Einzelbild herunterladen
 

Nr. 47

Monkag den 25. Februar 1929

Seife 7

HÄNDEL UND WIRTSCHAFT

ßeM&e- und WvoduAenbSvke

Mannheim, 21. Febr. Am Weltmärkte für Ge- jteüe war die Preisbewegung in den letzten acht lagen schwankend, doch kann man sagen, daß sie Joriniegenb nach oben gerichtet war. Ein Grund zur Msse liegt indes nicht vor, wenn man in Betracht lieht, daß die Weltverschiffungen recht groß sind. San darf damit rechnen, daß nach Eintritt wär- Krer Witterung die einheimischen Zufuhren wie- j(t größer werden und dadurch ein Preisrückschlng eintreten dürfte. Bei uns verlief der Weizenmarkt sehr ruhig und es kamen lediglich in disponibler Äslandsware, als auch in Jnlandsweizen, der mit der Bahn verladen werden kann, einige Ge- Aäfte zum Abschluß. Man handelte im Verlaufe dcr Berichtswoche in Auslandsweigen hauptsächlich «der La-Plata-Ware und zahlte für 79 Kilogr. Mia Blanca per März-Lieferung, 12,1012,20, für 79 Kilogr. Barusso per März 12,0512,12%, «er April 12,1512,25 und per Mai-Verschiffung 12,2512,35 hfl. cif Rotterdam. Manitoba-Weizen üt' megen der großen Preisspannung zwischen Kaia- und Manitoba-Weizen nicht mehr gekauft worden. Man forderte für Manitoba Pacific Nr. 1 ichchwimmend, 14,42%, desgl. 2 13,90, desgl. 3 13,55, desgl. 4 13,10 hfl. Für Manitoba Pacific 2 « Lieferung per Mürz forderte man heute 14,15, « April 14,25, für desgl. 3 gleiche Termine 13,82%, bzw. 13,92%, für desgl. 4 13,50 bzw. 13,60, für desgl. 5 12,52%, bzw. 12,62%, und für tags. 6 11. azw. 11,10 hfl. cif Rotterdam. Rog- gen hatte sehr ruhigen Markt. Auch Gerste ver­ehrte in ruhiger Haltung. Für Donaugerste 60/61 Silogr. seeschwimmend, verlangte man 10,70, per Rärz-Abladung 10,80 und für La-Plata-Gerste 62 Kilogr. per März-Abladung 10,77% hfl. cif Rotterdam. In Hafer blieben die Umsätze klein bei meränderten Preisen. Mais hatte etwas ruhigeren Markt. Angebote lagen vor in La-Plata-Mais per tzril-Ablaüung zu '10,90, per Mai und Juni zu 10,50, in Pellow-Mais, seeschwimmend zu 11% und in Mixed-Mais, jeeschwimmend zu 11% hfl. cif vtterdam.

An unseren süddeutschen Märkten herrschte trotz der Einstellung der Rheinschiffahrt ruhiger Verkehr. Die Umsätze, die getätigt wurden, be­schränkten sich auf den notwendigsten Bedarf, zu- ml die Preise für prompte Ware etwas Höher gatten waren Man zahlte für süddeutschen Wei- M zur sofortigen Bahnverladung 24,7525,20 M franko Mannheim. Für mitteldeutschen Weizen 77/78 Kilogr. verlangte man 24,7525,25 RM iraijfo Mannheim. Sächsischer Weizen 77/78 Silogr. schwer, per April Wasserverladung, war SU 25,1025,20 RM cif Mannheim offeriert. Das Ungeboi in Roggen ist sehr spärlich. Süddeutsche

Mel oerloren a. d. Strecke Frank­furt-Hanau, Inhalt Vorhänge mit Kar-

DAS

TAGESGESPRÄCH

IVÈMEK

Verzinsung

. Für die Zeit vom 1. 4. bis 30. 9. 1929 sollen Wege des öffentlichen Verdingungsoer- Ichrens

am 8. März 1929, 11 Uhr vorm.,

Agende Lebensmittel vergeben werden: Los I: Sämtliche Fleisch- und Wurstwaren, Los II: Sämtliche Backwaren, Los III: Bier,

Los IV: Mineralwasser, V*^;

Los V: Geflügel,

Los VI: Frischgemüse,

Los VII: Obst einschl. Südfrüchte, Los Vlii: Milch, Los IX: Ejer, Butter, Käse.

2 ö "

8-«

O (Q

den

Die Verdingung erfolgt zum Teil zu Mich notierten Markt- bzw. Ladendurch- Wittspreisen mit einem A b g e b o t, im ilb- Vti zu Festpreisen.

» Die Bedingungen sind bei der Kasse des Krankenhauses täglich einzuschcn.

, Schlußtermin für die Angebote ist der Mörz 192!). 1933

tolorwitratiienlioiis

Ware wird zu 24,25 RM franko Mannheim offe­riert. Gerste liegt ausgesprochen flau. Tauber­und badische Braugerste wird zu 23,5023,75, fränkische zu 23,7524, rheinhessische und pfälzische Braugerste zu 24,50 RM ab Verladestation offe­riert, ohne daß es in diesem Artikel zu nennens­werten Umsätzen kam. Futtergerste blieb zu 20,25 bis 22,50 RM waggonfrei Mannheim erhältlich. Mais hatte etwas ruhigeren Markt, doch mußten im Bedarfsfälle für in Mannheim greifbare Ware etwas höhere Preise angelegt werden, da die Be­stände am hiesigen Platz nicht sehr groß sind. Für in Mannheim greifbaren Mais bewegten sich die heutigen Forderungen zwischen 24,7525 RM waggonfrei Mannheim.

Futtermittel blieben in prompter Ware gefragt, doch kamen keine großen Umsätze zustande da zu den erhöhten Preisen nur die notwendigsten Deckungen vorgenommen werden. Besonders gute Nachfrage zeigte sich für Trockenschnitzel per prompte Lieferung, wofür 16,7517 'JËDi frei Waggon süddeutscher Fabrikstationen angelegt wurden. Für Stesfenschnitzel verlangte man sogar bei prompter Lieferung bis zu 19,75 RM ab Fa­brikstationen. Malzkeime und Biertreber lagen ebenfalls fester, blieben aber zu ziemlich unver­änderten Preisen und zwar zu 2020,50 bzw. 2222,25 RM waggonfrei Mannheim käuflich. Für feine Weizenkleie verlangte man 14,25 RM, für Erdnußkuchen 24,50, Sesamkuchen 24 RM, Kokoskuchen 24,25 und Rapskuchen 20,75 RM per 100 Kilogramm.

Mehl. Am Mehlmarkte blieb es die ganze Woche hindurch recht ruhig. Der Großmühlenpreis für süddeutsches Weizenmehl, Spezial Null stellt sich auf 34,75 RM, doch liegen Angebote aus zwei­ter Hand bis zu 33,75 RM herunter vor. Für süd­deutsches Roggcnmehl schwanken die heutigen For­derungen, je nach Fabrikat, zwischen 31,5033 RM waggonfrei Mühle.

Hopfen hatten vollständig unveränderten Markt. Das Geschäft in diesem Artikel dürfte sich erst wieder bei Eintritt wärmerer Witterung etwas beleben. Verkäufe in Baden und Württemberg sind nicht bekannt geworden. Auch am Nürnber­ger Markte herrschte ruhiger Verkehr, zumal in­folge der schlechten Beschaffenheit der Landstraßen keine Zufuhren herein kommen. Für mittleren Hallertauer-Hopfen notierte man zuletzt 125 und für mittleren Markthopfen 110 RM per Zentner.

Tabak. In Kirchheim und Hockenheim wur­den die Tabake zu 50 RM und etwas darüber ver­kauft. In der Pfalz gelangten Rülzheimer und Bellheimer Tabake zu zirka 41 RM per Zentner teilweise zum Verkauf. Bei einer in Spèyer statt- gefundenen Verkaufssitzung der Hoffmannsvereins-

abzügeben bet und gelbe Nadler Kl. Gällusstra ße 17

KefselNa-l braungrau - schwarz gestreifter 2911t KM «Muse« langhaariges, zot­tiges Fell (Angora) Hinterpfoten weiße Tupfen. Wiever- brtnger gute Beloh- nung. Salisweg 19

Klavier braun, Piano zum lernen billig zu verkaufen. Schirnstr.7I.

Leidenden gebe ich aus Interesse bekannt, wie ich seit B1^ Jahren von m. schweren Lei­den befreit wurde. Frau (E. Köhler, Wetter 145 (Ruhr), Stuksnholzhühe 9. a

tot den Blinden Urteil

Musikannahme, Kiavier­stimmen und reparieren.

Stuhlsitze werden sauber mit Rohr geflochten. Korbmöbel u. Korbreparaturen werden tadellos ausgeführt von dem

BHndenverein e.v.

Hanau u. Umgegend.

Geschäfts- und Annahmestelle:

Hch. Hett, Nordstr. 60, Tel. 3988

Der Einlauf von

WW Mr-Ml

zur Konfirmation ist

Sovtvauenssache solide Qualiwien liefert preiswert x

SamthauS Kunke

Vattgertstraye 3.

Tabake erzielten die Tabake der Speyerer Gegend zirka 4753 und die Tabake aus dem sogenannten Zigarrengutgebiet zirka 3843 per Zentner. Eine

Verkaufssitzüng in Heddesheim wegen zu Forderungen der Pflanzer resultatlos.

hoher

StblachtviehmaE

(Vorberichil.

Frankfurt a. 2N., 25. Febr. Auftrieb des heutigen Hauptmarktes: Rinder 1471, darunter Ochsen 398, Bullen 52, Kühe 631, Färsen 390. Ferner Kälber 438, Schafe 119, Schweine 6369.

Preise: Ochsen: al) 5356, a2) 4952, 61) 4448; Bullen: a) 4952, b) 4648; Kühe: a) 4146, b) 3640; Färsen: a) 53 bis 57, b) 4852; Kälber: b) 7072, c) 6468, d) 5664; Schafe: nicht notiert. Schweine: b) 7376, c) 7377, d) 7377, e) 7275.

Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft. Schweine langsam, Ueberstand. Kälber ruhig, ge­räumt.

X Die amtliche Großhandelsindexziffer vom 20. Februar. Die auf den Stichtag des 20. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 140.0 gegenüber der Vor­woche (139.5) um 0.4 v. H. erhöht. Von den Haupt­gruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1.3 v. H. auf 135.7 (134.0) gestiegen. Die Index­ziffer für Kolonialwaren stellte sich wie in der Vor­woche auf 125.6. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist leicht auf 133.7 (133.8) zurückgegangen, während die für indu­strielle Fertigwaren mit 158.2 keine Veränderung aufweist.

X Ruhrkohlenförderung. Nach vorläufigen Be­rechnungen wurden vom 10. bis 16. Februar (6 Tage) 2151667 To. Kohlen gefördert gegen 2157 717 in der Vorwoche (6 Tage). Die Koks­erzeugung stellte sich auf 570 154 (597 623) To. und die PreßkochleUherftellung auf 72 554 (68 345) To. Die orbeitstägliche Kohlenförderung betrug 358 611 (359 620) To., die Kokserzeugung 81451 (85 375) To. und die Pretzkiohlenherftestung 12 092 (11391) To. Wegen Abfahmangels wurden 89 451 (täglich: 14 909) Feierschichten eingelegt gegen 132 970 (22 162) in der Vorwoche.

X Konkurseröffnungen. Barmen: Fa. Joel u. Schwalenftöcker! Fa. Fr. Lüdorf u. Co. G. m. b. H. Essen:. Kaufhaus Julius Braun G. m. b. H. Hadamar: Holzhandlung Bernh. Ortzeit Hamburg: Spedition P. Lehrs G. m. b. H. Köln: Kaufmann Josua Löwenstein. Lörrach: Gastwirt Hch. Heide- mann. Magdeburg: Kaufmann Karl Brosig.

â^D>

Mercedes-Benz Typ Stuttgart 200 und 260 Überall hat es Überraschung ausgelöst daß Mercedes-Benz diese Wagen der höchsten Qualitätsklasse mit ihren idealen Fahreigenschaften, ihrer hohen Zuverlässigkeit und vollendeten Eleganz zu solch günstigen Preisen herausbringt Der neue Typ Stuttgart 260 (2,6 Liter -10/5O PS) hat gleich bei seinem ersten Auftreten in einem schwierigen Leistungswettbewerb, der Ziel­fahrt nach Garmisch - Partenkirchen, seine Feuerprobe durch einen doppelten Sieg glänzend bestanden. Sein niedriger Preis von RM. 7880.- für den eleganten 4/5 sitzigen Innenlenker ist eine Sensation!

Von Typ Sttittgart'200 (2 Liter - 8/38 PS) laufen heute über 10000 Wagen zur höchsten Zufriedenheit ihrer Besitzer. Seine einzigartige Bewährung ermöglicht die Groß-Serienfabrikation und den niedrigen Preis von RM. 6880.- für den eleganten Innenlenker in Standard-Ausführung.

Vergleichen Sie Leistung und Wert,und Sie werden wünschen, A ein solches Fahrzeug zu besitzen!

^DAIMLER-BENZ A.-G

Rheydt: Fa. W. u. E. Vasters. Schwerin: Decken- verleih Kehrwieder G. m. b. H. Velbert: Fa. Jul. Trebing. Weihwasser: Rietschener Hohlglashütten­werk Berthold Greiner G. m. b. H., Rietschen.

Amsterdamer Diamankmarkt.

X Amsterdam, 23. Febr. Die Zahl der aus­ländischen Stäufer war etwas kleiner. Im allge­meinen wurde größere Zurückhaltung als in der Vorwoche beobachtet. Für Fantasie in diversen Größen und gutfarbige große Steine herrschte eine befriedigende Kauflust; Melee tendierte dagegen träge.

Diamanthandelsblad" kennzeichnet die Markt­lage wie folgt: Man stellt hohe (Oualitätsstorche- rungen und will niedrige Preise zahlen. Die Lage des Rohmarktes ist unverändert fest. Einige aus­ländische Käufer zeigten für Industrie großes In­teresse.

Dem Jahresbericht der Diamantböriss 1928 ent­nähmen wir, daß die allgemeine Wirtschaftslage ziemlich günstig war. Die große Kauflust für Fan­tasieartikel flaute erst im Ende des Jahres ein wenig ab. Für die Rosenbranche wurde eine Wie­derbelebung beobachtet. Die Rohpreise lagen fest. Es traf eine erhebliche Zahl Fremden ein. 41588 Parteien Diamant wurden zur Börse gewogen. Am 31. Dezember 1928 hatte die Börse 1170 Mit­glieder und außerdem 126 Fremden-Mitglieder. Erwähnt wird, daß am 1. November die Inter­nationale Föderation von Diamanthandelsvereini­gungen wieder zustande kam, so daß die Dor- kriegszusammenarbeit, sogar verschickt, wieder er­reicht worden ist.

X Antwerpen, 23. Febr. Die Zahl der Frem­den war gering, so daß eine ruhige Tendenz herrschte. Nur prima große Steine waren ohne Mühe unterzubringen uni) kamen aus etwas höheres Niveau, so daß der Höchstpreis von 1919 teilweise überschritten wurde. Für prima große Fantasie gilt dasselbe. Interessant ist es, daß gleichfalls eine lebhafte Nachfrage für Brillanten von 15 bis 20 per Karat vorlag, sowohl in weiß wie in hell cape oder hell braun. Für alle anders Sorten dominierte das Angebot.

Rohmarkt: Für alle Sorten lag gute Kauflust vor; der Markt wird imrd) die Abschwächung des geschliffenen Materials keineswegs in Mitleiden­schaft gezogen.

Aus Newyork wird gemeldet, daß der Eta kau s- fchuß des Abgeordnetenhauses Herabsetzung der Diamantzölle um 10 Prozent in ernsthafte Erwä­gung genommen habe, angeblich zur Bekämpfung des 'Diamantschmuggels.

William Meyer

beeidigter Bücherrevisor

finanzamtl. zugelassener Steuersachverständiger

Institut für Buchführung und Bilanzen Wirtschaftsberatung

Hanau a. M., Steinheimerlandstr. 20 Fernruf 2595

889a

Verkaufsstelle Frankfurt a. M., Abt. Personenwagen Rathenauplatz 14, Fernruf Hansa 2440