bei der Michelstädler Genossen­schaftsbank

Michelstadt i. 0., 12. Sept. Seit längerer Zeit waren bereits Gerüchte tm Umlauf, daß bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank Un­regelmäßigkeiten vorgekommen seien. Diese Ge­rüchte fanden in der gestern abend stattgefundenen Hauptversammlung, die bis zum Morgen dauerte, eine Bestätigung. Der Bericht, des Aufsichtsrates gab zu, daß sich bei vorgenommenen Revisonen er« geben habe, daß zwei beamtete Vorstandsmit­glieder Wertpapiergejchäfte in großem Umfang ab­geschlossen haben, die über den Rahmen einer Ge­nossenschaftsbank hinausgingen. Bei der vom Auf- fichtsrat nach der sofort vorgenommenen Abwick­lung feien Verluste in Höhe von etwa 120 000 RM entstanden, so daß zu ihrer Deckung die Reserven herangezogen werden mußten. Für den Rest werde der Aufsichtsrat eine Ausfallbürgschaft übernehmen. Nach lebhafter Debatte wurde diesem Vorschlag des Aufsichtsrats zugestimmt. Die beiden Vorstands­mitglieder sind inzwischen aus der Bank ausge- sch-cüen. Der Geschäftsbetrieb läuft durchaus nor­mal werter.

Verschlechterung auf dem oberhessischen Arbeits­markt

Gießen, 22. Sept. Auf dem oberhessischen Arbeitsmarkt hat sich die Lage im Laufe des Mo­nats August weiter verschlechtert, so daß man den Tiefstand der Arbeitslosigkeit schon als überschrit­ten ansehen kann. Für die nächsten Wochen wird mit weiteren Arbeiterentlassungen in der Industrie der Steine und Erden, im Baugewerbe und in der Lohnarbeit wechselnder Art gerechnet. Am 31. August zählte.man 1805 Arbeitslose, von denen 1149 in der Arbeitslosenversicherung und 110 in der Krisenunterstützung stehen. Mit Notstandsar­beiten werden 222 Leute beschäftigt. Bon den ein« zelnen Industrien ist als besonders bemerkenswert zu berichten, daß in der Industrie der Steine und der Erden die Zahl der Arbeitsuchenden auf 304

im Monat August gegen 141 im Monat vorher ge­stiegen ist. In' der Metallindustrie zählte man im August 196 Arbeitslose gegen 144 im Vormonat. Im Holz- und Schnitzstoffgewerbe wurden 77 ar« beitsuchende Personen gegen 65 im Vormonat ver­zeichnet. In der Bekleidungsindustrie stieg die Zahl der Arbeitslosen von 77 auf 110. Im Bau­gewerbe wurden 185 Arbeitslose gegen 159 im Vor­monat gewählt, und in der Lohnarbeit wechselnder Art 478 gegen 531 im Vormonat. In den übrigen Bcschäftigungszweigcn ließ die Arbcitslage eben­falls zu wünschen übrig.

Ein Rechlskonsulenl als Erpresser

Gießen, 12. Sept. Vor dem hiesigen Schöf­fengericht hatte sich gestern ein früherer Rechtskon­sulent zu verantworten, der im Herbst vorigen Jah­res an einen Arzt und dessen Vater Drohbriefe ge« schrieben und mit Strafanzeigen gewinkt hatte, falls man ihm nicht Geld aushändige. Einen Hand­werksmeister bedrohte er mit der Ankündigung, daß er über das Vorleben der Braut des Meisters allerlei erzählen werde, wenn er kein Geld be« komme. In allen Fällen ließen sich die Bedrohten aber nicht ins Bockshorn jagen, sondern nahmen die Hilfe der Behörden gegen den unsauberen Patron in Anspruch. Da es sich bei den Delikten, ange­sichts des mangelnden Erfolges, um versuchte Er­pressung handelte, kam der üble Zeitgenosse noch verhältnismäßig glimpflich davon, denn das Gericht schickte ihn leider nur auf 10 Monate ins Gefängnis.

400-Iahrfeier des Marburger Religionsgefprächv

Marburg, 12. Sept. Die 40tz-Jahrfeier des Marburger Religionsgesprächs ist heute mit einem Festakt in der Marienkirche eingeleitet worden. Unter den zahlreichen Gästen, die aus kontinentalen und überseeischen Ländern eingetroffen sind, be« merkte man u. a. Reichsgerichtspräsident a. D. Dr. Simons, den Präsidenten des Deutschen Evange­lischen Kirchenausschusses D. Dr. Kapler, Vertreter aller Fakultäten und Kirchenbehörden.^ Unter den Delegierten Großbritanniens befindet sich u. a. der bekannte Lutherforscher Professor Mac Cismon. Die amerikanische Theologie . ist durch Professor Moore von der Harward-Universität und durch Prof. Brown aus Newyork vertreten. General­superintendent D. Möller begrüßte die Gäste im Namen der Landeskirche Hessen-Kassel, des Rektors der Universität, der Fakultät und der Stadt Mar­burg. Die Feier gelte dem Gedächtnis jenes großen Versuchs einer Verständigung zwischen b®i Luthertum und der Schwei­zer reformierten Weltanschauung. Diese Verständigung sei damals nicht voll geglückt. Die Marburger Feier wolle den Riß nicht über« kleistern, wohl aber gelte es, mit Weitblick in den großen Aufgaben voranzugehen, die dem (Besamt« Protestantismus in dieser Zeit gestellt seien. Der Redner forderte eine Mobilisierung aller Kräfte des Protestantismus für die dringenden Aufgaben der Gegenwart Nach der Begrüßung hielt der Heidelberger Universitätsprofessor D. Dr. Walter Köhler den ersten Hauptvortrag überAnlaß, Ver­lauf und Folgen des Marburger Religions-

gesprächs.

Ein teurer Ersah

Darmstadt, 12. Sept. Bereits vor längerer

Zeit war davon bte Rede, daß ein Züchter namens Berz eine Gespinstfaserpflanze herangezüchtet haben wollte, die eine Revolution in der Textilindustrie und einen Ersatz für teure ausländische Rohfaser bedeuten sollte. Das Zuchtergebnis wurde, wie seinerzeit der Arbeits- und Wirtschaftsminister mit­teilte, der hessischen Regierung zur Ausbeutung angeboten. Als Abfindung war ein Betrag von 3 Millionen RM gefordert worden. Wie wir hören, ist nach längerer eingehender Prüfung die zuständige Stelle zu der Ablehnung des Angebots gekommen, Angesichts der nach dem Urteil der sachverständigen Kreise durchaus fraglichen Anpslan- zungs- und besonders Auswertungsmöglichkeiten erschien die verlangte Abfindung zu hoch.

Schwerer Betriebsunfall

Gladenbach (kr. Biedenkopf), 12. Sept. In dem Betriebe der Rheinischen Fluß- und Schwer­spat gefüllten Lauswagens an der Seilschwebebahn unglückte gestern der 15 Jahre alte Arbeitsjunge W. Aßmann aus Hartenrod dadurch sehr schwer, daß ihm bei der Beförderung eines mit Schwer­spatgefüllten Laufwagens an der Seilschwebebahn beim Durchfahren einer Weiche die losgegangene Weiche auf den Kopf stürzte und ihm die Schädel­decke zertrümmerte. Der sehr schwer verletzte Junge wurde nach erster ärztlicher Hilfe besinnungslos der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt, wo er mit einem schweren Schädelbruch in lebensge­fährlichem Zustande darniederliegt.

Vom Raubmörder vieluf

Neustadt a. H., 12. Sept. Bei der Leiche des Raubmörders Vieluf, der, wie gemeldet, kürzlich bei Ems erschossen wurde, fand man, wie jetzt be­kannt wird, die Papiere des Privatbeamten Fritz Berghaus aus Neustadt, der in Münster am Stein, wo er sich zur Erholung befand, in der Nacht zum 16. August d. I. bestohlen worden war. Berghaus wurde morgens 5.30 Uhr in dem Moment wach, als der Dieb aus seinem Fenster sprang. Der Dieb hatte die Kleider aus dem Schrank geholt und Geldbörse und Brieftasche gestohlen. Wie die Po- Uze: in Münster feststellte, hatte Vieluf in dem unter dem Zimmer des Berghaus befindlichen Wasch­raum genächtigt und dort auch seine Kleider ge­bügelt, denn das elektrische Bügeleisen war am Morgen noch heiß.

Die Ausgrabungen in Trier.

Trier, 12. Sept. Professor Dr. Siegfried Loeschke, der Leiter der Ausgrabungen bei Trier, I wo der größte römische Tempelbezirk nördlich der

Alpen nach und nach in teilweise recht mühseliger Arbeit srcigelegt wird, hat soeben einen eingehen­den Bericht über die Ergebnisse seiner Grabungen herausgegeben. Man hat nicht nur große Baureste aus römischer Zeit freigelegt, sondern hat auch Ge­wißheit darüber erhalten, daß vor der römischen Siedlung bereits ein altdeutsches fränkisches Trier bestanden hat. Im letzten Jahre sind allein fünf Tempel mit Umgang und elf Kapellen ausgegraben worden. In den Tempeln und Kapellen, die teil- weife sogar Unterkellerung aufwiesen, fand man künstlerisch überaus wertvolle Götterstatuen, die zum Teil ganz neue Einblicke in den römischen Götterkult nördlich der Alpen gewähren. Die neuen Funde einer Diana-Statue aus Marmor, eines Merkur aus Bronze und einer bronzezeit­lichen Wohnstätte stehen bisher einzig da. Dr. Loeschke bezeichnet die Grabungsergebnisse des letz­ten Arbeitsjahres als so erfolgreich wie in keinem Jahr zuvor.

Svoet-LtaHeUbte«.

KandbaU.

TFE. Frankfurt TV. Kesselskadl

Ein schwerer Gang für Kesselstadt, das bis jetzt noch punktlos dasteht. Die Frankfurter haben seit ihrem Aufstieg immer ein hohes Resultat gegen Kesjelstadt fertig gebracht und schon aus diesem Grunde wird Kesselstadt alles daran setzen, diesmal günstiger abzuschneiden.

TV. Kesselstadt 2. TV. Büdesheim 1. 2:8 TV. Kesselstadt Jugend Tgm. Hanau Jugend 1:0

Daß Büdesheim mit guter Fahrt in den Gau- spielen liegt, mußte die 2 Mannschaft Kesselstadts am vergangenen Sonntag in Büdesheim erfahren. Der Sieg von Büdesheim war uerbient, wenn auch nicht in dieser Höhe. Einen schönen Erfolg hatte die Kesselstädter Jugend durch ein knappes 1:0 gegen Turngemeinde

Tgs. Jügesheim Tschfi. Klein-Krotzenburg 3:2.

Dem Schiedsrichter Water, Oberroden, stellten sich am Sonntag obige Mannschaften zum fälligen Pflichtspiel. Der Neuling Krotzenburg wurde in der 1. Halbzeit mit 3:0 Toren überfahren. Nach der Halbzeit machte sich jedoch die bessere Technik des Neulings bemerkbar. Zum Sieg war es jedoch zu spät.

Tgs Bruchköbel 1. T. u. Spvg. Klein-Auheim 2.

4:2

Obengenannte Gegner trafen sich am ver­gangenen Sonntag zum 2. Berbandssplel in der Klasse B und lieferten sich einen stets spannenden und interessanten Kampf. Der Antritt von Auheim wird von Bruchköbel abgefangen. Der Gegenan­griff führt zum 1. Tor für Bruchköbel. Auheim gleicht einige Minuten später aus und reißt vor­übergehend sogar die Führung an sich. Doch kurz vor Halbzeit zieht Bruchköbel wieder gleich. Nach Wiederantritt erzielt Bruchköbel sofort nach einer sehr schönen Kombination das dritte und einige Minuten später das vierte Tor, mit ihm den Sieg sicherstellend. Der Schiedsrichter leitete zur Zu­friedenheit beider Parteien.

Ringen.

Bieber Hanau.

Am Samstag, 14. September, abends 8 Uhr ttesten ' schaftskampfe im Saale des GasthausesZutM Elefanten", Frankfurter Straße. Die kampferproMtz Biederer Mannschaft erscheint in stärkster stellung. Die Kraftsport-Abt. der hiesigen Arb- Sport- und Spielvergg. 04 dürfte Bieber eine gleich­wertige Mannschaft gegenüberstellen.

RunSkunS-NsosVamms

Freilag den 13. September

6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschlie­ßend Morgengymnastik. 89.00: Von Bad Hom­burg: Frühkonzert. 12.15: Schallplattenkonzert: Milttärkonzert. 13.1513.30: Werbekonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.15: Hausfrauen­nachmittag. 17.2518.00: Von Stuttgart: Konzert 18.10: Lesestunde. 18.00: Stunde des Süd west­deutschen Radio-Clubs. 18.50: Esperanto-Unter­richt. 19.10: Stenographischer Fortbildungskurs»?. 19.30: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissen­schaft und Technik 19.50: Film-Wochenschau. 20.00: Von Stuttgart: Mystik und Magie. 2223.00: Von Stuttgart: Kammermusik. 23.15: Aus dem Cas« Friedrichsbau in Freiburg: Unterhaltungs­konzert.

VsveèNs- VsLrtzeiMmMNAsrr.

Gesangverein Fröhlichkeit. Heute abend: Gemein­same Singstunde. Vollzähliger Besuch erwünscht.

Hanauer Orchesterverein. Heute abend 8.30 Uhr Probe in der Centralhalle.

Lehrersängerchor. 8 Uhr Vorstandssitzung; 8.30 Uhr Singstunde, anschließend Aussprache über Konzert.

Rhönclub, Zweigvereln Hanau e. V. Morgen Samstag abend, 8.30 Uhr Monatsversamn4lung sowie Vortragsabend im Vereinslokal. Um pünkt­liches und zahlreiches Erscheinen bittet der Vorstand.

Verein ehemaliger 166er. Samstag, 14. Sept., 8.15 Uhr abends Monatsversammlung bei Kamerad Reis. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung (Familienfeier am 2. November 29) wird um zahl- roichcs und pünktliches Erscheinen gebeten.

turn- u. Fechtclub. (Jubiläum). Am Samstag mittag 4 Uhr findet auf dem Platz am Waldesel eine Probe für die Vorführungen am Sonntag statt. Antreten zum Festzug am Sonntag um 2.30 an der Halle. Es werden auch die älteren Mitglieder ge­beten, sich zahlreich zu beteiligen.

Stahlhelm, Ortsgr. Hanau. Heute abend 8.30 Uhr Restaurant Krieg, Sandeldamm Pfliichtver- sammlung.

Hennen $ieâchon alle rorten von lMi!M^ ?

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Blumenkohl éier-J/udeln éier-Biebele èier- Sternchen

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