Nr. 181
Montag den 5. August 1929
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in Paris.
* Die Pariser Sicherheitspolizei ist einem umfang- •eidiert Opiumschleichhandel auf die Spur gekommen. Nor einigen Tagen versuchte ein Unbekannter einen Beamten, der mit der Ueberwachung des Rausch- .«Kandels betraut ist, mit einer halben Millionen Dramen zu bestechen, um von ihm eine Einfuhrbewilligung -für nicht weniger als fünfunddreißig Kilo Opium zu erhalten. Der Beamte ging anschei-- nenb auf die Bestechung ein, benachrichtigte jedoch beimndl die Polizei. Als der Unbekannte die Be- willigung abholen und dafür vorläufig 250 000 Kranken in bar zahlen wollte, wurde er verhaftet, fe handelt sich um einen gewissen Henry Barbey. In seiner Wohnung fand man feinen Komplizen, einen Kaffec-Plantagenbesißcr aus Tonking namens Navallèe, der auf das Dokument wartete und Barben für seine Bemühungen 250 000 Franken über« geben wollte. Lauallëe wurde ebenfalls festgenom- nien. Die beiden gehören offenbar einer Weitverzweigten Organisation an, die den Schleichhandel mii Opium in einem geradezu phantastischen IIm= •fang betreiben. Die Bestechungsgelder wurden beschlagnahmt.
GchSaMâhmasA (Borbericht)
Xjranffurt a. 21L, 5. Aug. Auftrieb 1664 Rinder, darunter 305 Ochsen, 115 Bullen, 720 Kühe,
507 Färsen; ferner 553 Kälber, 84 Schafe, 4518 Schweine. Preise: Ochsen a) 1 59—62, a) 2 54 bis 58, b) 50—54; Bullen: a) 48—52, b) 46—50; Kühe: a) 48—52, b) 42—47, c) 35—41, d) 26—33; Färsen: a) 59—62, b) 54-58, c) 50—54; Kälber: b) 75 bis 79, c) 69—74, d) 61—68; Schweine: b) 85—88, c) 82—89, d) 82—89, e) 81—86. Marktverlauf: Schweine ruhig, weiter abflauend, Rinder schleppend, etwas Ueberstanü, Kälber ruhig, ausverkauft.
AEevdamss MamemèmavSt
(Wochenbericht unseres Sonderberichterstatters).
X Amsterdam, 2. August. Obwohl die Zahl der Käufer befriedigend war, trug der Handel keinen lebhaften, sondern einen trägen Charakter. Baguettes wurden noch ziemlich stark gefragt, tendierten jedoch weniger lebhaft als während der letzten Woche. Marquisen und große Emerauden lagen etwas niedriger. Melees lagen träge. KlâbriUan- ten konnten zu demselben Preise untergebracht werden. Rosen lagen sehr still. Am Rohmarkt herrschte eine sehr ruhige Tendenz,
X Antwerpen, 2. Aug. Baguettes und andere Fantafieartikel tendierten ruhiger. Nur prima Material wurde zum selben Preise gefragt. Für runde Artikel war die Nachfrage jedoch vorüber? gehend etwas größer. Im allgemeinen herrschte
Gerienftimmung. Der Rohmarkt war unverändert. Die Meldung aus Kapstadt, laut welcher Sir Ernest Oppenheimer der südafrikanischen Regierung empfiehlt, eine Diamantkonferenz einzuberufen, rief hier Befremdung hervor, weil man nicht der Ansicht war, daß in Südafrika ernsthafte Schwierigkeiten vorhanden waren.
X Die amtliche Grotzhandelsindexzisfer vom 31. 3uli 1929. Die auf den Stichtag des 31. Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 138,4 gegenüber der Vorwoche (137,6) um 0,6 v. H. erhöht. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Aprarstoffe um 1,7 v. H. auf 133,7 (131,5) gestiegen. Die In- dcxzifjern für Kolonialwaren (129,1) und für industrielle Rohstoffe und Halbwaren (131,5) sind unverändert geblieben, während die Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,1 v. H. auf 157,5 (157,3) leicht angezogen hat.
RundiunLVvsgvamme
Montag den 5. August 1929
6.30: Morgengymnastik. Anschließend Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30: Schallplatten-- konzert: Aus Opern. 15.15—15.45: Stunde der Jugend. 15.55—16.05: Hausfrauendienst. 16.15—18: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters.
18.10—18.30: Lesestunde. 18.-30—18.45: Viertelstunde der Deutschen Reichspost. 18.45—19.10: Vortrag. 19.10—19.40: „Emil Gott", Vortrag. 19,20 bis 19.40: Englische Literaturproben. 19.40—20.05: Englischer Sprachunterricht. 20.15—21.15: Literarische Veranstaltung Knut Hamsun, zum 70. Geburtstag. 21.15—22.15: Klavier-Konzert von Michael Zadora.
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Samstag den 3. August, mittags, verschied nach schwerem, mit 'grosser Geduld ertragenem Leiden mein gwter, treusorgender Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Onkel und Schwager
Herr Andreas Mahler
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Hanau, Duisburg, New-York den 5. August 1929. r Grüner Weg 23.
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ist heute am 31. Juli 1929, um 20 Uhr
das Konkursverfahren eröffnet worden.
Alleinerbc ist Herr Philipp Imgram in Hanau. Der Rechtsanwalt Dr. Schrader in Hanau ist zum Konkursverwalter ernannt.
Offener Arrest und Anzeigepflichl sowie Termin zur Anmeldung bis zum 30. September 1929. erste Glänbigerversamnilung am Freitag, 13. September 1929 um 9*/a Uhr Prüfungsiermin am
Freitag, den 11. Oktober 1929 um 1V Uhr vor dem Amtsgericht, Abt. 4 in Hanau, Nutz- allee 17, Zimmer Nr. 21.
Hanau den 31. Juli 1929.
Amtsgericht, Abt. 4
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