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Donnerstag den 6. Juni 1929
Sette 13
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HANDEL UND
«Mische Ausländsanleihen rm Mar 1929
V giebt man von den üblichen Kirchenanleihen
C im Mai der Auslandsmarkt dem
I, 0 j» auch im Mai der Auslandsmarkt dem Een Kredit fast völlig verschlossen gewesen, ein Ä an den wir uns schon seit Beginn dieses gewöhnen mußten. Die Gründe liegen vor in den Reparationsfragen, die allerdings in leisten Tagen des Berichtsmonats gelöst zu â schienen. Die Folge davon war dann auch ^ J/fliWwihnitnfl neuer .^rebitoerhanbfunaen.
diè" Anbahnung neuer Kreditverhandlungen, m »der in keinem Fall bereits ein Ergebnis ge- a haben. Auch die Kapitalmarktver- Itnisse vor allem in Amerika waren nicht .... „„getan, Geld in Deutschland anzulegen, wobei 1 Kursverluste mitgesprochen haben dürften, die «Aktienmarkt in den letzten Wochen zu verzeich- “ aeroefen waren. Die internationale Bedeu- W unserer Börsen brachte Verluste für alle Mer. Dagegen können wir es begrüßen, daß die M vor der 'Inflation das Ausland nicht berührt A. sie war lediglich eine Psychose-Erscheinung
ii uns.
Das Interesse, das Holland in großem Umfang it die Emissionen kirchlicher Korporationen zeigt. M nicht als Symptom für eine allgemeine Be- ,Willigkeit aufgefaßt werden, die deutsche Wirtel zu finanzieren. Denn die Kirchenanleihen ja nur unbedeutenden Umfanges (sie gehen [tat über 1 Million holl. Gulden hinaus), und hu sprechen mehr religiöse Absichten mit, was ai daraus hervorgeht, daß die Konsortialbanken st ausschließlich rein katholische Institute sind, die tat Kundenkreis im holländischen Kleinbauern, ir allem der beiden katholischen Südprovinzen, leit. Die Banken selbst find im internationalen aleihegeschäft nicht vertreten und würden auch in Leren Staaten als kleinste Provinzbanken keine sschlaggebende Rolle spielen. Als Zeichen dafür, i§ selbst die kirchlichen Anleihen jetzt weniger phrt sind, mag dienen, daß z. B. die von Trier 'hrere Male aufgelegt werden mußte, eine Er- tinung, die nur in Ausnahmefällen zu beob- ten ist. Daß holländische Banken für deutsche Huldbucheintragungen Interesse haben, beweisen allwöchentlich erscheinenden Angebote zum Er- rb socher Eintragungen, die durch holländische nten erfolgen können. Neu ist nun, daß durch e deutsche Bank jetzt Interesse für die Buchforde- igen geweckt ist. Das geschah allerdings nicht ch Verkauf ins Ausland; vielmehr legte man e rein holländische Anleihe au„ deren Deckung Echuldbucheintragungen besteht.
Diese Art ähnelt dem Pfandbriefgeschäft. Das titut, die Kreditbank für Ausland- und Kolonial- tsche e. G. m. b. H., Berlin, das erst 1927 ge- nbet wurde, erwarb für 2,1 Millionen RM uldbuchforderungen in Fälligkeiten bis 1944. Die
uweltMihe hat bei 1 Million Gulden Nennwert aber Paddel in Kapitalwert von nur 1,7 Mill. RM. weil die '■ ft der SchuldbuchforderuAgen bekgnntlich unter L an 011 i liegen und der Zeichnungskurs einen Diskont
SvanVfuvtev Bdvse
X Frankfurt a. W., 5. Juni. Tendenz: leicht gedrückt. Im Bormittagsvorkehr war die Stimmung fest und das Geschäft ziemlich rege, da angeregt durch weitere Auslandsorders. die Bankkundschaft lebhafteres Interesse bekundete. Die Kurse lagen mehrere Prozent höher gegenüber der gestrigen Abendbörse. Die bevorstehende Unterzeichnung des Poungscheu Planes, die Einigung in der belgischen Markangelegenheit wirkten stimulierend. Aber auch die weitere Entspannung am Geldmarkt wurde mit Befriedigung ausgenommen, ferner fand der gestrige Schluß der Newyorker Börse einen vorteilhaften Anklang. Auch die höheren Absatzziffern des Kalisyudikats hinterließen einen günstigen Eindruck. Doch machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs wieder RsalifationsneiMug bemerkbar, und die Tendenz neigte etwas zur Schwäche. Auch nahm die Kulisse Abgaben vor, die aber vor allem durch das weitere Ausbleiben von Aufträgen verursacht wurden. Das an den Markt kommende Material fand aber ohne nennenswerte Schwierigkeiten Unterkunft, so daß gegenüber der gestrigen Abend- börse nur ganz geringfügige Kursabschläge eintraten. Am Chemiemarkt lagen I. G. Farben leicht gedrückt. Von Elektrowerten verloren Chade 2 Mark, Lahmeyer 1% Proz. und AEG. 1% Proz. Interesse bestand dagegen für Bergmann und Licht u. Kraft und Siemens mit je plus 1% Proz. Auch am Montanmarkt nahmen die Realisationen größeres Ausmaß an. Mannesmann büßten 2% Proz. und Mansfelder 1% Proz. ein. Buderus lagen dagegen leicht erhöht. Banken uneinheitlich. Berl. Handelsgesellschaft und Commerzbank waren bis zu 2 Proz. schwächer. Diskontogesellschaft und Reichsbank zogen dagegen bis zu 1% Proz. an. Etwas regere Nachfrage bestand von internationalen Werten für Svenska mit plus 4 Mark, für Dt. Linoleum und für Zellstoffwerte, die bis zu 2 Proz. anzogen. Auch Kaliwerte lagen trotz des gesteigerten Kaliabsatzes im Angebot gedrückt. Nur Aschersleben konnten eine Kleinigkeit gewinnen. Deutsche Erdöl minus 3% Proz. — Anleihen ebenfalls etwas stiller, doch weiter leicht gebessert.
Im Verlaufe nahm die Kulisse weitere Abgaben vor, so daß sich das Kursniveau erneut um bis zu 2% Proz. senkte. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7% Proz. weiter leichter.
Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1948, gegen Pfunde 20.335. London-Kabel 4.8490, Paris 134.04, Mailand 92.68, und Holland 12.07%.
An der Abendbörse war die Stimmung freundlich; es bestand wieder etwas vermehrtes Kauf- intsresse. Bevorzugt waren Elektroaktien und vereinzelte Montanwerte, die bis zu einem Prozent anziehen konnten. I. G. Farben blieben unverändert. Etwas schwächer lagen dagegen Rheinische Braunkohlen DaNatbank, Deutsche Erdöl und Har-
über 40000 RM verursachte; dazu tritt dann
die Bankprovision. Die Differenz zwischen dem ühezins von 7 Prozent und dem der Puchfor- agozt mgen von 6 Prozent soll als Ausgleich für staschwankungen dienen. Je nach Rückzahlung Buchforderungen werden Serien der Anleihe 8. 3® gt; daher läuft auch sie nur bis 1944.
s 5 M Ëir ergänzen unsere monatlichen Aufstellungen wieder um einige Holland-
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1,2 Mill. fl.
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0,08 Mill. fl.
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piej« Kapitalbetrag von 4,
8%
7%
7%
7%
100%
98,5%
98,5%
97,5%
1939
1944
1939
1944
,28 Mill. RM be-
. 311’ " die deutsche Zahlungsbilanz nur ganz un- mJ Mich; überhaupt hat dieses Jahr keinen Gins Uhr d gehabt. Da nun ab 1929 die Haupttilgungen EmPonen der Vorfahre eingesetzt haben, ' ......wir 5 Monate andauernde
enfeft-
lin: , ^-»Mivu 7116t« d sich die je, .8»; W der K° .711» . "
„ —• Kapitaleinfuhr für die Entwickelung aahlungsbbilanz günstig bemerkbar machen.
Schutiaebiete. . . . . 6 's, Reichsanleihe v. 1937 Ablösungsschuld o. A. .
dâ.
m. 31.
8 % Pr. Centr. - Vod.- Pfandbr. 28 . . . .
8°/o Pr. Centr.-Komm,-
Obl. 28..... .
Anatolier I . . . . .
do.
II
Bagdad I, . . ... do. II. . . . . .
Zolltllrken.....
Schantungbahn. . . . Adka .... , . . ' armer Bank . . . . VerlinerHandelsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmstadt, u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsbank . Diskonto-Gesellschaft . . Dresdner Bank. . .
Metallbank . . . . ,
WB OH SC HAR
pener. Dt. Linoleum gewannen 1% Prozent. Sonst gegenüber dem Berliner Schluß nennenswerte Veränderungen nicht zu verzeichnen. Im Verlaufe zogen die Kurse weiter leicht an. Renten
waren
I. G. Farben 263.—, Dt. Lino 358—, Deutsche Erdöl 117.—, Danatbank 275%, Harpener 147%, Rhein. Braunkohlen 303.*-, A.-G. für Verkehr
160.—.
Schlacktvrebmavki
(Vorbericht)
X Frankfurt a. w., 6. Juni. Auftrieb: Rinder 133, Kälber 1113, Schafe 85, Schweine 693. Preise: Kälber b) 80—82, t) 72—79, d) 58-70, Schafe nicht notiert; Schweine b) 70—74, c) 70—74, b) 70—74 und e) 67—70. Marktverkauf: Kälber und Schafe rege, ausverkauft; Schweine flau, Ueberstand.
elend sich ergebende Notlage in besonders empfindlicher Weise vertieft ist durch die Veränderungen im Grenzlande. Wesentlich verschärft wird die Lage durch die Frachttarifpolitik der Reichsbahn, insbesondere durch die Durchfuhrausnahmetarife, welche es den östlichen Holzproduktionsländern ermöglichten, die alten Absatzmärkte Südwestdeutschlands im Westen zu erobern. Wenn es auch gelungen ist, die Reichsbahnverwaltung von der Unhaltbarkeit dieser Zustande zu überzeugen, so kam dies doch leider verspätet. Die Strukturveränderungen werden verschärft durch die das Holz immer mehr verdrän- gende Bauweise und durch die Ausbildung neuer Erfatzbaustoffe.
X Frankfurter Pferdemarkk. Der nächste Pferdemarkt in Frankfurt findet Montag, den 10. Juni, statt. Dieser Sommer-Markt bietet ersah- rungsgemäß besonders günstige Gelegenheit ältere Pferde gegen Fohlen zu tauschen oder volljährige Ackerpferde preiswert zu kaufen. Beim letzten Markt war eine besonders starke Nachfrage nach Schlachtpferden zu konstatieren; Ponys und leichtere Tiere werden gleichfalls Käufer finden.
X Wächtersbacher Nutzviehmarkt vom 5. Juni. Auftrieb: 511 Kühe, Kalbinnen und Jungrinder und 56 Kälber. Dem starken Angebot entsprach die rege Nachfrage der auswärtigen Händlerschaft. Im besonderen waren Großhändler vertreten aus Thüringen, Württemberg, Baden und aus der Rheingegend. Bei Beginn des Marktes war der Handel lebhaft, späterhin ruhiger, bei etwas nachgebenden Preisen. Der Markt war bald geräumt. Es wurden gezahlt: für frischmelkende und hochtragende Kühe 1. Sorte 525—625 Mk., für mittlere Kühe 375—500 Mk., für Jungrinder %—ijährig 150—250 Mk. Nächster Markt: 3. Juli 1929.
X Südwestdeuksche Holzwirtschaftskagung. In Konstanz hielt der Verein von Holzinteressenten Südwestdeutschlands (Sitz Freiburg) seine GP. ab. Syndikus Hertzer-Freiburg führte u. a. aus: Südwestdeutschland sei ein Kerngebiet der Holzwirt- schaft. Darum gehöre gerade die südwestdeutsche Holzwirtschaft nicht zuletzt zu dem Wirtschafts- komplexf in dem die aus dem deutschen Wirtschafts-
Frankfurter Getreidebörse vom 5. Juni (Amtlich). Je 100 kg in Goldmark:
Weizen 1. Qualität 23.25-23.50 Gm
Roggen (inländisch.), fester. . . 2l/.O—21.75 ,
Sommergerste für Brauzwecke . x 23.00 ,
Hafer (inländischer) ..... 22.25 ,
Mais (gelb)........20.00—20.25 ,
Weizenmehl (südd. Spezial) . . 32 25—32.75 , fniederrhein. Spezial) 32.00—32.25 .
Roggenmehl, fester..... 27.50—28 50 ,
Weizenkleie........ 11.25
Roggenkleis . . ...... 12.— ,
Tendenz: fester.
Berliner Metallmarkt. (Vom 4. Juni)
Kupfer
Mai .
Juni . .
Juli . .
August. Sept... Oktober Novbr.. Dezbr. ,
Blei
G
B
G
B
—
Mai . . .
—
—
138—
142—
Juni. .
46.25
47—
140.75
142.50
Juli . ..
46.50
47—
142—
143.50
August. .
46.50
47—
143.50
144.50
Sept. .. .
46.50
47—
124.50
154.75
Oktober .
47—
47.25
145—
145.50
Novbr.. .
47—
47.50
145—
145.50
Dezbr. . .
47—
47.50
(Mk. für 100 kg)
B
Elektrolyt . . .
Rohzink (Freiverk.) Ungcschm. Zink . Aluminium . . .
do. Barren
Pickel. .
Antimon Rg. . .
Silber 900 f. 1 kg
G 170.50
72 77 71-73
Amtliche Einheitskurse
B erlitt - Frankfurt a. M. (Von, 5 Juni«
Frankfurter Kursbericht (5. Juni)
5.50
87.30
11.70
51.50
98.—
94.50 20— 21-
9— 9—
5.10 130.25 132.50 221— 188— 274.50 167.50
99— 156— 162—
MitteldeutscheCreditbank 186—
Reichsbank.....321 -
Oesterr. Creditanstalt . 30.80
Westbank......99.50
Hapag. .....123.50
Nordd. Lloyd . . . Buderus ..... Gelsenkirchen. . . . Harpener ..... Ilse Bergbau . . , Klöckner ..... Mannesmann . . . Mansfelder Bergbau Oberbedarf .... Oktavi Minen . . . Phönix...... Rhein. Braunkohlen . Rheinstahl .... Riebeck Montan . . Laurahütte .... Ver. Stahlwerke A.-T. Aschersleben .... Salzdelfurth.... Westeregeln .... Kleyer...... Brown, Boveri. . . Daimler .... Franks. Maschinenfabrik Mag ...... Voigt a Häffner . . Metallges. Frankfurt a. M Junghaus..... Cement Heidelberg . Hoch- und Tiefbau .
117.50
76.25
136—
226.60
123.20
90.
95.75
73.50
248.50
253—
53 — l:-8.50
55.50
54—
212—
132,50
Geld
»riet
Dh. Holzmann . . . Waytz L Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waldhof . . J. E. Farben . . . Scheideanstalt . . Holzverlohlung. . . Dt. Erdöl . . . . Th. Goldschmidt . . Montecatini. . . . Rütgerswerke . . . A. E. E......
Bergmann-Werle . .
Licht und Kraft . . . Elektrische Lieferungen . Felten D Guilleaume .
Lohmeyer. . . , Lechwerke. . , , Rhein. Elektr. . . Schlickert . . . . Siemens & Halske Mainkraftwerks. . Dt. Linoleum. . . Karstack . . . Svenska . . . , Südd. Zucker
Ver. Glanzstoff. .
119.75
118.50
200 — 258.50
260.90
169—
90—
88.25
53.50 08 —
192.50
431 — 2 >6.50 167— 14-i— 230— 174—
169— 249— 402.50 105.25 352— 215— 429— 150.50 457—
Rew Dort .
Holland . . LuenoS-AireS Brüssel . .
Christi ania .
Kopenhagen.
Stockholm .
Helsingfor . Italien . . London . .' Paris. .
Schweiz . .
Spanien . . D.-Ocsterreich
Prag . . .
Pengö . , Japan . .
Rio oc Janeiro Bulgarien .
Belgrad . .
Lissabon .
Danzig . .
4
168
1
58
111
111
112
10
21
20
16
80'
58
58
12
73
1
0
3
7
18
81
20 82
76 33
89
86
26 55
97
36 42
84
71
98 42
18
86
49 03.6 37 9
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37
verantwortlich für verlas und Druckerei, Paul Hof; für den «aktioneNen «elamtinidaln Richard 6 n 11 f 4 Mr An,eigen u6d Reklamen: Ar. St eb-nh ü-ner alle in Hanau. Rotatlanedruck der Waii-nhan^bnchdruckerel Hanau. AcmsprechanschluS Rn 5954 5957, 3958. — Postscheck Aranksurt a. M. Rr. 3*659, Sankkonto' CMnoltoe r-ibdank Hanau.
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Ab heute bis einschl. Sonntag, den S. d. Mts.
Evelyn Holt, Fred Louis Lerch, Bruno Kastner, Hilde Maroff, Hugo Werner-Kahle, Max Hansen,
Dr. Gerd Briese, als Hauptdarsteller in einem der stärksten und wuchtigsten deutschen Großfilme;
6053V
FREIWILD I
Sieben Akte von der Bühne des Lebens nach dem gleichnamigen Schauspiel von Arthur Schnitzler.
2. Großfilm
Susanne im Bade
Ein Filmspiel in sechs Akten von Ernst AndaL
Hh LeMMt-Lheaiev ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦