Kâm Fernsprecher Kratzfüße machte, wenn er sich mit ter Inspektion der Arbeiter und Bauern unterhielt.
„Und ich", rief die bubiköpsige Gussakowa, Vorsitzende im Gewerkschaftsausschuß, stürmisch, „was kann ich verbrochen haben?"
»Ich werde es glerch vorlesen", versetzte Pod- bâgaloff mit unverminderter Gelassenheit.
Aber er kam nicht dazu, weil der Lärm von neuem anhub. Erst auf den Zuruf des Versamm- lungsleirers: „Was wollt Ihr denn? Warum fühlt Ihr Euch beleidigt? Der Ausschuß hat sich a selbst in die Liste der Streber eingetragen!" wurde cs still. Diele begannen zu lachen, und nun kam es zu einer leidenschaftslosen sachlichen Erörterung; sie führte zu dem Beschluß, daß der Ausschuß unzweckmäßig vorgegangen sei und andere Methoden zur Ausrottung der Seuche versucht werden müßten.
Als Podbägloff in der Kleiderablage seinen Ueberzieher anzog, traten Okurkin Pjottr und Gir- jew Alerèi auf in zu und sagten zähneknirschend: „Danke!"
„Wofür denn?" erwidert Podbägaloff rasch. Ihr habt nicht scherwenzelt, und darum brauchtet Ihr mich nicht zufürchten." Ihm schwante nichts Gutes.
„Sump!" schrien die beiden einstimmig. „Was haben wir Dir getan? Weshalb hast Du uns hier unmöglich gemacht?" Und sie gingen mit den Fäusten auf ihn los.
Pjottr und Alexèi wurden wegen gemeiner Gesinnung, bewiesen durch Berprügelung des ehemaligen Vorsitzenden des Ausschusses zur Bekämpfung des Strebertums, aus ihren Dienststellen entlassen.
Die toten AmsNe«
Skizze von Edward Brandt
Ellis Fock, seines Zeichens Rendant in der Hacienda „Manuel Alvarez u. Co.", hatte soeben den Wochenlohn ausgezahlt. 42 harte Dollar an James Lookmann, den Iren, einen sieben Fuß langen Riesen, der erst in diesem Mai als Vorarbeiter aus Kanada nach dem Süden gekommen war, und achtzehn an Juan Pablo, den Mestizen, der sich nun schon seit fünf Jahren hier abschuftete, aber es nie und nimmer weiter gebracht hatte. Der war ein geschmeidiges Bürschchen, unter kubanischer Sonne aus der Mischung spanischen und romanischen Blutes gezeugt.
In jeder Beziehung ein ungleiches Paar!
Aber Seite an Seite verließen die beiden den Hof der Hacienda und wandten sich dem Kokoswäld- chen zu, dessen Federkronen gleich dem Riesenrade eines siamesischen Pfaus in der Abendsonne funkelten.
„Zu Tschang-Lü oder zu Simeon?" forschte Juan.
James griff in die Tasche seiner Deloethose und brachte einen seiner 42 Silberlinge zum Borschein. Unter dem kräftigen Antrieb des Iren mußte das Geldstück wohl oder übel einen Saltomortale zur Ausführung bringen. Dann fiel es plump und schwer zu Juans Füßen nieder.
Der Mestize hob es auf.
„Revers", verkündete er.
„Mo gehen wir zu Simeon", entschied James oder vielmehr der Dollar.
Simeons „Salon" bestand in einer nach dem Meer zu offenen Bretterbude, deren Hauptattraktion ein Baltisch nach nordameritanischem Muster war. Hier lud eine bunt zusammen gewürfelte s Gesellschaft von Flaschen, in denen alle Tönungen I der Farbenskala schimmerten, zum Lebensgenüsse ein.
Der alte Hebräer mit den Schabbeslöckchen, der hier , seinen Tag damit verbrachte, gefärbten Fusel unter hochtrabenden Namen in gangbare Cents um= zuwandeln, blinzelte seinen Gästen zu.
„Einen Curacao", befahl James.
Und Juan, der den langen Iren dadurch zu übertrumpfen glaubte: „Eine grüne Chartreuse!"
Da er sich unbeobachtet glaubte, mixte Simeon.
Das ungleiche Paar hatte an einem der vier Marmorttjchchen Platz genommen, die, von Flaschen und Büfett abgesehen, Vater Simeons ganze Einrichtung bildeten.
Juan Pablo griff in die Tasche seiner mit vergoldeten Fransen geschmückten Lederhose und brachte ein Spiel Karten hervor. Er blinzelte dem Iren, von dem er sehr genau wußte, daß der dieser Versuchung nicht widerstehen konnte, zu.
,Zch hebe ab, und Du gibst", erwiderte James. Da trat Simeon mit den Likören an den Tisch. „Wo ist Rachele?" fragte Juan.
„Soll sie Euch bedienen?"
„Wenn ich ganz gehorsamst darum gebeten haben dürfte, altes Triefauge."
Verängstigt schlürfte der Alte hinter die Theke und schlug auf den Gong.
Rachele erschien. Eine Sechzehnjährige mit einen paar Herzkirschenaugen und blauschwarzen Flechten, in denen das keusche Weiß einer Orchidee schimmerte.
Sie nippte an den beiden Gläschen. Zuerst flüchtig an dem Curacao James und dann mit schmachtendem Blicke an Juans Chartreuse.
Das Spiel nahm seinen Anfang.
Der Ire, der seine 42 Silberstücke prahlerisch auf der Marmorplatte zu einer Säule geschichtet batte, verlor. Ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Dollar! Wie war das nur möglich? Jeder Stich ging ihm heute fehl. Die silberne Säule wurde kleiner.
Nun polterte seine eiserne Hand auf den Tisch, so daß die Dollars klingend zusammen fielen und sich die Säule zu einem Häuflein schichtete.
„Damned". schrie er. „Ein anderes Spiel, Rachele! Diese Karten sind ja verhext."
Zwar lächelte Juan, als das Madcyen, dem gar nichts anderes übrig blieb, sich daran machte, dem Kommando des Iren unverzüglich nachzukommen. kommen.
Aber dann wandte sich das Blättchen. Aus weit aufgeriffenen Auaen, voll Angst und Schrecken starrte Rachele bald den Mestizen und bald den «? Schon nach zehn Minuten hatte James all sein Geld zurückgewonnen. und nun ging es um bie 18 Dollar Juans, von denen sich dieser nur wie in körperlichem Schmerze trennte.
Sein Atem flog, und seine Brust keuchte, sobald der Stich zu seinen Ungunsten gefallen war und er in die Tasche der Lederhose mit den goldenen Fransen greifen mußte, um James seinen Gewinn zuzu- schieben.
Längst standen die Flaschen auf den Tisch.
Der Ire goß ein. Grün und dunkelbraun rann der klebrige Stoff, weil ihn die Gläser nicht mehr zu fassen vermochten, auf der Marmorplatte ineinander.
Juans weit aus ihren Höhlen hervorquellende Augen wurden glasig. Das war ja der letzte von den achtzehn, den James soeben eingesackt hatte!
Seine Hand fuhr in die Tasche zur Seite der goldenen Fransen.
Leer . . . leer . , , leer!
Da brüllte James? „Um Dein linkes Ohr mit dem goldenen Ringe, Bursche!"
Juan stach und verlor.
„Um das rechte mit dem Karfunkelstein!"
Der Mestize sah und hörte nichts mehr. Er schmiß die Karten in den grünbraunen See auf dem Tische, ohne auch nur noch zum Zählen der Points befähigt zu sein.
„Um Deiner Seele Seligkeit, Bengel", triumphierte James.
Da erhob sich Rachele, die dem grausamen Spiel auf einem der Hocker kauernd beigewohnt hatte.
Von Simeon weit und breit keine Spur. Ihm mochte nichts Gutes schwanen, und jo hatte er sich gedrückt.
Das Mädchen schlüpfte hinter den Bartisch, machte sich an den Flaschen zu schaffen und war nach knapp zwei Minuten wieder zurück.
„Sauf', James! Sauf', Juan!" So drängte sie. „Ein ausgeze'chneter Tropfen, wie ihn Vater Simeon nicht alle Tage feinen Kunden gibt!"
Beide Partner schmatzten . . ; Rachele, die den Kampf mit dem Dämon nicht umsonst pufgenom- men haben wollte, goß ein und goß ein und goß ent.
Die Welt versank.
Erst nach achtunvierzig Stunden kam Juan Pablo wisder zu sich. Er hatte keine Ahnung davon, wo er eigentlich war. Aber er lag in einem für seine Begriffe überaus sauberen Bette, und das Gesicht Racheles lächelte ihm zu. Sein Gehirn suchte in der Erinnerung, zunächst wie eine Hand im Dunkel in einer leeren Schublade kramt. Aber da fiel es. langsam wie ein Lichtstrahl durch die Ritzen eines Fensterladens, und nach Verlauf einer guten Stunden war er endlich dazu imstande zu fragen: „Wo ist denn James Lookman der Ire, Rachele?"
Rachele lachte. „Du tatest mir leid, Juan", vernahm der Mestize endlich, „darum habe ich Dich zu Bett gebracht, und der Ire ist durch das Kokos- wäldchen nach Hause gegangen."
„Durch das Kokoswaldchen?"
Weiter jagte Juan Pablo nichts.
Aber als er sich am kommenden Montag wieder in die Hacienda „Alvarez u. Co." begab, schlug er den Weg durch das Kokoswäldchen ein. Trotz der Gefahr! Indessen — er kannte ja die Termitenhügel, und die wollten umgangen sein.
Und da — knapp hinter dem Eingang des Wäldchens, nur ein paar Meter von Simeons „Salon" entfernt, stieß sein Fuß auf etwas Hartes.
Juan Pablo kniete nieder und wühlte mit den Händen. Mit einem Schrei fuhr er zurück!
Das war ja ein menschliches Skelett, ein Schädel, ein Kiefer . . . dem man im Leben gelegentlich den rechten Mittelzahn ausgeschlagen hatte,' so daß die Lücke dem Grinsen James Lovkmans stets einen Zug ins Goteske gab.
Juan Pablo floh.
Aber nicht durch das Kokoswäldchen, sondern längs' des Strandes hinter dem „Salon" in der Richmng nach der Hacienda, und fein ganzer Körper kribbelte und krabbelte, denn ihn beherrschte nur das eine Gefühl, die roten Ameisen feien hinter ihm drein.
teÄtÄâ
Skizze von Oleg Berling
Wütend riß fliegender Sturm das Meer zu rollenden Bergen empor. Hart schlug das nacht- chwarze Wasser gegen den bebenden Rumpf der ,Anne Marie". Warf sie hoch, saugte sie in die Tiefe, raste schäumend und rauschend über sie hinweg Aber fest lag das kleine, breite Schiff auf einem Kiel, die krachende Bordwand hielt, die stöhnenden Masten brachen nicht, die knapp gerefften Segel und das winselnde Tauwerk widerstanden dem tobenden Feind.
Verschwommen tanzten die Signallichter auf dem brodelnden Gischtteppich. Klaus Petersen und Jör- gen Borck hatten zusammen die Nachtwache. Stampften an die ausgespannten Taue geklammert schwer über das Deck, prüften Luken und Deckladung. Hielten sich mit verzweifelter Kraft an den feuchten, glitschigen Stricken. wenn eine Wasserwanb über ihnen zusammenbrach, ihnen den Atem und fast die Besinnung raubte.
Böse leuchtete es in Petersens Augen auf, wenn er Borck begegnete. Grimmig schaute er in die Richtung des schwärzlich verschwindenden Schattens, der alles war, was er von dem anderen sehen konnte.
Einen verdammten Strich durch die Rechnung hatte ihm Borck gemacht, dieser Fremde, Hergelaufene! — Früher wars anders gewesen. Da liebte ihn Inge noch. die schöne, reiche Inge. Ihn, der im Dorf der flotteste und schönste Kerl war. Den Alten hatte er auch schon so halb und halb herum- askriegt. Dann wäre er selbständig geworden, hätte die schönste Frau gehabt und nicht mehr für andere zu schuften brauchen; für schäbigen Lohn und schlechtes Essen. Das wäre ein Leben gewesen! Die Götter hätten ihn darum beneiden können. Da mußte dieser Borck auftauchen. Als den einzigen Ueberlebenden eines gescheiterten Küstendampfers hatte man ihn ohnmächtig vor Entkräftung am Strande aufgelesen. Inges Vater, der natürlich immer den großzügigen Wohltäter spielen wollte — er konnte sichs ja leisten bei dem Geldsack —, nahm ihn in ein Haus, und Inge pflegte ihn. Da war es geschehen. Inge verliebte sich in ihn wie eine Taube; in diesen weichlichen, blassen Kerl mit den großen, braunen Augen, der aussah wie ein Sonntagsiegler und nicht wie ein Seemann. Er blieb im Dorf, verdrehte nach der Tochter auch dem Alten gänzlich den Kopf, und in einer Woche sollte mm Hochzeit fein. Dies war seine letzte Fahrt als Matrose.
. „Letzte Fahrt!" gellte der Sturm plötzlich wie mit menschlicher Stimme in Petersens Ohren. Es gab dem Manne einen Ruck. Sein Herz wurde sonderbar kalt, sein Gehirn arbeitete fieberhaft, seine Fäuste krallten sich um das Tau. Auf schwarzen Fittigen flogen böse Gedanken heran und ballten 'sich zu einer unwiderstehlichen Versuchung: Wenn das Tau, an dem Borck sich hielt, reißen würde . . . dann . . .
Ja, aber wie? . . . Zerschneiden durfte er es nicht . . . Die Polizei ist heutzutage verdammt scharf . . . Sie würde den Braten riechen . . . Abwarten . . . Die Nacht war noch lang . . . Viel- leicht half ein Zufall ... .
Petersen hielt sich am Tau und wartete. Es bewegte sich plötzlich. Das mußte Borck sein. Er befand sich auf Petersens Seite. Die Gelegenheit war selten günstig. Eine große Welle jagte über das Schiff. Petersen fühlte, wie das Tau sich straffte. Ja — es war Borck. Dann sah er auch wieder seinen Schatten. Der andere war ganz nahe. Sie berührten sich.
Borck tastete sich an Petersen vorüber. Wieder schlug eine Sturzsee hart über das Deck. Petersen schob sich zwischen das Tau und Borcks griff »bereite Hand.
Ein erstickter Schrei . , . Fünf Finger waren zu schwach, sich dort zu halten, wo zehn kaum genügten. Borck faßte nach Petersen, suchte an ihm Halt zu finden. Doch die eherne Wucht des Wassers überfiel ihn zu schnell. Die eine Hand löste sich vom Tau, die andere streifte Petersen nur leicht. Dann tauchte Borck im Wasserwirbel unter . . .
„Letzte Fahrt! — Ha — ha — Letzte Fahrt!" kreischte der Sturm schrill in Petersens Ohren. In seinem Inneren wurde es plötzlich dunkel und schwer, als fülle seine Adern klebriges Gift. „Mörder!" brüllte drohend der Sturm.
Eine neue Sturzsee kam. Es schien Petersen, als griffe aus ihr eine eisige Faust nach seinem Nacken, als umklammere sie mit spitzen, schmerzenden Krallen sein Herz... In wirren verzerrten Sprüngen hasteten feine Gedanken . . . Mörder! — Ja! — Und mehr als das — Schuft! — Einen Kameraden . . . In Sturm und Not! . . . Die gemeinste, niederträchstigste Schurkerei! —
„Mann über Bord!" schrie er in die Nacht hinaus, ließ das Tau los, rannte zur Kajüte und hämmerte mit rasenden Fäusten gegen die Tür. Eine Welle warf ihn krachend gegen das Holz . . .
Besinnungslos, mit einer großen Beule am Kopf und blutender Nase konnte er nur deshalb gerettet werden, weil eine zweite Welle ihn zwischen den Balken der Deckladung eingeklemmt hatte.
An Borks Rettung war nicht zu denken. Die gurgelnde Tiefe hatte ihn erbarmungslos verschluckt. —
Das war vor zwanzig Jahren geschehen, genau heute vor zwanzig Jahren . . .
Die Nacht kam . . . Unheimliche Stille lag über dem Meer und umgab wie eine Mauer den Leuchtturm, auf dem Klaus Petersen nun schon seit fünfzehn Jahren saß, seit eine stürzende Rahe ihm den linken Arm zerschmettert hatte.
Der Himmel begann sich zu bewölken. Kurze Windstöße flogen böig übers Meer. Klaus Petersen saß am Tisch und starrte ins Leere. Eben sah er ganz deutlich, wie Jörgen Borck von der Sturzsee 'weggerissen wurde, obgleich er es damals — im völligen Dunkel — nicht gesehen hatte.
Ein kalter Hauch ließ Petersen ausfahren. Entsetzt weiteten sich seine Augen. Die Tür war lautlos aufgeflogen. In ihrem Rahmen stand — Jör- o^n Borck .'. . Im Oelmantel und Südwester. Das Blaffe Gesicht unbewegt. Die großen, braunen Augen voll, aber mit einem sonderbar abwesenden Blick auf Petersen gerichtet.
„Wie kommst Du her?" fragte Petersen tonlos, während das starke Herz schwächlich flirrte.
Borck antwortete nicht. Ein bitteres Lächeln spielte um feinen Mund, während das Gesicht in völliger Starrheit verharrte.
„Müssen tüchtige Kerls gewesen sein, die Dich bei dem Sturm aufgefischt haben", sagte Petersen unsicher, gleichsam tastend.
Wieder lächelte Borck fein bitteres Lächeln, das sich vom übripien Gesicht losgelöst zu haben schien. Sein lächelndes Schweigen reizte Petersen. Vlötz- lich haßte er ibn wieder — wie damals . . . Haßte ihn, als den Mann, der fein Gück zerstört, der ihn zum Mord getrieben, dessentwegen sein ganzes Leben durch Gewissensbisse zerqüält und verdunkelt mar. So hgWè PeKrsen Md wußte nicht, daß er in dem anderen nur sich selbst und feine eigene Schwäche haßte. — Um ihn zu kränken, sagte Petersen höhnisch: „Hast Dich unnütz herbemüht, mein Junge! — Die Inge ist schon längst nach Hamburg hinübergewechselt und dort glücklich verheiratet. .Sie gehört nicht zu denen, die sich lange grämen! —" Er log bewußt. Fünf Jahre lang hatte Inge um den Bräutigam getrauert. Als sie schon ganz schwach und blaß war, hatte der Alte sie nach Hamburg mitgenommen, in ein Sanatorium gesteckt und war selbst in ihrer Nähe geblieben. Dort heiratete sie schließlich den Sohn eines seiner Geschäftsfreunde.
Ein wissendes, überlegenes Lächeln legte sich schattenhaft um Borcks Mund.
Petersen sprang auf, schlug mit der Faust auf den Tisch, schrie den anderen an: „Warum antwortest Du nicht?! Ist Dir das Maul zugefroren?!"
Stumm und regungslos stand Borck. In seinen Augen drohte ein blasses, unheimliches Feuer. Um seinen Mund lag immer noch das überlegene Lächeln.
Äußer sich vor Wut sprang Petersen auf, ballte die Fäuste: „Wirst Du antworten, Hund?"
Borcks Lächeln bekam eine mitleidiwspöttische Note. Er rührte sich nicht und sprach nicht.
Mit erhobenen Fäusten stürzte' Petersen sich auf ihn . . .
Am nächsten Morgen fand die Ablösung Petersen mit gebrochenem Genick am Fuße der steilen
Wenn Gras und Blumen saftig sprießen, Gilt jedermann, den Sommer zu genießen.
Eisentreppe, die zum Turm hinaufführte zum Leuchthause stand weit offen. Niemand sich erklären, wie dieses Unglück ausgerethnn 7 stets so nüchternen, vorsichtigen Petersen W konnt« ... '"Ri
Rittler
Kreuzworträtsel.
Die Wörter bedeuten von oben nach «t 1 Gebetsschluß, 2 Feldmaß (Abkrzg.), 3 HeH titel, 4 Tonstufe, 5 Bodenerhebung, 7 6^ tier, 8 Partikel, 10 Fallen der Wertpapiere Gestalt aus der griech. Mythologie, 12 Fitz Schleswig-Holstein, 13 Naturerscheinung, 15 5 perglieb, 16 Oesterreich. Adelstitel, 19 Feld 22 Tonstufe, 25 Kleidungsstück, 26 Chines. » maß, 27 Präposition.
Von links nach rechts: 1 Ausruf des Ef nens, 4 Vorsilbe bei Derben, 6 Monat, 8 Soft 9 Erzengel, 12 Schwimmvogel, 14 Art ErzW 17 Art Krokodil, 18 Schiff, 20 Engl. Anred«, Körperzeichen, 23 Persönl. Fürwort, 24 Deik Stadt, 26 Raubtier, 28 Fluß in Thüringen.
Auflösung der Rätsel in der nächsten stumm der Sonntagsbeilage.
Kreuzworlrälsel.
*
Silbenrätsel.
1 Zylinder, 2 Urkunde, 3 Divan, 4 ® 5 Nelke, 6 Berberei, 7 Einstein, 8 Rosine, 9 topp, 10 Eismeer, 11 Sarajewo, 12 0® 13 Invalide, 14 Patron, 15 Fulda, 16 Edi 17 Lafette, 18 Nansen, 19 Finow, 20 - 21 Essig, 22 Hyäne.
Der Spruch lautet: Zu den Bergesssi führen keine Promenadenwege.
Auslösung der Rätsel aus der Sonntagsbeil