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Samstag den 16. Februar 1929
Seite Kf
HANDEL UND
WIRTSCHAFT
Son bett EdelmetLÜmSvkten
y Das Goldproblem stand in den letzten ! âchen wieder einmal im Mittelpunkt des Inter- Die Weltproduktion an Gold ist im abgelau- ■ Jahre um rund 1 Prozent auf 83,5 Mill. Wb Gierig, angestiegen, bleibt aller damit noch [ um 1314 Prozent hinter der Rekorderzeu- eung des Jahres 1915 zurück. Angesichts der ftar- seit Nachfrage der Zentralnotenbanken namentlich I derjenigen Länder, die ihre Währung wiederher- aefteüt haben, genügte aber die Produktion des letten Jahres nicht, diesen Bedarf zu befriedigen. I gj, monetären Goldbestände der Welt sind vielmehr ' im Jahre 1928 um 2,33 Milliarden Mark auf 48,03 Milliarden Mark angeschwollen, während die Welt- aewinnung nur etwa 1,67 Milliarden Mark betrug, i Bor allem war es Frankreich, dessen Golitieftanb 1,90 Milliarden Mark anschwoll, während die deutschen Vorräte um 864 Mill. Mark unb diejenigen Argentiniens um 386 Mill. Mark zunahmen. Auf der anderen Seite verloren die Ver- 1 einigten Staaten 980 Mill. Mark, und als diese Quelle infolge der Entwicklung der Wechselkurse . zu fließen aufhörte, mußte England in steigendem Mße Gold abgeben. Hierdurch sank der Goldvor- i rat der Bank von England zu Anfang Februar f unter die seinerseits vom Cunliffe-Commitee gc= ; steckte Grenze von 150 Mill. Pfd. Sterlg., und da auch augenscheinlich die Verhandlungen des Gou- i »erneurs der Bank von England mit dem Leiter
Der Rückgang am Platinmarkt setzte sich weiter fort. In London werden nur noch 272 Shilling per Unze gezahlt gegenüber 287 Shilling zu Jahresbeginn. Die Frage einer internationalen Produzenten-Berständigung wird erneut erörtert, ohne daß sie sehr optimistisch beurteilt werden kann. Die W e l t p r 0 d u k t i 0 n ist von 4794 Kg. im Jahre 1926 auf 5676 Kg. angestiegen, wovon 3110 Kg. auf Rußland entfielen. Trotz der Verbesserung der Vevhütungsversahren in Transvaal stellte sich dessen Anteil nur auf 324 Kg., während in Columbien 1866 Kg. hergestellt wurden.
Der Newyorker Federal Reserve Bank nicht den gewünschten Erfolg hatten, sah sich das englische ' Institut am 7. Febr. zu einer Heraufsetzung seiner beinahe 2 Jahre gehaltenen D'-ckcintrate von 4)4 auf 5% Prozent veranlaßt. Die Goldausführ Englands, die zuletzt die bedeutenste war, die seit Jahren nach Amerika vorgenommen wurde, dürfte jetzt eher in eine Goldeinfuhr umgewandelt werden. Gegenüber Deutschland ist der Goldeinfuhrpunkt bei I einem Pfundkurs von 20.48 Mark etwa erreicht, es fei denn, daß dre Bank von England ihren An- i kaufspreis zunächst noch ermäßigt. Einstweilen I versucht die Reichsbank, einen Goldaüflutz von hier aus noch durch Devffenabgoben hinauszuschieben, ■ jedoch wird sich auf die Dauer nicht vermeiden lassen, daß sie zu Goldverkäufen schreitet. Gleichzeitig dauern die Bestrebungen anderer Notenbanken, vor allem Frankreichs, an, die verfügbaren ‘ sien. Wenn auch die Lage ist, die gesamte
SvanZku^e« VSvie
X Frankfurt a. M., 15. Febr. Tendenz eher etwas freundlicher. Infolge der Nichterhöhung der Diskontrate der Bundes-Reserve-Bank konnte sich auch heute zu Beginn des offiziellen Marktes die freundliche Grundstimmung erhalten. Das Geschäft blieb jedoch immer noch sehr klein, da auf der anderen Seite der schwache Verlaus der gestrigen Newyorker Börse und bi? saisonmäßige Stagnation, die den Rückgang der Beschäftigung bei der Industrie beschleunigt, die in dem Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung zum Ausdruck koyi, zur Zurückhaltung mahnte. Auch ging von der dadurch bedingten Entspannung des Geldmarktes keine besondere Anregung aus. Das Geschäft beschränkte sich zumeist nur auf bevorzugte Werre, in denen aber auch nur die Spekulation zu Interessenkäufe schritt. Gegenüber der gestrigen Abendbörse betrugen die Besserungen, bei den im Vordergrund- stehenden Aktien bis zu 3 Proz. Die Nebenmärkte waren dagegen eher vernachlässigt, doch meist behauptet. Auf das Bestreben einer engeren Zusammenarbeit der ElektriZ'.tütsgolellschnjtün waren von Elektrowerten AEG. mit plus 114 Proz. Licht u. Kraft mit plus 2 Proz., Schuckert mit plus 1% Proz. etwas lebhafter begehrt. Siemens konnten sogar 3% Proz. anziehen, doch blieben hier die Umsätze ziemlich bescheiden. Auch am Kalimarkte bestand wie schon an der gestrigen Abendbörse für Aschersleben und Westeregeln weiter Interesse bei Erhöhungen bis zu 3 Proz. Farben waren eher an-
geboten und nur behauptet. Montanaktien oerhält- nismäßig still, doch bestand für Kohlenwerte einige Nachfrage. Gefragter waren noch Dt. Linoleum mit plus 3% Proz. Autoaktien gehalten. Vernachlässig und angeboten lagen Karstadt mit minus 2 Proz. und Svenska mit minus 1 Mk. Banken ohne nenneswertes Geschäft. Schisfahrtswerte, besonders Hapag in Nachwirkung der Dlvidendenreduzierung dieser Gesellschaft angeboten und erneut bis ca. 2 Proz. niedriger. Nordd. Loyd knapp behauptet. Renten fast ohne Geschäft.
Einige eintreffende Orders hatten im Verlaufe eine weitere Geschästsbelebung, aber nur bei bevorzugten Werte zur Folge. Kaliwerte konnten erneut bis 114 Prozent und Elektrowerte weiter bis zu einem Prozent gewinnen. Auch anfa igs vernachlässigte Farbenwerte waren etwas gefragter und bis 2 Prozent höher. Auch hat scheinbar die Verstimmung am Schiffahrtsmarkt nachgelassen. die Werte blieben hier gut behauptet.
Am Geldmarkt wurde Tagesgeld aus 6 Prozent erhöht, doch war kurzfristiges Kapital reichlich vorhanden.
Am Devisenmarkt lag London-Kabel fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2147, gegen Pfunde 20.463. London-Kabel 4.8545, Paris 124.31, Mailand 92.75, Madrid 30.97-4, Holland 12.12%.
An der Abendbörse -blieb die Stimmung im Anschluß an den festeren Schluß der Mittagbörse freundlich, und auf den meisten Marktgebieten tonnte 1 sich neue Kur-besserungen bis etwa 1 Prozent durchsetzen. Das Geschäft war jedoch im allgemeinen klein und beschränkte sich auf Deckungskäufe der Kulisse. Etwas hervor traten I. G. Farben, Deutsche Linoleum und Erdöl. Bei den Werten der Salzdetfurth-Gruppe muß der Abgang der Bezugsrechte berücksichtigt werden. Westeregeln setzten danach etwas fester ein, bröckelten jedoch späterhin wieder etwas ab. Von bei Schiffahrtswerten waren Lloyd leicht gedrückt, Hapag dagegen geringfügig fester. Neubesitzanleihe waren weiter etwas gefragt und fester, ausländische Renten still. J. G. Farben 253%, Dt. Lino 340 %, Dt. Erdöl 127% Westeregeln 230 ex. Bezug, Hapag 125%, Ablösung-schuld 14.—
X Gothaer Feuerversicherugsbank A. G., Gotha. Die Bank gibt als die erste Sachversicherungsgesellschaft ihren Bericht für 1928 bekannt. Die Beitragseinnahmen sind aus 10,59 Mill. RM gestiegen. Die Schaden- und Beitragsüberträge a. d. Vorjahr betrugen 5,69, die Zinjenemnahmen 0,91 und die Gesamt-Einnahmen 17,38 Mill. RM. Die L.oäden erforderten netto 4,21, die Rückversicherung 2,62, die Verwaltungskosten 3,60 Mill. RM. Die Beitragsüberträge auf das nächste Jahr wurden mit 4,47 Mill. RM festgesetzt. Von dem Ueberschuß von 0,86 werden 0,80 Mill. RM dem Rücklagestock zugeführt, der sich damit auf 3,2 Mil. RM erhöht Der Grundbesitz steht mit 2,33 Mill. RM zu Buch. An Hypotheken, Darlehen. Wertpapieren und Beteiligungen weist der Bericht 6,73, an Guthaben bei Bankhäusern 1.45 Mit. aus.
X A.-G. für Zellstoff- und Papieriabrikakion, Aschaffenburg. In der letzten Sitzung des A.-R. wurde nach'dem Fwd. mitgeteilt, daß das Geschäftsjahr 1928 günstig verlaufen ist und daß auch die gegenwärtige Lage im neuen Jahre des Unternehmens als gut zu bezeichnen sei. Vor allem fei auch die Entwicklung der Zellstoffproduktion günstig. Wenn auch die Bilanzsitzuna erst Anfang April stattfi rdet, so kann doch für 1928" mit einer unveränderten Dividende von 12 Prozent gerechnet werden. — Bei der zum Konzern der Aschaffenburger Zellstoffsabrik aehorenden Memeler Zellstoff A.-G. ist voraussichtlich gleichfalls mit einer unveränderten Dividende von 10 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr zu rechnen.
Frankfurt er Getreidebörse vom 15. Febr. «Amtlichst
Je 10) kg in Goldmark:
Weizen t. Qualität 21.C0—24.25 Gm
Roggen linländssch >, fester . . Sommergerste für Brainwecke .
23.75
24.50
Hafer sinländiichèrr neue Ernte 21.25 Mais (gelb) neue Ernte. . Weizenmehl (jübb. Speziali
■4.50
24.00 - ‘24.25
Sotoeiftänbe an sich zu zieh! Bank von Frankreich in der
, freie Goldreserve aller Zentralnotenbanken Europas und Amerikas an sich zu ziehen, so geht sie hierbei doch so vorsichtig wie möglich vor. Aber selbst I. M. Keynes, der bisher die Gefahren einer Gold- verknappung nicht hoch einschätzte, hat fid) jetzt der Ansicht von Kassel angeschlossen, der eine kommende Goldknappheit voraussagt, da die jährliche Solderzeugung nicht ausreichte, um den gefährlichen hunger der Banken nach dem Fetisch Gold zu befriedigen. ^Zur Vermeidung dieser Gefahr will Keynes die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf lies Problem lenken.
6 •/o Retchsanleihe v. 1927 Abtösungsschuld o. A. .
do.
M. B.
8 % Pr. Centn - Bod.- P andbr. 28 . . . .
8°/o Pr, Centr. Obl. 28. .
Anatolier I .
Komm.-
do.
II
Sagt ad I v do. II.
virmngreichèr chinesischer Verkäufe gegen Uaffungen eine starke Abschwächung auf Ponce ein, nachdem die Notiz zu Ende Tinuar noch 263/ie Pence lautete. Chinas Kaus- Mgung ist mit der allmählichen Wiederkehr ruhiger Mvhältnifse im Lande, wodurch die Wiederauf- Uhme von Warenimporten anstelle von Silber- läufen ermöglicht wurde, sichtlich gesunken. Auf 'der anderen Seite haben sich die umfangreichen Abgaben seitens des europäischen Kontinents vermindert. Die Weltproduktion an Silber stellte sich im letzten Jahr auf 248 Mill. Unzen gegenüber 251 Mill Unzen 1927, wozu noch 50 Mill, gegenüber 18 Mill. Unzen aus der Demone- tijierung von Silbermünzen kamen. Zur Zeit ist die Nachfrage nur gering In Ungarn und Frankreich ist die Ausprägung von Silbermünzen beabsichtigt.
antungbahn . . . dka..... .
Barmer Bank . . . . BerlinerHandelsge'eNsch. Commerz- u. Privatbank L ärm äd st u. Nationalb. Deutsche Bank . . . . Deutsche Vereinsban! . Diskonto-Geiellschast. . Dresdner Bank. . . . Metallbank..... MitteldeutscheCreditbank Reichsbant . . . . . Oesterr. Creditanstalt . Mestbanl...... Hopag ....... Nordv. Lloyd . . , .
FranKfurier Kursber!chl (15 ^ebr ).
„ «Niederrhein. Spezial) Roggennitbl. fester Wcizenklcte. ■ •
Roggenkleie. . . . .
34 0)—34.65 83.75—34.25 31.50—32.00 14.25 15.C0
Erbsen, ic narfi Qual.f. Spei'ezw.
Linsen
-o.
87.3
13.-
53.9
98.—
94.50
21 - 10,95
11. -
139.50
140.—.
198.50
277
168.75
1(3. -
164.75
167.75
127.50
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170 ne
94.50
1-5.5
86.91
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- in
' 46!
. 214.
165.-
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902 _
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Tendenz: fest.
Berliner IWda st masst. Vom 15. Febr')
Kupfer
Dez. .
Februar Mor, Aprit. . . Mai Juni Juli . . . August. .
(j
b
?le;
Ci
L
I55.50
155.75
55.7 5
156.
56.—
156—
156.50
156.50 153/0
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Rohzink «Freiverk.) Jngeidjni. Zink . ilitmtntuni .. . .
do. Barren
Nickel .. .
Antimon Ng.
Silber 900 t. 1 kg
Dez. . . . Januar , Februar.. März. April. . . Mai . . . Juni. . . Juli . . . August. .
45.—
45.25
45.25
45.50
45.50
45.50
45.50
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45.75
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18 Februar: „Eine Lebensfrage.“
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23. Februar: „Selbstbewertung.“
I, 21. Feoruar: „Reich — und doch arm.“
22. Februar! „in Gericht und Gnade.“ 23. Februar: „Christliche Wohnungsnot.'
24. Februar SS Februar
Februar Februar
,D>e verirrten Brüder.“
.Versäumt.“
Das Jawort.“
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