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Kr. 37

Mlttvoch den 13. Februar 1929

Seite 7

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HANDEL UND WIRTSCHAFT

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Langsame« Abbau dev «timm- veOtS- und Vovmssakt e«

X Der Kamps gegen die Mehrstimmrechtsaktien nur langsame Fortschritte: Nach der neuesten mâen Statistik haten von 1400 Aktrengesell- Sen mit einem Kapital von 13375 Mill. RM, , Aktien an deutschen Börsen zugelassen sind, Dezember 1928 noch 671 Gesellschaften mit inem' Wienkapital von 6935 Mill. RM Aktien Stimmrechtsvorzug. Stimmrechtsaktien be= Ifinnben also bei 47,9 Prozent (am 1. 7. 1927 bei 5 und am 1. 9 1925 bei 53,9 Proz.) der Börfen- ^5 Kapital der Aktien mit Stimm« »Äsvorzug betrug 2,7 Proz. des Gesamtkapitals betreffenden Gesellschaften, der Anteil der Stimmrechtsaktien an den Stimmen dagegen 29,6 Bei 23 Proz. des Aktienkapitals der unter luchten Gesellschafter entfallen mehr als 40 Proz. L samten Stimmen auf Stimmrechtsakien und beiz Proz. mehr als 50 Proz. gegenüber 51 bzw. 8 Proz am 1 Sept. 1925. '

gz ist also eine dauernde, allerdings langsame Abnahme des Stimmrechtsvorzugs zu verzeichnen, ßeqenüber der letzten Untersuchung vom 1. Juli 1927 haben 40 Gesellschaften den Stimmrechtsvor- J aufgehoben: 52 Gesellschaften haben ihn ver­mindert ldavon 23 unter gleichzeitiger Kapitals- erhöhung), 58 Gesellschaften haben durch Erhöhung t(5 Stammkapitals, also indirekt, die Bevorzugung der Stimmrechts-Aktien verringert. Demgegenüber ist in 19 Fällen das Stimmrecht erhöht worden; sie waren aber meistens unbedeutend und nur eine rein rechnerische Folge von Kapitalsänderungen.

Don Dankwerten waren Reichsbank stärker gesucht und 6 Prozent höher. Autoaktien uneinheitlich, doch blieben die Verluste und Gewinne sehr mini­mal. Zellstoff Waldhof vernachlässigt und 134 Pro­zent nachgebend. Renten fast ohne Umsatz. Schutzgebiete etwas höher.

Späterhin blieb die Grundstimmung freundlich, doch waren Umsätze in nur seltenen Fällen zu ver­zeichnen. Bei den meisten Werten traten weitere kleinere Besserungen bis zu ea. 1 Prozent ein. Sie­mens plus 134 Prozent, Schuckert plus ^, J. G. Farben plus % Prozent und Daimler mit plus ca. 34 Prozent waren etwas gefragt. Reichsbank ba« gegen auf Realisationen angeboten und wieder 134 Prozent gedrückt.

Am Geldmarkt war Tagesgekd mit 4 Prozent unverändert.

Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dol­lar 4.2148, gegen Pfunde 20.460. London-Kabel 4.8548, Paris 124.35, Madrid 31.00, Mailand 92.75, und Holland 12.12.

An der Abendbörse war die Geschäfts­tätigkeit im allgemeinen zwar wieder recht gering, die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. Für Chemiewerke bestand einiges Interesse; J. G. Far­ben und Scheideanstalt konnten etwas anziehen. Im übrigen traten nennenswerte Kursverän­derungen gegen, den Berliner Schluß kaum ein. Die Zahl der zur amtlichen Notierung gelangen­den Werte war zunächst minimal. Anleihen waren vernachlässigt. I. G. Farben 25134, Scheideanstalt 171, Reichsbank 30334, Rheinstahl 129, A E. G. 174%, Siemens 375 34, Dt. Lino­leum 335.

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Jtanlfutf a. M., 12. Febr. Tendenz zurück- haltend. Entgegen den allgemeinen Befürchtungen Wieben die Diskontsätze von Newyork und Amster- dm unverändert und im vorbörslichen Verkehr Ironie daraufhin eine Besserung sestgestellt werden. Litz der feste Verlauf der gestrigen Newyorker Urse wurde günstig beurteilt, so daß die Zen« ta} ein freundlicheres Aussehen annehmen konnte. Sie hierbei erzielten Kursgewinn« gingen jedoch zm Beginn des offiziellen Marktes zumeist wieder verloren, da die nach wie vor bestehende Order- lssigkeit auf die Stimmung drückte und allgemein gut Vorsicht mahnte. Die Spekulation verharrte in hier Reserviertheit und schritt nur selten zu IZÄungen. Die günstigen Momente wurden kaum Dich beachtet, doch zeigte die Tendenz im Grundton, infolge des leichten Geldmarktes und der etwas Mmistischeren Beurteilung der gestern begonnenen klkparationsoerhandlungen, eine gewisse Wider- W-ndsfähigreit und die freundlichere Stimmung : tonte eher wieder etwas an Boden gemt anen. Bei M großen Jnteressenlosigkeit blieb das Geschäft je« äußerst gering und beschränkte sich meist nur S^ezialwerte, die auch gegenüber der gestrigen

X Die Lebensmikkeleinfuhr. Nach den Ermitt­lungen des Statistischen Reichsamts hat die Ein­fuhr von Getreide, Butter und Käse im Januar 1929 betragen: Roggen 101 578 Dz. im Wert« von 2,07 Mill. RM, Weizen 1948 585 Dz. tm Werte von 4134 Mill. RM, Gerste zur Viehiiütterung 1 537 559 Dz. im Werte von 28.08 Mill. RM. an« dere Gerste 128 556 Dz. im Werte von 2,92 Mill. RM, Hafer 25 030 Dz. im Werte von 4 45 Mill.

RM ,Butter 118 858 Dz. im Werte von 49,76 Mill.

IM, Käse 41658 Dz. im Wert« von 7,16 Mill. RM.

X Der Ruhrkohlenabsah. Im Januar hat der Absatz des Rheinisch-Westfälischen Kohlenisyndikats eine leichte Besserung erfahren. Er ist von 247 000 To. auf 251 000 To. täglich gestiegen. Bemerkens­wert ist die Tatsache, daß der Kohlenabsatz als sol­cher zurückgegangen ist, so daß sich bei Koks und Briketts eine vergleichsweise noch schärfere, wenn auch größtenteils saisonbedingte Absatzsteigerung ergibt.

X poege Elektrizität, A.G., Chemnitz. Die H.-V. genehmigte den Verlustabschluh. Dieser ist hauptsächlich auf einen sechswöchigen Streik sowie darauf zurückzuführen, daß den mit großen finanziellen Opfern verbundenen Erstausführungen für elektrische Lokomotiven keine Nachbestellungen gefolgt sind. Der bisherige Verlauf des neuen Jahres sei jedoch insofern günstig, als bis zum Januar eine erhebliche Umsotzsteigerung zu ver­zeichnen gewesen sei: im Januar selbst sei der Um­satz etwas zurückgegangen, er sei aber immer noch befriedigend.

X Konkurseröffnungen. Altona: Kfm. Fried. Pagel. Anklam: Möbelfabrikant Paul Hirt. Bad Mergentheim: Bauunternehmer Gregor Klotz­bücher. Breslau: Kfm. Arthur Kabierfchke. Glo­gau Kfm. Joh. Müller. Görlitz: Mürbe u. Co., G. m. b. H. Hildesheim: Hotelier Hermann Schrader. Bad Salzdetfurth. Iserlohn: Fa. Schoeneis u. Klapp. Koblenz: Kfm. Peter Schmidt. Köln: Fabrikant Hans Bayha. München: Kfm. Karl Dietl. Seligenstadt (Hessen): Sattlermeister Georg Ohl, Hergershausen. Weißenfels: Fa. Schmidt u. Engelhardt.

X Stinnes verkauft seine Hokelinkeressen. Wie aus Frankfurt a. M gemeldet wird, sind die zum Stinneskonzern gehörigen Hotels, darunter das Espianode in Berlin, von einem deutsch-ameri- kanisch-schweizerischen Syndikat gekauft worden, Der endgültige Abschluß mit dem Syndikat, das unter Führung der Gebrüder Bon in Ragaz steht, ist in aller Kürze zu erwarten. Zu der Interessen­sphäre Stinnes gehören das Hotel Esplanade in

Berlin, Hotel Atlantik in Hamburg, Hotel Carlton in Frankfurt a. M., Hotel Nassauer Hof in Wies­baden, Golf-Hotel, Schloß-Hotel und Thüringer Hof in Oberhof.

.»ranksurter Getreidebörse vom 12. Febr. «Amtlich).

Je 109 kg in Goldmar' Weizen l. Qualität 23.5023.75 Sm

Roggen linllindiich . »eiter . . 23.50 .

Sommeraerste für Brauzwecke . 24 50 2 4.75 Hale, (inländischer) neue Ernte 21.0024.25 , Mais (gelb) neue Ernte. . «3.50-24.00 , Weizennn-b' isüdd. Spenatt 33.25-34.25 .

. (Niederrhein. Spezial) . ?3.0033.75 w Roqgenmebl, fester . - 30.7531.25 ,

Weizenkleie. 14.25 ,

Roaarnkleie........ 15.00

Erbsen, ie nach Onal. f. Speisezw. .

Linken do- ,

Heu, ifibb., gut, gef. trocken, neues ,

Weizen» n. Noggenstr., drahtgepr. ,

Treber, aetrodnet ... .

Tendenz: ruhig.

Rranhfurfer Kursbericht (12 Rebr ).

' % Retchsanleihe v. 1927 Ablösungsfchuld 0. A. .

do. m. A. .

Brown, Boveri. . . .

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^Mtrömarkt Gesfürel mit plus 3% Prozent. Auch u. Kraft mit plus 3 Prozent waren etwas leb- IWer begehrt. Schuckert und Siemens lagen bis «»Prozent erholt. Schon kleinere Auftrag« führ- Wihier zu diesen Erhöhungen. AEG. nur knapp Riten. Am Chemiemarkt zogen Scheideanstalt MProzent und 3. G. Farben bei nur kleinen Um« Whèn ^ Prozent an. Die wenigen Notierungen, am Montanmarkt zustande kamen, zeigten eben« Ms Besserungen bis zu 2 Prozent. Einiges 3n« kreffe bestand für Phönix und Rheinstahl. Kali- Eun waren nach den letzttägigen starken Ein- iröchen auf Rückkäufe wieder etwas gebessert. Am ^chisfahrtsmarkt war heute das Angebot wieder kleiner, bestand eher Kaufneigung, so daß beson- «ers Nordd. Lloyd 134 Prozent anziehen konnten.

Bagkad I......

do. II......

Zolltürlen .....

Schantungbahn ....

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Barmer Bank .... Berliner Handelsge'ellsch. ter« Deutsche Bank .... Deutsche Vereinsbank .

Metallbank..... Mitteldeutsche Creditbant Reichsbanl..... Defterr. Creditanstalt . Mesibant...... Hopag ....... Rordd. Lloyd . . , . Buderus ...... weljenkirchen..... Zarpener...... 3lie Bergbau . . , .

MoMtM im <$tâtt£&$MB LeusSadt

Freitag, den 15. Februar 1929, werden in den Distrikten Spieß, Steinbruch und Dachsberg versteigert:

Brennholz:

Buche rm 270 Scheit, 67 Prügel. 28 Stöcke, 35 Astreis, 10 Allerleiholz, 3450 Stück Astw-llen

Eiche rm 6 Scheit, 2 Prügel

Ahorn rm 2 Scheit, S Prügel Kiefer rm 2 Prügel.

Nutzholz:

Eichestämme 2. Kl. 1 = 0,46 km

FichtFtämme 1a Kl. 17 = ^,42 km, 1b Kl. 2 --- 0,52 fm, 2a Kl. 6 = 3,35 fm, 2b Kl. 3 = 3,20 lm, 3a Kl. 1 1,27 fm Fichtederbstangen 2 Kl. 30 = 1,80 fm, 3 Kl. 5 --° 0,15 fm Fichtereisstangen 30 = 0,39 fm Lärchestämme Ib Kl. 2 = 0,91 fm.

Zusammenkunft um 10 Uhr vormittags auf der Provinzial- ^è^Leustädter HofNiedermockstadt am Distrikt Spieß.

Tübingen, den 8. Februar 1929.

Fürstliche Renttammer, Abteilung Forstaml.

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Daimler ......

Neckarsulmer . . . . Arantj. Maghinenfabrik. Miag....... Voigt D Häffner . . . Metallges.Franlfurt a. M. Jungdaus......

Cement Heidelberg . , Hoch- und Tiefbau . . Ph. Holzmann . - . .

124

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66.50

95 50 254,51 475

264

56.25

98

97.50

58-

62 140.50 212 185

70 136.25 105 125

Wayß D Freitag . . Zellstoff Aschaffenburg Zellstoff Ma dhof . . J. E. Farben . . . Scheideanstalt . . . Holzoer ohlung . . . Dt. Erdöl . . . . Ty. Goldschmidt ° . Montecatini. . , , RUtgerswerke . , . A E G. . . . . . Bergmann-Werke . . Ehade . . , . .

Elektrische Lieferungen Felieu & Guilleaume Gesfürel..... Lahmeyer..... Lechwer e ..... Rhein. Elektr. ...

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Berlin- Frankfurt a. M. (Vom 12. Febr.«

>kew?)ort . Holland . . 3uenoK-Rires Trüffel

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Schweiz . . , -pamen . . . 2. -Oesterreich . Lrag . . .

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