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Äv. IHV Montag de«
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£26. August
1626
Graf Ievvelin wieder am Iiel
Das Lttftfchiff «.Graf JeMZUn^ M heute msesen 10.16 MW übev Los Äugeles eingetvoffen
Los An seles, 26. SSttgust. „etaf AevveNtt ' ist 1,16 Uhv nachtsPazifik-Jett (10.16 vormittags mez) über Los Angeles rlnsetvoffen.
Die Rekovdkahvi des »Graf Äevvelin" 150 &lm. in dev Stunde
Newyork, 25. Aug. Nach einem Funkspruch des "Graf Zeppelin" befand sich das Luftschiff um 9 Uhr vormittags (MEZ.) 44,20 Grad Nord und 152,10 Grad West. An Bord des Schiffes ist alles in Ordnung. Weiter meldet das Schiff, daß es mit großer Geschwindigkeit aus die kalifornische Küste zusteuert. Die Geschwindigkeit betrug zum Teil 150 Kilometer, da das Luftschiff von starkem Rückenwind getrieben wird. An Bord des Schiffes wurden zahlreiche Begrüßungstelegramme ausgenommen, darunter Telegramme des Bürgermeisters von San Diego und der dortigen Marinestation.
Siebet San StamlOo
Sa „Franzisko, 25. Ang. Associated Preß. Die auf den Farallone-Jnseln stationierte Marine- warke sichtete das Luftschiff „Graf Zeppelin" um 6.02 Ahr abends (Montag früh 2.02 Uhr MEZ.). Wenige Minuten darnach wurde das Luftschiff auch vom Presidio in San Franzisko, direkt ans das Goldene Tor zusteuernd, gesichtet.
Sa n F r g nzisk 0, 25. Aug. „Gra cppelin"
Schweres GUstwahnsmslüB bei Düsen
13 Lette - 18 Schwerverletzte
Köln, 25. Aug. Am 25. August, vormikkags 8.04 Uhr entgleiste bei feiner Einfahrt in den Bahnhof Buir bei Düren der Schnellzug Paris—Warschau. Es entgleisten Lokomotive und sieben Wagen, darunter drei ausländische. Getötet sind nach den bisherigen Feststellungen acht Personen. Schwerverletzt sind etwa 18, meistens Ausländer. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht festgestellk. Hilfszüge und Gerätewagen aus Düren und Köln waren rechtzeitig zur Stelle.
Der verunglückte Schnellzug D 23 war mit Reisenden bis auf den letzten Platz beseht. Die Unfallstelle liegt etwa 500 Meter von der Station Buir entfernt. Aus der Strecke werden Gleisarbeiken vorgenommen, so daß der Verkehr auf ein Nebengleis umgelegt werden mußte. Der Lokomotivführer halte in Düren schriftliche Weisung erhalten, auf dieser Strecke langsam zu fahren. Augenzeugen berichten aber, daß die Stunden- geschwindigkeik schätzungsweise 90 Kilometer betragen habe. Es müsse daher angenommen werden, daß der Lokomotivführer sich an die Weisung nicht gekehrt habe. Die Unfallstelle selbst bietet ein Bild
kakastrophè die folgenden: 1. Adrienne G affe r w s k i aus Paris, 2. Leopold Palkowski aus Krakau, 3. Packmeister G. Roderburg aus Aachen, 4. ein Joseph Wißmann, Wohnort noch unbekannt (hatte ein Visum nach Paris), 5. Lokomo- kivführer Lockhaus aus Hamm, 6. Paul Herrmann aus Newyork, 7. Grünfeld aus Warschau, S. Wartesrau Krause aus Berlin.
Schwer verletzt: ein Herr Kohn auf der Fahrt nach Warschau begriffen, ein Herr Ledermann auf der Fahrt von Marseille nach Polen begriffen, ein Leopold Lewt 0 w aus Poitiers, eine
Tausende nach dem Flugplatz eingesetzt. Die meisten zeigten durch ihre Ausrüstung ihre Entschlossenheit, wenn notwendig, die ganze Nacht über draußen zu lagern, um auf alle Fälle dem großen Ereignis beiwohnen zu tannen. Man erwartet übrigens, daß noch weit größere Menschenmengen sich später einfinden werden. An Absperrungs- und Ueber- wachungsmannschaften stehen, wenn man Polizei, Marinesoldaten und die ebenfalls herangezogene Feuerwehr zusammen rechnet, insgesamt 1200 Mann zur Verfügung. Der Flugplatz wird die ganze Nacht von Scheinwerfern in Helles Licht getaucht sei, um auch den Zuschauern zu ermöglichen, jede kleine Einzelheit der Landung deutlich zu verfolgen. Ueber 100 Flugzeuge halten sich bereit, dem Luftschiff entgegenzufliegen und diesem das Geleit zu geben, sobald es in der Ferne auftaucht.
Mutig« 3tof»ettfMe in Jerusalem
Unruhen an der Klagemauer —Zusammenstöße zwischen Arabern und Juden
Haifa. 24. Aug. An der Klagemauer von Jerusalem ist es zu schweren Unruhen zwischen Arabern und Juden gekommen, wobei vier Personen getötet und über 40 verwundet wurden. Unter den Ver- ut weist.
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San Franzisko, 26. Aug. „Graf Zeppelin" äiberfolg die Stadt um 6 Uhr 45 Min. abends amerikanische Zeit (Montag früh 2 Uhr 45 MEZ).
Tausende von Menschen waren auf die Höhen von San Franzisko gestiegen, um den wunderbaren Anblick des durch eine Nebelbank gleitenden sonnenbestrahlten silbernen Lustschiffkörpers zu genießen Der Leuchtturmwärter von Point-Reyes, das etwa 54 Kilometer nordwestlich vom „Goldenen Tor" liegst dürfte das Luftschiff zuerst gesichtet haben. Das Wetter war sehr klar, die Sichtweite betrug etwa 36 Kilometer.
San Franzisko, 26. Aug. Statt, wie erwartet, auf das Festland der San Franzisko-Bay zuzusteuern, bog „Graf Zeppelin" vorher nach Süden ab.; Das Luftfchisf flog im starken Nordwest schnell in Richtung Point-Reyes um 6 Uhr abends zu. Die Küstenwachschiffe patroullierten am „Goldenen Tor", während andere Flugzeuge dem „Graf Zeppelin" entgegenflogen. Flugzeuge mit Zeitungsberichterstattern umflogen es wie Insekten und eilten wenige Minuten später mit den aufgenommenen Photographien zurück. Auch ein Geschwader von Armee-Flugzeugen flog dem Luftschiff entgegen.
Zwischen dem Abflug des Luslschiffetz von Kasumigaura und der Sichtung in San Franzisko verstrichen 67 Stunden 49 Minuten.
3tt Mchiung Los Ärrsews
Franzisko, 26. Aug. San Franzisko und die Orte an der Bay haben den Zeppelin nur etwa eine Stunde für sich gehabt. Aber sie haben das große Ereignis der Ueberquerung des Zeppelins mit Sirenengeheul von allen Schiffen im Hafen, mit den Hupen der Autos und dem Jubel der Menschenmassen auf allen Dächern und in allen Fenstern gebührend gefeiert, so lange das silberglänzende Luftschiff, von zahlreichen Flugzeugen umschwärmk, zu sehen war. Um 6 Uhr 45 Min. glitt das Luftschiff über Market Street, San Franziskos bekannteste Straße hin und überflog dann das Stadtinnere. Diejenigen, die dem Er- rlgnis mit den Radiohörern an den Ohren bei« Lohnten, hörten, wie die Beamten einer Funk- ftation sich bei der Fahrtleitung des Zeppelins erkundigten, ob Ihnen San Franzisko gefallen, und Harten, wie man aus der Höhe antwortete: „Ja großartig". Nach Ucbcrfüegen des Präsidiums drehte das Luftschiff südwärts und schien der Küste ö>> folgen, ein Kurs, den es offenbar bis Los Angeles beibehalten wird. Um 7 Uhr 45 Min., amerif. Zeit, meldete die Stadt Santa Uzcal das Auftauchen des Luftschiffes. Dort hatte man drei fuchtige Scheinwerfer bereitgestellt, die den Zeppelin aufs. Korn nahmen und ihn 10 Minuten mng in ihr weites Licht tauchten, ehe er in der -wchtung nach Los Angelos entschwand.
San Franzisko, 26^ Aug.. Nach einem auf der ^•larineffafion eingegangenen Funkspruch hat der drachtbampfer „Edward-Luckenbach" um 20.30 Ahr Puftsik-Zeit, das Luftschiff „Graf Zeppelin" unge- tahr 28 film, nördlich Point Sur (Monterey), das ''^‘ungefähr 160 film, südlich von San Franzisko, , omtct. Der Dampfer „Lalhwoorn" meldet, daß r um 23 Uhr bei Lap Arguello, 240 film, nördlich
•on Los Angeles, das Luftschiff gesichtet habe.
nen gei Strecke.
mit dem Tender neben der
Der Pack- und der Postwagen sind eine acht Meter hohe Böschung hinaufgeworfen worden und ineinandergeschachkelk. Der nächste Wagen, ein Wagen zweiter Klasse, ist vollständig zertrümmert. Die folgenden Wagen wurden mehr oder weniger beschädigt, während der Schlafwagen quer über den Schienen steht. Man ist mit Schweißapparaten dabei, die Türen zu öffnen. Soweit dies nicht gelingt, werden die Dächer der wagen aufgerissen und auf diese Weise die Token und Verletzten geborgen.
Sanitätswagen aus Köln und Aachen, über 60 Beamte und 100 Sanitäter sowie die Bevölkerung der Umgebung beteiligten sich an der Hilfsaktion. Bis in die frühen Nachmittagsstunden waren keine zuverlässigen Angaben über die Zahl der Token und verwundeten zu erhalten. Bekannt wird, daß der Lokomotivführer des verunglückten Zuges und ein Packmeister getötet wurden. Der Heizer rettete sich durch rechtzeitiges Abspringen. Das Krankenhaus in Buir vermochte die Toten und verletzten nicht alle aufzunehmen. Die Leichtverletzten wurden daher in die Krankenhäuser der Umgegend, zum Teil sogar bis Köln, geschafft. Die Verständigung mit den Verwundeten ist sehr schwer, da sie meist nur ihre Heimatsprache beherrschen. E s handelt sich zum überwiegenden Teil um Franzosen und Po len. Unter den französischen Fahrgästen befanden sich auch Mitglieder eines Pariser Schwimmklubs, die zu Wettkämpfen nach Berlin und Warschau verpflichtet waren. Einem von ihnen wurde ein Bein abgequetscht, während die übrigen mit dem Schrecken davonkamen.
Me Lifts des ^vkev
Düren, 25. Aug. 3m Krankenhaus in Buir befinden sich von den toten Opfern der Eisenbahn-
oom Lehrter ahnhof in Berlin, eine aria Gince aus Posen sowie ihr Kind, das leicht verletzt ist, Jonne Kowal aus Trowbridge (auf der Reise von Amerika nach Dresden), Frau L e w t o w aus Poitiers, Johann Kulik aus Warschau, Robin Schars scher aus Warschau, Jminitofs aus Rußland, die polnischen Staatsangehörige R. Rachel, Deima Bloch, Wiera Pieprakie- wicy und eine Helen« Woicikodska.
Leicht verletzt sind: Ellers, Oberpostsekretär aus Köln, Jean Ga s s e r w s k i aus Paris, ein Peter Meyer, Oberpostsekretär aus Köln, ein Rudolf Meyer aus Reval, der einen Diplomatenpaß der estländischen Republik besitzt, eine Frau Romana Korramiewska, Wohnort unbekannt, eine Agathe Stadtnic aus Polen, eine Frau L u n e aus Berlin, Julie Kuvaltscie aus Przemisl und Fräulein Margarete Renan aus Schweden sowie ein Rudolf Feltzer.
Mev wettere Todesopfer asrksekrmZe«
Köln, 26. Aug. wie amtlich bekanntgegeben wird, sind im Laufe der Nacht in den Trümmern des gestern verunglückten Schnellzuges Paris— Warschau noch vier weitere Todesopfer gefunden worden, die noch nicht identifiziert werden konnten. Damit hat sich, da auch der schwerverletzte Lokomotivführer Nordhaus im Krankenhaus feinen Verletzungen inzwischen erlegen ist, die Zahl der Todesopfer auf 13 erhöht.
' Die Ursache der Entgleisung des Zuges ist den amtlichen Feststellungen zufolge übermäßig schnel-
les Durchfahren einer abzweigenden Weiche an Einfahrt des Bahnhofes.
der
Dor des letzten Schlacht im Saag
wird Snowden die neuen DovichrKge annehmen?
Haag, 25. Aug. Der heutige Sonntag nachmittag ist seitens der Delegationen Frankreichs, Belgiens, Italiens und apans zu einer fast ununterbrochenen Arbeit an dem Zustavde- bringen eines schriftlichen Angebots an England benutzt worden. Das Memorandum ist fertiggestestt worden und soll am Montag Snowden überreicht werden. Von der Annahme oder Ablehnung hängt das Schicksal der Konferenz ab. Die Hauptschlacht soll am Dienstag geschlagen werden.
Zu dem Memorandum glaubt der Sondcrbericht- darauf, die letzten Vorschläge 31^ wiederholen und crstatter der Agentur Havas berichten zu können: — " " Man erklärt, daß dieses Memorandum kein neues Angebot enthalte. Es beschränke sich
zu präzisieren, die dem englischen .Schatzkonzler Snowden und Jaspar im Namen feiner Kollegen
(Fortsetzung aut Seile 2)
Los Angeles, 26. Aug. Die Stadt sieht mit immer gespannterer Erwartung dem Augenblick
Los Angeles, 26. Aug. Die Leitung des Luflschisfhasens wurde von Bord des „Graf „.Ir.......—
Zeppelin" funktelegrnphifch benachrichtig«. daß das entgegen, wo der Zeppelin auf dem Flugplatz von Luftschiff gegen 5 Uhr morgens zu landen beab- Los Angeles eint reffen wird. Längst vor Abbruch
sichtige.
der Nacht hatte die Pilgerfahrt von ungezählten
Zwischenfälle eine ungeheure Ai. Läden in der Stadt sind gest
ung. Sämtliche iffen. Polizei-
Patrouillen mit Panzerwagen durchziehen die Straßen, um Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Anruhen an der Klagemauer konnten nur deshalb einen derartigen Umfang annehmen, weil die Jnoervention der englischen Polizei anscheinend verspätet erfolgte.
London, 24. Aug. Infolge der ernsten Lage, die sich aus den Zusammenstößen zwischen Juden und Arabern in Jerusalem ergeben hat, hat die englische Admiralität auf Anforderung des Oberkommissars von Palästina das Linienschiff Barham, den Kreuzer Sussex und das Flugzeugmutterschiff Courugeous angewiesen, sich sofort nach Jaffa zu begeben. Von diesen Schiffen ist die Sussex bereits ausgelaufen, während die beiden anderen Schiffe noch Vorräte in Malta einnehmen. Es ist möglich, daß für die Courageous noch anderweitige Anweisungen ergehen. Dies hängt damit zusammen, daß beabsichtigt ist, außer einem Bataillon aus Aegypten gegebenenfalls auch ein Bataillon von Malta aus nach Palästina zu senden. — In Jerusalem ist das Standrecht erklärt .
London, 25. Aug. Ein amtlicher Bericht des Kolonialamtes besagt: In Jerusalem und anderen Teilen Palästinas sind Unruhen ausgebrochen, bei denen Menschenleben zu beklagen sind und Sachschaden angerichtet wurde. Die Regierung von Palästina hat die notwendigen Maßnahmen getroffen, um Ruhe und Ordnung wieder herzustellen und Leben und Eigentum aller Einwohner ohne Rücksicht auf Stand und Rasse zu schützen. Freitag nacht wurden Angriffe in den außerhalb Jerusalems liegenden Kolonien unternommen. In Nablus sah sich die Polizei gezwungen, auf die Menge zu schießen, als sie versuchte, in die Kaserne einzudringen. Acht Personen wurden dabei getötet. In Hebron sind unter der jüdischen Bevölkerung zwei Todesopfer zu beklagen. In Jaffa veranstalteten die Araber eine Kundgebung, ohne daß es zu Tumulten kam. Die Zahl der Todesopfer in Jerusalem ist noch nicht bekannt, unter ihnen befindet sich ein Engländer, der als Hilfspolizist Dienst tat. Zwei Bataillone Truppen wurden nach Palästina entsandt.
Me Seiet am Xannenbets- Katronaldenkma»
Hohenstein, 25. Aug. Im Ehrenhof des Tannenberg-Nationaldenkmals wurde heute mittag die feierliche Weihe und Enthüllung von etwa 60 Gedenktafeln vollzogen, die von ost- und westpreußi- schen Regimentsvereinen dem Gedächtnis ihrer in der Schlacht bei Tannenberg gefallenen Kameraden gewidmet worden sind. An der Feier nahmen zahlreiche ehemalige Heerführer sowie Generale aus der Schlacht bei Tannenberg teil, darunter Generalfeld- marschall v. Mackensen. Für den verhinderten Chef der Heeresleitung General Heye war alsVertreter der Reichswehr der Befehlshaber des Wehrkreises I General Freiherr v. Esebeck mit den aktiven Generalen und Kommandeuren der 1. Division erschic-
Oie heutige Nummer umkaSt 10 Seiten