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Ium Schulbeginn»
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Nur praktische, derbe Stoffe. - Gedeckte Farbe», die nicht so leicht schmatze«. - Zweckmäßige Formen ohne jedes überflüssige Drm» mrd Dran. - Die kl-we« Knabe« tragen ger» Matrosenauzug vnd Pyjack, waschbare Matrosenblusen zn kurzen Beinkleidern. - Der Matrosenanzug mit ^«ge» ,Beinkleidern ist ei» Festanzug und gehört nicht in die Schule. — Die kleine» Mädchen tragen das Kostüm mit Faltenrock und Waschblnse oder e,»en praktische», wettw festen Flauschmantel, über einfachem Schulkleid. — Dieses wird meist mit Faltenrock und blusigem Leibchen oder paffendem Jumper gearbeitet, «ad durch eine« stets saubere«, weiße« Kragen, aus Leine» oder Pikee, adrett aufgehellt.
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1303. «Heler Awz»
Anzwa aus marineblauem Eheviot hat darüberqreisende, lange Bluse, ischwarzeu Morineknoten.
1304. Kieler Mantel für 4—6 Jahre.
Der I
LeWchenHose und
Satinkragen und
1302. Anzug für Knaben 1306. Praktisches SchuMeid für 10—12 Jahre. Die Latz- Kragen jtnb vorderes We sichen find an? weißem Seinen. Zu
1307. Sportanzwa für 12—14 Jahr« ans Vroirngermrster.
1310. Mantel für 8—10 Jahre.
1305. Dunkelblaues Kostüm für 10—12 Jahre. Der Rock fit in Quetschfalten geordnet.
tem CHeviot.
1308. DvppÄlreihtqer Mantel für 6-8 Jahre ans meliertem Cheviot mit rotem Karo.
1809. Hellkariertes Wollstofsikleid für 8—10
braun-
Jahre.
Berlagsschniktmuster nur für Abonnenten. Mäntel, Kostüme, Kleider 90 Pf., Blusen, Röcke, Kindergarderobe, Wäsche
1311. Kieler Anzug mit langer Hohe, Bluse mit Gummi« ßug. Für 6—8 Jahre.
1312. SchuMeid für 6—8 Jahre. Die Vorderansicht ist mit Falten ausqestattet, der Rücken ist glatt.
70 Pf. Zu beziehen durch die Geschäftsstelle!.
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Dis Sva« die alles -elbev macht
Ein Kapitel von falscher Bescheidenheit.
Die Zeiten, in denen die Hausfrau sozusagen
—' B "tu der Geist war, der über dem Ganzen ihres Hl M Haushaltsbetriebes schwebte und die Tätigkeit eines W H zahlreichen und gutgeschulten Personals überwachte, r sind für die meisten von uns wohl endgültig vor- f bei. Heutzutage ist es schon für die überwiegende i Mehrzahl der Hausfrauen ein unerschwinglicher I Luxus, auch nur eine weibliche Hilfskraft für den J ganzen Tag zu beschäftigen. Man behilft sich mit etö Aufwartefrauen, Zugeherinnen, Stundenhilfen, und — ■ wie diese hilfreichen Wesen sonst genannt iverden, I deren Dienste man oft aber auch nur ein bis zwei- ___U wal wöchentlich in Anspruch nimmt. Im übrigen ist die Haussrau von heute noch amerikanischem f Alster größtenteils auf ihre eigenen Kräfte und • I Hitzigkeiten angewiesen, und in mancher Hinsicht I ist dies gut. Es gewährt nicht nur die erwünschte l Unabhängigkeit von sremden Leuten, hilft wicht nur sparen, sondern gibt auch letzten Endes ein Gefühl ueser Befriedigung, wenn die Hausfrau imstande M, alle in ihrem Hauswesen vorkommenden Arbeiten selber bzw. ohne frembe Hilfe zu tun. Aber leider begegnet man in diesem Zusammenhänge bei den meisten Hausfrauen noch so häufig einer ganz un- Mebrochten Bescheidenheit. Die Tatsache, daß sie Zeiten allein macht, möchte so manche am "K'iten mit dem Schleier des Geheiimnisses bedecken.
■ •Hausarbeit, so denken nämlich viele, ist doch nickt „standesgemäß"! Man verrichtet sie 2iot der Zeit gehorchend, aber man schämt N Aker und verbirgt sie ängstlich. Das gilt auch Tur oae Houssrau. Daß sie selber koast, bügelt, schnei.
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O’bt sie allenfalls noch zu. Wenn sie die reinigt, die Wäsche besorgt, die Fenster p bann fängt sie schon an, sich zu schämen! Oder wenn sie den Kchrichteimer höchst eigenhändig °w Straße trägt und Kohlen aus dem Keller uder Kartoffeln schält und Geschirr spült, dann uJ? isie diese Vorrichtungen am liebsten im putzenden Dunkel der Nacht und bei verschlossenen ^h ™ nornehmen, damit sie nur ja nicht dabei ge-
Hausfrau, die ihr Hauswesen in Stand hält, klug und sparsam wirtschaftet, die ihre Familie richtig und ausreichend ernährt und die Kinder erzieht und pflegt, Menschendienst. Aus ihre Tätigkeit gründet sich letzten Endes Volkswohlstand und Volks- gedeihen, und jede noch so „gewöhnliche" Handreichung, vom Fußbodenwischen und Töpfeschcuern bis hinauf zum „nährwissenschaftlich" durchdachten Küchenzettel ist in diesem Zusammenhangs wichtig, wertvoll und — „standesgemäß!"
Dies sollten sich alle Hausfrauen und Mütter immer vergegenwärtigen und ihre Töchter danach lehren. Man sollte Hausarbeit nicht in „feine" und „grobe" einteilen und die letztere nur widerwillig und möglichst heimlich tun; eine ist so wichtig und nötig wie die andere.
Unsere Töchter aber sollten sich vorstellen, daß man auch bei der gröbsten Arbeit durchaus „Dame" bleibt. Denn nicht das „Was" entscheidet, sondern das „Wie" und „Warum". Dann würden die An- zsigen, über die man sich immer ärgern muß, weil sie von so betrüblichem Mangel an sozialer Gesinnung zeugen, bald verschwinden. Da heißt es oft: „Junges Mädchen usw. sucht Stellung mir in „feinem" Haushalt, möglichst ohne Kinder, wo Hilfe für grobe Arbeit vorhanden." Und wie manche Mutter sagt ihrer Tochter: „Diese Art Arbeiten sollst Du nicht machen. Das hast Du nicht mehr nötig!" Das ist natürlich ein ebenso falscher Standpunkt wie der derjenigen Hausfrau, die etwa von ihrer Helferin alle groben Arbeitsleistungen verlangen würde, ohne selber mit zuzugreifen, weil sich das doch für sie nicht „schicke"!
Keine Arbeit im Haushalt ist „unpassend", „überflüssig" oder „nicht standesgemäß", und Mutter wie Tochter, Hausfrau wie Helferin sollten gemeinsam jede Arbeit mit der gleichen Hingabe als „Dienst am Ganzen" tun, ohne sie zu verbergen und ohne sich ihrer zu schämen! K. B.-S.
Butter angedünstet, hernach mit halb Milch halb Wasser weichgedämpft und zum Schlüsse vor dem Anrichten noch mit einem Teigleim aus süßem Rahm und ein wenig Mehl verdickt werden. Meerrettich nur in Wasser oder Fleischsuppe gedünstet, ist ungemein scharf. Wird er aber mit Butter und Milch gedünstet, so schmeckt er milde und angenehm. Wie gut ist ein Kartoffelgemüse, das teils mit Milch, teils mit saurem Rahm gekocht wird! Es ist auch sehr nahrhaft, denn die eiweißarmen Kartoffeln werden durch das reichliche Milcheiweiß der beigegossenen Milch aufgewertet und zu einem nahrhaften Gerichte gestaltet. Kartoffelmus wird schneeweiß und stockig, wenn es mit siedender süßer Milch angerührt wird und schmeckt viel voller und milder, als mit Fleifchsuppe verarbeitet. Welch feines, nahrhattes Gericht sind die Rahmkartoffeln! Die Kartoffeln werden roh in Scheiben geschnitten, mit viel saurem Rahm übergossen, schwach gesalzen und im Rohre gebacken.
Auch Suppen gewinnen durch einen Beiguß von Milch und Rahm. Ich erinnere hier nur an die einfache Rollgerstensuppe, die mit halb Milch, halb Wasser gekocht wird. Sie wird durch die Milch dicklich, sämig und äußerst schmackhaft und nahrhaft, besonders wenn zum Schlüsse noch ein Stück frische
hineingegeben wird. Auch jede Gemüse- jede Mehlsuppe wird durch Beigabe von oder einiger Löffel Rahm bedeutend ver- Jede Bratentunke, weiße oder braune sollte durch einige Löffel sauren Rahm ver- werden. Rahm erhöht den Nährwert und den Wohlgeschmack ganz wesentlich.
Butter suppe, Milch bessert. Tunke, bessert
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ist A?rum diese falsche Scham? Jede Hausarbeit notwendig und ehrenvoll! Sie gehört zum n und die Hausfrau, die doch wohl mit den ^tungsoollsten und lebenswichtigsten Beruf ' nCn °s gibt, sollte auch ihren Berufs- und »it "^stolz haben. Die Krankenschwester z. B. muß unangenehmsten Verrichtungen innerhalb darch, D"chtenkreiscs vornehmen. Niemand denkt lc deswegen „gesellschaftlich" niedriger ein- l1^. sie selber kommt garnicht auf den unb » •I. sich ihrer Tätigkeit, auch wo sie schmutzig d„ neulich ist, zu schämen! Sie tut eben Dienst an ^^ii und dieser Dienst adelt auch die "UledrWe" Beschäftigung! - Genau so tut die
Sevwendet Milch und Kahm auch zu Gemüse, Gupvsu und
Lunken
Don Marie Führer.
Die Verwendung der Milch und des Rahmes zu Milch- und Mehlspeisen ist im allgemeinen hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, daß sich zu vielen Gemüsen ein Bciguß von Milch vorzüglich eignet. Spinat und Wirsing werden viel schmackhafter und milder, wenn diese Gemüse nicht bloß mit ihrer eigenen Brühe, sondern wenigstens zur Hälfte mit süßer Milch ausgegossen werden. Milch ist in diesem Falle sogar besser als Fleischbrühe, während die Spinat- und Wirsingbrühe allein' als Aufguß verwendet das Gemüse herb macht. Gelbe Rüben nur in Wasser oder Fleischbrühe gedünstet sind wahrlich kein Hochgenuß. Wie gut und milde hingegsn schmecken sie, wenn sie in
Nahrhafter käse zu nahrhaften Speisen.
Wenn Brillat Savarin in seinen kulinarischen Aphorismen einmal gesagt hat: Ein Dessert ohne Käse ist wie ein Mädchen ohne Augen", so beweist das nur, daß man zu seiner Zeit dem Käse als Nahrungsmittel schon erhebliche Bedeutung beigemessen hat. Erst die neue Ernährungslehre hat den Nährwert des Käses und im Vergleich zu seiner Nährkraft auch seine Preiswürdigkeit festgestellt. Aber noch immer spielt trotzdem der Käse auf unserer Tafel nur eine Rolle als Zukost und Brot, in unserer Küche, oder richtiger gesagt, in unserer Kochkunst, hat er leider die ihm zukommende Beachtung als Nahrungsmittel noch nicht gefunden. Wahrscheinlich ist der Grund in der Unkenntnis zu finden, aus Käse „selbständige Käsespeifen" bereiten zu können, welche in Verbindung mit Gemüsen und Kartofflen eine ausreichende Mahlzeit bil- den.
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Frische Butter, leicht durchgeschwenkt, Prise Mehlstaub, vorsichtiges Würfen und kleine Beigabe wohlschmeckender Küchenkräuter sind
eine eine
das A und D bei der Zubereitung junger Gemüse. Eine gewisse Rolle spielt auch Rahm oder Sahne, süß oder sauer, sowie hier und da ein gequirltes Ei, und wem diese Zutaten als zu kostspielig erscheinen, der sei darauf hingewiesen, daß der Reiz des Neuesten vom Jahre in dem Wi« und nicht in der Menge liegt, zugleich aber, daß ein recht lecker zubereitetes Gemüse mit obligater Kartoffelbeigabe sehr häufig ein Fleischgericht überflüssig macht — es kommt also de facto auf eins heraus! Auch als Rohkost sind die jungen Gemüse geeignet, uns zu erfreuen.
Nachfolgend einige Gemüserezepte.
Dechamel-Dunke: 7« Pfund roher Schinken, 1 Zwiebel, 1 Eßlöffel Mehl, X Liter Bouillon, K Liter Rahm, 2 Eßlöffel geriebener Parmesan- käse, Salz und Pfeffer. Schinken und Zwiebel fein schneiden, mit der Butter dünsten, das Mehl zufügen und die mit dem Rahm gemischte Bouillon (auch aus dem Brühwürfel herzustellen) langsam darauf gießen. Die Sauce würzen und langsam einkochen lassen.
Kohlrickr in Rahmtunke. 6—10 Kohlrabi (je nach Größe), etwas Salz, 2 Eßlöffel Butter. 2 Eßlöffel Mehl, % Liter Rahm. Die Kohlrabi schälen, waschen, in Scheiben schneiden, in wenig kochendem Salzwasser wcichkochen und auf einem Sieb abtropfen lassen, mit dem Mehl vermischen und das abgetropfte Gemüsewasser langsam zugießen. Zum «chluß den Rahm vorsichtig damit vermischen und das Gemüse in diese Tunke geben.
Kohlrabi-Rohkost. 6—10 Kohlrabi (je nach Größe), 54 Liter saurer Rahm. — 20 Minuten. Kohlrabi schälen, fern wiegen oder reiben, etwas salzen und mit dickem saurem Rahm vermischen.
Eier-Erbse». 1 Pfund Schoten, 2 Eßlöffel Butter, 1 Prise Solz, 1 Prise Zucker, 1 Prise Pfeffer, 3—4 Eier. — 20 Minuten. Die Erbsen (grüne Schotenkerne) in der Butter dünsten. Die Eier gut zerschlagen, salzen, pfeffern und über das heiße Gemüse gießen. Nicht verrühren, sondern nur die Pfanne solange hin und her schütteln, bis die Eier anfangen fest zu werden. Ganz heiß servieren.
Gemüse-Auslauf. 10 Kartoffeln. % kleine Gurke, 1 Kopf Blumenkohl, 2 Mohrrüben, 2 Kohlrabi, 1 Tasse Milch, 2 Eier, 1 Prise Salz, 4 Löffel geriebene Semmel, 2 Eßlöffel Butter. Die einzelnen Gemüsesorten schälen, putzen, zerteiien und durch die Fleischmaschine drehen. Milch und Ei Hinzu- fügen, würzen und mit so viel geriebener Semmel vermischen, daß die Masse nicht gar zu locker ist. In eine gefettete Backschüffel füllen und im Herd bocken. Als Garnierung das Eigelb eines hartgekochten Eies in die Mitte fetzen und das in feine Streifen geschnittene Weißei wie die Blütendlätter einer Marguerite darum legen.
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