Nr. 85
Frekag bett 12. «pr« 1926
Selfe II
HANDEL UND
KvanskuBtev BSvre
Frankfurt a. 21L, 11. April. Tendenz: zurückhaltend. 3m Anschluß an die lustlose gestrige Wendbörse eröffnete der heutige Markt in stiller Haltung Die Spekulation verhielt sich reserviert und schritt eher noch zu Abgaben, so daß das Geschäft ehr klein war und es ergaben sich zur ersten Notie- runq verschiedentlich Abschwächungen. Einige Spe- Lalbewegungen hatten jedoch wieder eine sreund- Hchere Stimmung zur Folge. In diesen Werten konnte sich recht lebhaftes Geschäft entwickeln und die übrigen Märkte wurden hiewon mitgezogen. Die Beilegung der Regierungskrise und der Rück- oanq der Arbeitslosigkeit im Reiche wirkte stimulierend und die Spekulation schritt infolge dieser Tatsachen aus ihrer Zurückhaltung und schritt verschiedentlich zu Deckungen. Auf der anderen Seite Lurde die in letzter Zeit unsichere Haltung der Newyorker Börse kaum beachtet. Auch das Ausland beteiligte sich wieder in erheblicherem Maße am Geschäft so daß, aber nur bei bevorzugten Aktien Besserungen bis 3 Prozent eintraten. 3m Vorder- - - - - Interesses standen Kupferwerte. Bei
eschäft konnten auf höhere Kupfermel- London Mansfelder 4% Prozent an-
85—90, Bullenfleisch 85-90, Kuhfleisch 2 50—70, do. 3 40—50, Kalbfleisch 1 100-115, do. 2 90—100, Schweinefleisch 1 92—100; b) Gefrierfleisch: Rindfleisch, Vorderviertel zollsr. 56, Hinterviertel zollfr. 62. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: lang- sam. — Wegen der israelitischen Feiertage werden die Märkte wie folgt verlegt: von Donnerstag, den 25. 4. auf Mittwoch, den 24. 4., von Donnerstag, den 2. 5. auf Freitag, den 3. 5. Der auf Donnerslag, den 9. Moi (Himmelfahrt) fallende wird auf-Mittwoch, den 8. Mai verlegt.
Markt
gründe des : J lebhaftem Ges 3 dunaen aus 1-------- .
«eben Auch Otavi gewannen im Zusammenhang hiermit 1% Prozent. Die Kohlenwerte waren ange- zogen und'bis 2% Prozent schwächer. Am Elektro- « markt war die Kursgestaltung uneinheitlich. Bis ifi,?'2% Prozent schwächer eröffneten Lahmeyer, Ges- °™fürel und Bergmann. AEG., Chade und Schuckert - tibagegen gefragter und bis 1 Prozent bzw. Mark I fester. Siemens knapp behauptet. Auch für Zellstoff IsWaldhof bestand jedoch bei kleinerem Gewinn auf
höheren Dividendenkombinationen weiteres Jn- J lltereffe. Lebhafter gefragt waren noch am Auto- .. markt Daimler mit plus 2 Prozent und am Banken- 'Smarft Metallbank im Zusammenhang mit der Kup- ?»»fererhöhung mit plus 1 Prozent. Die übrigen Bank- »jwerte waren angeboten und leicht gedrückt. Schiff- ^^'fahrtsaktien bis % Prozent niedriger. Von Kali- ®papieren waren Selzdetfurth auf Realisationen bis Prozent abgeschwächt. Westeregeln weiter ver- K langt und bis 1% Prozent fester. Etwas gefragter waren noch Dt. Linoleum und Bauunternehmungen. Renten still, nur von Dt. Anleihen Abl. o. Option
>p behauptet. Auch für Zellstoff
_____ ,.jod) bei kleinerem Gewinn auf Dividendenkombinationen weiteres Jn-
Mannheimer Produktenbörse.
(Eigener Bericht.)
Da der Konsum im Einkauf weiter zurückhaltend ist, machte sich an der heutigen hiesigen Börse keine Belebung bemerkbar. In seeschwimmendem Weizen lagen Angebote vor in holländischen Gulden per 100 Kilo cif Rotterdam: in Manitoba 3 zu 12.60, Manitoba 4 zu 12.20, Austral zu 12.60, Cansas 2 Zu 12.10, Barusso 79 Kilo zu 11.50, Rosafs 79 Kilo zu 11.50. Im Waggongeschäft nannte man im nichtoffiziellen Verkehr gegen 12% Uhr in RM für 100 Kilo waggonfrei Mannheim: Weizen inländ. 24.50, ausländ. 25.50—27.50, Roggen inländ. 23.50—23.75, Hafer inländ. 23.50—24.25, ausländ. 22.50—23.25, Braugerste (badische und württembergische) 24.75 bis 25, pfälzische 25.25—25.75, Futtergerste 20—22, Mais mit Sack 23; südd. Weizenmehl Spezial Null 33.50, südd. Roggenmehl 29.75—31.75, Kleie 13.75, Biertreber mit Sack 21.25—21.75.
gebessert.
H 3m Verlaufe mürbe es auf Diskonterhöhungs- en Befürchtungen der Bank von England und der Reichsbank unsicher. Das Geschäft wurde daraufhin (sehr still und die Kulisse schritt zu Abgaben, so Rückgänge bis zu 3 Prozent eintraten. 3. G. :ben verloren 1% Prozent, AEG. 2 Prozent, liefert 3 Prozent und Siemens 5 Prozent. Als
50
ch.
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ein unveränderter Diskontsatz von London gemeldet wurde, trat wieder eine Beruhigung ein, doch blieb hinsichtlich einer Berliner Erhöhung eine Unsicherheit bestehen. Die Kurse konnten wieder um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Mansfelder auf nnnficherungen leicht nachgebend.
^m Geldmarkt war Tagesgeld mit 7% Prozent er angespannt.
Am Devisenmarkt war Mark gegen Dollar mit
Gebrüder Adk, Wächtersbach. Der Gesellschaft ist der Liquidationsentschädigungsbescheid für den ihr entstandenen Liquidationsschaden jetzt zugegangen. Demnach hat sie die höchstmögliche Entschädigung zugesprochen erhalten. Durch die Gewährung des Entwurzelungs- und Wiederaufbauzuschlages nach Abzug der bereits rückgeleisteten Vorentschädigung in Höhe von rund 874 000 RM hat die Firma noch eine Schlußentschädigung Don.runb 1043 900 RM mit Schuldbucheintragungen erhalten, wovon 892 200 RM rückzahlbar 1946 mit 6.% Zinsen und 151 700 RM rückzahlbar 1947 als Wiederaufbauzuschuß vorläufig unverzinslich sind. Mit dieser Liquidationsentschädigung ist das von der Gesellschaft für den Wiederaufbau darlehnsweise aufgenommene Kapital buchmäßig gedeckt. Außerdem kompensieren sich annähernd die Zinsen des für den Wiederaufbau aufgenommenen Darlehens durch die Verzinsung der Reichsschuldbuchforderung.
X Westbank A.-G., Frankfurt a. M. In der G- D. wies der A.-R.-Vorsitzende Dr. v. Kleefeld auf die internationale unsichere Geldmarktlags und die Knappheit des deutschen Geldmarktes hin, wes-
wegen eine Entwickelung der Bankinstitute nicht in wünschenswertem Ausmaße möglich sei. Neben einer Besserung dieses Gebietes fei eine Ermäßigung der Zinssätze volkswirtschaftlich zu erstreben. Der Vorstand berichtete, daß zwar das Börsengeschäft immer noch darniederliege, daß aber das Kontokorrentgeschäft sich weiter erhöht habe. Die Dividende wurde auf 6 Prozent festgesetzt.
X Die Lindström-Dividende. — Erhöhung um 5 Prozent auf 20 Prozent. Der auf den 14. Mai â- zuberuifenüen G.-V. der Carl Lindström A.-G. in Berlin wird die Verteilung einer Dividende von 20 (15) Prozent aus einem Reingewinn von 1,86 (1,47) Mill. RM vorgeschlagen. Da die maschinellen Anlagen schon im Vorjahre auf den Mindest- wert abgeschrieben worden sind, werden diesmal für Abschreibungen nur 796 864 RM gefordert (i. V. 1,16 Mill. sowie 1 Mill. RM Ueberweisung an die Erweuerungsrücklage). Der Geschäftsgang für das laufende Jahr wird als befriedigend bezeichnet. — An der Börse hatte man mit einer höheren Gewinnausschüttung gerechnet. Auf die obige Meldung, daß nur 2 0 Prozent Dividende verteilt werden, aber eine sonstige Ausschüttung nicht in Frage komme, verloren gestern Lindström-Aktien 21 Proz.; sie gingen von 901 auf 880 zurück.
X Der Aufsichksrat der Polyphon-Werke A.-G. in Leipzig-Wahren, der am Donnerstag feine Sitzung in Berlin abhielt, beschloß, der GV. am 31. Mai 1929 in Berlin eine Dividende von 20 (14) Prozent vorzuschlagen. Der vorliegende Abschluß für das am 31. Dezember 1928 beendete Berichtsjahr weift einen gestiegenen Betriebsüberfchuß von 6,5 (4,64) Mill. RM aus. Einschließlich Vortrag aus 1927 von rund 41000 (19 000) RM verbleibt« nach nahezu unveränderten Abschreibungen von 0,23 (0,22) Mill. RM und verringerten Handlungsunkosten von 2,18 (2,40) Mill. RM sowie abzüglich der dieses Mal besonders ausgewiesenen Steuern von 0,9 Mill. RM ein von 2,05 auf 3,18 Mill. RM erhöhter Reingewinn, aus dem, wie bereits erwähnt, eine von 14 auf 20 Prozent erhöhte Dividende auf dieses Mal 12,5 (10,0) Mill. RM Stammaktien und unverändert 60 000 RM Vorzugsaktien ausgeschüttet werden soll. 42 000 (41 000) RM sollen vorgetragen werden.
XDividendenvorschläge: Deutsche Kabelwerke A.-G., Berlin, 0 Proz. (0) auf 10,16 Mill. RM AK. — Carl Lindstroem A.-G., Berlin (Schallplattenfabrik), 20 Proz. (15) auf 7 Mill. RM AK. — Versicherungsgesellschaft Thuringia, Erfurt, 24
AK,
Adolph
Frank, Fournierft und Holzimport A.-G-, Nürnberg, 6 Proz. (4) auf 0,64 Mill. RM AK. — Schwäbische Textilwerke A.-G., Ebersbach, 7 Proz. (7) auf 2 Mill. RM AK. — Fritz Schulz jun. A.-G., Leipzig
(Putzmittelfabrik), 3 Proz. (3) auf 4,9 Mill. RM AK—Papiers. Kabel, A.-G., Kabel, 10% (10) auf 3,0 (2,4) Mill. RM AK. — C. Holtzmann u. Cie. A.-G., Weisenbach, 0 Proz. (0) auf 4,2 Mill. RM AK. — Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke A.-G., Dresden, 12% Proz. (11) auf 4,72 Mill. RM AK. — Aeltefte Vollstedter Porzellanfabrik A.-G., Dresden, 0 Proz. (3) auf 1,94 Mill. RM AK. — Thüringer Gasgesellschaft, Leipzig, wieder 9 Proz. auf 30,8 Mill. RM AK. — Union Gießerei, Königsberg i. Pr.-Contienen, wieder 0 Proz. auf 4 Mill. RM AK.
Berliner Metallmarkt. (Vom 11. April)
Kupfer
März.
April.
Mai .
Juni .
Juli .
August, Sept.. . Oktober
Siti
b
G
B
—
März. . .
—
—
154.-
158.—
April. . .
46.50
47.50
154. -
158.—
Mai . . ,
46.50
47.50
155.75
155.50
Juni.
47.25
47.25
155.—
155.50
Juli . . .
47.—
47.25
155. —
156.—
August . .
47.—
47.25
155.-
156.—
Sevt. . . ,
47.-
47.25
155.50
157.-
Oktober .
47.—
47.25
(Mk. für lOu kg)
Elektrolyt . . .
Rohzink (Freiverk.) iingeschm. Zmt . Älumimum . . .
do. Barren
Nickel.
Antimon Rg. . .
Silber 900 ;. 1 kg
G 194.25
190.—
194.—
82 - 87
77—79
Frankfurter Getreidebörse vom 11. April (Amtlich).
Je 100 kg in Goldmar!:
B
Weizen 1. Qualität 23.75—24.00 Ein
Roggen (inländisch.), fester.
Sommergerste für Lrauzwecke Hafer lintändischers . . . Mais (gelb)......
23.00
. 24.00
. 24.25
23.00
. 33.00—33.50
Weizenmehl (südd. Spezial)
(nieder, Hein Sptgtal) 32.50-33 00
Roagenmehl, fester..... 30.00—31.00
Weizenlleie........ 13.65-13 75
Noggenkleie........ 14.75
Tendenz: ruhig.
92.83, Madrid 32.70, Holland 12.09%.
n der Abendbörfe war Ne Stimmung, ange- durch feste Newyorker Anfangskurse, freund- , unb die Kurse waren gegen den Berliner meist gut gehalten. Die Umsatztätigkeit war gering. Am Markte der Kaliaktien lagen esteregeln auf Deckungkäuse der Kulisse 2% vzent fester. Einiges Interesse bestand ferner k 3. G. Farben. Sonst traten größere Kursver- rungen zunächst nicht ein. 3m Verlaufe er- en sich meist kleine Kursbesserungen um Bruch- e eines Prozentes. Renten ohne Geschäft, ersleben 248, Westeregeln 254, Mansfeld 138, —. Linoleum 355, 3. G. Farben 252%, Metallgs- jellschaft A.-A. 136%, Schlickert 247%, Siemens 398.
ScklaKivr«hmaE
' Frankfurt, 11. April. Auftrieb: 138 Rinder, 1096 Kälber, 93 Schafe, 735 Schweine, Marktver- louf: Schweine schleppend, Ueberstond; Kälber und Schafe mäßig rege, ausverkauft. Preise für 1 Ztr. Lèbendgew': Kalber: b) 75—80, c) 70—74, b) 62—69; Schweine: b) 72—74, c) 72—75, d) 72 bis 75, e) 70—73. — Fleischgroßmarkt: a) Frisches Aeisch: Ochsen- und Rindfleisch 1 90—98, do. 2
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Bonbon .......
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Paris........
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Schweiz .......
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Spanien
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