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nr. 132

Samskag den 8. 3uni 1929

Seite 19

HANDEL UND

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nee Gaateustand im Reich

v Pflanzenwachstum ist durch die Mitte . ^-tretens Erwarmung in Verbindung mit e « _«.^n;n nofÄr^erf worden. Unter

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W-'jâk des Witterungâmschlags hat sich das ^-raetreide größtenteils gut erholt und von einigen Gebieten in Nord- und Ost- Stob abgesehen - zumeist einen befriedigen- Sanb auf. Die Sommersaaten sind langsam und ungleichmäßig aufgegangen; nunmehr mit einer günstigen Weiterent- rechnen. Von den Hackfrüchten E bisher nur die Frühkartoffeln einigermaßen in Süddeutschland konnten sie viel- 1 bereits gehäufelt werden. Die Spätkartoffeln K infolge der verzögerten Bestellung erst in beten Lagen ausgelaufen und zeigen vorerst âe schwache Entwicklung. Das Wachstum kügiilben ist durch mavnelv^- ^<»-*fmtof vieler- 6eeinträd)tigt worden. Mit dem Verpflanzen L Mzichen konnte erst stellenweise begonnen "linier Zugrundelegung der Zahlennoten 2 = .f z = mittel, 4 = gering ergibt sich im Reichs- tanitt folgende Begutachtung: Winterroggen ° Vormonat 2,9), Winterweizen 2,8 (3,0), Jinterfpeta 2,6 (2,6), Wintergerste 3,5 (3,5), «merroggen 2,9, Sommerweizen 2,8, Sommer- * 2,6, Hafer 2.8, Frühkartoffeln 2,9, Spät- rtoiieln 3,0, Zuckerrüben 2,8, Runkelrüben 2,8, te 30 (3,2), Luzerne 2.9 (3,0), Bewässerungs- fhn' 2,8 (3,2), andere Wiesen 3,0 (3,4).

Der Umfang der Auswinterungsschäden hat sich H neueren Feststellungen etwas vergrößert. Im Kchsdurchschnitt belaufen sich die Neubestellungen [nmebr auf folgende Hundertsätze des Gesamt- tms: Winterroggen 1,8 (im Vorjahre 3,5), ntermeiaan 6,3 (2,8), Winterspelz 2,9 (0,3), Vergerste 18,3 (3,7), Klee 4,5 (2,0), Luzerne

Sonderbewegung hatten Der. Glansstoff «ufzu- wevsen. Dieses Papier zog 9 Prozent an, mußte aber 4 Prozent hiervon wieder hergeben.

Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent unverändert.

Am Devisenmarkt war Madrid mit 43.43 wie­der leicht erholt. Man nannte Mark gegen Dollar 4-1960, gegen Pfunde 20.332, London-Kabel 4.8492, Paris 124.04, Mailand 92.68, Holland 12.08.

Die Abendbörse verkehrte in sehr stiller Hal­tung, die Spekulation blieb zurückhaltend; es fehl­ten vor allem Aufträge. Material kam aber auch nur in geringem Umfange an den Markt, und es traten daher gegenüber dem Berliner Schluß nur ganz geringe Abschläge ein. Nur Reichsbankanteile und Zellstoff Aschaffenburg eröffneten je 1% Pro­zent niedriger. Siemens und Schuckert bis 1 Pro­zent abgeschwächt. J. G. Farben und Glanzstoff bei einigem Interesse leicht erhöht. Im Verlaufe waren vereinzelte Werte erneut etwas gedrückt. Renten geschäftslos. Zum Schluß waren auf Rück­käufe einige Spezialwerte wieder etwas gebessert.

I. G. Farben 258.75, Ver. Glanzstoff 465.50, Siemens 404, Schuckert 245.50, Reichsbank 324.50, Zèll. Aschaffenburg 196, Mannesmann 119.50.

(2,9).

Svaaktuvtev BSvSe

^ankfuri a. M., 7. Juni. Tendenz gedrückt. I zu Beginn der heutigen Börse machte sich

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eginn der heutigen Börse n Hltionsbedürfnis geltend und

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eist neue Rückgänge ein. Die Stimmung war tickt, da auch Auslandsorders kaum vorgelegen en dürften. Die Beteiligung der Privatkund- i hat wieder nachgelassen. Die Spekulation tf zu Glattstellungen, doch nahmen diese kein leres Ausmaß an. Es ergaben sich daher nüber der gestrigen Abendbörse nur kleine Ab- ge. Das Geschäft war ziemlich gering und »rankte sich nur auf vereinzelte Werte, in denen noch einiges Auslandsinteresse bemerkbar ge= H hatte. Die Geldmarkterleichterung machte erè Fortschritte, doch wurde dies nur wenig be­st. Am Clektromarkt bestand für Ehade mit

4 Mark regere Nachfrage. Der günstige Gs- tsbericht und die glänzenden Aussichten für boten eine kräftige Anregung. Aber ÄHisMns wurden gesucht, bei einem Gewi o)3 Prozent, hier waren es größere Prä en= De, die stimulierten. Schuckert plus % Prozent. M und Elektr. Lieferungen lagen bis zu 2 Proz. feiger. Am Chemiemarkt gaben I. G. Farben leinen Umsätzen 1 Prozent nach. Die übrigen te dieses Marktes blieben gehalten. Montan- ' nur wenig verändert. Kaliaktien bis 1 Proz. iüjer. Für Banken bestand einiges Interesse, isbanf, Dresdner-, Deutsche- und Commerz­konnten bis zu 2 Prozent anziehen. Im übri- war wesentliches nicht zu verzeichnen. Renten meist leicht nachgebend.

m Verlaufe blieb die Stimmung gedrückt, es n zumeist kleine Rückgänge ein. Nur AEG. n etwas gefragt und leicht gebessert. Eine

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X Die deutschen Konsumgenossenschaften. Zu der Vierteljahresstatistik der mehr als 400 Mitglie­der zählenden Konsumgenossenschaften berichteten für das 1. Vierteljahr 1929 602 Vereine. Die Mit- gliedsrzahl zeigt eine Zunahme von 2,81 auf 2,87 Mill. Der Erlös aus eigener Verteilung ging gegen­über dem 4. Vierteljahr 1928, dem Weihnachts­quartal, von 313,60 auf 288.45 Mill. RM zurück: Je Mitglied betrug der Vierteljahresumsatz 100,50 Reichsmark gegen 111,41 RM im 4. Vierteljahr 1928 und 85,66 RM im 1. Vierteljahr 1928. Der Umsatz der Vereine in Eigenproduktion betrug 28,67 (24,91) Mill. RM. Die Geschäftsanteile stiegen von 51,52 auf 52,23 Mill. RM, die Reserven von 51,42 aus 53,35 und die Spareinlagen von 295,31 auf

323,82 Mill.RM. Im Geldverkehr stieg die Gesamt­summe von 98,8 auf 116,9 Mill. RM.

X Schuhfabrik Eugen Wallerstein A.-G., Offen­bach. verlustabschlutz. Die G.-V. dieser Familien- gesellschaft beschloß, den 1928 nach RM 91 356 Ab­schreibungen auf Gebäude, Maschinen, Werkzeuge sowie Leisten und Stanzmesser entstandenen Verlust von RM 51 887 (i. V. RM 50 485 Gewinn) aus der ordentlichen Reserve zu decken. Bilanz- sowie Ge­winn- und Verlustkonto wurden genehmigt. An- stelle des auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen A.-R.- Mitgliedes Kaufmann Eugen Spiegel wurde Fabri­kant Otto Fei st mann hinzugewählt. Die zu Beginn 1928 in der Schuhindustrie eingetretene allgemeine Absatzkrise habe sich im Jahresverlause in verstärktem Maße fortgesetzt. Ne­ben der erhöhten Einfuhr von Straßenschuhwerk und der durch Zollschranken erschwerten Ausfuhr wurde der Absatz von feinerem Straßenschuhwerk durch die Ungunst der Witterung wesentlich beein­trächtigt. Der strenge Winter hatte zur Folge, daß die Konsumenten in einem noch nie dagewesenen Umfang Ueberschuhe und unter diesen ihre alten Schuhe weitertrugen, anstatt sich mit neuem Stra­ßenschuhwerk zu versehen. Trotzdem die i. V. aus­genommene Herstellung von Qualitätsschuhen in billigen Preislagen im Berichtsjahre weiter ausge­baut wurde, fei es nicht gelungen, die Produktions­möglichkeiten in vollem Umfange auszunutzen. Die Gesellschaft rßußte zu einer Reduktion der Beleg­schaft und der Arbeitszeit schreiten. Der Absatz billigerer Preislagen war nur möglich durch weit­gehende Rationalisierung und durch schärfste Be­grenzung des Unkosten- und Gewinnsatzes. Bezüg­lich des neuen Geschäftsjahres laste sich nach dem bisherigen Verlauf nicht Besseres berichten. Der Absatz hatte durch die kalte Frühjahrssaifon sehr zu leiden, so daß sowohl Ostern als Pfingsten die Wa­renbestände nicht in der gewohnten Weise gelichtet worden sind. Auftrags- und Geldeingang waren schleppend. Die Betriebsumgestaltung wird in den nächsten Wochen durchgeführt sein.

Frankfurter Getreidebörse

vom 7. Juni (Amtlich).

Je 100 kg in Goldmark:

Weizen 1. Qualität 23.25-23.50 Gm

Roggen (inländisch.), fester. . . 21.5021.75 ,

Sommergerste für Brauzwecke . 23.00 ,

Hafer (inländischer)..... 22.25 .

Mais (gelb)........ 26.0020.25 ,

Weizenmehl (südd. Spezial) . . 32 2532.75 , (Niederrhein. Spezial) 32.0032.25 ,

Roggenmehl, fester..... 27.50-28.50 ,

Weizenkleie....... . u.25 ,

Roggenkleie . , ...... 12.00 ,

Tendenz: ruhig.

Berliner Metallmarkt. (Vom 7. Juni) Kupfer ü

Mai .

Juni . .

Juli . .

August. Sept.. . Oktober Rovbr., Dezbr. ,

145

144

144

144.50

146

147

147

Blei

B

Mai . . .

146

Juni. . .

46.25

47

145.

Juli . ..

46.50

47.25

145,50

August. .

46.50

47.25

147

Gebt .. .

46.75

47.75

147.50

Oktober .

47

47.75

148

Novbr.. .

47

48

148

Dezbr. . .

47.-

48.-

B

(Mk. für 100 kg) G B

Elektrolyt . . .

Nohzink (Freiverk.)

Ungeschm. Zink .

Aluminium . . .

'do. Barren

Nickel. . . ,

Antimon Rg. . .

Silber 900 f. 1 kg

170.50

194

350

72 - 77

7173

Amtliche Einheitskurse

BerlinFrankfurt a. M. (Vom 7. Juni«

FranKfurler Kursbericht (7. Juni).

Brief

Schutzgebiete.....

6/o Reichsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .

do.

m. A.

8 % Pr. Centr. - Bod.- Pfandbr. 28 . . . .

8% Pr. Centr.-Komm.- Obl. 28...... Anatolier I.....

do. H..... Bagdad I. . . ...

do. II...... Zolltürken..... Schantungbahn. . . . __ta .... , , . Barmer Bank . . . Berliner Handelsgesellsck Commerz- u. Privatban Darmstadt, u. Nationalb Deutsche Bank . . . Deutsche Vereinsbank Diskonto-Gesellschast, Dresdner Bank. . . Metallbank .... MitteldeutscheCreditban Reichsbank .... Oesterr. Creditanstalt Westbank..... Hapag ......

87.30

11.20

51.20

98

94.50

19

20.75

128.- 132.50 225 188 275 169 50

99 157 164.75

185

325.

30.80

99.-

Rordd. Lloyd . , , Buderus ..... Gelsenkirchen. ...

Harpener .....

Ilie Bergbau ...

Klöckner . . ....

Mannesmann . . .

Mansfelder Bergbau Oberbedarf ...» Oktavl Minen . . . Phönix......

Rhein. Braunkohlen . Rheinstahl .... Riebeck Montan . .

Ver. Stahlwerke Ä.-E.

Aschersleben....

Salzdelfurth....

Westeregeln ....

Kleyer......

Brown, Boveri. . .

Daimler . ...

Frankf. Maschinenfabrik

Miag ......

Voigt L Häffner . .

Metallgef. Frankfurt a. M Iunghaus. .... Cement Heidelberg .

Hoch- und Tiefbau .

114.25

134.50

220.50

118

71

92

297.25

244 406 250

53 25 138.50

58 52.50

213

130.-

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