lc. 102
Donnerstag den 2. Mai 1929
Seite 11
HAroH MN©
WmtSCIHIAH
8aaten5ta«d in Deutschland
Mitte April unter dem Durchschnitt.
’ Die Preisberichtstelle beim Deutschen Land- haftrat hat am 15. April Erhebungen über ” Stand der Wintersaaten durchgeführt. Die jen der Berichterstatter wurden in Prozent- /18 1 gemacht, wobei 100 Prozent einen Saaten- bedcuten, wie er in einem allgemein günstc- . jähre in der jeweiligen Jahreszeit erwartet teil n darf. Die Ziffern für Winterweizen lagen n einzelnen Teilen des Reiches meist zwi- 82 und 93 Prozent. Darunter blieben u. a. tahlifalj mit 65,3 Prozent und Ostpreußen mit Prozent. Im Vergleich zum Vorjahre liegen I. erhältnisse in Ostdeutschland weniger ungun- Nährend aber in Süd- und Westdeutschland die vorjährigen Aussichten gemeldet wurden, vischen 75 und 92 Prozent schwankten. Der , des Winterroggens wird meist auf 80 bis !ise' tosens beziffert. Die östlichen Gebiete blieben «qensatz zum Vorjahre (außer Ostpreußen 1,4 Prozent gegen 66,2 Prozent im Doriahre) hinter den übrigen Teilen des Reiches , Wintergerste zeigte einen ungleichmäßigen Die Angaben schwankten zwischen 44 und -ozent. Bemerkenswert ist auch hier die nied- Zisfer der Pfalz mit 44,2 Prozent gegen 90 -nt im Vorjahre.
H Auswinterungsschäden hatten nur verein- ---härteren Umfang. In Prozent der Anbau- _ lagen sie nur in Ostpreußen und der Pzalz als im Vorjahre. In Braunschweig, Lippe, >ver, Reg.-Bez. Kassel, der Rheinprovinz n Oldenburg werden die Auswinterrngs- t etwas höher geschätzt als im übrigen
ren entspreche. Die J. G. werde deshalb den Vertrieb von Motalin zugunsten des vervollkommneten Kunstbenzins vermindern.
StranTsurriev Ndvse
Frankfurt a. M., 1. Mai. Tendenz still. Zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft sehr ruhig und beschränkte sich nur auf ganz vereinzelte Werte. Die Maifeier übte hinsichtlich der Geschäfts' entwicklung insofern einen Druck aus, da verschiedentlich die Börsen im Auslande und auch vereinzelt in Deutschland geschlossen waren. Die Tendenz
war jedoch nicht unfreundlich, da man die internationale politische Lage tue" , ' '
trachtete. Auch der sehr feste Schluß der gestrigen Newyorker Börse sowie die wieder etwas ent-
üge weiter optimistisch be-
Die feste Nowyorker Börse hatte nur ganz geringen Einfluß. Nur für J. G. Farben bestand einiges Interesse, die etwas höher eröffneten. AEG. lagen dagegen geringfügig abgeschwächt. Sonst waren gegenüber dem Berliner Schluß keine nennenswerte Veränderungen zu verzeichnen. Die Kurse lagen zumeist behauptet. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft still. Die Spekulation war wegen der immer no chungeklärten Lage in Paris sehr zurückhaltend. Für Ver. Glanzstoss bestand Interesse bei einer Besserung von 4 Prozent gegenüber dem Berliner Schluß. Renten still. Zum Schluß traten auf vereinzelte Deckungen Erholungen bis ca. 1 Prozent ein. J. G. Farben 249%, A. E. G. 169%, Siemens 374, Waldhof 257%, Reichsbank 301, Glanzstoff 443, Nordd. Lloyd 114%.
der GV. vorzuschlagen, aus dem nach Abschreibungen von 224 990 (208 064) RM veröl eibenden Reingewinn auf die Stammaktien eine Dividende von
4 Prozent
4 Prozent gegen 6 Prozent im Vorjahr M verteilen. Die Vorzugsaktien erhalten die satzungsgemäße Dividende von 6 Prozent. Das erste Quartal des lausenden Jahres hat sich befriedigend gestiftet. — Die GD. ist nach einer Bekanntmachung int Anzeigenteil auf den 28. Mai einberufen.
>el
spannteren Geldmarktverhältnisse (in Newyork war gestern Tagesgeld 10 Proz. gegen 16 Rroz. am Vortage) machten einen günstigen Eindruck. Jedoch konnte trotz der günstigeren Momente das Geschäft keine Belebung erfahren, da das Ausland am heutigen Börsengeschäft nur wenig interessiert war. Nur am Farbenmarkt wurde von dieser Seite verschiedentlich weitere Jnteressenkäufe vorgenommen. Eine gewisse Zurückhaltung blieb unverkennbar, da Gerüchte umliefen, die anläßlich der heutigen Maifeier von größeren Tumulten in Berlin wissen wollten. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war
die Kursgestaltung nicht einheitlich, da verschiedentlich hinsichtlich ' schiedenen Wei
des gestrigen Zahltages noch in verorten Abgaben vorgenommen wur-
we AmsMa-SniLEen dev ossë; 3. G. -SavbLttinduttvre
-'v". Nachdem bereits vor zwei Jahren zwischen der
M Farbenindustrie und der Standard-Ou- ™™e die erste Fühlungnahme mit dem Zweck beiderseitigen Kooperation auf dem Gbiet der Veredlung erfolgt war, haben in der Zwischen- e Versuche und Erfahrungen, der Standard tiMMifKem bezeichneten Fabrikationsaebiet, wie ^strat Bosch nach seiner Rückkehr taut Ham- Fremdenblatt ausführt«, es ermöglicht, ein ) Abkommen zu treffen. Es handle sich hier- stum, daß die Standard Dit Co. of New j jetzt endgültig« Lizenz auf das katalytische Hy- figsverfahren der I. G. genommen hat, um die- rierungsprozeß zur Gewinung von hochwer- niedria siedenden Deien (Benzinprodukte) in chhölraffinationsbetrieben der Standard Dil (ein einzuführen. Ob das bisherige, , die B e n zi nfabri ka ti an übtHte '-Verfahren durch das katalytische 180 srungsverfahren der I. G. vollständig ersetzt I A könne und werde, sei zurzeit noch nicht zu »rten. Jedenfalls sei der Vorteil, der sich Zuhilfenahme des I.-G.-Hydri«rungsver- „r die Standard Oil ergebe, von nicht zu Nutzender Bedeutung. Sieben diesem Abkom- he im Gegensatz zu andern Meldungen res Abkommen mit der Standard-Oil- Es fei eine Frage der Zukunft, ob nicht , uf gewissen anderen Fabrikationsgebieten
i ammengehen mit den interessierten Kreisen
____nerikanischsn chemischen Industrie erfolgen Bekanntlich plane man auch in den Ver- WDn Staaten eine Anlage zur Gewinnung von ischem Stickstoff nach dem Haber-Bosch-Ver- der I. G. Farben. Diese wie auch andere w seien jedoch noch nicht durchgeführt. Interesse G »e in den Vereinigten Staaten auch für das ren der J. G. Farben zur Herstellung von ischem Kautschuk, zumal da die nordamerika- Union allein 80 Prozent der gesamten Welt- mnq verbrauche.
sichtlich der Pläne des Ruhrkohlenbergbaus ewinnung von synthetischem Stickstoff aus igas betonte Geheimrat Bosch, daß die I. G. l diese Entwicklung abwarten werde. Es sich zeigen, ob der Ruhrstickstosf rentabler eilt werden könne als der Leuna-Salpeter G. Farben. Vorläufig bestehe für die I. G. i keine akute Konkurrenzgefahr. Die Aus- der Kunstbenzinfabrikation der I. G. Foren sehr günstig, da es gelungen fei, die Be- iheit des künstlichen Benzins so zu ver- , daß es den Anforderungen der mit hohen effionsgraben ausgestatteten Automobilmoto-
den. Im Vordergrund standen J. G. Farben und am Elektromarkt AEG., die bis 1 Prozent höher eröffneten. Besonderes Interesse machte sich für Felten mit plus 5% Prozent bemerkbar. Etwas schwächer eröffneten dagegen Bergmann, Schuckert und Licht und Kraft; Die Verluste gingen hier aber kaum über 1 Prozent hinaus. Von internationalen Werten waren Svenska mit minus 5 Mark stark angeboten. Montanwerte hatten ebenfalls kaum Geschäft zu verzeichnen, doch lagen hier die Kurse zur ersten Notiz leicht gebessert. Nur Mansfelder waren leicht gedrückt. Kaliwerte und Zellstoffpapiere bei ebenfalls minimalen Umsätzen eine Kleinigkeit höher. Banken zumeist bis 1 Prozent schwächer. Renten still und gut gehalten. — Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit eng begrenzt. Zum Teil gaben die Kurse leicht nach. — Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 9 Prozent weiter, angespannt. — Am Devisenmarkt war die Lage weiter beruhigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2175, gegen Pfunde 20.466, London-Kabel 4.8530, Paris 124.15, Mailand 92.63, Madrid 33.70, Holland 12.06%.
An der Abendbörse war das Geschäft sehr klein, doch war die Stimmung nicht unfreundlich. Umsätze kamen nur in einigen Werten zustande.
X Adlerwerke, vorm. Kleyer, Frankfurt a. M. In der o. GV. der Adlerwerke wurde die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft im Verhältnis 2:1 aus 9 635 500 RW gegen 37 596 Stimmen und Wiedererhöhung des Stammaktienkapitals um 15 375 000 auf 25 Mill. und des auf 10,5 Mill, auf 21 Mill, gegen 35 621 Stimmen beschlossen. Gegen diese Beschlüsse wurde von fünf Aktionären Protest zu Protokoll gegeben. Verschiedene mit den Kapitalveränderungen verbundene Satzungsänderungen wurden einstimmig gutgeheißen, darunter die Einschaltung eines Zwischengeschäftsjahres vom 1. November 1929 bis 31. Dezember 1929 und künftige Verlegung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr. Die Herren August Fries und Bankdirektor a. D. Karl Roger find aus dem AR. ausgeschieden. Neugewählt wurden Jacob Goldschmidt, Geschäftsinhaber der Danatbank, Gustav Wilhelm von Wallinckrot-Berlin, Baron Kurt v. Schroeder-Köln, Generaldirektor Willi Meinhardt-Berlin und Kommerzienrat Dr. Walter v. Sobernheim-Berlin.
X Sieben Prozent Dividende beim Mühlheimer Bergwerksverein in Mühlheim Ruhr. Die Gesellschaft, die für das abgelaufene Geschäftsjahr bekanntlich wieder eine Dividende von 7 Prozent verteilt, gibt in der jetzt vorliegenden Ertragsrechnung den Anteilaus der Interessengemeinschaft
_X 7 Prozent Dividende bei den Mannesmaun- Röhrenwerken. Der Äuffichtsrat genehmigt« den Abschluß für 1928, der einen Reingewinn von 35,597 Mill. RM (33,637) aufweist. Die Gesamtunkosten der Betriebsstätte und der' Verwaltung belaufen sich auf 8,396 (7,751) Mill., Steuern ein- schließl. Jndustriebelastung betrugen 7,761 5,814), Abschreibungen werden mit 8,833 (7,493) Mill, ausgewiesen. Aus dem Reingewinn von 13,723 Mill. (15,786) wird vorgèschlggen, 0,526 (0,634) Mill, an den gesetzlichen Reservefonds zu überweisen, die Verzinsung der Vorzugsaktien mit 6000 RM vorzunehmen und 7 (8) Prozent Dividende zu verteilen.
Frankfurter Getreidebörse
vom 1. Mai (Amtlich).
Je 103 kg in Goldmark:
Weizen 1. Qualität 23.75 Tm
Roggen (inländisch.), fester. . . 22.75 ,
Sommergerste für Lrauzwecke . 24.60
Hafer (inländischer)..... 24.00 —24.25 ,
Mais (gelb)........ 22.03
Weizenmehl tsüdd. Spezial) . . 32.25—32.75 ,
lniederchein. Spezial) 32.00—32.25 ,
Roagenmehl, fester ..... 30.00—31.00
Wrizenklcie........13.00-13,10 ,
Roggenkleie . , ...... 13.75 ,
Tendenz: ruhig.
Berliner Metaümarkt. (Vom 1. Mais
Kupfer
Stet
mit der
1484 538 RM (1
Gewerkschaft Matthias Stinnes mit 1M (1458 878 RM) am. Unter Hinzu-
rechnung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahre ergibt sich mithin ein Reingewinn von 1515 412 RM (1527 283 RM). Hieraus werden nach Verteilung der Dividende und unter anderem einer Zuweisung an die gesetzliche Rücklage in Höhe von 74 227 RM schließlich noch 16 745 RM vorgetragen.
X Frankfurter Maschinenbau A. G. vormals Pokorny u. Wittekind, Frankfurt a. M. Die Bilanz von 1928 schließt mit einem Rohgewinn von 509 663 (i. D. 705 228) RM ab. Der Äuffichtsrat beschloß,
April. . Mai .
Juni . . Juli . . August. Sept.. . Oktober Novbr..
U
b
146— 145.50
145.50
145.50
145.75 146 — 116 25
117— 147— 146.50 145.75
146— 146.25 146 59
April,.
Mai . .
Juni. .
Juli . .
August. Sevt. . . Oktober
Novdr..
ü
B
47.50
47.50
47.50
47 50
47.50
47.50
47.50
48.-
48.-
48.-
48.-
48.-
48.-
48.-
(Mk. iür 100 kg)
G ’Jo Reichsanleihe v. 1927 Ablösungsschuld o. A. .
do. m. A. .
8 °/o Pr. Centr. - Vod.- Plandbr. 28 . . . .
8% Pr. Centr. -Komm.- Obl. 28......
Anatolier I.....
do.
n
Bagdad I. . . . . .
do. II......
Zolltürken.....
Schantungbahn. . . .
Adka.......
armer Bank . . . .
Berliner Hand elsgesellsch. Commerz- u. Privatbank Darmstadt. u. Nationalb.
Deutsch, Deutsch,
ie Bank . . . I« Dereinsbank
Diskonto-Gejellschast. . Dresdner Bank. . .
Metallbank..... MitteldeutscheCrcditbank Reichsbank..... Oesterr. Creditanstalt . Westbant...... Hapag ....... Nordd. Lloyd . . . .
Frankfurter Kursbericht (1. Mai).
87— 10.3> 52.25
98—
94.50
17.50
4.30 124.50 127—
185—
2 6—
160— 102.75
151 50
157.75
187— 299—
32— 100— 120.75 113.50
Buderus.....
Gelsenkirchen. . . . Zarpener ..... Ilse Bergbau . . . Klöckner..... Mannesmann . . . Mansfelder Bergbau Oberbedarf .... Oktavi Minen . . . Phönix...... Rhein. Braunkohlen . Rheinstahl .... Riebeck Montan . . Laurahütte .... Ber. Stahlwerke A.-E. Aschersleben.... Salzdelfurth.... Westeregeln .... Kleyer...... Brown, Boveri. . . Daimler ..... Neckarsulmer . . . Franks. Maschinenfabrik Miag...... Voigt D Häffner . .
Metallges. Frankfurt a. M Jungbaus..... Cement Heidelberg . Hoch- und Tiefbau .
125.50 1-9 —
211—
99—
129.75
66.50
92.75
117—
67.50 90—
238— 375.50 244 —
50- lH—
54.50
52.50
128—
146—
PH. Holzmann . . . Waytz D Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Waldhof . . J. E. Farben . . . Scheideanstalt . . Holzver'ohlung. . . Dt. Erdöl . . . . Th. Goldschmidt . . Montecatini.... Rütgerswerke . . . A. E. G...... Bergmann-Werke . . Ehade ...... Licht und Kraft . . Elektrische Lieferungen Felteu 81 Guilleaume Gesfürel . .... Lahmeyer..... Lechwerk«..... Rhein. Elektr. . . . Schuckert..... Siemens & Halske . Mainkraftwerke, . . Dt. Linoleum. . . . Spinnerei Hammerfen Karsta t..... Svenska ..... Siidd. Zucker
119.
249— 169—
90 50 116.75
84— 54.50
88.50 167—
211 75 442— 205.25 154—
156.50
240— 367—
342.
215.
420.
150.
Elektrolyt .....
Aol, zink iFreiverk.) . . lingeschm. Zink . . . Aluminium .....
do. Barren . . Nickel. . . , . .
Antimon Rg. . . . . Silber 900 t. 1 kg.,
G
171.50
190—
194—
350—
80- 85
75-77
Amtliche GinheitSkurse
Berlin -Frankfrrrl a. Bt. (Vom
New Dock . . Solland . . Buenos-Aires , Brüssel . . . Ehristiania . Kopenhagen. . Stockholm . , Selsmgsor . . Italien , , < London . .
Vans . . . . Schweiz . . Spanien . .
L .»Oesterreich Prag . . . , Pengö . , Japan • . . , Rw oc Janeiro Bulgarien . . Belgrad . . < Lissabon . . . Danzig . . .
MODERNES THEATER
Ab heute bis einschließlich Sonntag
Der neu inszenierte Großfilm:
B
1. Mai,
1 Gew
I Brie:
1 .*
1 ^
1 -»
4
21
4
21
169
49
169
53
1
77
1
77
58
50
58
62
112
34
112
56
112
33
112
55
112
54
112
76
10
59
10
61
22
06
22
10
20
45
20
49
16
46
16
50
81
10
81
26
60
39
60
51
59
18
59
29
12
46
12
48
73
38
73
52
1
88
1
89
0
50,0
0
50
3
04,7
3
05
7
40,8
7
42
18
85
18
89
81
73
81 !
89
Die weinen losen ■ navensherg
8 Akte nach dem gleichnamigen Roman der Gräfin Adlersfeld-Ballestrem Regie: Rudolf Meinert
Hauptdarsteller: Diana Kareime, Dolly Davis, Viola Garden, Jack Trevor, Walter Jansen, Willy Forst Ein Riesen-Erfolg im ganzen Reich I
Vorher:
4689k
Die Schatzgräber von Toi-Toi-Toi
Lehrfilm
Groteske in 2 Akten
Ufa-Wochenschau,