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Samskag de» 3. itugust 1929

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HÄNDEL UND WIRTSCHAFT

SterKSbanSattSwers

t Y Nach dem Ausweis der Reichsbank vom « --uli hat sich die gesamte Kapitalanlage der m' f in Wechseln und Schecks, Lombards und i in der Ultimowoche um 611,3 (i. D. 477,71) ! 2890,7 (2689,1) Mill. RM erhöht. Im einzelnen

baben die Bestände an Wechseln und Schecks um 400 4 (433,3) auf 2621,2 (2516,5) Mill. RM., die Lombarwestände um 55,9 (42,9) auf 109,1 (76,9) ; ggrjju RM und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 64,9 auf 67,4 Mill. RM zugenommen. An ; Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen : sind 662,6 (608,9) Mill. RM in den Verkehr ab- «eilossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs­banknoten um 634,4 (581,8) auf 4725,5 (4569,3)

: Mill. RM, derjenige an Rentenbankscheinen um 128,2 (27,1) auf 434,1 (560,5) Mill. RM erhöht.

Dementsprechend sind die Bestände an Rcntenbank- scheinen auf 8,5 (20,5) Mill. RM zurückgegangen. Die fremden Gelder zeigen mit 515,9 (541,5) Äill.

? RM eine Abnahme um 35,0 (126,8) Mill. RM.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen De- j Visen zusammen haben sich um 56,1 auf 2482,2 I (2383,3) Mill. RM erhöht, und zwar haben die ^Goldbestände um 63,0 aus 2148,3 (2199,7) Mill. RM r zugenommen, die Bestände an deckungsfähigen De­visen um 6,9 aus 333,9 (183,7) Mill. RM abge- nommen. Die Deckung der Noten durch Gold allein

betrug 45,5% (48,1) gegen 51,0% (53,9) in der Vorwoche, diejenige durch Gold und deckungsfähige

Devisen 52,5% (52,2) gegen 59,3% (58,8).

Von den Abrechnungsstellen wurden im Juli 11,4 (10,5) Md. RM abgerechnet. Die Giraumsätze "betrugen in Einnahme und Ausgabe 70,8 (61,9) Md. Reichsmark.

I umgänglich notwendige Maß. Ob die Gemeinden sich diese freiwillige Beschränkung auferlegen, wird man abwartcn müssen. Auf jeden Fall kann die Bera­tungsstelle für Ausländsanleihen als Kontrollorgan auch in Zukunft unter keinen Umständen entbehrt werden. Die kurzfristigen In- und Auslandskredite des Monats Juli sind fast ausschließlich von öffent- lichen Unternehmungen ausgenommen worden. Das Kreditbedürsnis der privaten Wirtschaft hat sich da­neben nur in ganz geringem Maße Geltung ver­schaffen können. Daß ein solches Verhältnis auf die Dauer nicht tragbar ist, versteht sich von selbst.

Die Lage am Geldmarkt entwickelt sich weiter in günstigem Sinne. Der Geldzuwachs der Reichs- vank steigt, und die Lage des Zentral-Notenin- stituts verbessert sich auch sonst zusehends. Die Kassensorgen des Reiches sind fürs erste behoben, und vom Ausland kommen wieder kurzfristige Kre­dite in großer Zahl auf den deutschen Geldmarkt. Diese flüssige Geldlage spiegelt sich in dem letzten Wochenausweis der Reichsbank deutlich wieder. Es ist verständlich, wenn unter diesen Umständen die Frage wieder auftaucht, ob nicht eine Diskonter- mäßigung am Platze sei. Die Reichsbank scheint diese Frage aber noch zu verneinen und vorläufig noch nicht für spruchreif zu halten. Die ungeklärten Verhältnisse in London und New Dork mahnen in Berlin noch zur Zurückhaltung, und auch der deutsche Geldmarkt bedarf wohl noch weiterer Be­festigung, ehe man an eine Aenderung unserer Dis­kontopolitik herantreten kann.

WvischakslZche MoGsmrSevNchi

Von unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

Der Höhepunkt der Saisonbelebung bereits über-

chttllen? Keine Anzeichen für einen Umschwung der Konjunktur. Die Verschuldung der öffenf- Men hand. Mehr Rücksicht auf die Kreditbe- I dürfnissc der privaten Wirtschaft.

I X Die Beurteilung der Wirtschaftslage ist nicht jfnehr so einheitlich und unzweideutig wie bisher. Es finden sich ziemlich optimistische Beurteiler, die per Ansicht sind, daß wir vor einem Umschwung -der Konjunkturlage stehen und einer allgemeinen , Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse entgegen gehen. Man wird aber doch davor warnen müssen, sincm solchen Optimismus blindlings zu vertrauen. Irgendwelche bestimmte Anzeichen für einen Kon- jinkturumschwung sind noch nicht zu erblicken. Da=

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tgen gibt es für den Zustand der wirtschaftlichen Pression, in dem wir uns befinden, .Beweise ge- E Es ist sicher bedeutungsvoll, wenn festgestellt k?)en muß, daß von 700 an der Berliner Börse elten Aktien nicht weniger als 16E oder rund Ziertet dividendenlos sind. Es ist ferner be-

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Gsivelde- und NvoduStenmSvkie

X Mannheim, 1. Aug. An den tonangebenden überseeischen Getreidemärkten waren in den letzten acht Tagen wieder mehrfache Preisschwankungen festzustellen. Bei Beginn der Woche setzte aus Klagen über außerordentliche Trockenheit im Nordwesten eine Haussebewegung ein, die noch gefördert wurde durch feste Marktberichte aus Liverpool und la Hausse lautende Meldungen über den Stand der Felder in Europa und in Argentinien. Gewinnrealisationen führten in den folgenden Tagen, in Verbindung mit der Zunahme der sichtbaren Weizenvorräte in den Vereinigten Staaten von 120,2 Mill. Bushels (i. Vorw. 108,3 Mill. Bushels) zu einem scharfen Rückschlag der Preise. Ende der Woche war die Tendenz wieder befestigt aus große Exportverkäufe an der Chicagoer Börse. Der Weizenpool hat seine Forderungen für Manitoba-Weizen herabgesetzt, doch ist man vorläufig auch zu den ermäßigten Preisen nicht geneigt, Manitoba-Weizen zu kaufen. Havdtwinter-Weizen war vorübergehend im Preise bis auf 13.40 hfl. cif Rotterdam zuriickgegangen und zu diesem Preise wurden auch einige Partien für holländische Rechnung aus dem Markte genommen. Die Forderungen sind inzwischen wieder auf 13.70 bis 13.80 erhöht. Für La-Plata-Weizen, 79 Kg. Barusso, per August-Abladung fordert man heute 13.4013.50 und für Bahia, 79 Kg., per August 13.5013.60 hfl. cif Rotterdam. Seeschwimmende

Trockenschnitzel 13, Malzkeime 1617.50, Erdnuß- kuchen 21.2521.50, Rapskuchen 18.2518.50 und für Melassefutter 1111.50 RM, je 100 Kg. wag­gonfrei Mannheim.

Mehl hatte sehr ruhigen Martt. Die Mühlen­forderungen, die im Laufe der Woche für Spezial Null, auf 41.75 RM ermäßigt worden waren, sind infolge der hohen amerikanischen Notierungen wie­der auf 42.25 RM waggonfrei Mühle hinaufgesetzt worden. Für süddeuDches Weizen-Auszugsmehl stellt sich der h^^l^'^rohmühlenpreis auf 46.25 und für süddeutsches Weizenbrotmehl auf 34.25 RM waggonfrei Mühle. Zu diesen greifen kamen aber keine Geschäfte zustande, da von der zweiten Hand Angebote weit unter diesen Forderungen vorlagen. Infolge des schleppenden Mehlgoschäfts sahen sich die Mühlen veranlaßt, ihre Betriebe teil­weise stillzuleaen. Für süddeutsches Roggenmehl (7060proz. Ausmahlung) notierte man heute 31.5034 Mk. waggonfrei Mühle.

Hopfen. Die Stimmung am Nürnberger Haupt­markte blieb auch in dieser Woche ruhig. Die Zu­fuhren find klein und die Umsätze hielten sich in sehr engen Grenzen. Für mittleren und prima Württemberger Hopfen wurden zuletzt 90105 und für mittleren Hallertauer-Hopfen 9095 RM per Zentner bezahlt. Die Berichte über den Stand der Hopfenanl^gen lauten im allgemeinen recht günstig; der Hopfen steht in voller Blüte und in manchen Gärten macht sich der Uebergang der Doldenbildung bereits bemerkbar. In der Tett­nanger Gegend glaubt man mit der Pflücke des Frühhopfens in etwa 2 bis 3 Wochen beginnen zu können.

Tabak. Bei unveränderten Preisen ist die Marktlage als gut behauptet zu verzeichnen. Die Berichte über das Wachstum der Tabake lau­ten nunmehr, nachdem RegenfSlle niedergegangen

sind, recht günstig, und bei weiter anhaltendem Wetter rechnet man mit einer guten Mittel-

guten ernte.

KvanSSttsLs« VLv?k

Frankfurt a. M., 2. Aua. Tendenz: zu-

rückhaltend. Nachdem schon an der gestrigen Abend- börse infolge des Fehlens von Orders das Ge­schäft stiller war, eröffnete auch zum Wochenschluß die Börse in ruhiger Haltung. Die Grundstimmung war jedoch nicht unfreundlich, da die mäßiw spannung des Ultimoausweises des Reichsb^ stituts einen verhältnismäßig guten Eindruck machte. Beachtung fanden noch bie Berichte der preußischen Handelskammern, wonach eine teilweise Belebung im Handel und Gewerbe zu verzeichnen ist. Ferner machte die feste gestrige Newyorker Börse einen günstigen Eindruck, nur wurden die angespannteren Gewmarkwerhältnisse am dortigen

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kMBaügewe'rstirchw Beschäftigung im Vergleich erfelben Zeit der beiden Vorjahre zu wünschen . Auf dem Arbeitsmarkt macht sich bereits r eine rückläufige Bewegung bemerkbar. Die mäßige Belebung der Wirtschaftslage scheint ihren Höhepunkt bereits überschritten zu haben, kein Beweis dafür, daß die Antriebskräfte erer wirtschaftlichen Tätigkeit befonders stark Das Institut für Konjunkturforschung hat rchaus recht, wenn es diese Behinderungen unse- wirtschaftlichen Entwicklung auf die Schwicrig- licn der Kapitalbeschaffung zurückführt. Man wird "er zugeben können, daß mit einer Besserung des °Pita(marftes auch die Möglichkeit einer Hebung chrer Wirtschaftslage gegeben sein kann. Nur W sich diese Entwicklungsmöglichkeit vorläufig 'M) keineswegs beurteilen. In einem Berichte der iskonto-Gesellschaft wird diese Unentschiedenheit gegenwärtigen Wirtschaftslage mit Entschieden- . betont. Es wird stark in Zweifel gezogen, ob "n wirklich schon von dem Beginn^ einer allmäh-

Besserung der Wirtschaftslage sprechen kann, lebhafte Aufwartsbewegung der Konjunktur *Wegfalls zu erwarten, man werde aber an= A .5 g^ nicht mit einer Zunahme der Gierigkeiten zu rechnen brauchen. Günstigen werden wir also von einer Verschlechterung

Ronmnktur verschont bleiben. Darüber hinaus eben*bijnf $0^nun3cn vorläufig noch nicht er-

!^m Fall fordert bie Lage immer noch ein» M'^ode Behandlung der deutschen Wirtschaft, licke,»Denbigteit, der namentlich von der öffcnt- h "ond viel mehr als bisher Rechnung getragen »en! Dm öffentliche Hand hat viel zu lr: 9mufficbf auf die Kapitalschwierigkeiten der inn h Wirtschaft genommen. Nach einer Schätz- Transfer-Komitees hat sich die öffentliche

^r" d Deutschlands am 30. März d». Js. Ptäbfnx 15,6 Milliarden Mark belaufen. Die I L Gemeinden find daran mit annähernd innäh» beteiligt. Sie haben bereits wieder

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iimüh« V vciemgr. öte paoen ocreiis wieoer preidu 80 Prozent der Vorkriegsverjchulduiig g^, Zustand, der ganz gewiß nicht unserer "irb Üblich schlechteren finanziellen Lage gerecht iienHiA ^ Beschaffung des Kredits nimmt die lauf: "^ Hand auf die Konkurrenz der Wirtschaft in» Venu9 die notwendige Rücksicht. Sie betreibt »kick»« ^?0E^- mit der die Privatwirtschaft nicht !ins mi^ tritt halten kann. So wird berichtet, daß atiain, ' .rutsche Stadt bereit gewesen sei, zur Er- Nehr A kurzfristigen ausländischen Kredites teidKfh,5, 11 Prozent Zinsen zu zahlen. Auch die ry, uZverwaltung ist von dem Verdachte nicht daß sie in indirekter Weise auf den tarn » i Märkten als Kreditsucher in einer las (».getreten ist, die der deutschen Wirtschaft Oenbio s oersteuern muß. Es ist unbedingt not- bre mt v die öffentliche Hand in Zukunft diese lut*, "Yode ändert und ihre Kreditbedürstigkeit

Wirtschaft weit mehr einschränkt als ^tinZ. ^t bemerkenswert, daß der Präsident bonfe ..vom Deutschen Sparkassen- und Girooer- We j|c freiwillige Kontrollinstanz für kommu- Rèine fordert, und zwar nicht nur für filier sondern auch für inländische Anleihen, orrlniigt mit Recht von den Kommunen "Mag in der Kreditausnahme aus das um

auch hier das Geschäft ganz minimal. Die billigste Provenienz ist immer noch Theiß-Banat, der bei einem Naturalgewicht von 79/80 Kg. 2 Prozent Besatz, blaufrei, per August-September-Abladung zu 12.60 hfl. crf Rotterdam erhältlich war; die heu­tigen Forderungen schwanken heute für gleiche Qualität und Termin zwischen 12.8012.85 hfl. Roggen war in Uebereinstimmung mit Weizen gleichfalls mehrfachen Schwankungen unterworfen. Angebote lagen vor in Western-Roggen II, see­schwimmend, zu 11. und in La-Plata-Roggen, 74/75 Kg., per August-Abladung zu 11.65 hfl. cif Rotterdam. Gerste hatte ruhigen aber stetigen Markt. Für La-Plata-Gerste, 62 Kg., per Augüst- Verschiffung forderte man heute 10.15 und für Donaugerste, 60/61 Kg., seeschwimmend 9.75, für desgl. per August-September, September-Oktober- Abladung 9.80 hfl. cif Rotterdam. Hafer hatte ruhigen aber stetigen Markt. Für Plata-Elipped- Hafer, 51/52 Kg., August-Abladung, verlangt man 10.1510.20 und für Plata-faq-Hafer, 46/47 Kg., August-Verschiffung, 9.859.90 hfl. cif Rotterdam. Auch Mais hatte ruhigen aber stetigen Markt. Für seeschwimmenden Plata-Mais, wie auch auf Ab­ladung, stellt sich die heutige Forderung auf 10.50 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam.

An unseren süddeutschen Produktenmärkten war das Geschäft klein. Die Mühlen sind infolge des schlechten Mehlabsatzes, der sie zur teilweisen Still­legung ihrer Betriebe veranlaßte, im Einkauf sehr zurückhaltend. Deutscher Weizen aus neuer Ernte wird per August-September-Lieferuna aus den verschiedensten Gegenden zu 28.50 RM franko Mannheim angeboten, doch will man einen Preis von über 2828.10 RM nicht bewilligen; bis jetzt hat sich noch kein reguläres Geschäft hierin ent­wickeln können. Hierländischer Weizen wurde heute zu 28.2528.50 und Auslandsweizen prima Quali­tät und Provenienz, zu 29.7534 RM per 100 Kg. waggonfrei Mannheim notiert. Roggen war in Uebereinstimmung mit Weizen ebenfalls mehreren Preisschwankungen unterworfen. Das Geschäft blieb bei kleinen Umsätzen ruhig. Die Berichte über die Roggenernte in unserer Gegend lauten günstig, doch'glaubt man, daß dieselbe nicht über eine Mittel­ernte ausfallcn wird. Hierländischer Roggen ist zu 22.7523 und Auslandsroggen zu 26.4026.50 RM waggonfrei Mannheim angeboten. Hafer lag bei minimalen Umsätzen ruhig aber stetig. Für prompte Mare aus der vorjährigen Ernte zeigen sich die Eigner zu Prciskonzessianen bereit. Für Jnlandshafer stellte sich die heutige Notiz auf 23 bis 24 und für^Auslandshafer auf 22.7524 RM franko Mannheim. In Gerste ist das Geschäft in Brauware noch vollkommen unentwickelt. Die bis jetzt gezeigten Muster aus neuer Ernte sind von ganz verschiedenartiger Beschaffenheit, keinesfalls ist die Qualität so schön wie im varangegangenen Jahre. Man trifft viel Ware an, die mit Notreifen Körnern durchsetzt sind. Für Futtergerste verlangt man 20.5022 RM frei Waggon Mannheim. Mais hat im Preise eine kleine Einbuße erlitten und in Mannheim greifbarer La-Plata-Mais ist heute zu 22.50 RM. einschl. Säcken, waggonfrei Mannheim offeriert.

Futtermittel liegen stetig/bei ziemlich unverän­derten Preisen. Die Nachfrage ist etwas schwächer geworden. Für feine Weizenkleie verlangt man heute 11., für grobe 12., für Sonaschrot, Mann­heimer Fabrikat, 21.25, Biertreber 1819.25,

Platze nachteilig empfunden. Auf der anderen Seite wirkte die Zunahme der Konkurse im Mo­nat Juli ungünstig. Das Geschäft bewegte sich in enaen Grenzen, nur einige Spezialwerte traten ___ ... Skirbergrunb, ba Ausland-interesse best cm b. So waren , markt AEG. in Erwartung' der Ausführungen in der heutigen Aufsichtsratssitzung reger gesucht, doch gab dieses Papier zur Erstnotiz wieder etwas von ihrem anfänglichen Gewinn her. Ehade gewannen 2H Mark. Siemens waren dagegen angeboten 2 Prozent schwächer. J. G. Farben lagen leicht ge­drückt. Bis 2 Prozent gebessert lagen noch Zell­stoff Aschaffenburg und Glanzstoffaktien. Montan­werke vernachlässigt und bis 1 Prozent schwächer. Sonst waren nennenswerte Veränderungen nicht zu verzeichnen. Renten still, Schutzgebiete leicht gebessert. Im Derl«ufe schrumpfte das Geschäft stark ein. Nur die Anfangs bevorzugten Werte hatten zeitweise nach etwas lebhaftere» Geschäft. ÄCG. gewannen erneut 1 Prozent. Die übrigen Werte lagen eher etwas unter Druck, denn bei der Spekulation bestand große Zunickhaltung. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8X Prozent wieder angespannter.

2(m Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1900, gegen Pfunde 20.367. London-Kabel 4.85%, Paris 123.82. Mailand 92.79, Madrid 33.20, Holland 12.10%.

An der Abendbö rfe blieb die Stimmung freund­lich, wobei sich das Interesse weiter auf den Elektro­markt konzentrierte. AEG. die gegen den Berliner Schluß etwas niedriger einsetzten, später aber wie­der anzogen, standen wieder im Mittelpunkt des Geschäftes, trotzdem über das Ergebnis der Auf- sickstratssitzuna der AEG. noch nichts bekannt war. Etwas lebhafter gefragt und fester waren ferner Schlickert und Chadenktien. Auch J. G. Farben konnten leicht anziehen. Im Freiverkehr waren Kaliwerke auf die Einigung Wintershall-Durbach weiter gefiudjt, Kaliindustrie 235 Geld, Burbach 215 Geld. Die übrigen Märkte lagen bei wenig ver­änderten Kursen fast geschäftslos. Gegen Schluß, als die Abmachungen zwischen AEG. und General

Schutzgebiete .....

6 °/o Retchsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .

do. m. A. .

8 »/, Pr. Centr.. Bod.- Psandbr. 28 . . . .

8% Pr. Centr.«Komm.« Obl. 28......

Anatolier I , , , , ,

do.

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Bagdad 1. » . . . . do. II. . . . . .

Zolltürken . . » , . Schantungbahn. . » « Adka .... . . . Barmer Bank . . . . BerlinerHandelsgefellfch. Commerz- u. Privatbank Darmstadt, u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Bereinsbank . Diskonto-Gesellschaft . . Dresdner Bank. . ,

Metallbank..... Mitteldeutsche Creditbank Reichsbank..... Oesterr. Creditanstalt . Westbank......

Sapag. ..... .

Electric bekannt wurden, verstärkte sich bie Nach­frage nach AEG. Abt. Schuld 10%, Berner Bank 127%, Commerzbank 184%, Danatbank 277, Dis­konto 154%, Reichsbank 314, Buderus 76, Gelsen­kirchen 136, Harpener 145%, Aschersleben 237, Westeregeln 243, Mannesmann 120%, Mansfeld 139, Phönix 104%, Rheinische Braunkdhlen 284%, Rheinstahl 126, Stahlverein 112, AEG. 201%, Bergmann 231, Ehade 443, Dt. Linoleum 303%, Licht u. Kraft 215%. J. G. Farben 226%, Holz­mann 109, Schuckert 234, Siemens 387%, Svenska 410, GlanOoff 394, Waldhof 239%, Hapag 123%, Nordd. Lloyd 115%.

X Scharfes Anziehen des Schweinepreifes. Mit lebhafter Aufmerksamkeit und nicht ohne gewisse Sorge verfolgt das Fleischergewerbe die Preisauf- wärtsbewegung für Schlachtfchweinc. Die für über Notiz gezahlten Preise haben die 100 Markgrenze für je 1 Ztr. Lebendgewicht erreicht. Es wird be­fürchtet, daß die amtlich notierten Preise für Schlachtschweine der Klassen b und c diese Sätze auch noch erreichen werden. Die seit vier Wochen zu beobachtende ständige und teilweise sogar sprung- hafte Aufwärtsbewegung ist auf einen Mangel schlachtreifer Schweine zurückzuführen. Dieser Rück­gang der Auftriebe ist besonders seit Anfang Juli in die Erscheinung getreten. Mit diesem verknappten Angebot sind die Preise ständig in die Höhe gegan­gen, wenngleich auch hier und da wieder Schwan­kungen nach unten zu verzeichnen waren. Die Schweinezwischenzählung am 1. Juni hatte das überraschende Ergebnis, daß 3 434 690 Schweine gegen das Vorjahr fehlten. Alsbald nach Bekannt- werden dieser Feststellung befestigten sich die Preise für Schlachtschweine. Am 3. Juni notierten in Kassel Schweine der Klasse a 6568 Mark, am 29. Juli aber bereits 8689 Mark, der Klasse b 6668 Mark gegen 8689 Mark, der Klasse c 6570 Mark gegen 8588 Mark, der Klasse d 6467 Mark gegen 7780 Mark, Sauen notierten 5660 Mark gegen 7581 Mark; in Wiesbaden wurden mit kleinen Unterschieden ähnliche Preisschwankungen sestge- stellt; auch hier betrugen die Preissteigerungen durchweg 1215 Mark für 1 Zentner Lebendgewicht In Frankfurt a. M. wurden am 29. Juli für Schweine der Klasse b und c 9395 Mark gegen 7276 Mark am 3. Juni gezahlt. Für ausgesuchte Tiere, die über Notiz gehandelt zu werden pflegen, das waren in diesem Falle 300 Schweine, wurden 100 Mark für je ein Zentner Lebendgewicht be­zahlt. Das sind Preise, die seit über einem Jahr­zehnt nicht mehr erreicht worden sind. Da am 22. Juli in Frankfurt a. M. für Schweine der Klaffe b 8082 Mark bezahlt worden sind, beträgt die Preis­steigerung von einem Markt zum andern laut amt­licher Nottz volle 13 Mark für je ein Zentner Le­bendgewicht. Unter dieser sprunghaften Entwicklung der Preise leiden ganz besonders die Großfleischey, die nicht in der Lage sind, die Anzahl der ausge- schlachtetsn Schweine gegen die gleiche lebender wie* imLleinhanÜet mit Frij«^- unb Wurstwaren sind dtp- reisschwankungen überaus ungünstig und ohne weiteres nicht ausgleichbar, weil die Käuftr» innen derart scharfe Preiserhöhungen unverzüglich mit starker Einschränkung ihres Bedarfes zu beant­worten pflegen. Nach Ansicht urteilsfähiger Fach­leute aus den Reihen des Viehhandels und des Fleifchergewerbes ist mit einer weiteren Knappheit an Schlachtschweinen für die nächsten Monate zu rechnen. Die hohen Schweinepreise werden noch einige Zeit fortdauern und sogar auch weiterhin an- ziehen. Dies wird mit Schwankungen nach oben und unten zwar langsam geschehen, aber doch be­ständig, wahrscheinlich bis gegen Mitte September. Der Grund hierfür liegt darin, daß nach dem Er­gebnis der Schweinezählung am 1. Juni die Be­stände an Jungschweinen von 8 Wochen bis 6 Mo­nate um 1483 293 Stück und an Schweinen im Al­ter von sechs und zwölf Monaten um 1096 746 Stück gegen das Vorjahr zurückgeblieben sind und nun als verkaufsreife Schweine den Märkten fehlen. Aus diesem Grund ist, von gelegentlichen Schwan­kungen abgesehen, in absehbarer Zeit noch nicht mit einem Abgleiten der Schweinepreise zu rechnen. Hiermit stimmt auch überein, daß die Preise für Ferkel und insbesondere für Läuferschweine wieder lebhaft im Anziehen begriffen sind.

X Rumänischer Lokomokivauftrag. Das rumä­nische Verkehrsministerium hatte von einiger Zeff von internationalen Lokomotiofabriken Offerten auf Lieferung von 100 Dampflokomotiven eingeforbert, den deutschen Finnen AEG. und Henschel & Sohn A.-G., Kassel, sind auf Grund ihres günstigen An­gebots diese Lieferungen gemeinsam zugefprochen worden. Außer den deuffchen Firmen haben auch französische, polnffche, ttchechffche und ungarisch« Firmen Angebote gestellt, darunter lauteten Sie französischen am ungünstigsten.

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Frankfurter Kursbericht (2. August).

5.

87.35

10.30

51.-

97.60

94.50

18 25

19.75

7.65 7 65

7.70

8.50

125.50

126.50

216.-

182.

275.-

139.25

154.

159.

309.50 30.80 98.-

122.-

Nordd. Lloyd , . , , Buderus ...... Gelsenkirchen. , . . . Zarpener ...... Ilse Bergbau . . . . Klöckner. . . , . .

Mannesmann . . , .

Mansfelder Bergbau . Oberbedarf . . . . .

Oktavi Minen . . .

Phönix....... Rhein. Braunkohlen . , Rheinstahl..... Riebeck Montan . . , Laurahütte ..... Per. Stahlwerke A.-E. . Aschersleben. . . , . Salzdetfurth. . . . . Westeregeln..... Kleyer....... Brown, Boveri. . . » Daimler . . . . .

Franks. Maschinenfabrik. Voigt © Häffner . . . Metallges.Frankfurt a. M. Sungbaus......

Cement Heidelberg . . Hoch- und Tiefbau . .

114.25

78.-

134.25 150.50 217.- 1(8. 120.25

136.50

86.50

64.-

103.50 283.- 124.25

136.50

67.

112.

234.50 865. 239.50

50.

136.50

54.-

54.

124.

220 126

64. 133,50 100.

Ph. Holzmann . . . Wayß a Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waldhof. . I. E. Farben . . . Scheideanstalt . . . Holzverkohlung. . . Dt. Erdöl . . . » Th. Goldschmidt . . Montecatini.... Rütgerswerk« . . . A. E. G......

Bergmann-Werke . . Ehade . ..... Licht und Kraft . . Elektrische Lieferungen Felten L Guilleaume Eesfürel . . . . . Lohmeyer..... Lechwerle. . , , , Rhein. Elektr. . ; , Schuckert ..... Siemens & Halst« . Mainkraftwerke. . , Dt. Linoleum.. . . Karstadt ..... Svenska ..... Siidd. Zucker . . Ver. Elanzstoff. . .

107.50

101.50

157.50 238. 224.15

155.

86 113.25

74.50

56.75

84.50

198.

227. 437.50

910 166.15 136.50 209.

170.50

107.-

148.50

230.

385

106.25

41t.

151.

395.