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Nr. 14

Donnerstag, den 17. Januar 1929

Seife 11

HANDEI UND WIRTSCHAFT

SvanI-uvtev Vörrse

Frankfurt a. M-, 16. Jan. Tendenz: schwach. Zu Beginn der heutigen Börse machte sich infolge ungünstig lautender Meldungen eine große Lust­losigkeit bemerkbar. Der schwäche Verlaus der gestrigen Newyorker Börse, heroorgerufen durch die verschlechterte Geldmarktlage am dortigen Platze und der jetzt beginnende Preiskampf in der Kunst- seidenindustrie, veranlaßten die Spekulation zu Glattstellungen und zu größeren Abgaben. Das herauskommende Material fand bei der Aufnahme­unlust des Marktes nur mit Verlusten bis zu 4^ Prozent gegenüber der gestrigen Abendbörse Unter­kunft Die Tendenz war ausgesprochen schwach. Der weiter flüssige Geldmarkt bot kaum eine Anregung. Es herrschte fast völlige Geschäftsstagnation, da die bestehende Orderlosigkeit verstimmend wirkte. Be­sonders stark angeboten waren am Elektromarkt Siemens mit minus 4% Prozent, Licht u. Kraft mit minus 5 Prozent und Schuckert mit minus 5% Pro­zent. Das hier starke Angebot soll auch durch Ab­gaben aus dem Rheinland u. her Schweiz zu diesen Kursstürzen geführt haben. Gesfürel minus 3 Pro­zent, bei mäßigen Umsätzen 2% Prozent und Scheideanstalt 1% Prozent niedriger. Kaliwerte durchweg bis 4 Prozent gedrückt. Am Montanmarkt waren Mannesmann mit minus 214 Prozent und Klöckner mit minus 1 Prozent stärker angeboten. Einige Nachfrage bestand dagegen weiter für Eisen- werte, da die günstige Lage der internationalen Eisenmärkte noch etwas nachwirkte. Die Kurse blie­ben hier knapp gehalten. Bankwerte waren meist knapp behauptet und die Verluste gingen hier kaum über 1 Prozent hinaus. Nur Reichsbank waren stark vernachlässigt und 4% Prozent schwächer. Von Autowerten Adlerwerke minus % Prozent und Daimler minus 1% Prozent, bei kleinsten Umsätzen. Schiffahrtswerte bis % Prozent niedriger. Dt. Li- nolem.i bei größerem Angebot 5 Prozent niedriger. Reinen ebenfalls ohne Umsätze. Deutsche und Aus­länder eher etwas schwächer. Im Freiverkehr nannte Glanzstoff mit 490 Prozent minus 10 Prozent. Don amerikanischen Kunstseidewerten waren Bemberg mit 100 Dollar und Glanzstoff mit 76 Dollar, be­sonders schwach.

Im Derlau'e trat eine allgemeine Beruhigung ein. und die Tendenz zeigte ein freundlicheres Aus­sehen Die Gründung einer amerikanischen Holdings- gesellschait der I. G. Farbenindustrie und ver­einzele Deckungen der Baissespekulation führten zu Kurserholungen bis zu 2 Prozent. J. G. Farben mit plus 2% Prozent standen im Vordergründe Auch Schlickert konnten 2% Prozent zurückgewin­nen. Das Geschäft blieb jedoch relativ klein.

Am Geldmarkt machte sich für Tagesgeld mit 5% Prozent eine Verknappung bemerkbar.

gemeinen leicht abschwächte. I. G. Farben, Mon­tanwerte, Autoaktien und Elektropapiere lagen bis zirka 1 Prozent niedriger. Scheideanstall, in denen einige kleine Käufe vorgenommen wurden, konn­ten »gegen 1 Prozent anziehen. Im übrigen traten erwähnenswerte Kursveränderungen kaum ein. Im freien Markt nannte man von den amerikanischen Kunstfèidesbaccs Glanzstoff mit 7678, Bemberg mit 101102 Dollar. Renten waren vernachlässigt. Tim Verlaufe machte sich einiges Interesse für I. G Farben und einzelne Elektrowerte bemerkbar, so daß sich das Kursniveau in den meisten Fällen bis zu 1 Prozent heben konnte.

J. G. Farben 259, AEG 178%, Siemens 404%, Zcheideanstalt 186, Adlerwerke 59%, Stahlverein 97%.

X Konkurseröffnungen. Berlin: Kaufm. H. Herm. Hammer; Globus-Transportgeräte-Fabrik G. m. b. H.; Walter Schönfelder. Charlottenburg; Märkischer Kies- und Sandvertrieb A. Parey G. m. b. H.; Kfm. Alfred Schellhorn; Fallersleben: Kfm. Otto Nabe. Frankfurt a. M.: Kurzwarengeschäft Hch. u. Th. Cahn. Freiburg (Schles.): Fohrradhändler Paul Pech, Königszelt Laubach (Hessen): Kfm. A. Bey. München: Kfm. Hugo Günzinger. Waiblingen: Kfm. Wilh. Klingler. Würzburg: Metzgermeister Otto Müller, Zell a. M.

X Ermäßigung der Zinkblechpreisc. Die Süd­deutsche Zinkblechhändler-Vèreinigung, Sitz Frank­furt a. M., hat ab 16. d. Mts. die Preise um 2 Proz. ermäßigt. (8. 1. Erhöhung um ca. 1% Prozent.

Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dol. lar 4 2075 gegen Pfunde 20.4014. London-Kabel 4,8500, SPor^i24.13, Madrid 2971, Mailand 9271 DM Ho sich *

Ä

Die Abendbörse war fast geschäftslo« Von mißenher lagen Orders kaum vor, und die Speku­lation bekundete eher ^twas Abgabeneigung, !o daß sich die fiaftuna gegen den Berliner Schluß im all-

X Güterwagenstellung der Reichsbahn. In der Woche vom 30. Dez. 1928 bis 5 Jan. 1929 (5 Tage) sind bei der Deutschen Reichsbahngesellschaft 628 900 Güterwagen gestellt worden gegen 746 100 in der ersten Woche 1928 (5% Tage) und 500 200 in der Vorwoche 1928 (4 Tage). Für den Arbeitstag im Durchschnitt berechnet lauten die entsprechenden Zif­fern 125 800. 128 600, 125 100.

X Die Fahrradkonjunkkur weiter schlecht. Die Fahradindustrie klagt nach einem Bericht des Ver- eins Deutscher Fahradindustrieller weiter über einen wenig befriedigenden Geschäftsgang. Da Die

jähr, mußte eine Anzahl von Werken erneut die Kurzarbeit einführen. Der Belegschoftsstond hat sich weiter verringert; der Beschäftigungsgrad wird allgemein als mangels) ist bezeichnet. Die Aus­sichten für die Saison 1929 werden sich erst im Frühjahr beurteilen lassen Der Export von Fahr­rädern und Fahrrodteilen ist durch den scharfen ausländischen Wettbewerb und das dadurch be­dingte ungünstige Preisniveau behindert. Wie verlautet, sollen bei den letzthin geführten Verhand­lungen zur Bildung einer Fahrrad-Konvention er­hebliche Fortschritte erzielt worden fein.

Lagerbestände wesentlich größer sind als im

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vom 16. Fan «Amtlich).

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Berliner Metallmarkt. <Vom 16. Ian.)

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. tniederrhein. Spezial) Nogoeumebl, fester Weirentleie . . .

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Tendenz: stetig.

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6^ Neich?anleihe n. 1927 Ablösungsschuld o. A.

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Douglas: 1 Siam in 2a Kl. = 0,21 km.

Zusammenkunft um 10 Uhr vormittags am Getsweiher.

Ein großer Teil des Holzes fitzt an der Reffenstraße und tonn tzaingründau und über den Thiergarten nach Büdingen abge­fahren werden.

Büdingen den 9. Januar 1929.

_. Fürstliche Rentkainmer Ab'eilung Forstamt.549t

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Sm Wege der Zwangsvollstreckung »ollen am 25. März 1929, vormittags 10 «hr, an Ort und Stelle in Bischofsheim versteigen meroen: die im Grundbuchs von Bischofsheim, Kreis Hanau, (einge­tragene Eigentümer am tu. Juni 1928, dem Tage der Eintragung des -uerUeigerungsvermerls: Hoizbändler Heinrich Knaus und dessen trbefrau Susanne geb. Salier in Bischofsheim, Kreis Hanau) einge­tragenen Grundstücke: Gemarkung Bischofsheim

w _ s) Band 1» Blatt Nr. 724:

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Nr. 2 bis 4 tm Etgemum der (Eheleute je zur ideelle» Hälfte

Nr. 5 L 145 Acker am Dürnighetmer Weg 8 ar OB qm 0.57 Tlr. Reinertr.

M 6 L 146 , " "

Nr. 7 L 147 '

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über Dem krummen Gewann

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8 ar 3> qm

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7 ar 88 qm

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» . b) Band 19 Blatt Nr. 762

1 0 218 Karten tm arten Dorf ar 97 qm 0.10 Tlr. Reinertrag T 410 Acker tm Lug ar 60 qm 0.07

Krundueuermutlerrolle Ari. Nr. 8%).

Bergen, Kreis Hanau, den 19. Dezember 1928.

______ Amtsgericht.

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Herrn Heinrich Boss

im 78. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

Hanau, Großkrofcenburg den 16. Januar 1929

Die trauernden Hinterbliebenen

Familie Heinrich Boss

Familie Georg Boss Familie Carl Pforr

Die Beerdigung findet am Montag den 21. Januar 1929, vormittags 11 Uhr, von

der Friedhofskapelle aus statt. 623