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Montag den TL MSrz 1929

Selke 7

HANDEL UND

WOßlSCHAIFT

RKSsuns dev deutschen Eise«-! ««- Gtavleezeugnng 1928. Mes " FEs dev Lovnstvettisketten in Rheinland - Westfalen

I Rohesten - u. Rohstahtgewsnnung der West

1927u.1928

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Übriges Europa Großbritähien Ostemßng.,Tschedi.- Luxemburg

X Belgien---*'

Frankresch-- Saargebiet-

DeutschlandI 'Übrige äußeres europäische z Länder

* VeretnigteStaaf.

1 von Amerika

1927 7923 7927 7923 Roheisen Roh stahl

Unsere Tabelle '

-zeigt, daß die deutsche Produktion an Stahl und Eisen im Jahre 1928 einen bedauerlichen Rück- zang verzeichnet. Nicht nur relativ, sondern auch / wsolut ist ein Mengenverlust feftzustellen, da in I Sen Herbstwochen der Lohnstreitigkeitcn die rhei- ^nisch-weWltschen Hochöfen stillgelegt waren.

weisere- und Nvodukienbövfe

I Mannheim, 7. März. Die großen Verschiffungen tt Argentinien, wie auch von den übrigen Län- Arn, bewirkten am Weltmärkte für Getreide einen Mreisrückgang. Argentinien, dessen Weizen die ganze Heit hindurch erheblich billiger waren, als die nord- Wnerikanischen, folgte aber nur zögernd der rück- Hufigen Preisbewegung. Im großen und ganzen Md die Preise für nordamerikanische Weizen um 0.300.40 hfl. im Verlaufe dieser Woche zurück- Mgangen, während die La-Plata-Firmen ihre Offer- Mn nur um ca. 0.15 hfl. per 100 Kg. cif Rotterdam reduzierten. Man verlangt heute für seeschwimmen- I den Barusso, 79 Kg. schwer, 11.77%, per März-Ab- SWung 11.87%, per April 11.92% und per Mai- LAbladung 12 hfl. cif Rotterdam. Manitoba 2 see- Schwimmend ist zu 13.50, per März-Abladung zu

13.70, desgl. 3 zu 1317% bzw. 13.37%, desgl. 4 zu 12.85 bzw. 13.05 und desgl. 5 zu 11.87% bzw. 12.07% hfl. cif Rotterdam offeriert. Auch Roggen hat infolge der großen Abladungen eine Preisein­buße erlitten, fand aber trotz dieser Preisermäßi­gung bei uns keine Beachtung, da noch genügend Vorräte in Jnlandsroggen vorhanden sind. Auch Gerste hatte ruhigen Markt. Donaugerste, per März-Abladung war zu 10.70, La-Plata-Gerste 62 Kg. per März-Abladung zu 10.65, per April zu 10.75, und Kanada-Western 2 per März-Abladung zu 10.50 hfl. cif Rotterdam offeriert. Hafer lag ebenfalls ruhig. Soweit uns bekannt, kamen aber auch in diesem Artikel keine nenneswerte Umsätze zustande. Mais erlitt im Verlaufe der Woche eben­falls einen Preisrückgang. Plata-Mais seeschwim­mend ist zu 11.95, per April-Abladung zu 11.05, per Mai zu 10.65, per Juni-Abladung zu 10.50 hfl. cif Rotterdam offeriert.

An unseren süddeutschen Produktenmärkten herrschte sehr ruhige Tendenz. Das Hauptgeschäft in Süddeutschland blieb auf den Einkauf von Jnlands- weizen beschränkt, da die Auslandsware immer noch nicht von den Seehäfen abgeladen werden kann, da die Rheinschiffahrt wegen des Eisgangs noch nicht ausgenommen werden konnte. Aber auch Inlandsware hat im Preise eine Einbuße erlitten. An der heutigen Börse ermäßigten die Mühlen ihre Kauflimite oder haben den Einkauf in Inlands­ware wegen des schlechten Mehlgeschäfts nahezu ein­gestellt. Man zahlte noch zuletzt für mitteldeutschen Weizen 77/78 Kg. per sofortige Bahnverladung. 25 RM franko Mannheim, welcher Preis auch für schönen süddeutschen Weizen bewilligt wurde. Heute boten die Mühlen für süddeutschen aber nur noch 24.5024.75 RM franko Mannheim. Hier greif­barer Auslandsweizen ist, je nach Qualität und Herkunft, zu 2829.25 RM bahnfrei Mannheim offferiert. In Roggen war das Geschäft infolge des unbefriedigenden Roggen-Mehlgeschäfts eben­falls schleppend. Die Notiz für Inlandsroggen stellte sich heute auf 2424.25 RM waggonfrei Mannheim. Hafer lag dagegen etwas angenehmer. Die Preise haben sich im Vergleich zur Vorwoche ziemlich gut gehalten, da sich seitens der Nährmittel- Fabrikation etwas Nachfrage zeigte. Für Inlands­hafer notierte man heute 23.7524.50 und für Aus­landshafer 23.75 NM waggonfrei Mannheim. Gerste, besonders Braugerste liegt weiterhin voll­kommen vernachlässigt. Es wurden nur einige Par­tien Ausstichqualitäten zu rückgängigen Preisen aus dem Markte genommen. Für Tauber- und fränkische Gerste verlangt man heute 23.50, für pfälzer und rheinhessische Braugerste 24.50 RM per 100 Kg. ab Verladestationen. Futtergerste blieb zu 20.2522.50 RM waggonfrei Mannheim käuflich. In Mais ist in Mannheim in prompter Ware fast nichts mehr am Markte. Die noch vorhandenen greifbaren klei­nen Partien müssen über Notiz bezahlt werden. Für La-Plata-Mais wurde der heutige Preis amt­lich auf 25 RM per 100 Kg. mit Sack festgesetzt.

Futtermittel hatten per prompte Lieferung immer noch festen Markt bei teilweise erhöhten Prei­sen. Besonders gut gefragt sind ölhaltige Futter­mittel, wie Leinmehl, Soyaschrot, Erdnuß- und Kokoskuchen, da die Mannheimer Fabriken z. Zt. aus Mangel an Rohstoffe den Lieferungen nicht nachkommen können. Ware, per Bahn ab Hamburg bezogen, stellt sich infolge der Bahnfracht um ca. 3 Mk. teuerer. Man zahlte für Soyaschrot 23 und für Leinkuchenmehl 25 Mk. ab Hamburg bzw. 26 und 28 Mk. franko Mannheim. Kleie und Futter­mehle sind in greifbarer Ware genügend angeboten, während getrocknete Biertreber sehr rar geworden sind. Für in Mannheim disponible Biertreber ver­langt man 22.2523 RM. Malzkeime kosten mit Sack 20.5021 RM Frachtparität Mannheim. Trockenschnitzel sind zu 17.25 RM lose ab süddeut­schen Fabrikstationen offeriert. Für in Mannheim eingelagerte Trockenschnitzel werden mit Sack 18.50 bis 18.75 RM per 100 Kg waggonfrei Mannheim gefordert.

Mehl. Am Mehlmarkte war die Geschäftstätig­keit die ganze Woche hindurch sehr klein. Die Müh­len haben infolge der am Vrotgetreidemarktc ein­getretenen Abschwächung den Großmühlenpreis für süddeutsches Weizenmehl, Spezial Null, um 0.25 RM auf 34.50 RM frei Waggon Mühle herab­gesetzt, doch kann man zweithändig wesentlich bil­liger, und zwar zu 33.75 RM genügend Ware be­kommen. Der Großmühlenpreis für süddeutsches Roggenmehl wird heute amtlich, je nach Fabrikat, mit 31.2533 RM angegeben.

Hopfen. Die flaue Stimmung am Hopfen­markte hielt auch in dieser Woche an. Die Umsätze in diesem Artikel sind gering und beschränkten sich fast ausschließlich auf den Nürnberger Markt, an welchem sich aber die Geschäftstätigkeit auch in sehr engen Grenzen hielt.

Malz hatte sehr ruhigen Markt, veranlaßt durch den durch die Kälte und der Arbeitslosigkeit verursachten kleineren Bierkonsum. Ferner sind die Brauereien wegen der zu erwartenden Biersteuer- Erhöhung im Einkauf sehr zurückhaltend und wer­den erst wieder nach Erledigung dieses in Vorschlag gebrachten Steuergesetzes Deckungen vornehmen. Für Malz aus pfälzer Gerste gewonnen, verlangt man heute 4445 RM, aus württembergische und badische Gerste gewonnenes Malz werden 42 bis 43 RM per 100 Kg. gefordert. Vereinzelt liegen auch seitens kleinerer Malzfabrikanten Angebote unter diesen Preisen vor.

Tabak. Die durch das anhaltende Frostwetter aufgehaltenen Ablieferungen sind nunmehr erfolgt und sind zum großen Teil beendet. In den Ver­gärungslägern ist man mit der Fermenstation be­schäftigt. Diejenigen Pflanzer, die ihre Tabake nicht absetzen konnten, haben dieseben ebenfalls zur Fer­mentation zusammengesetzt. Die Verkaufspreise für 1928er Tabake bewegen sich ungefähr zwischen 75

bis 100 Mark per Zentner; die Fabrikation hält je­doch im allgemeinen mit dem Kauf noch zurück.

SeblachtvkshmaE Vorberichk.

Frankfurt a. 21t., 11. März. Auftrieb: Rinder 1453, darunter Ochsen 334, Bullen 78, Kühe 639, Färsen 410, Kälber 454, Schafe 61, Schweine 4614. Preise: Ochsen a) 1. 5255, a) 2. 43-51, b) 45 bis 48. Bullen a) 5053, b) 4549. Kühe a) 1. 4146, a) 2. 3640, a) 3. 3235, b) 2531. Färsen a) 5357, b) 4852, c) 43-47. KAber b) 1. 6974, b) 2. 6367, b) 3. 56-^62. Schafe nicht notiert. Schweine a) 8183, b) 8083, c) 79 bis 82, d) 7680.

Marktverlauf: Rinder ruhig, geringe Ueber- stände; Kälber u. Schafe ruhig, geräumt; Schweine rege ausverkauft.

X Amtliche Großhandelslndexzisser. Die auf den Stichtag des 6. März berechnete Großhandels­indexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 140,1 (139,6) gegenüber der Vorwoche um 0,4 o. H. gestiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Argarstoffe um 1, 1 v. H. auf 135,6 (134,1) angezogen. Die Indexziffer für Kolonial­waren ist um 0,3 v. H. auf 125,4 (125,8) zurückge­gangen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat mit 134,0 (139,9) leicht ange­zogen, während diejenige für industrielle Fertig­waren mit 158,0 (158,1) leicht nachgegeben hat.

X Allgemeine Deutsche Credit-Anskalk, Leipzig. Für 1928 wird die Dividende mit wieder 10 Proz. auf 40 Mill. RM AK in Vorschlag gebracht aus einem Reingewinn von 4,32 (4,75) Mill. RM. Offenbar wurden vorweg bedeutende innere Reservestellungen vorgenommen, die insbesondere wegen der im engeren Arbeitsgebiet der Bank im Berichtsjahr eingetretenen zahlreichen Zahlungs­einstellungen und Konkurse, sowie der noch zu be­fürchtenden Verluste notwendig wurden. Der Ge­samtumsatz stieg von 20,36 auf 24,46 Md. RM. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 66 auf 422. Mill. RM. Die Kreditoren stiegen um 69 aus 364 Mill. RM. Akzepte ermäßigten sich dagegen um rund 3 auf 22 Mill. RM. Debitoren stiegen von 156 auf 184 Mill. RM., davon sind börsengängig 20 und durch sonstige Sicherheiten 118 Mill. RM gedeckt, und Warenvorschüsse von 51 auf 67 Mill. RM. Für Sachsen spielt das Import- und Export-Rem­boursgeschäft bekanntlich eine wichtige Rolle. Eine Steigerung der Beteiligungen um 0,4 auf 5,2 Mill. RM ist auf die Uebernahme neuer Aktien der Amsterdamer Credit Mij. zurückzuführen. Infolge dieses Zuganges tritt die Erledigung der komman- ditistischen Beteiligung bei dem Bankhaus L. Wolf­rum & Co., Aussig, nicht in Erscheinung. (HV. 27. 3.)

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Vaters

Hem Heinrich Heusohn

sagen wir innigen Dank.

Hanau, Stuttgart den 10. März 1929.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Fritz Heusohn.

2610

«achvuf

Unerwartet verschied am 8. d. Mts. unser allverehrter Mit­arbeiter

Serr Mw Mol M

Werkmeister I

Cin Mann von unermüdlicher Arbeitskraft ist mit ihm dahingeschieden. Er war uns stets ein guter Freund und Be­rater und ein leuchtendes Beispiel treuester Pflichterfüllung.

Allezeit werden mir sein Andenken in Ehren halten.

Die kaufmännischen und technischen Angestellten der Firma J. Brüning & Sohn A.-G.

Werk Langendiebach

ZV 1 ja - - ln schöner Ausstattung

^M^^ Waisenhaus-Buchhandlung.

Heute verschied plötzlich und unerwartet mein lieber, treu­sorgender Sohn, Bruder und Neffe

Herr Hrao Helnrith

im Alter von 25 Jahren.

HANAU, den 9. März 1929

Kleine Fahrstraße 2

In tiefer Trauer:

Frau E. Heinrich Wwe. nebst Kinder

Die Beerdigung findet Mittwoch den 13. März 1929, nachmittags 3l/t Uhr von

der Friedhofskapelle aus statt 2617t

Nachruf

Unerwartet verschied am Sonnabend, den 9. d. Mts. unser aktives Mitglied

Mr Arm Heinrich

Wir betrauern in dem Verstorbenen nicht nur einen eifrigen Förderer unseres Vereins, sondern mich einen allseits beliebten jungen Freund, dessen wir stets gerne gedenken werden. 2125

MsWt Selaimmia «egr. 1856

Wir bitten unsere aktiven Herren um voll- zahlige Teilnahme an der am Mittwoch, den 13. Dsirz, nach,». 3% Uhr vom Friedhof aus statt- hnbenbe Beerdigung.

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