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Monkag den 22. IuN 1929
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^Gesioven bei LKavauis de Denis"
, ■ Dor futter Zeit wurde von Pariser Kriminal- t kommissaren auf dem Dampfer „Paris" ein Mann - ■ serhaftet, der seit Jahren von allen Geheimpolizisten , her Welt als der größte und geschickteste Dieb bis- . I her erfolglos gesucht wurde. Wie bei vielen der- t : artigen kriminalistischen Sensationen spielte der Zu- - fall eine Rolle. Ein Pariser. Polizcipräfekt speiste e nämlich vor einiger Zeit im Hotel „Pemban" zu
? Abend und war über die kostbare Ausstattung cnt= Das Porzellan und Kristall war erstklassig i imh alle Schüsseln und Bestecke aus schwerem Sil- 5 ‘ her. Allerdings hatten sie den einen Nachteil, daß sie - s häufig im Stil nicht zueinander paßten. Aber sowas z f kann bei alten Häusern vorkommen, da nicht selten » I nsrlorengeggngene wertvolle Stücke durch andere , I ergänzt werden müssen, die nicht genau nachgsbildet , [ werden können. Plötzlich stutzte der gewiegte Po- , ; lizcichef, als er an dem unteren Rande einer Fleisch- „ . fänissèl ziemlich unauffällig eine kleine Inschrift las:
I „Acstohlen bei Marquis de Denis". Unauffällig , I füllte der Polizeibeamte die Schüssel wieder hin . f und begab sich zu dem Aristokraten, um festzustellen, , s mann und auf welche Weise èhm das Silber ent- . I wendet wurde. Hier erfuhr er, daß das Palais I dieses Mannes von Zeit zu Zeit von Dieben und I Einbrechern heimgesucht würde. Aus diesem Grunde habe er sich genötigt gesehen, die kleine Inschrift p aus seinem Silber anbringen zu lassen, in der Hoff. , »mg, daß auf diese Weise die Diebe gefaßt werden 1 s würden.
Nun beobachtete der Polizeipräfekt das Haus . ■ und die Gäste, da er davon überzeugt war, daß hier , - her berüchtigte Einbrecher zu finden sei. Eines . i Tages, als er gerade mit mehreren . verkleideten i I Geheimpolizisten eine Haussuchung vornehmen , I wollte, brachte der Depeschenbote ein Telegramm,
durch das der Besitzer des Hotels aufgefordert wurde, nach England zu kommen. Das Telegramm war von dem Schiff „Paris" ckhgesandt worden. Der Hotelbesitzer wurde einstweilen èn Gewahysam genommen und mit Hilfe eines Flugzeuges begaben sich Polizeibeamts nach Le Havre, wo. der Telegrmnmabsender das Schiff verlassen wollte. Man hatte schon durch allerlei Feststellungen die Ver- mutung, daß ein gewisser Burbes"der Meistcrdicb sei. Als die Passagiere das Schiff verließen, befand sich unter ihnen aber nicht der Absender des Telegramms. Der Kapitän, der nach dem Verbleib des Mannes, dessen Photographie man ihm vorwies, gefragt wurde, erklärte, daß das der neue Funker sei, der seit zwei Tagen die Dienste seines erkrankten Kollegen übernommen habe. Dieser „Funker" war tatsächlich der gesuchte Dieb und Einbrecher, der nunmehr seinem Komplizen, dem Hotelbesitzer gegenübergestellt wurde und ganz kleinlaut zugeben mußte, der gesuchte Verbrecher zu sein, nachdem viele Zeugen ihn erkannt hatten. Als er hörte, auf welche Weise er trotz seiner Geschicklichkeit gefaßt wurde, schwor er, in Zukunft sich stets genau die Sachen anzusehen, die er stiehlt, damit ihm nicht noch einmal ein unangenehmer Zufall seine ganzen Pläne zerstöre.
rruttdßttnk-Vvosvamms
Montag, ddn 22. 3uti
6.30: Morgengymnastik. Anschließend Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30: Schallplattenkonzert: Russische Musik. 15.15—15.45: Stunde der Jugend. 15.55—16.05: Hausfrauendienst. 16.15—18.00: Bon Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30—19.00: Höchster Schörwe. 19—19.20: „Die Unterzeichnung in Versailles", Vortrag. 19.20—19.40: „Jntelligenzprll-
sung", Vortrag. 19.40—19.50: Englische Literatur- proben. 19.50—20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15—20.45: Friedrich Wolf, Vorlesung aus eigenen Werken. 20.45—21.45: Von Kassel: Alte Streichmusik. 21.45—22.45: Schallplattenkonzert: Weltbekannte Orchester und Dirigenten.
Dienstag, 23. Juli
6.30: Morgengymnastik. Anschließend Wetterbericht und Zeitangabe. 13.30: Schallplattenkonzert: Alte Bekannte. 15.15—15.45: Stunde der Jugend. 15.55—16.05: Haussrauendienst. 16.15—18: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18 bis 18.30: Lejestunde. 18.55—19.15: Von Kassel: „Daz Kind in der Handschrift", Vortrag. 19.35—19.55: „Wo uns der Schuh drückt". 19.55—20.15: Von Stuttgart: „Die Glocken von Corneville". 0.30 bis 1.20: Nachtkonzert.
AmWOr Aekan«t«rachtmsen.
Bekanntmachung für die Schiffahrt und Flößerei auf dem kanalisierten Main.
Am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28. Juli, wird auf der Mainstrecke zwischen Dörnigheim und Rumpenhelim die diesjährige Regatta der Offenbacher Rudergefellfchaft „Undine" abgehalten.
Die Vorrennen finden an beiden Tagen von 8 bis 11% *Uf)r und die Hauptrennen an beiden Tagen von 15—19 Uhr statt.
Zur Sicherung der BcnanstaÄung und im Interesse der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf dem Main werden auf Grund des § 5 Ziffer 10 b der Schiffahrspolizeiordnung für den kanalisierten
Main vom 3. 4. 1925 folgende Anordnungen getroffen: ■
1. Während der Haupt- und Borrennen wird die bezeichnete Mainstrecke für den Floß- und Vergnügungsbootsverkehr sowie für den Aufenthalt ' von Fahrzeugen aller Art, soweit letztere nicht zur Regatta gehören, gesperrt.
- 2. Die Großschissahrt hat auf die Veranstaltung gebührende Rücksicht zu nehmen und den Anordnungen der am Anfang und am Ende der Regattastrecke ausgestellten Wahrschauer und Polizeibeamten Folge zu leisten.
Zuwiderhandlungen werden gemäß § 50 der Schiffahrtspolizeiordnung für den kanilisierten Main vom 3. 4. 1925 bestraft. •
Für Hessen:
Mainz, den 9. Juli 1929.
Der Vorstand des Wasserbauamtes.
I. V. Kaufhold, Regierungsbaurat.
Für Preußen:
Frankfurt a. M., den 9. Julli 1929.
Der Vorstand des Wasserbauamtes.
Wulkow, Regierungsbaurat.
GtâdtttKe Bekarmtrnaümnseu.
Wir weisen darauf hin, daß das Verbot der Gartenbegießung aus der ftädt. Wasserleitung immer noch weitcrbcsteht und machen allen Wasserabnehmern zur Pflicht, im Verbrauche des Leitungswassers äußerste Sparsamkeit walten zu lassen und jede Wasservergeudung unbedingt zu vermeiden, damit wir nicht bei längerer Andauer der starken Hitze zu noch schärferen Einschränkungsmaßregeln schreiten müssen.
Hanau den 22. Juli 1929.
Der Magistrat: gez. Dr. Müller.
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Sprudelnder Witz Erquickender Humor Heitere Laune Fröhliche Stimmung
Ab heute bis einschl. Mittwoch
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden unserer lieben, unvergeßlichen FW JAH AshM ged. AdW sagen wir herzlichen Dank.
Hanau, den 22. Juli 1929.
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