115
Nr. H5
Samstag den 18. Mai 1929
Seife 23
^ 1.1
HANDEL UND WIRTSCHAFT
1 âtschakittche wochenübevKcht »inleretm volkswirtschasKichen Mitarbeiter.) ihr: »Mj^J^msfidjten der steuerfreien Reichsanleihe.
tau-iaa- -^="
Hat sich die Ätmjirnfbtitr belebt. Sollte die Kredvtnot in der nächsten Zeit schärfere Formen annehnien, so würde diese ,kleine Konjunkturbessemung sehr rasch wieder in das GegenteÄ Umschlages
Am Devisenmarkt konnte sich die Mark weiter befestigen. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2040, gegen Pfunde 20.40. London-Kabel 4.8507, Paris 124.14, Mailand 92.65, Madrid 34.00, Holland 12.06%.
unter $ lnschID
Pir. St
v Die fteuerfvoie Reichsanlech« mH) am 34. JffiifgeM «Derben und eine Woche lang zur ^timinq offen stehen. Der Erfolg wird letzten K davon ab Hängen, ob tv'tisächl'ich genügend fluchtiges deutsches Kapital qorhandm ist,
die vom Reiche verlangt« halbe Milliarde
Mkmmrk voll zu machen. Es laßt sich schwer üher- En ob und inwieweit diese Voraussetzung ge- 5b>e"[! » Man kann zum Teil in Fmanzkreissn
hören, daß die Anleihe eines glänzm- Erfolges sicher sei. Sie werde in großen Be- Ln von den einzlemn Banken an reiche @e= St-tfreunbe verteilt werben und der Rest der ’m'^&er werde das Nachsshsn haben.,Bon an« "bem-ich ' ’ Nnanizsachverstäuhigsn wird diese Auf- . indessen als reichlich optimistisch verwor-
"en U Zeichnung der Reichsanleihe kommt in , jät mir stir diejenigen kapitalkräftmen Greife KMicht, die sich in einer hohen Steuerklasse ân. Mr diejenigen, die 10 Prozent Einkom- ISaXnfteuèr bezahlen müssen, bietet die Anleihe 8 Anreiz, da für sie Sprozentig« Goldpfand- auch bei einem Abzüge der KlprozentiAsn , mMèrtragssteuer immer noch vorteichafter sind, /di« steuerfreie 7prozentige Reichsanleihe. Der rechst. Mg der Zetchnsr ist also von vornherein sehr lLIii r, Aâränkt. Es ist weiter die Frage, ob die rttan, die zu diesem Kreise gehören, wirklich kavitalflüsfig sind, wie man anzun«hm«n scheint. , g 6 wird behauptet, daß rund 2 Milliarden Reichs- " S ' iert durch die Steuerflucht ins Ausland getri«- __. , warben seien.' Diese Osser ist zweifellos sehr ist übertrieben. In Deutschland ist mit flüssigem M ein sehr hoher Zinsfuß zu verdienen, im islande nicht. Es wird sich deshalb mancher ommw, erlegen, ob er nicht tiefer Steuern zahlt und in Kapitol im eigenen Lande arbeiten läßt. ?lb«r gt . H wenn di« Schätzung annähernd richtig sein feftpttlii Re, so wird man doch bedenlen müssen, daß 5, Ted!!- r -mische Staatsbürger b« der Unterbringung j ichlüchtigm Kapitals in der Reichsanleihe nor« Hg zu Werke gelten wird, da er gegen Strafe Steuerhinterziehung keineswegs gesichert ist. m man hat doch darauf verzichtet, bei dieser egenfjeit eine Generalamnestie für Steuerhinter- -lazarüt ptg in Aussicht zu stellen.
ist.
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acht.
Eon dem slsu er flüchtigen deutschen Kapital
d man also nicht allzuviel erwarten dürfen, in auch nicht daran zu zweifeln ist, daß die iniott i ingungen der steuerfreien Anleihe einen star- reins. Anreiz ausichsn Werden. Wenn ein kapital- > tiger deutscher StakrtsbÄrger, der sich einen aerabzug von 40 Prozent gefallen lassen müßte, paar Millionen in der Reichsanleihe unter« egen kann, so vermehrt er sein Zinseinkom- i um mehr als ein Drittel. Dies ist natürlich 'große Lockung. Die glänzenden Bedingungen gby âeihe.chaib-sn aber doch auch ZHre MHMihe, ^cichsfinanzmimisterium hat noch freie Hand, es die Bedingungen der Anleihe im einzelnen Halten will. Nach den b isherigen Ankün- ieftgifti «gen wird man aber doch wohl damit rechnen '«,-daß die Steuervorteile nur für den ersten
rein,.
irchy.
^- M in Betrachts kommen. Dies âst schon hp»?
eine gewisse Notwendigkeit, weil sich sonst Steuerâusfall für das Reich außerordentlich vermehren müßte, Man könnte sich z. B. teilen, daß bei einem vollständig freien .handel der steuerfreien Roichsanleihe die Erbschafts- w ganz und gar umgangen Werden würde, iw aber die Steuervorteile aus den Ur« mml« ">8smhab«r der Anleihe beschränkt, so Wird der Gebetftl Wert der Anleihe sehr niedrig' sein. Denn 7 W sind in Deutschland unter den heutigen wissen keine verlockende Verzinsung, zumal Anleihe nicht zu den fundierten Krediten ge- -,Es wird also dann sehr schwer, wenn nicht '"glich sein, die Anleihe aus dem Markte zu 31»* "ân. Diese Erwägung wird bei der Zeich- 9 bar Anleihe sicher auch von Einfluß sein, 'diesem Gesichtspunkt aus wird man auch ernst ff" w sönnen, daß die steuerfreie Reichsanleihe t allzusehr auf den Kurs der übrigen fest veraschen Papiere drückt. Fast man alles zusammen, »>rd man wohl abschließend sagen können, daß âHchten der Anleihe nicht direkt ungünstig - èaß aber auch kein Anlaß besteht, die Aus- w allzu optimistisch zu beurteilen.
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^m tonn nur lebhaft wünschen, daß die a^e möglichst viel steuenslüchtiges üeut- 5 Kapital mit in das Land zieht. Die Kapital- " der deutschen Wirtschaft würde dann wenig- 5 W allzusehr verkürzt werden und es würde wenn der Kreditbedarf des Reiches zunächst durch eine langfristige Anleihe gesättigt "'«ständig« Inanspruchnahme des Geldmarktes 9 ^s Reich ein Ende haben. Wäre die Cnt- 18 eine andere, nähme die Reichsanleihe fischen Wirtschaft die ganze Kapitaldecke im
. weg oder erwiese sie sich als ein Fehl- â so wäre dies auch für die Wirtschaft sehr M Denn in beiden Fällen würde eine weitere ‘Wpung des Kapitals für die Wirtschaft die ® Wi. Dabei lasten schon die Kroditeinschrän- die die Reichsbank in der letzten Seit MArt hot, außerordentlich schwer auf allen schlichen Betrieben. Die Maßnahmen der Want haben ihr« Wirkung nicht verfehlt. Am /"Works war in den letzten Tagen uuslän- si^alutn ziemlich stark angeboten. Mancher, ' mit ausländischen Devise» ichereichlich «in- w, ist durch di« Kreditoiniichränkunq Re» -/Sen worden, seinen Devisenbestand wieder ? / machen. Da die Devisennachfrage auch in . W Tagen nicht wesentlich zurückgegange» 1J",&* sich die Kreditbeschränkung als Aus- '«!/ nicht iRut entbehren. Sie ist nach Ansicht ».„A^baMeituna einem weiterem Anziehen der Schraube vorzuziehen. Dieser Ansicht kann ^tpflichten. Es läßt sich aber trohbem nicht !?«*> daß di« Kreditolnschränkuna bei der an Mn vorhandenen starken Kreditnot wie ein Mr auf die Produktion sich auswirkt und daß t“ «ne weitere Verschärfung dieser Kredilnot ÄW größten Schaden anrichten müßte. Die 'Wsfage hat sich in der letzten Zeit wieder »gehoben. Die Slrbeitslosi-gkeit ist weiter erheb- Muckgogungen und in vielen Geschästszweigen
So« dev KekchSbabn
X Der Güterverk«!hr war im April durch sm- sonmähige Einflüsse lebhaft und etwas stärker als im März und die Zahl der arbeitstäglich gestellten Wagen um etwa 5,4 Prozent höher. Der Kohlen- versand ist der Jahreszeit entsprechend zurückgegangen. Der Dersand aus dem Ruhrgebiet verringerte sich um fast 18 Prozent, der Versand von Düngemitteln ging wieder stark zurück. Der Personenverkehr war "im Anfang des Monats durch den Qstsrrllckvevkèhr noch stark. Nach den Feiertagen flaute der Relleverkshr wegen des kalten Wetters sofort wieder ab und bewegte sich bis Monatsende in mäßigen Grenzen. Insgesamt wurden 2359 überplanmäßige Züge gefahren (März 1939: 3829, April 1928 : 4637). Die geleisteten Zugkilometer betrugen im März im Güterverkehr 22,94 (Febr.: 19,97) Mill, und im Pevsonsnivorkehr 33,79 (30,22) Mill., sowie die Wagenachskilometer 1871,01 (1488^39) bzw. 848,19 (731,42) Mill. Die Betriebsergebnisse im März stellten sich (in Mill. RM) wie folgt: Ein- nahmen aus Personenverkehr 112,58 (78,86), aus Güterverkehr 313,47 (251,31), sonstige Einnahmen 31,71 (36,23), zusammen 457,76 (336,40). Die Ausgaben betrugen für Betrieb 309,12 (295,53), für Erneuerung 46,11 (17,97), für Devzinsung 45,21 (45,39), für gefe^mäßige Tilgung 9,87 (9,63), für die neuen Schuldverschreibungen 1,75. Einichl. der festen Lasten ergaben sich somit Ausgaben von insgesamt 435,02 (382,15) Mill. RM. Der UebersciMß von 22,7 diente zur Wiederauffüllung des Vortrages. Der Personalbestand erhöhte sich im März von 665 982 auf 689 223 Köpfe.
Getvewe- und Nvodukienbövse
(Eigener Bericht.)
Mannheim, 17. Mai. Unter dem Einfluß der erhöhten Forderungen von Argentinien nahm die Börse einen stetigeren Verlauf. In Weizen per Mai- lieferung lagen Angebote vor in holl. Guld. per 100 Kilo cif Rotterdam: in Manitoba 3 zu 11.85, in Manitoba 4 zu 11.50, in Australweizen zu 11,90, in Cansas 2 zu 11,50, in Barusso, 79 Kilo, zu 10,85 und in Rosafö, 79 Kilo, zu 10.80. Im Waggon- geschält nannte man im mchtofsiKiell. Verkehr gegen 12% Uhr in Reichsmark per 100 Kilo, Waggonsrei Mannheim: Weizen inländischen mit 24.25, ausländischen mit 25 bis 27, Roggen inländischen mit 23 bis 23.25, Hafer inländischen mit 23 bis 24, ausländischen mit 21,50 bis 22,50, Braugerste gestrichen, Futtergerst« mit 19.50 bis 22, Mais mit Sack mit 21.75, süddeutsches Weizenmehl Spez. 0 mit 32-25, süddeutsches Roggenmehl mit 29.50 bis 32, Weizen- klsie mit 12.25 und Biertreber mit Sack mit 19.50 bis 20.
Tmhfchem« zur Ausschüttung zu bringen. Dabei wird ein Genußschein über nominell 1000 PM einer Aktie über nominell 500 RM gleichgestellt. Die Aktionäre bar Noudwolle haben für den Bezug länglich die Kapttalsteuer aufzuwenden. Die T H. C. hat ein Aktienkapital von 6 Mill. Gulden, das von der Nordwolle in vollem Umfang kontrolliert wird. Die T. H. C. dient der Pfege der holländischen Ve- zlchuin'gen der Nordwolle und soll weitere ausländ. Interessen der Nordwolle au (nehmen. Die Einführung der Aktien der T. H. C. an der Amsterdamer Börse ist in Aussicht genommen. Soweit Aktionäre ober Ge nußscheinin hab er die auf sie entfallenden Aktien der T. H. C. nicht zu behalten wünschen, werden diese von einem Aufnahmekonsortmm zu pari binnen drei Monaten nach der Ausgabe übernommen.
Svattkfttvtev Dövse
X Aranksurt «. M., 17. Mai. Tendenz zuver- sichtticher. Im heutigen Vormittagsverkehr herrschte Feiertagsstimmung, und das Geschäft war sehr klein. Die gehörten Kurse waren aber zumeist gut behauptet. Zu Beginn des offiziellen Marktes trat plötzlich eins Gefchäftsbelebung ein, die von optimistischen Nachrichun aus Paris hervorgerufen wurde. Hiernach war eine allgemeine Entspannung der Lage festzustellen, auch wurde der Schluhbericht der Sachverständigen, der gestern überreicht und fast ohne Vorbehalt entgegen genommen wurde, günstig beurteilt, und man nimmt an, daß bis Anfangs Juni die Pariser, Konferenz zum Abschluß gelangen wird. Die Börse wurde auch noch von dem festen Schluß der Newyorker Börse und her wieder besseren Verfassung des dortigen Geldmarktes vorteilhaft beeinflußt, ferner wirkte die weitere Entlastung der Arbeitsmarktlage im Reiche günstig. Von diesen Momenten ausgehend, war man in Börsenkreisen zum letzten Tage vor den Feiertagen zuversichtlicher und freundlicher gestimmt- Die Kulisse schritt in erheblicherem Maße zu Dockungen, aber dies wirkte sich nur »i Spezialwerten aus. Von einer Beteiligung des Publikums am Börsengeschäft war jedoch immer noch nichts zu bemerken. Dagegen schritt aber das Ausland in einigen Werten zu Jntoreffenkaufen. Der den bevorzugten Werten machte sich daher gegenüber der gestrigen Abendbörse eine ganz beträchtliche Erholung bemerkbar. Sonst gingen im allgemeinen die Besserungen nur bis zu 2-4 Prozent. Im Dordergrunde standen Elektropapiere, hier konnten bei lebhafterer Umsatztätigkeit Chadeaktien 814 Mk., Siemens 3% Prozent und Licht und Kraft 3 Prozent gewinnen. I. G. Farben waren bei mäßigem Geschäft nur 15s Prozet erholt. 3m Vordergrund standen noch Glanzstosf mit einem ganz erhebliche Gewinn von 17 Prozent. Deutsche ßinoletrm gewannen 4 Prozent, WaDhof 2 Proz. und von Kaliaktien besonders Salzdetfurth 4% Prozent. Auch am Montanmarkt waren die Umsätze heute etwas grösser. Phönix erholten sich um 3 Prozent und Rhein. Braunkohlen um 2% Prozent. Bankem dagegen still, nur für Reichsbankanteile trat mit plus 4% Prozent lebhafteres Interesse zutage. Schwächer lagen dagegen weiter Wayß u. Freytag mit minus 1 Prozent. Renten still,
Im Verlaufe war die Umfatztätigkeit nur zeitweise auf weitere Deckungen her Spekulation, noch rege, im großen und ganzen wurde das Geschäft etwas stiller. Die Tendenz war weiter fest und die Stimmung sehr zuversichtlich. Die Kurse konnten erneut bis zu 2 Prozent anziehen. Siemens weitere 3 Prozent mb 3. G. Farben 2 Prozent fester.
Am Geldmarkt war Tagesgekd mit 8% Prozent etwas leichter.
X Erhöhte Rohstahlerzeugung im April. Die Rohstahlgewinnung im April war mit 1,415 Will. Tonnen um 98 554 Tonnen höher als die des Bor- monats. In beiden Monaten wurde an 25 Tagen gearbeitet. Di« durchschnittliche arbeitstägliche Gewinnung im April ist mit 56 597 um 3943 Tonnen oder um etwa 7% Prozent höher als die des März.
X Londoner Goldpreis. Nach einer Bekanntmachung des Reichsbankdirektoriums beträgt der Londoner Goldpreis ab 15. Mai bis auf weiteres für eine Unze Feingold 84 fh. 107/s d., für ein Gramm Feingold 32,7576 d. (in der Vorwoche 84 fh. 10% d. bzw. 32,7536 d.).
X Lebhafterer Geschäftsgang auf dem Schuhmarkt. Der Abfaß in den Schuhhandlungcn war in bet letzten Zeit sehr lebhaft. Die Nachfrage erstreckt« sich in erster Anie auf modefarbig« Herrem- und Damenschuhe. Es macht sich eine starte Bewegung für den Einheitspreisschuh bemerkbar. Die Schuhindustrie konnte infolge des flotten Detail- verkaufs beträchtliche Aufträge hereinnehmen. Von fast allen Schuhfabrikandzentren liegen Meldungen über gute Beschäftigung für die nächste Zsst vor. Zum Teil lauten die Aufträge so kurzfristig, daß mit Ueberschichien gearbeitet werden muß. Das Preisniveau konnte fast für alle Gattungen von Schuh- waren analog der Verbilligung des Materials gesenkt werden. Lebhaft geklagt wird bagegen nach wie yor in den Kreisen der Schuhindustrie über schlecht« Geldeingänge.
X General Motors yaaptakttonSr der Fokker- Gesellschaft. Einer ins.-Kahelmeldung aus Newyork zufolge hat die General Motor Corporation 40 Prozent des Aktienkapitals der Fokker-Luftfahrt-Gefell- jchaft erworben. Damit hat der größte Automobil- konzerir der Welt praktisch die Kontrolle über die Fokkerg^elsichaft erlangt, da die übrigen 60 Prozent Amen überaus zersplittert sind.
X Millisnenaufkrag für die hannoversche Waagonsabrik A.-G. Der Gesellschaft ist es gelungen einen holländischen Staatsauftrag zur Lieferung von 600 Güterwagen zu je 21,5 Tonnen und 100 Gemüsewagen im Gesamtbeträge von 3,25 Mill. RM. lieferbar innerhalb vier Monaten, 311 erhalten. •Um das Lieferungsprogramm durchführen zu können, muß die Belegschaft erhöht werden. Das Werk ist etwa bis Ende des Jahres voll beschäftigt.
X Die gemischte Gewinnausschüttung von Rord- woCe. In der Bilanzsitzung der Norddeutschen Woll- kämincrei und Kammgarnspinnerei wurde die mit einem Reingewinn von 8 196 735 (6 261 365)) RM abschließende Jahresbilanz per 31. Dezember 1928 und bet Jahresbericht des Vorstandes genehmigt. Der auf den 12. Juni einzuberufenden G.-V. soll vorgeschlagen werden, neben einer Bardividende von 8 (12) Prozent eine Aktie über nominell 1000 holländische Gulden der N. V. Textil Handels Comp. in Amsterdam (T. H C.) auf nominell 30 000 RM Nordwolle-Aktien und oder Genußscheine bzw. eine Unteraktie über nominell 100 holläâische Gulden der genannten Gesellschaft aus nominell 3000 RM Nordwolle-Aktien und oder Ge-
Schiffahrt.
BevotizttSttns Deutschlands im kanadisch. GinwandevunsSgesetz
X Wie die hiesige Vertretung der Hamburg- Amerika Linie mitteilt, wirb in den kanadischen Einwandevungsbestimmungen Deutschland zu den sog. Bevorzugten Ländern gerechnet. Die Einwanderung nach Kanada steht grundsätzlich allen deutschen Staatsangehörigen frei, die entweder den Nachweis einer festen Stellung erbringen oder über genügend Mittel verfügen, um sich bis zur Erlangung einer Berdienstmöglichkeit in Kanada selbst unterhalten zu können. Als genügend Mittel in diesem Sinne sind je noch Jahreszeit und Beruf 100 bis 400 Dollar anzusehen. Auswanderer, die sich in Kanada einem landwirtschaftlichen Berufe zuwenden wollen, aber keine feste Stellung Nachweisen können, brauchen dagegen außer dem Reisegeld für eine Fahrt bis Winnipeg nur etwa 25 Dollar zu besitzen. Eine ausführliche Zusammenstellung der kanadischen (Einreifebeftimmungen ent« hält ein kürzlich unter dem Titel: „Das kanadische Emwcmherungsgesetz' erschienenes Merkblatt, bas von der Hamburg-Amerika Linie und ihren Vertretungen kostenlos abgegeben wird.
Krankfurttk Gtteeidebörs* vom 17. Mai (Amtlich). Je 100 kg in Goldmark:
Weizen 1. Qualität 24— Gm
Roggen (inländisch.), fester. . . 22.75 „
Sommergerste für Vrauzwecke . 23.50 ,
Hafer (inländischer)..... 23.25—23 50 ,
Mai, (gelb)........ 21.00-21.50 .
Weizenmehl (südd. Spezial) . . 32.00-32.25 .
(Niederrhein. Spezial) 31.75 ,
Roggenmehj, fester ..... 29.00—30.00 ,
WeizenNci«........12.00-12.15 ,
Roggenklei» . , ,.,.., 12.75 ,
Tendenz: ruhig.
Berliner Metallmarkt. (Vom 17. Mai)
Kupfer
April. .
Mai .
Juni . . Sult . .
August , Sept.. . Ottober Novbr, ,
u
b
Frankfurler Kursbericht (17. Mai).
6'1, Reichsanleihe v.1927 87.25
Ablöfunqsfchuld o. A. . 9.90
b6. m. A. . 51.10
8 e/0 Pr. Eentr. - Bod.-
Psandbr. 28 . . . . 98.—
8% Pr. Eentr,-Komm.-
D6L 28...... 94.50
Anatolier I . . . . . 18.50 do. 11 .... . 19.51
Bagdad!,»«•«« —
do, IX, » > • • • ■—
äolltilrken « » . , —
g°»M-«°h» ,. . . . la5
7 armer Bank . , . , 124.75
BerlinerHandelsgefellsch. 2 8.— Commerz- u. Privatbank 182.25 Darmuädt. u. Natwnalb. 255.- Deutsche Bank , . , 160.—
Deutsche Vereinsbank . 98— Diskonto-Gejellschast. . 151.2ö Dresdner Bank. . . 155—
'JJletallbant . . . . . „ ” MitteldeutscheCredübank 184— Reichsdank..... 303.50
Oesterr. Creditanstalt . 32— Westbank......39.50
fianaa —
Nordd. Lloyd . . . . 111.50
Buderus ...... ™— Gelsenkirchen.....128—
Harpener...... *■
Site Bergbau .... 211.50 Klöckner...... —
Mannesman» .... 114— Mansfelder Bergbau . -
Oberbedarf . , . ”
Oktavi Minen ... 64— Phönix - - - . - 88-^ Rhein. Braunkohlen . . _„ — Rheinstahl ..... H2— Riebeck Montan . . -
Laurahütte ..... 68—»
Per. Stahlwerke A.-G. . —
Aschersleben..... 232.50 Salzdetfurth..... 380—
Pleftcregeln..... —
Kleyer....... 44— Brown, Boveri. ... 140— Daimler . . .... 51.50 Neckarsulmer . . —
Franks. Maschinenfabrik - 51— Miag.......__—
Voigt D Häffner . . . 205— Metallgef.Franlfurt a. M. 127.o0 Junghaus. . . . . . —
Cement Heidelberg . . 135.25 Hoch- und Tiefbau . , 92.—
Ph, Holzmann . . . . Wayß ® Freitag . . . Zellstoff Slfchaffenburg . Zellstoff Waidhsf . . . J. K. Farben . , , . Scheidèanstalt , . . ^t)lâ^^^^^^^3 • • ♦ t Dt. Erdöl . . . . . Th. Goldschmidt . . . Montecatini..... Rütgerswerke . . . . A, E. E....... Bergmann-Werke , . . Chase ...... Licht und Kraft . . . Elektrische Lieferungen . Felten D Guilleaume . GesfUrel . . . . . . Lahmeyer. . . . . . Lechwerk* ...... Rhein. Elektr. . , . . Schuckert ...... Siemens & Halske . . Mainkraftwerke. . . . Dt. Linoleum..... Spinnerei Hammersen . Karstatt ...... Svenska ..... . Südd. Zucker . . .
112^0 109.50
248,50 944.25 161 —
90— 110,50
82.10 55— 87—
180— 208.50 43150 213.50 156—
212.1 165—
158— 244.75 37p— 107.50 325—
207— 4’6.50 145.50
144— 143.75 144— 144— 144— 144—
144—
H6— 144.50 145— 145.50 145.50 145.50 145,25
Blei
April. . . Mai . . . Juni. . . Juli . . . August. . Sevt. . . . Oktober . Novbr.. .
0
45 50 46.50
46.50
47.— 47— 47— 47.25
B
48.25
47—
47.25
47.50
47.50
47.50
47.50
(Mk. für 100 kg) B
Elektrolyt ... . . . .
Rohzink (Freiverk.) . . . . llngcschm. Zink ..... Aluminium . . . . V , .
do. Barren . . . .
Nickel. . ......
Antimon Ng. ......
Silber 900 f. 1 kg . . . .
G 171.-
190.—
194—
350.— 75-80 75—77
Amtliche Einheitskurs» Berlin-Frankfurt a. M. (Vom 17. Mai,
Geld
Brie:
X
^
^
New Bort . . ...
4
21
4
22
Holland ....
169
32
I69j
66
Buenos-AjreS . »' » ■ .
1
77
1
77
Brüssel . . . . . . •
58
47
58
59
Ebkistiama . . .
112
28
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50
Kopenhagen, .'.."« . .
112
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48
Stockbolm . ."« . . .
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Italien > «'•.<;. - .
22
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London ..*..• • •
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20
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Paris . . . . . •
16
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Schweiz . .•»'.*. . •
81
10
81
26
Spanien . . . » . . .
59
SK
60
05
D.-Oestcrreich • . • . •
59
17
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29
Prag . . .... -
12
46
12
48
PcngS . . .',(.'-. -
73
36
73
50
Japan . ..... •
1
88
1
89
Rio oc Janeiro ....
0
50,2
0
50
Bulgarien . . .'«.« •
3
04,2
3
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Belgrad . . •
7
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7
42
Lissabon . . . ■ • • > .
18
90
18
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Danzig . . . . . . -
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