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Seife 11

Montag den 10. Juni 1929

Jtt 133

HÄNDEL UND

WIRTSCHAFT

aâide- und «voduktenbSvse F ^nheim, 6. Juni. In der diesmaligen Be- amaen die Preise an den Termmmärk- ^Ewao Winnipeg, Buenos Aires und Li-

nächst zurück auf Meldungen über Re- Ml kanadischen Provinzen Manitobas.

" Wetterberichte aus Argentinien wirk- "^ Emenb. In den folgenden Tagen fetzten sich ^". starke Haussebewegung durch und. die WEen ansehnliche Kursgewinne zu vsr- L bestimmend hierfür waren in erster Li- Ehridften aus Washington, nach denen eine ^Durchdringung der Farmer Bill unmstteo- unnrfiehe. Daraufhin entwickelten Kommissions- è lebhafte Geschäftstätigkeit und die Ter- E erfuhren innerhalb von zwei Tagen eine Ena von 11 Cents. Auch an den europäischen L schritten unsere Jmporthauser zu Wtäufen, zumal die Ansicht vorherrschend Ä der tiefste Preisstand erreicht sein durfte.

Nmkaweizen, der im niedrigsten Moment gehandelt wurde, fand am 5. d. Mts. zu Barusso zu 9.82% bzw. zu 10.45 hfl. cif Aufnahme. Nachdem aber gestern von ""'Eikanischen Börsen wieder schwächere Kurse Men sind die La Plata- Forderungen wieder Siti worden; sie stellten sich heute für 79 Kg. Sauf 10.30 und 79 Kg. Bahia auf 10.40 hfl., wtiéen Preisen aber heute nichts unternommen Die Steigerungen in Manitobaweizen wa- I verhältnismäßig noch stärker. Manitoba 5, der » zu 9.60 angeboten war, stellte sich heute auf 5 hfl zu welchem Preise sich aber keine Käu- Küen. Die heutigen Forderungen stellten sich Manitoba 1 per Juni oder Juli-Abladung auf K per August auf 12.22%, für desgl. 2 auf j bzw. 11.90, für desgl. 3 auf 11.67% bzw. mür desgl. 5 auf 10.35 bzw. 10.45 und für 6 auf 9.25 bzw. 9.35 hfl. cif Rotterdam. Mivinter 2 Eulf per Juli oder Juli/Auguft-Ab- war zu 11.25 hfl. c.if Rotterdam angeboten. Mioagenmarkte war die Stimung aus den glei- WGruuden, wie am Weizenmarkte fest, bei ftar= »Preissteigerungen. Für Westernroggen 2 per ober Juli-Lieferung forderte man heute M und für La Plütaroggen 74/75 Kg. 9.85 hfl. Motterdam. Hafer hatte ebenfalls festeren M Platahafer 46/47 Kg. Juni-Abladung war He zu 8.55 und Clippedhafer 51/52 Kg., Juni- Miffung zu 8.85 hfl. cis Rotterdam offeriert. M er sie blieb das Geschäft bei befestigter Ten- Mklein. Donaugerste 59/60 Kg. Juni/Juli-Ver-

Mng blieb heute zu 9.35, Platagerfte 62 Kg. Muni-Abladung zu 9.25 und 65 Kg. schwere M zu 9.45 hfl. 'cif Rotterdam erhältlich. Mais Mmf stärkere Käufe hin während einigen Ta- Msten Markt bei erhöhten Forderungen, erlitt am gestrigen Tage gleichfalls wieder einen Wrückgana. Die heutigen Forderungen stellten Kür La Platamais per Juni auf 9.55, per Juli K57% hfl. cif Rotterdam.

xAn unseren süddeutschen Märkten herrschte, an= W durch die Festigkeit am Weltmärkte, vorwie- Wfeste Haltung. Die erhöhten Cif-Forderungen ^me lebhaftere Gelchäftstätiakeit aus und, be-, Ërs am Montag und Dienstag wurden ver- edene Umsätze erzielt. Das Angebot in Jnlands- izen war etwas kleiner, bei erhöhten Forderun- kdoch sollen zu diesen Preisen, die sich für hier- vischen Weizen zwischen 23.2523.50 RM be- Mn, keine Abschlüsse getätigt worden sein. Für

Hier greifbaren Auslandsweizen forderte man heute, je nach Qualität und Herkunft 2426.50 RM wag- gonfrei Mannheim. Roggen hatte in Ueberein­stimmung mit Weizen ebenfalls festen Markt. Die Forderungen sind durchweg erhöht und bewegen sich für hierländischen Roggen zwischen 2222.50 und für Auslandsroggen zwischen 2222.50 RM waggonfrei Mannheim. Hafer tendierte fest und konnte durch die Hausse am Brotgetreidemarkte gleichfalls profitieren. Hierländischer Hafer wurde heute mit 22.5023 und Auslandshafer mit 20.50 bis 21.50 RM franko Mannheim notiert. Am G e r- ft e n markte hatte Braugerste weiter stillen Markt und die Notiz an der Dtannheimer Börse fiel auch in dieser Woche wieder aus. Futtergerste lag fester bei Forderungen von 19.5021 RM je nach Quali­tät, frei Waggon Mannheim. Mais lag während des ersten Teils der Berichtswoche fest, bei erhöh­ten Forderungen, doch wurden dieselben gegen Ende unserer Berichtszeit wieder herabgesetzt und stellten sich heute für hier greifbaren Platamais auf 20.40 bis 20.50 RM brutto für netto, waggonfrei Mann­heim.

Futtermittel wurden von der am Brot- getreidemarkte herrschenden Hausse nicht beeinflußt. Die Stimmung blieb bei kleiner, wie immer um diese Jahreszeit klein. Auch die Kreüitmaßnahmsn der Reichsbank veranlaßten die Käufer zur Zurück­haltung. Feine Weizenkleie war zu 11, grobe zu 12, Malzkeime zu 17.7518.25, Biertreber zu 17 bis 19, Trockenschnitzel zu 12.7513.25, Sojaschrot zu 19.2519.50, Haferschalenmelasse zu 11.25 bis 11.75, Rapskuchen zu 17.7518, Erdnußkuchen zu 19.2519.50 und Leinkuchenmehl zu 22.7523 RM franko Mannheim erhältlich.

Mehl. Die Stimmung am Mehlmarkte war, angeregt durch die Festigkeit am Brotgetreidemarkt, fest, und die Mühlen hatten ihren Großmühlen- preis für süddeutsches Weizenmehl Spezial Null am Montag aus 32.25 und an den folgenden Tagen um eine weitere halbe Mark auf 32.75 RM frei Waggon Mühle hinaufgesetzt. Wie wir indes hör­ten, wurden Mehlverkäufe zu 32 und sogar zu 31.75 RM waggonfrei Mühle getätigt. Süddeut­sches Roggenmehl wurde am heutigen Tage an der Mannheimer Börse, je nach Fabrikat und Ausmah­lung, mit 28.5032.50 RM notiert. Hopfen, An den Hopfenmärkten herrschte im großen und ganzen Ruhe. In 1928er Hopfen kamen nur gele­gentlich einige Käufe am Hauptmarkte in Nürnberg zustande. Für Markthopfen zahlte man 7580, für Hallertauer 100105, für Württemberger 120 bis 140 und für Gebirgshopfen 9095 RM per Zent­ner. Das Wachstum der jungen Pflanzen schrei­tet rüstig fort, da die Niederschläge von wohltuen­dem Einfluß sind.

Tabak blieb besonders in guten Qualitäten von Schneide- und Spinntabaken zu den bisherigen Preisen gefragt. Auch für fabrikationsfähige Sand­blätter bestand zu 95135 RM einige Nachfrage. Für Schneidegut- und Zigarrenguttabaken war die Nachfrage bei nachgiebigeren Preisen etwas klei­ner. Rippen sind weiter reichlich angeboten bei schwacher Nachfrage. Die Berichte über die Ent- haben durch die nunmehr eingetretenen Nieder- 'schlage èlne Forderung im Wachstum erfahren.

Schlacktvrebmavkt

(Borberichk).

X Frankfurt a. 211., 10. Juni. Auftrieb 1144 Rinder, 266 Ochsen, 73 Bullen, 501 Kühe, 310 Fär­sen, 658 Kälber, 82 Schafe und 4183 Schweine. Preise: Ochsen al) 6163, a2) 5660, b1) 58 bis 55, Bullen al) 5458, b) 4953, Kühe 4550, b) 4054, d) 2934, Färsen a) 6063 b) 55 bis 59, c) 4954, Kälber b) 7882, c) 7274, d) 64 bis 71, Schweine ab) 7578, c) 7679, d) 78 bis 80, 7274. Marktverlauf: Rinder und Kälber ruhig ausoerkauft, Schweine anfangs träge adflau- end, ausverkauft.

Amftevdamev DiamantmssZt

(Wochenbericht unseres Sondsrberichterstattters.)

X Amsterdam, 8. Juni. Es war etwas stiller als in der vorigen Woche. Sowohl am Roh- wie am geschliffenen Markt lag für Melee nur geringe Nachfrage vor. Fantasie lag fest; prima geschliffene Senate tendierten lebhaft. Weiter wurden Quarten per 3 Karat und 2 Gr. sowie große Steine gefragt. Auch sehr ordinäre Artikel waren unterzubringen..

Antwerpen, 8. Juni. Baguettes und andere Fantasieartikel tendierten lebhaft. Große runde Steine von 4 bis 12 Karat waren gleichfalls unter­zubringen. Auch prima Kleinbrillant lag fest. Alle anderen Artikel tendierten träge, sodaß, weil die Vorräte zu groß sind, Beschränkung der Produktion nicht zu umgehen sein wird. Die Verlängerung der üblichen Ferien der Arbeiter von einer bis auf drei Wochen wird hoffentlich das dringende Angebot für Melees beseitigen; die diesbezüglichen Verhand­lungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ha­ben zu prinzipieller Uebereinstimmung geführt, aber sind noch nicht abgeschlossen. Der Rohmarkt tendierte ruhig, Kappen sogar träge.

Niederländischer Diamaniexpork nach den vereinig­ten Staaten.

Der niederländische Diamantexport nach den Vereinigten Staaten betrug im Mai: geschliffen 21 716 (im April 14 529) Karat zu einem Wert von 2 508 036 Dollar (1631 608) Dollar; Roh 3977 (5509) Karat zu 51019 (120 561) Dollar. Seit Ja­nuar wurde nach den Vereinigten Staaten expor­tiert: geschliffen 88 272 Karat zu einem Werte von 9 463 636 Dollar.

Die Diamankproduklion Südafrikas.

X Amsterdam, 8. Juni. Amtlich wird aus Kapp­stadt gemeldet, daß die Diamantproduktion Süd­afrikas 1928 3 466 364 Karat zu einem Wert von 9 028 024 £ (i. V. 4 708 038 Karat zu 12 392 306 £) betrug. Es wurden verkauft 3 465 927 Karat (4 255 774) zu einem Wert von 8 528 822 £ (11818 987 £), oder 49 sh. 3 d. (55 sh. 7 d.) per Karat.

Die alluviale Produktion Südafrikas betrug 1 208182 Karat (2 318 407 Karat) zu einem Werte von 3 412 034 £ (6 198 796 £) oder 56 sh. 6 d. (53 sh. 6 d.) per Karat.

«MMMWWMMMMSs ten 62 462 Karat zu einem Wert von 569 414 £ oder 182 sh. 4 d. per Karat.

Die Produktion der Minen betrug 2 254 648 Ka­rat (2 385 618 Karat) zu einem Wert von

5 611 176 £ (6187 860 £) oder 49 sh. 9 d. (51 sh, 11 d.) per Karat. Seit 1925 war der Durchschnitts­

wert der Produktion der Minen 57 sh. SS sh. 10 d.; 51 sh. 11 d.; 49 sh. 9 d.

Die Produktion Namaqualands ist Ziffern nicht mit einbegriffen; amtlich geteilt, daß diese Produktion 1928 einen

8 ü. bzw.

in obigen wird mit- Wert von

6 000 000 £ hatte, wovon nur zu 2 450 000 £ ver­kauft wurde.

X Amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 5. Juni berechnete Großhandelsindex­ziffer des Statistischen Reichsamtes hat mit 134,5 gegenüber der Vorwoche (134,2) leicht angezogen. Lon den Hauptgruppen lag die Indexziffer für Agrarstoffe mit 122,9 (122,3) um 0,5 v. H. höher als in der Vorwoche. Die Indexziffer für Kolonial­waren stellte sich auf 132,2 (123,6). Die Index­ziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich mit 131,4 (131,2) leicht erhöht, während die­jenige für industrielle Fertigwaren mit 157,6 keine Veränderung aufweist.

X Ruhrkohlensörderung. Nach vorläufigen Be- -rechnunoen wurden vom 26. 5. bis 1. 6. im Ruhr­gebiet (5% Tage) 2 285173 Tonnen Kohle geför­dert gegen 1.986 957 Tonnen in der Vorwoche (5 Tage). Die Kotserzeugung stellte sich auf 606 207 (604 246) Tonnen und die Preßkohlenherstellung auf 58 713 (52 227) Tonnen. Die arbeitstägliche Kohlen­förderung betrug 425 148 (397 391) Tonnen und die Kokserzeugung 10 923 (10 445) Tonnen.

X Norddeutscher Lloyd A.-G., Bremen. Nach einem Zulassungsprospekt über 35 Mill. RM neue Stammaktien, deren Ausgabe in der ao. GV. vom 14. 11. 28 beschlossen wurde, ist das erzielte Auf­geld abzüglich der Kosten mit 5,8, Mill. RM dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt worden, womit die offenen Reserven den Betrag von 40 Mill. RM erreichen. Die neugeschaffenen 1093 800 RM Vor­zugsaktien mit 25 Prozent Einzahlung sind von der Bremer Reederei-Vereinigung A.-G., Bremen, übernommen worden. Der Prospekt besagt weiter, daß sich im Apriil 1929 der Besitz an Aktien frem­der Schiffahrtsgesellschaften vermehrt hat durch den Erwerb von 3 021140 RM Stammaktien (von insgesamt Dampfschiffahrts-GesellschaftNeptun" Bremen. Die 6 Mill. RM.) und der 1 Mill. RM Vorzugsaktien der Seedampfer-Flotte ist durch die neu in Dienst gestellten Passagier- und Fracht­schiffe: DampferNeckar" undAlster", Motor­schiffeTrave",Saale" undHavel" um 39 405 Br.Reg.-T. und durch Ankauf des Frachtdampfers Remscheid" um 5823 Br.-Reg.-T., zusammen um 45 228 Br.-Reg.-T vergrößert worden. Die Gesell­schaft beschäftigte Anfang Mai 1929 16 398 Per­sonen, davon 4676 Landpersonal und 11722 Bord­personal. Die Geschäftsergebnisse des laufenden Jah­res wurden in der Ostseefahrt durch den schweren Winter stark beeinträchtigt, der zeitweise mehr als 40 kleinere Schiffe die erlöste im Verkehr behin­derte. Das Frachtgeschäft liegt im übrigen nicht un­günstiger als das des Vorjahres. Die Aussichten für das Pasiagsgeschäft erscheinen nach den bisherigen, die vorjährigen Ergebnisse übersteigenden Buchun- gen lro» der Lenpatung in der Ablieferung der

Großbauten nicht ungünstig. Die die Betriebsengeb­nisse noch wie vor beeinträchtigenden Unkostenfak- toren bleibt die Gesellschaft zu verbessern bemüht. Eine Voraussage für das Gesamtergebnis des Jah­res wäre verfrüht (i. V. 8 Prozent Dividende).

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