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Moukag den 25. März 1929

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HÄNDEL UND WIRTSCHAFT

Geiveide- und pvoduktenbövse

X Mannheim, 21. März. Die sichtbaren Vorräte Mi-cn haben in den Vereinigten Staaten Nordamerikas in der letzten Woche eine Zunahme 479 000 auf 123 994 000 Bushels erfahren. Des weiteren weisen die schwimmenden Weizenmengen eine bedeutende Steigerung auf. Die Kaufer sind Lader im 6infauf äußerst zurückhaltend. Die Of- terten wurden von den nordamerikanischen, wie von den südamerikanischen Abladern weiter herabgesetzt; doch blieb auch zu diesen reduzierten : Forderungen die Umsatztätigkeit klein. Für Mam- «fDha 3 seeschwimmend, verlangte man heute 13,30, L desql. 4 12,65, für desgl. 5 11,90, für de-gl. 6 °* 10 45 für Manitoba-Pacific 3 seeschwimmend 13,15 ;ür ÈesgL 4 12,7012,80 hfl. cif Rotterdam. Für "icferunqsware forderte man für Manitoba 2 per April 13,62%, für desgl. Mai 13,72% für desgl. MaiJuni 13,80, für desgl. 3 April 13,32%, Mai <1342%, für desgl. 4 April 12,97%, Mai 13,07%, Mai-Juni 12,90, für desgl. 5 April 12,02%, Mai .1212%, 2JlaiSunt 11,95, für Hardwinter 2 Golf Marz-Verschiffung 12,87%, für Plata-Weizen Ba- russo 79 Kg. April 11,77%, Mai 11,87%, Juni 12, hfl. cif Rotterdam. Auch die sichtbaren Rog­genvorräte der Ver. Staaten Nordamerikas haben eine kleine Zunahme aufzuwesten. Die Einfuhrnach- < frage nach Roggen ist bei uns sehr klein, da immer noch genügend Jnlandsroggen in Deutschland vor­handen ist. Für Gerste war die Stimmung ruhig. Für schwimmende Donaugerste 63/64 Kg. forderte .man heute 10,50, per März-Abladung 10,55, für La-Plata-Gerste 62 Kg. per März-Abladung 10,35, April 10,40 und für 65 Kg. schwere La-Plata-Gerste per April-Verschiffung 10,60 hfl. cif Rotterdam. Iafer lag ruhig. Auch nach Mais besteht wenig achfrage, da die Landwirtschaft wegen des hohen taispreises es heute vorzieht, Gerste und geringes rotgetreide dem Vieh zur Fütterung zu verab- ichen. Die Interessenten sind im Einkauf von if-Ware sehr vorsichtig, da man bei einer weiteren unahme der Wochenoerschiffungen damit rechnet, die Preise weiter herabgesetzt werden müßten, ür La-Plata-Mais, seeschwimmend, liegen Osfer- n vor zu 11,70, per März-Abladung zu 11,05, per

April zu 10,55 und per Mai-Abladung zu 10,30 hfl. cif Rotterdam.

An unseren süddeutschen Produktenmärkten will sich das Geschäft noch immer nicht recht entwickeln. Der Konsum ist in seinen Anschaffungen äußerst Iurückhaltend und die Umsätze st tb infolgedessen ehr klein. Für in Mannheim greifbaren Inland- emeinen stellt sich die heutige Notiz auf 24,5024,75 RM und für Auslandsware, je nach Qualität und Herkunft, auf 27,2529 RM waggonfrei Mann­heim. In Roggen hielten sich die Umsätze ebenfalls

in gcknz bescheidenen Grenzen, da auch in diesem! Artikel die Konsumenten Zurückhaltung beobach­ten. Für in Amerika disponiblen Jnlandsroggen | notierte man heute 24 RM franko Mannheim, doch maret die Abgeber bei Untergeboten zu Preis­konzessionen bereit. Am Hafermarkte war die Ten­denz ruhig bei ziemlich unveränderten Preisen. Inlandshafer wurde mit 23,5024,50 und Äus- landshafer mit 23,2523,75 RM waggonfrei Mannheim genannt. In Gerste war das Geschäft in Brauware nahezu umsatzlos. Die Nachfrage seitens der Brauereien, wie auch Mälzereien, ist klein und im Bedarfsfalls reflektiert die Kundschaft nur auf prima Brauware. Für badische und würt- tembergische Braugerste stellte sich der heutige Preis auf 24,5025 RM für prima pfälzer Gerste auf 2525,50 RM und für Futtergerste auf 2022 RM per 100 Kg. waggonfrei Mannheim.

In Mais blieb das Geschäft klein, da die hohen Preise keinen Anreiz zum Kauf geben. Die Umsätze beschränken sich auf den notwendigsten Bedarf. Für in Mannheim greifbaren Mais bewegten sich die Forderungen zwischen 24,7524,50 RM einschließ­lich Säcken waggonfrei Mannheim.

Am Futtermittelmarkte machte sich die nunmehr eingetretene wärmere Witterung bereits bemerk­bar. Die Preise für prompte Ware konnten sich im allgemeinen gut behaupten, während sie auf spätere Lieferung Nachgiebiger waren. Die Nach­frage seitens der Landwirtschaft ist etwas kleiner geworden. Feine Weizenkleie stellt sich auf 13,87% bis 14, Biertreber auf 22,2522,75, Soyafchrot 22,7523, Leinkuchenmehl 24,62%24,75, Trocken­schnitzel 1717,25, Rapskuchen lose 20,75 und Erd- nußkuchen, Mannheimer Fabrikat, lose, auf 23,75 bis 24 RM per 100 Kg. waggonfrei Mannheim.

Mehl ist wenig gefragt und die Preise haben seit unserem letzten Bericht eine weitere Ermäßi­gung erlitten. Für süddeutsches Weizenmehl, Spe­zial Null, stellt sich der Großmühlenpreis, je nach Fabrikat, auf 33,5034,25 RM und für süddeut­sche- Roggenmehl auf 30,7532,75 RM waggon- frei Mühle.

Hopfen. Die Lage an den Hopfenmärkten ist weiter ruhig bei unbedeutenden Umsätzen. Am Nürnberger Markte zahlte man für mittlere Haller­tauer-Hopfen 115 RM, für prima Hallertauer Hopfen 125 und für mittlere Markthopfen 6070 RM per Zentier.

Tabak. Von den Tabakmärkten ist eine Aende­rung nicht zu melden. Die Marktlage vollkommen i unverändert.

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SGlachtvrsbmavki svorbericht)

X Frankfurt a. M., 25. März. Auftrieb: 1542 Rinder, darunter 374 Ochsen, 85 Bullen, 663 Kühe, 420 Färsen, ferner 1276 Kälber, 139 Schafe, 6531 Schweine. Preise: Ochsen: al) 5458, a2) 4952, bl) 4548. Bullen: a) 5053, b) 45 bis 49. Kühe: a) 4247, b) 3741, c) 3336, d) 25 bis 32. Färsen: a) 5458, b) 4953, c) 4448. Kälber: b) 7982, c) 7378, d) 6772. Schafe: al) 5561. Schweine: a) 7778, b) 7779, c) 77 bis 79, d) 7779, e) 7276. Marktverkauf: Rinder': Mäßig rege, Ueberstand; Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine ruhig: Ueberstand.

Amsterdamer Diamankmarkk.

X Amsterdam, 23. März. Es herrschte eine sehr ruhige Stimmung. Es lag einige Nachfrage für Piquees in den billigeren Genren vor. Fantasie, namentlich Baguettes prima Farbe, wurden ständig gehandelt. Vorübergehend war auch Kleinbrillant gefragt. Große prima Steine willig. Alle andere Artikel flau. Käufer versuchen den Markt zu drücken, aber Verkäufer sind nicht zu Konzessionen bereit. Rosen sehr still. Rohmarkt fest, namentlich für Fabrikatsartikel. Der Umsatz am Rohmarkt ist bedeutend größer als am geschlissenen Markt.

X Antwerpen, 23. März. Die außergewöhnliche Generalversammlung des Syndikats der Diamant- industrie hat den Antrag von 50 Mitgliedern zur Herabsetzung der wöchentlichen Arbeitszeit bis auf drei Tage mit großer Mehrheit abgelehnt. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß, obwohl die Lage am Diamantmarkt zur Zeit zu wünschen übrig lasse, von einer Krise keine Rede sei. Die Arbeits­losigkeit ist zur Zeit äußerst gering. Gegen fakulta- itve Einschränkung der Arbeitszeit bestehe selbstver­ständlich kein Bedenken. Der Umsatz sowohl am Roh- wie am geschliffenen Markt war in der ver­gangenen Woche unbefriedigend. Am geschliffenen Markt waren für fast alle Artikel Abbröckelungen zu beobachten. Namentlich Melee war stark in Mit­leidenschaft gezogen. Die Verkäufer sind teilweise nicht in der Lage, Zurückhaltung in Amsterdam zu beobachten.

X Amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 20. März berechnete Großhandels­indexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 139,3 gegenüber der Vorwoche (139,9) um 3,4 v. H.

1OJ,<> gegenu^r uer ^"l^"^ » Reklamm: Fr. Si ebenh ü-nsr â in Hanau.«l>âick

zuructgegangen. Von den Hauptgruppen t]t die In- ^ Igatfenhausbuchdruckerei Hanau. FemsprechMiMn^

dexziffer für Agrarstoffe um 1,6 v. H. auf 132,9 j^ 3956. 395z. 3938. - psfW« ffmn^

(135,0) gesunken. Die Indexziffer für Kolonial-1 Saanonto- ©fänbuét c-lwant Hanau.

waren war mit 125,4 unverändert. Die Index­ziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,4 D. H. auf 134,5 (134,0) gestiegen, wäh­rend diejenige für industrielle Fertigwaren mit 158,0 keine Veränderung aufweist.

X Diskonterhöhung der Niederländischen Bank. Die Niederländische Bank erhöhte den Diskontsatz von 4% auf 5% v. H.

X Ruhrkohlensörderung. Nach vorläufigen Be­rechnungen wurden vom 10. bis 16. März im Ruhr­gebiet (6 Tage) 2 422 262 To. Kohle gefördert ge­gen 2 283 052 To. in der Vorwoche (6 Tage). Die Kokserzeugung stellte sich aus 631 417 (622 555 To. und die Preßkohlenherstellung auf 89 256 (94 802) Tonnen. Die arbeitstägliche Kohlenförderung be­trug 403 710 (397175), die Kokserzeugung 90 202 (88 936) und die Preßkohlenherstellung 14 876 (15 800) To. Wegen Absatzmangels wurden wieder keine Feierschichten eingelegt.

Weitere kupserpreiserhöhung. Nachdem am Freitag der Newyorker Kupferpreis weiter um 1 Cent auf 24 Cents Gestiegen ist, fetzte gestern das Internationale Kupfeikartell den Verkaufspreis ebenfalls um 1 Cent auf 24% Cents cif Noküfss- häfen herauf.

X Erhöhung der Lupferblechpreife. Die Ver­kaufsstelle des Kupferblechsyndikates Kastel hat den Grundpreis für Kupferblechfabrikat mit Wirkung ab 23. März von 281 auf 290 RM erhöht.

X Ermäßigung der süddeutschen Zinkblechpreise. Die Süddeutsche Zinkblechhändler - Bereinigung Frankfurt a. M. hat ihre Preise mit Wirkung vom 23. er. um ca. 1% Prozent ermäßigt, nachdem erst am 21. cr. eine Erhöhung um ca. 2% Prozent er­folgt war.

X Schramm Lack- und Farbenfabriken A.-G^ Offenbach a. M. Nach 83 000 (69 000) RM Abschrei­bungen ergibt sich im verflossenen Jahre ein Rein­gewinn von 217 000 (159 O00) RM, aus dem wieder 10 Prozent Dividende auf das von 1.08 auf 1.60 Mill. RM erhöhte AK. verteilt werden fallen. In der Bilanz erscheinen Kreditoren mit 470 000 (261 000) RM, offene Reserven mit 180 000 (150 000) RM, andererseits sind Kassa, Wechsel und Bankguthaben mit 79 000 (252 000) RM, Debitoren mt 931000 (808 000) RM, Waren mit 593 000 (345 000) RM, Beteiligungen mit 226 000 (226 000) RM angegeben.

Verantwortlich für Verlag und Druckerei: Paul Sa 4; für den mdattioneNen Sesamtinhait: Richard Hultsch ^âr «neigen

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