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Nr. 33

Freitag den 8. Februar 1929

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HANDEL UND

WIRTSCHAFT

Kvart Mrrvtev NSvte

' Y -rrantfurt a. M., 7. Febr. Die gespannte iMerpolüislhe Lage, die vor den in nächster Zeit Mftfihiienben Reparationsverhandlungen peinlich SS wird, rief zu Beginn der Börse eine inickierheit hervor. Auch andere vorliegende Mo- drückten aus die Stimmung und hatten eine

: ."meine Lustlosigkeit zur Folge. Der schwache Kauf der gestrigen Newyorker Börse, das wei- Ad-kleiten des Beschäftigungrades nach den Be- i â der Landesarbeitsämter und die Verschär- im rheinischen Textillohnstreit, blieben oben- L nicht ohne Wirkung auf die Tendenzgestaltung.

L jedoch einige Orders von außenher eintrafen : nh der Bericht der Handelskammer in Pforzheim, monatf) die Wirtschaftslage im Januar befriedigend aetnefen sei, bekannt wurde, zeigte die Börse eine Laine Widerstandsfähigkeit und die Verluste gin- za auch die Spekulation verschiedentlich zu Deckungen schritt, zur ersten Notiz kaum über 1 Hiozent hinaus. Das Geschäft blieb jedoch im gro- Ken und ganzen ziemlich minimal und beschränkte zumeist nur auf Spezialwerte. Etwas stärker fsnqeboten waren am Elektromarkt Gesfürcl mit aninus 1)4 Prozent, Siemens und Schuckert lagen bis je 1 Prozent schwächer. AEG. und Bergmann Weben behauptet Am Farbenmarkt waren I. G. Farben fast ohne Geschäft. Für Scheideanstalt mähte sich dagegen mit plus 1 Prozent aus die Ausführungen in der gestrigen Generalverisamm- (unq einiges Interesse bemerkbar. Etwas gefragt waren noch Zellstoff Waldhof mit plus 1 Prozent unb am Montanmarkt Rheinstahl mit plus % Pro­zent und Harpener mit plus % Prozent. Sonst waren aber hier Umsätze in nur sehr geringen, Umfange zu verzeichnen. Autowerte eröffneten bis M Prozent niedriger. Von Bankwerten lagen Com- Werzbank bis 1 Prozent abgeschwächt. Renten still. Anatolier etwas gefragter. Auch im Verlaufe blieben die Umsätze äußerst klein und beschränkten

die Abendbörse. Die Haltung war anfangs schwach. Bei Eröffnung liegen die Notierungen noch teil­weise unter den Schlußkursen der Mittogbörse, doch trat im Verlauf auf festere Meldungen von den Westbövsen und höhere Newyorker Kurse eine Be­ruhigung ein, so daß auf Deckungen vereinzelte Kurserholungen zu verzeichnen waren. Die meisten Aktien schließen aber noch unter dem Mittagsstand. Reichsbank büßten neuerdings 4 Prozent ein, Licht und Kraft verloren 2% Prozent, Salzdetfurth 5% Prozent. Auch Otavi waren trotz der weiteren Kupferpretserhöhung niedriger angeboten. Am Ren­tenmarkt waren Vorkriegs-Kommunal-Obligatio- nen der Hypothekenbanken gefragt.

100 Kilo cif Rotterdam vor in Manitoba 3 Atlan­tik zu 13,55, Manitoba 4 Atlantik zu 12,85, Ba- ruffo 79 Kilo zu 11,90 und Rosafe 79 Kg 11,95. Im Waggongeschäft nannte man im nichtoffiziellen Verkehr in Reichsmark per 100 Kilo, waggonsrei Mannheim: Welzen inl. 24,50, ausl. 26,7528,50, Roggen tnl. 24.. Hafer inl. 23,5024,25. Brau­gerste, badische und hessische 2525,75, pfälz. Gerste 2626,75, Futtergerste 20,2520,50, Mais mit Sack 24, südd. Weizenmehl Spezial Null 34,25; südd Roggenmebl 30,5032,50; Weizenkleie 1414,25 und Biertreber mit Sack 20,5021,00.

burger Stammhaus in der Mönkedergstraße auf­geben um in ein doppelt so großes Geschäftshaus hinüberziehen.

Berliner Metallmarkt. iVoin

Kupfer

M nur auf einige bevorzugte Papiere, die jedoch

itmas lebhaftere Nachfrage zu verzeichnen hatten. Kls jedoch die Erhöhung der Diskontrate der Bank

»n England um 1 Prozent auf 5% Prozent be- tonnt wurde, machte sich eine allgemeine Verflau-

W und Unsicherheit geltend. Auf Realisationen der Spekulation neigte die Tendenz zur Schwäche und rs traten im allgemeinen Verluste bis zu 4 Pro­pst ein. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 4% Prozent eine weitere Erleichterung. Am Devisen- nartt nannte man Mark gegen Dollar 4.2115, ge- jcn Pfunde 20.433 London-Kabel 4.8515, Paris 124.17, Mailand 92.64, Madrid 30.60, weiter etwas ; irjolt und Holland 12.11.

Abendbörse.

Die Diskonterhöhung der Bank von England, Wie eine weitere Abschwächung der Newyorker Börse 4 Sjur Folge hatte, beeinflußte anfangs noch weiter

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7. Sehr.)

Frankfurter Schlachlviehmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Auftrieb: 112 Rinder, 1159 Kälber, 316 Schafe, 415 Schweine. Marktver­kauf: Schweine und Schafe rege, Kälber mäßig rege, bei allen Gattungen geräumt. Preise für 1 Zentner Lebendgewicht: Kälber: b) 7074, c) 6569, d) 6064; Schafe: a) 1. 5055, b) 4549, Schweine b) 7376, c) 7477, b) 7477. Fleischgroß- markt: a) Frisches Fleisch: Ochsen- und Rindfleisch 1. 8590, do. 2. 8085; Bullenfleisch 7882, Kuh­fleisch 2. 5060, do. 3. 3550. Kalbfleisch 1. 95 bis 105, do. 2. 8595. Hammelfleisch 95105. Schweinefleisch 1. 90100, b) Gefrierfleisch: Rind­fleisch Vorderviertel zollfr. 52, verz. 65, do. Hinter­viertel zollfr. 57, verz. 76 RM. Geschäftsgang: Langsam.

Frankfurter Produktenmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Zur heutigen Pro­duktenbörse blieb das Geschäft weiter klein. Im Grundton machte sich jedoch wieder ein freundliches Aussehen bemerkbar, da die wieder höheren über­seeischen Notierungen stimulierend wirkten Das Angebot von Inlandsware war äußerst gering, da der wieder stärkere Frost die Beschickung der Märkte behindert. Die Preisgestaltung wurde von diesen Momenten nicht berührt und blieben völlig unver­ändert. Weizen 23.5023.75, Roggen 23.50, Som­mergerste 24.4024.75, Hafer inl. 2424.25, Mais für Futterzwecke 23.5023.75, Weizenmehl 33 25 ^A4"^'-nte«r^ Roggenmehl 31 bis

31.50, Weizenkleie 14.25, Roggenkleie 15.

Mannheimer Produktenbörse.

Mannheim, 7. Febr. Bei unveränderten For­derungen des Auslandes verkehrte die Börse in ruhiger Haltung, da die Interessenten im Einkauf sich Zurückhaltung auferlegten. In seeschwimmen­dem Weizen lagen Angebote in holl. Gulden per

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Todesamerges

Verwandten, Frennven und Bekannten die traurige wttiettunn. daß meine liebe, gute, treuiorgenbe Frau, Mutter, Schwiegermutter, ®ro&mutier, Schwester und Schwägerin Frau Margarete Kolb

geb. Kohlepp

im Alter von 63 Jahren gestorben ist Hanau, Lissabon den 6. Februar 1929

2348

3m Kamen der lrauemöen »rölWnen:

Bonaventura Kolb

Robert Regh u. Frau Marg. geb. Kolb

Ferdrnano Bertus u. Frau Anna geb. Kolb

Hans Kolb u. Frau geb. Bertus und Sohn Karl

Die Beerdiguna findet Samstag vorm. 10 Uhr von der iMedhofstapelle aus Hart.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter

to teile Form

geb. Grün

insbesondere Herrn Dr. Weissmüller und den barmherzigen Schwestern sagen innigsten Dank.

Großauheim den 7. Februar 1929

177k

Die trauernden Hinte bliebenen,

Mannheimer Kleinviehmarkk.

Mannheim, 7. Febr. Dem heutigen Kleinvieh­markt waren zugefahren: 151 Kälber, 15 Schafe, 59 Schweine, 298 Ferkel und Läufer, 2 Ziegen. Kälber a) nicht notiert, b) 7678, 6872, 6066. Schafe c) 4346. Schweine c) 7778, 7778, 74 bis 76; Ferkel bis 4 Wochen 1530, über 4 Wo­chen 2230, Läufer 3140. Ziegen 1324. Markt­verkauf: Mit Kälbern lebhaft geräumt. Mit Schweinen mittelmäßig geräumt. Mit Ferkel und Läufer ruhig.

X Amtliche Großhandelsindexzisser. Die für den Monatsdurchschnitt Januar 1929 berechnete Groß- Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 138,9 gegenüber dem Vormonat (139,9) um 0,7 v H. gefuntet Bon den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,8 v. H. auf 131,7 (134,1) und dieienige für Kolonialwaren um 0,6 v. H. aus 123,9 (124,6) zurückgegangen. Die Index­ziffer für induslrieeÜe Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,1 v. H auf 134,0 (134,1) und die Index­ziffer für industrielle Fertigwaren um 0,4 v. H. auf 158,8 (159,5) nachgegeben.

X Rudolf Karstadt A.G., fjamburg. Die Ge­sellschaft hat auch 1928 gute Fortschritte gemacht. Auf das Tempo der Weiterentwicklung ist zwar die rückläufige Konjunktur nicht ohne Einfluß geblie­ben, das Geschäftsergebnis dürfte jedoch auch auf das erhöhte AK wieder 12 Prozent Dividende ge­statten. Die finanzielle Lage ist zur Zeit sehr flüssig, da aus der Kapitalerhöhung und der ame­rikanischen Anleihe über 92 Mill. RM neu zuge­flossen sind, ohne Berücksichtigung der Mittel, die die Verwaltung aus der Verwertung eigener Aktien in Newyrik erhalten haben dürste. Allerdings wird die Gesellschaft auch roch beträchtliche Sum­men zur Durchführung ihrer großen Baupläne ge­brauchen. Aus ihr Gebot von ungefähr 4 Mill. RM für ein Staatsgrundstück von rund 7000 Quadrat­meter an der "Alster unweit der neuen großen Bürohäuser wird dieser Tage voraussichtlich der Zuschlag erfolgen Die Gesellschaft wird ihr Ham-

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