Nr. 192
Samstag den 17. August 1929
Selke 19
HANDEL UND
WOlimCHAH
Konzevn Svaukkuvtev Allsemeine SevK<bevttngs-A.-G.
Verschärsting der Lage
X Die Verhandlungen, die gestern in Berlin Eckchen der Verwaltung der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-A.-G. und den beteiligten Großbanken stattfanden, haben nach Informationen der „Franks. Ztg." ergeben, daß die Fehler, welche die Konzernleitung auf dein Gebiet der Ab- satfinanzierung und der sonstigen Finanzgeschäfte gemacht hat, den Gesamtkonzern, trotz der guten Verfassung des eigentlichen Versicherungsgeschäftes, doch stärker berühren, als selbst die Nächstbeteiligten vor Beginn der Verhandlungen glaubten An- Mhmen zu sollen. Es sind in so hohem Maße längerfristige Teilzahlungskredite und sonstige Investitionen'kurzfristig refinanziert worden, daß man nicht mehr umhin kann, von einer Illiquidität des Konzerns der Frankfurter Allgemeinen Versichc- rungs-A.-G. zu sprechen. Für Samstag früh ist eine neue Bankensitzung zusammenberufen worden, in der man hofft, durch Zusammenstehen der gesamten Großgläubiger di unmittelbaren Gefahren zu bannen, die sich aus der Illiquidität eines so weit verzweigten und umfassenden Komplexes ergeben. Die Summen, um die es sich handelt, sind so außerordentlich groß, daß die Banken vor der Notwendigkeit einer weitgehenden Stillhaltebereitschaft stehen. Aber auf der anderen Seite müssen die vielgestaltigen Verflechtungen berücksichtigt werden, die gerade einen der größten deutschen Versicherungskonzerne mit der Gesamtwirtschaft verbinden. Also darf man Bereitschaft erwarten, zumal auch die Rettung durchaus gesunder Versicherungsaktiven auf dem Spiele steht.
Gegenüber der allgemeinwirtschaftlichen Bedeutung des Falles tritt' die Frage, was die Aktionäre an Verlusten in Kauf nehmen müssen (die Gläubiger brauchen einstweiten nicht besorgt zu sein), in den Hintergrund. Daß es nahmhase Verluste geben wird, darf als sicher angenommen werden; wie hoch sie sein werden, das vermag heute niemand zu beureilen.
4lmsvünduns des Elektvo- vevbandoS MtttsldeutMIand
X Die Vergesellschaftung in der Elektrizitätswirtschaft des Weser- und Main-Gebietes, von der wir schon mehrfach berichteten, scheint jetzt eine schnellere Entwicklung zu nehmen. In Fulda tagte in diesen Tagen der Verbandsausschuß des Ueberlandwerkes Fulda-Hünfeld-Schlüch- tern, Landrat Frhr. o. Gagern, führte als Verbandsvorsteher u. a. aus, daß der im Janauar 1923 gegründete Clektrozweckverband Mitteldeutschland sich veranlaßt sicht, eine Umgründung vorzunehmen und die Schaffung eines Kommunalen Elektroverbandes Mitteldeutschland A.-G. mit dem Sitz vorzubereiten. Dabei ist eine begrenzte Vclaitiouiia Ler Pro "" .......... ' ■
angegeben wird, so verliefen die Hauptmärkte in Chicago, Winnipeg, Buenos Aires und Liverpool in vorwiegend schwacher Haltung. Zu einem weiteren Preisrückschlag gaben Meldungen über Niederschläge in Australien und Argentinien, sowie das in Kanada herrschende gute Erntewetter, Anlaß. Der kanadische Farmerpool war während der ganzen Woche mit Offertenmaterial nicht am Markte. Die letzten Meldungen von Kanada besagen, daß dort leichter Frost eingesetzt habe, doch selbst diese Alarmnachricht konnte die europäischen Märkte nicht aufrütteln. Während in Deutschland das Geschäft in der ganzen Woche vollkommen lustlos war, war in England und Belgien immerhin einiges Geschäft zu verzeichnen; man handelte dort Hardwinter 1 Golf per August-Abladung zu 13—12.901 und Hardwinter 2 per August zu 12.85 bis 12.75 hfl. cis Rotterdam. Iü La Plata-Weizen wurde zuletzt 79 Kg. schwerer Bahia seeschwimmend zu 12.30 hfl. aus zweiter Hand, offeriert. Die direkten Offerten stellten sich höher und zwar auf 12.50 hfl. cif Rotterdam. 79 Kg. Barusso war per August-Verschiffung zu 12.50, per September zu 12.65, per Oktober zu 12.75 und per November zu 12.85 hfl. von den direkten Abladern angeboten, welche Preise von der zweiten Hand um 0.20 hfl. cif Rotterdam unterboten wurden. Roggen lag ebenfalls schwach und die Preisbewegung war in der Hauptsache rückläufig. Man offerierte Western Rye 2 per August zu 10.90—10.80 und La Plata-Roggen 74/75 Kg. per August zu 11.20 bis 11.10 hfl. cif Rotterdam. Gerste blieb vernachlässigt. Marokko-Gerste per August-Abladung war zu 9.20—9.05 und La Plata-Roggen 62 Kg. per August zu 9.80—9.70 hfl. cif Rotterdam offeriert. Auch Mais hatte bei rückläufigen Preisen vorwiegend sehr schwachen Markt. Am heutigen Börsentage forderte man für seeschwimmenden Plata-Mais 10, per August-Abladung 10.05, September 10.15 und per Oktober-Verschiffung 10.25 hfl. cif Rotterdam.
An unseren süddeutschen Produktenmärkten lag Weizen sehr ruhig, insbesondere da die Mühlen infolge des schleppenden Mehlgeschäfts im Einkauf sehr zurückhaltend sind. Die Preise für Inlandsweizen haben eine Einbuße erlitten und an der heutigen Börse verlangte man für süddeutschen Weizen 27 RM cif und franko Mannheim; zu diesem Preise wurden auch einige Partien aus dem Markte genommen. 77/78 Kg. schwerer mitteldeutscher Weizen, per August-September-Abladung ist zu 27.25 RM franko Mannheim angeboten. Die offizielle Notiz für hierländischen Weizen stellte sich heute auf 27—27.25 RM und für Auslandsweizen auf 29—34 RM per 100 Kg. franko Mannheim. Roggen hatte ebenfalls sehr ruhigen Markt. Für Auslandsroggen bestand nur wenig Interesse. Hierländischer Roggen wurde heute mit 21.25—21.50 RM offeriert, wogegen die Interessenten Gebote von 20.75—21 RM franko Mühle machten. Aus-
Hopfen. Das Interesse wendet sich fetzt allgemein der neuen Ernte zu. Im Tettnanger (Württemberg) Anbaugebiet, sowie in Baden (Walldorfer Gegend) hat vereinzelt die Pflücke des Früh- Hopfens begonnen. Die für kleine Partien bezahlten Preise, die sich zwischen 70—100 RM bewegten, befriedigen aber die Pflanzer nicht, da nach deren Ansicht diese Preise noch nicht einmal die Gestehungskosten decken würden. Nächste Woche dürfte in den Hauptanbaugebieten mehr sackreife Ware zum Verkauf gelangen und bis dahin dürfte sich auch die Preisbasis von selbst regulieren. Die Qualitäten befriedigen im allgemeinen und auch das Mengeerträgnis wird als zufriedenstellend bezeichnet.
Tabak. Die Läge an den Tabakmärkten kann als unverändert bezeichnet werden. — Aus der Pfalz wird gemeldet, daß mit der Einbringung des Sandblattes im pfälzischen Schneidegut-Gebiet begonnen worden ist. Im Zigarrengutgebiet ist durch Die frühere Auspflanzung der Setzlinge nun auch eine frühe Sandblatternte zu erwarten. Die Entwicklung der Pflanzen macht im allgemeinen gute Fortschritte und das Mengerträgnis dürfte wohl dem des Vorjahres entsprechen. ♦
Malz hatte unveränderten Markt. Der Abruf bei den Mälzereien ist etwas besser geworden, indes haben die Brauereien immer noch ansehnliche Quantitäten aus früheren Kontrakten zu beziehen; dadurch dürfte sich der Verkauf von Malz von neuer Kampagne noch länger als erwartet hinaus- ziehem. Für Malz aus pfälzischer Gerste gewonnen, verlangt man 44—45 RM und für Malz aus württembergischer und bayerischer Gerste 42—43 RM, je nach Gehaltsgarantie.
SvauSfuvtev SSttfe
Frankfurt a. 21t., 16. Aug. Zum Wochenschluß zeigte die Börse ein unsicheres Aussehen. Verstimmt war man über neue Schwierigkeiten im Haag und das weitere Nachgeben der Frankfurter Allgemeine Versicherungsaktien. Die Spekulation verhielt sich zurückhaltend und schritt, nachdem in den letzten Tagen verschiedentlich ganz beträchtliche Gewinne erzielt wurden, zu Gewinnmitnahmen und Glatfftellungen. Infolge des Fehlens von Orders war der Markt nicht recht aufnahmefähig, so daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist Verluste bis zu 2 Prozent einstellten. Für einige Werte konnte sich einiges Interesse erhalten. So konnten am Elektromarkt Elektr. Lieferungen 1% Prozent gewinnen, Schuckert blieben gut behauptet, während Siemens 1 Prozent, Felten 1% Prozent, AEG. % Prozent und Chadeaktien 2 Mk. nachgaben. Glanzstoffaktien lagen mit minus 3 Prozent im Angebot. Auch Montanwerte waren vernachlässigt, nur für Gelsenkirchen, Mannesmann, Phönix und Stahlverein trat bei ganz geringfügi-
X Ein neues Stief ff off unternehmen Belgiens. Unter der Firma Société de Produkts Chemimes du Marly wurde ein neues Unternehmen gegründet, das sich mit der Herstellung von synthetischem Ammoniak und künstlichen Stickstoffdüngemittetn befassen soll. Das Werk soll noch dem Cladever- fahren arbeiten. Das Anfangskopital beträgt 150 Millionen Franken. Die Aktivität auf dem Gebiet der Düngemittelerzeugung gcht auf das kürzlich abgeschlossene Abkommen der J. G. Farchen- industrie mit der englischen chemischen Gruppe und der Chile-Gruppe zurück. Mit dieser Neugründung bilden sich in Belgien zwei getrennte Ghemiegrup- pen heraus: D'ie Union Chemicè, die von der Sociste Internationale kontrolliert wird, und die Bstge d'Agote mit einigen anderen Neugründungen, hinter denen die flämische Volksbonk van Leuven und die Bank de Bruxelle stehen. In den nächsten Tagen wird außerdem eine neue Gas- gessllschaft gegründet, die der Sociëtë de Produits Chemimes du Marly die benötigten Nebenerzeugnisse liefern soll.
X Neue Akliengcscllschasl. Unter der Firma Siegmund Strauß jr. Spitzenhandels A,-G., Frankfurt a. M., ist unter Mitwirkung der OHG. Siegmund Strauß jr., Frankfurt a. M., und der holländischen Textile Export Comp. J. L. Lassen, Den Haag, eine A.-G. mit 250 000 RM AK. gegründet worden. Der Aufsichtsrat besteht aus: Kommerzienrat Gerson Simon, Alfred Simon, beide Berlin, Dr. O. Hüttenbach, Rechtsanwalt Dr. M. Grünebaum und Peter Speyer, Frankfurt a. M. Den Vorstand bilden: I. L. Lassen, Rudolf Bleistcin und Rudolf Mastbaum.
X Die Meiallpreise. Die Preisindexziffer der „Metallwirtschaft" stellte sich am 14. August auf 125,3 gegen 125,5 am 7. Aug. (Durchschnitt 1909/13 = 100), fiel also um 0,2 Proz. Für die einzelnen Metalle wurden folgende Einzelindcxziffern errechnet: Kupfer 128,1 (am 7. August: 127,9), Blei 146,1 (146,9), Zink 104,7 (104,7), Zinn 111,6 (114,0). Aluminium 132,0 (132,0), Nickel 107,7 (107,7), Antimon 101,6 (101,6).
X Drikellpreiserhöhung. Das Mitteldeutsche Braunkohleysyndikat erhöht ab 1. Oktober bie Brikettpreise je 10-Tonnen-Ladung um 10 RM.
X Londoner Goldpreis. Nach einer Bekannte machung des Reichsbankdirektoriums beträgt her Londoner Goldpreis ab 14. August bis auf weiteres für eine Unze Feingold 84 sh. ll’/s 4 für ein Gramm Feingold demnach 32,7736 d (in der Vorwoche 84 sh. 11% d bzw. 32,7777 d).
Frankfurter Getreidebörse vom 16. August (Amtlich).
Je 100 kg in Goldmark:
geseheW Im Hin Mick aus den Widerstand ein, Stadtkreise im Gebiete des Tlektrozweckverbandes, mit ihren elektrischen Ankagen in der geplanten A.-G. restlos aufzugehen, ist beabsichtigt, zunächst die Landkreise in der A.-G. ganz zusammenzufassen. Den Stadtkreisen so llermöglicht werden, nach Um«- Wandlung ihrer Elektrizitätswerke in eigene Aktiengesellschaften sich mit der Kasseler A.-G. durch Aktienaustausch möglichst weitgehend zu verbinden. Im Hinblick auf den zu dem Zwcckoerband Fulda- Hünfeld-Schlüchtern gehörenden Stadtkreis Fulda kommt auch für diesen die den Stadtkreisen mögliche Betätigungsform einer A.-G. in Frage. Das Ueberlandwerk Fulda-Hünfeld-Schlüchtern wird eine A.-G schaffen. Der kommunale Einfluß soll bei der neuen Organisation unbedingt gewahrt werden. Neben der A.-G., die ganz in kommunaler hand ist, bleibt der Zweckverband bestehen.
Gm
1. Qualität 26.50
[Besserungen vereinzeltes Interesse , „ Banken wenig
I. G. Farben 1% Prozent schwächer. Karstadt
rodens abgefchw
utage.
VeseWguèts dsv Asttokonkuvvenr rwrMenKerGsNsst «.KeWbabtt
Sie Reichsbahn will ihren Güterverkehr haben. . X Zur Behebung der gegenseitigen Konkurrenz fft zwischen der Reichsbahn und der Reichspost ein "Ertrag abgeschlossen worden der sich aus den ge= Weinsamen Betrieb von Krastwagenlinien erstreckt, um eine Benachteiligun der Reichspost zu ver- weiden, die bisher im Ueberlandverkehr wesentliche âttel investiert hat, beschränkten sich die finan- stellen Abmachungen auf die nach dem 1. April Ungerichteten und auf alle künftig neu zu betreibenden Linien.
Der Post wird vor allem der Omnibusverkehr Vorbehalten. Sie stellt hierfür Fahrzeuge, Personal, tten und Verwaltung und ist an der Gemein- Imastsrechnung mit 65 Prozent beteiligt, während we Reichsbahn mit 35 Prozent am Gewinn und ^enuft teilnimmt. Als Entschädigung für das Lurucktreten der Reichsbahn im Personenverkehr bot die Post im wesentlichen auf den Güterverkehr verzichtet. In Zukunft wird daher die Güterbe- TorDerung im Ueberlandverkehr grundsätzlich von er Reichsbahn durchgesührt. An diesem Teil des st"einschaftsbetriebes partizipiert die Reichsbahn m Prozent, die Reichspost mit 35 Prozent, leichzeitig haben sich beide Partner in dem Ab- ommen weitgehende gegenseitige Unterstützung zu- Die Tankanlagen, Garagen und Werk- i Wien dürfen gemeinsam benutzt werden. Außer- M wird die Reichsbahn der Post vor den Bahn- ^lcn bevorzugte Plätze für die Aufstellung ihrer nnibusse zuweisen und den Fahrgästen der Post »^ 'Vcn eigenen Passagieren Warteräume, 8mbr» - und Gepäckschalter zur Verfügung stellen, iz, das Abkoinmen nicht gekündigt wird, vcr-
Prt es sich jeweils um fünf Jahre.
ätze sind klein. Für alten inländischen Hafer verlangt man 22—22.50 und für Auslandshafer 22—24 RM maggonfrei Mannheim. In Gerste zu Brauzwecken ist der Markt immer noch vollkommen unentwickelt. Einem ziemlich starken Angebot steht so gut wie gar keine Nachfrage gegenüber. Die neuen Muster, die heute gezeigt wurden, sind in Qualität etwas besser als die früher gezeigten, aber immer noch sehr verschieden in Farbe und Korn. Für badische und hessische Braugerste notierte man heute 23.25—24, und für pfälzische Ware 24.50 bis 25.50 RM franko Mannheim. Futtergerste lag bei einer Notiz von 20.25—21.25 RM unverändert. Mais hat eine weitere Preiseinbuße erlisten. Das Geschäft in diesem Artikel ist klein. Der Preis für in Mannheim greifbaren Plata-Mais stellte sich heute auf 21.25 RM, einschließlich Säcken, waggon- frei Mannheim.
Futtermittel hatten ruhigen Markt. Bei kleiner Nachfrage waren besonders stark angeboten Weizenfuttermehle und Nachinchle, sowie Kleie. Biertreber, Malzkcime und Trockenschnitzel haben stetigen Markt bei kleiner Kauflust. Oelhaltige Futtermittel, sowie Melassefutter konnten sich im Preise gut behaupten, für diese Artikel bestand indes etwas nrehr Nachfrage auf spätere Lieferung. Die Preise sind im Vergleich zux Vorwoche im allgemeinen unverändert.
Mehl lag auch in dieser Woche außerordentlich ruhig. Der Großmühlenpreis für süddeutsches Weizenmehl, Spezial Null, wurde auf 40.75, für süddeutsches Weizey-Auszugsmehl auf 44.75, für süddeutsches Weizenbrotmehl auf 32.75 und für süddeutsches Roggenmehl 70—60 prozentige Ausmahlung, auf 29.50—33 RM, je nach Fabrikat, maggonfrei Mühle ermäßigt.
Weizen
minus 2 Prozent. Renten still, teilweise leicht gebessert.
Im Verlause war das Geschäft im allgemeinen sehr still; die Kurse gaben zumeist auf weitere Realisationen nach. Nur Reichsbank und Zellstoff Waidhof traten bei Besserungen bis zu 1 Prozent etwas hervor.
Am Geldmarkt war Tagesgeld 8Zf Prozent. — Ain Devisenmarkt lag das Pfund wieder etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1979, gegen Pfunde 20.359. London-Kabel 4.8480, Paris war mit 123.89 etwas fester, Mailand 92.74, Madrid 33.07, Holland 12.10%.
An der Abendbörse herrschte im Hinblick auf die bevorstehende zweitägige Unterbrechung des Verkehrs und die ungünstigen Nachrichten aus dem Haag Zurückhaltung und große Geschäftsstille. Die Kurse waren gegen den Berliner Schluß etwas behauptet, wobei die Veränderungen nur Bruchteile eines Prozentes betrugen. In den Aktien der Frankfurter Allgemeinen Versicherung bestand weiter Angebot zu einem Kurs von etwa 665 bis 670 RM. Deutsche Anleihen gaben leicht nach. Ablösung 11%, Schutzgebiete 4%, Barmer Bankverein 128%, Commerzbank 182, Danatbank 277, Reichsbank 300, Gelsenkirchen 139. Mannesmann 119%, Phönix 107%, Rhein. Braunkohlen 284, Stählverein 117, AEG. 200, Dt. Linoleum 310%, Licht u. Straft 210%, J. G. Farben 223%, Felten 143%, Gcsfürel 211, Holzmann 106, Metallgefellschaft 125%, Rheags 151%, Rütgerswerke 83, Siemens 382%, Glanzstoff 405, Zellstoff Aschaffenburg 155%, Südd. Zucker 153%, Hapag 121%, Nordd. Lloyd 113%.
Frankfurler Kursbericht (16. August).
Schutzgebiete . . . . 6 °|o Reichsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .
do.
m. 31.
Hafer (inländischer) Mais (gelb) . . .
Weizenmehl (südd. Spezial) . .
(Niederrhein. Spezial) Roggenmehl, fester . . . . . Weizenklcie ....... Roggenkleis , ......
Tendenz: stetig
23.00
21.50 ,
21.50 _
41.25 ,
41.25
29.75-31.00 §
10.50 .
11.75
Berliner Metallinarkt. (Vom 16. Auugst)
Ku pf,er
Mai .
Juni . .
Juli . . August. Sept. .. Oktober Novbr.. Dezbr. .
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Mai . . .
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Juni. . .
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Juli . ..
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August. .
45.50
146.50
147.25
Sept. . . ,
45.75
147.25
148.25
Oktober ,
46 —
148—
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Novbr.. .
46—
118.50
149.50
Dezbr. . .
46—
Elektrolyt . . - Rohzink (Freiverk.) Uiigeschm. Zink . Aluminium . . .
do. Barren
Nickel. .
Antimon Rg. . .
Silber 900 f. 1 kg
B
4625
46.50
47.25
46.25
46 25
46.25
(Mk. für 100 kg) B
G 170.75
190—
194—
350.— 64-68 71-73
Amtliche SinbeitSkurse Berlin-Frankfurt a. M. (Vom 16. August)
Geiverde, und vvodnStonmüvkie in ?*an*jMm, 15. Aug. Die sichtbaren Vorräte hj„r„ ° bereinigten Staaten Nordamerikas, die in H. / Woche mit 155 998 000 Bushels ausgewiesen hnh°en' feigen gegenüber der Vorwoche eine Zu- eln n- »'" 18 268000 Bushels. Diese Zunahme hatte einJ mB>rw,, Slpgebèt zur Folge und da auch nach »,~. Prwatschätzung der Ernteertrag in den drei ^aneprovmzen Kanadas mit 306 Mill. Bushels
8"/. Pr. Eentr. - Bod.- Psandbr. 28 . . . .
8% Pr. Centr.-Komm.«
Obl. 28......
Anatolier I .... . do. II.....
Bagdad I. , , ...
do. . . . . . .
Zolltürken . . , , .
Schantungbahn . . . .
Adka....... Normer Bank . . . .
BerlinerHandelsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmstadt. u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsbank . Diskonto-Gesellschaft . . Dresdner Bank. . .
Metallbank..... Mitteldeutsche Creditbank Reichsbank..... Oesterr. Creditanstalt . Westbank...... Hapag , » » » * • •
4.90 87.50 11 75 52.25
97.25
94.25 18-
■ 19.80
7.40
7 55 7.45
3.50
126— 127.50 207.50 181.25 276— 136.25
152.50
157.75
300— 80.80 98-
121—
Rordd. Lloyd . « Buderus .... Gelsenkirchen. , . Zarpener .... Ilse Bergbau . .
Klöckner .... Mannesmann . .
Mansfelder Bergbau Oberbedarf . . . Oktavi Minen .
Phönix.....
Rhein. Braunkohlen Rheinstahl . . .
Riebeck Montan .
Laurahütte . . .
Ver. Stahlwerke A.-G Aschersleben . . .
Salzdelfurth. . , Westeregeln . , . Kley er.....
Brown, Boveri. .
Daimler . . .
. 114— . 75.75 . 139— . 150— . 214— . 115— . 119.25 . 136.25 . 85—
. 65— . ic?.- . 283— . 125.50 , 136.50 . 67.25
. 117.75 . 280— . 393— . 236.50 . 49.80 . 137—
PH. Holzmann . .
Wayh D Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waldhof. . I. E. Farben . « . Scheideanstalt . . « Holzverkohlung. . . Dt. Erdöl . . . . Th. Goldschmidt . . Montecatini. . . . Rütgerswerke . . . A. E. G...... Bergmann-Werke . .
105— 101— 155.25 239.50 22310 154—
86— 114.75
74.80 56.25 83—
201.25 228—
435— 20?.50
Ehade . . .
Licht und Kraft . . . _
Elektrische Lieferungen . 170.50
Felten © Guilleaume . 136.50 Eesfürel
52.25
Franks. Maschinenfabrik. 55— . 128—
Mag.....
Voigt © Häffner .
Metallges. Frankfurt a.
Iunghaus. . . . Cement Heidelberg Hoch- und Tiefbau
. 222 — Ak. 124.50
. 64.25
. 133.25
. 98—
Lahmeyer. . ,
Lechwerke. , '» , Rhein. Elektr. . . "Schlickert . . . . Siemens & Halske Mainkraftwerke. . Dt. Linoleum. . . Karstaot . . , . Svenska . . . . Südd. Zucker .
Ver. Elanzstoff. .
209— 173— 107.25
151. -
229.60
385—
107—
310—
178— 400— 154.25
403—
New Uork . . Holland . . Buenok-Aires Brüssel . .
Christiania .
Kopenhagen, Stockholm .
Hclsingsor . . Italien , • • London . • Paris. . .
Schweiz . » Spanien . . < D.-Ocsterrcich , Prag . . . .
Pcngö . , Japan . . .
3tio oe Janeiro Bulgarien . < Belgrad . < < Lissabon . . < Danzig . . .
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